Urlaubsbetreuung für den Hund - Meinungen gesucht!

Hallo, ich bräuchte mal eure Meinungen 🙂
Ich hatte schon öfter die Hunde von Freunden in Pflege, während die Freunde im Urlaub waren.
Das hat gut geklappt und viel Spaß gemacht und ich überlege jetzt, diese Urlaubsbetreuung auch "offiziell" anzubieten. Ich hatte selbst jahrelang Hunde und lege auch den erforderlichen Sachkundenachweis ab. Ich muss und möchte davon nicht leben, es wäre mehr ein nettes Extra.

Ich würde immer nur einen Hund zur Zeit betreuen, der Hund würde mit im Haus leben, hätte absoluten Familienanschluss und Exklusivbetreuung. Andere Tiere leben nicht im Haushalt. Wir leben direkt an einem großen Wald.

Einzige Bedingungen: Der aufgenommene Hund müsste (an einigen Tagen, nicht täglich!) bis zu 3 Stunden allein bleiben können (außer, er wäre nur über das Wochenende da, dann nicht) und er darf nicht aggressiv gegen Menschen sein.

Was glaubt ihr, gibt es einen "Markt" für diese Form der Urlaubsbetreuung? Was haltet ihr als Hundehalter von so einem Angebot? Und was würdet ihr sagen, darf so eine Betreuung kosten? Ach ja, ich lebe in einer Großstadt, falls das eine Rolle spielt.

Ich freue mich über Meinungen!

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Ich wäre dabei :-) wo wohnst du? 😅
Sagen wir mal so: maximal 30 € pro Tag und Futter, etc. wird selbstverständlich gestellt.

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Super😄 Ich wohne in Hamburg. Ich dachte an 25€ und Futter wird vom Besitzer mitgebracht 😃

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Hey, ich schon wieder mit einer Antwort aus Bayern 😄

Meine beste Freundin macht das genau so wie du beschreibst, einzig das sie selber noch nen eigenen Hund im Haushalt leben hat und der Gasthund max. mal eine Stunde alleine bleiben muss (zwecks Einkauf oder Kind schnell ausm Kiga holen).
Dass das Futter mitgebracht wird, ist eh die Regel wegen Gewohnheit, Unverträglichkeit, etc. und preislich liegst du mit deinen 25 € im völlig realistischen Bereich 😊

Falls Du also jemals iwo diese Prüfung ablegen kannst, kann das gut funktionieren 👍🏻
Lg chicky

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Ich denke, das du dich nicht über mangelnde Nachfrage bei so einer exklusiven Betreuung beklagen brauchst.
Hast du auch bedacht, das du die Hunde aus dem Freundeskreis ja gut kennst und es doch ein großer Unterschied zu völlig fremden Tieren sein kann? Ich habe auch eine zeitlang immer die Hunde von Freunden betreut, das lief immer super. Dann hatte ich notfallmäßig ein völlig fremdes Tier hier, das war eine ganz andere Hausnummer. Wenn ich ehrlich bin, wurden wir miteinander gerade erst warm als die Zeit um war.
Mir war nie so bewußt, wie gut ich die Hunde aus meinem Umfeld kenne, das wurde mir nach erst richtig bewußt nach dem der fremde Hund wieder weg war.

Übrigens bin ich auf die Weise zu meinem 2. Hund gekommen....das Tier wollte nicht mehr weg von uns. Er hat in seinem zuhause völlig dicht gemacht nach seinem Urlaub bei mir, Futter verweigert bis die Rippen raus kamen, nur noch gewinselt, nicht mehr zur Ruhe gekommen, in die Wohnung gemacht. Die Besitzer riefen mich an und haben um einen Besuch bei uns gebeten, ihnen dämmerte da schon was. Dachte ja noch, das sie übertreiben....nee, der Hund kam rein und wich mir keinen Zentimeter mehr von der Seite, hat sofort gefressen und sich danach schnarchend in meine Nähe gelegt. Als die Besitzer wieder fahren wollten hat er sich hinter mir versteckt, aber erst als sie ihn mitnehmen wollten, vorher hat er sie komplett ignoriert.
Ich weiß, das der Hund ein tolles Zuhause hatte, aber die Chemie passte wohl nicht so ganz, das hatten sie schon vorher gemerkt, es akzeptiert und schwupp hatten wir wieder einen Hund.

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Bitte denk daran, Betreuungsverträge mit den Besitzern zu machen, die auch Dinge regeln, an die man nicht denkt.
Wann gehst Du mit dem Tierarzt, bei jeder kleinen Auffälligkeit(die ja ausufern kann) oder erst bei größeren Problemen? Werden in beiden Fällen die Kosten vom Tierhalter voll übernommen? Falls der Tierhalter tel. nicht erreichbar ist und es muss schnell entschieden werden bei Krankheit/Unfall, Deine Ermächtigung?
Was passiert mit dem Hund, sollte er im schlimmsten Fall z.B. totgefahren werden oder sonst irgendwie versterben? Einäscherung oder beim Tierarzt abgeben zum Entsorgen?
Das sind nur zwei Beispiele, die auftreten können.
Die Seite informiert auch:
https://blog.shelta.tasso.net/tierbetreuung-tipps-rechte-und-pflichten/
Schau Dir bitte auch die rechtlichen Informationen an.
Wenn man das ständig machen möchte, hängt einiges dran, wie ich schon bei einem ehem. Arbeitskollegen mitbekam.
LG Moni

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Hallo, die Idee ist gut. Ich denke, viele Hundebesitzer favorisieren so eine familiäre Art der Urlaubsbetreuung für ihren Liebling. Du kannst sicher von einer grossen Nachfrage ausgehen. Die grosse Unbekannte ist, dass du dir ein fremdes Tier ins Haus holst und nicht weißt, wie beide Hunde aufeinander reagieren. Das solltest du vielleicht versuchen, bei ein paar Besuchen des zu betreuenden Hundes vorher auszutesten. Ansonsten sehe ich deine Idee absolut positiv. Und ganzcwichtig: immer einen Betreuungsvertrag abschließen, in dem alles Wichtige geregelt ist.


Nici

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Danke für deine Antwort. Es wäre immer nur ein Hund hier, wir haben momentan gar keinen eigenen Hund.
Ich dachte, dass das Angebot besonders für Besitzer interessant sein könnte, die unkastrierte Hunde oder Hunde haben, die mit anderen Tieren nicht verträglich sind. Die werden von Hundepensionen ja meistens abgelehnt.

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Ich möchte mich noch mal für alle Antworten bedanken! Ja, an einen Betreuungsvertrag werde ich natürlich denken. Das ist wirklich ein sehr wichtiger Punkt. Ich hoffe nun, dass sich trotz Corona eine Möglichkeit finden lässt, in der näheren Zukunft den Sachkundenachweis erbringen zu können. Dann werde ich mein Vorhaben wohl starten und auch sehen, wie die Resonanz so ist 😃 Aber nach den Antworten hier bin ich ganz positiv gestimmt😊

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Ich habe noch was anzumerken...
Denk an entsprechende Versicherungen durch Dich und ggf. auch durch den Hundehalter (bei uns in RLP ist das nämlich nicht grundsätzlich Pflicht).
Außerdem kann ich Dir empfehlen, einen "abgetrennten" Bereich zu haben. Mit Kleinkind ist das in meinen Augen unabdingbar, wenn Du z. B. Wäsche machst usw...Du weißt nie wie ein fremder Hund alleine mit Kindern reagieren könnte, denn diese sind eventuell in den Augen des Hundes erst mal rangniedrig.
Das ist sicher nicht bei allen so, aber die Folgen könnten schwerwiegend sein, wenn der Hund z. B. das Kind "nur" korrigieren will.
3 Stunden alleine ist kein Ding, sofern der Hund keiner ist, der dann Randale macht 😎

Aber grundsätzlich absolute Empfehlung - meine Schwester hat das jahrelang gemacht und sich damit gut was nebenbei verdient, allerdings dann auch irgendwann mit mehreren Hunden zeitgleich.
Die Anfragen waren mehr als genug, weil es eben eine Betreuung mit Familienanschluss war.
Wir machen das mit unserem Hund ähnlich, er geht während des Urlaubs zu einer Kollegin und ihr Hund im Gegenzug kommt zu uns 👍