Kaninchen Neulinge

Hallo.seit einem Jahr spielen wir mit dem Gedanken Kaninchen anzuschaffen.Nun wird es konkreter und es kommen einige Fragen auf.

Vielleicht sind hier Erfahrende Kanincheneltern....ich leg mal los

Kann man sich und die Kids testen lassen ob eine Allergie vorliegt?

Für uns war bis vor kurzem klar dass wir eine Aussehaltung möchten.ein schön großes Gehegemit Stall im Garten.Nun hab ich leider Storys gehört dass Raubtiere vorbei kamen und hab nun große Sorge und horrorvorstellung.uns könnte so etwas passieren.klar man macht es Raubtier sich,aber irgendwie ist die Sorge trotzdem da.

Wir könnten auch mein Büro im Keller auflösen 25m2beheizt wohnlich.also kein gewöhnlicher Keller.allerdings ein kleines Fenster. Man müsste sie täglich natürlich raussetzen,wenn wir da sind...Was würdet ihr machen?

Welches Aussengehege habt ihr und könnt ihr empfehlen?ich tendiere eigentlich zum selbstbauen.

Wir möchten gerne welche vom Züchter.socrichtig fündig bin ich bisher nicht geworden.kennt jemand einen in Schleswig Holsstein?umhebung?

Freu mich auf eure Antworten

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Unsere Hasen leben tagsüber frei im Garten, nachts kommen sie in einen Stall, einem umgebauten Kinderhaus.
Ich kenne ehrlich gesagt keinen Fertigstall, der wirklich artgerecht ist. da bleibt wohl nur selbermachen. Evtl kann man das auch kombinieren. Wir haben im Kinderhaus zB zusätzlich einen herkömmlichen Hasenstall stehen, der als Schlafhöhle und Aussichtsplatz genutzt wird.

Der Garten ist zwar so, dass die Kaninchen nicht raus können, aber natürlich nicht raubtiersicher. Aber unsere Hasen sind selbstbewusst und wehrhaft, so schnell kommt da kein Jäger zum Zug. verstecke gibts natürlich auch mehrals genug.
Trotzdem bleibt natürlich auch da ein Restrisiko, das ich aber in Kauf nehme, weil die Kaninchen so ein wirklich artgerechtes, gesundes Leben führen können. Ähnlich wie bei einer Freigänger-Katze.
Ein kleineres Gehege kann man natürlich komplett raubtiersicher gestalten, indem man es entsprechend einzäunt und sichert. Tipps dazu gibts zur Genüge im Internet. Dann fällt das abentliche Einsperren weg.

Man kann Hasen auch im Haus halten, aber es ist deutlich aufwendiger. Und ob sie auf Dauer im Keller zufrieden sind, bezweifle ich. Beheizt und wohnlich brauchen sie nicht, ordentliches Licht muss aber auf Dauer vorhanden sein, sonst leben sie den ganzen Winter im Halbdunkel.
Auf jeden Fall sollte man nämlich bedenken, dass man sie sicher im Sommer mal nach draußen setzen kann, das aber im Winter monatelang nicht geht, weil sie die Temperaturunterschiede nicht vertragen.
Außerdem ist das Herumtragen für viele Kaninchen ziemlich unschön und stressig.

Warum wollte ihr unbedingt Kaninchen vom Züchter? die Tierheime sind voll mit Hasen, da findet sich doch sicher ein nettes Pärchen.

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Also ich kenne keine Züchter, höchstens KleintierzüchterVEREINE. Ansonsten kenne ich es so, dass man sich Jungtiere dort holt, wo sie gerade "vorrätig" sind oder im Idealfall tatsächlich eine Kleingruppe aus dem Tierheim adoptiert.

Unsere waren im gesicherten Außengehege 365 Tage im Jahr. Die Außenseite waren gegen Unterbuddelung gesichert, nach oben war ein Gitter, die Hälfte des Geheges war wetterfest. Es befand sich ein Rückzugsort im Gehege, den haben sie aber so gut wie nie genutzt, sie waren in ihren selbstgebuddelten Höhlen.

Das Gehege baust du am besten selber. Es gibt schöne große, die findest du im Hühnerbedarf, sind aber entsprechen teuer. Du solltest darauf achten, dass es bequem begehbar ist für die Reinigung.

Sie brauchen täglich Raufutter (keine Körner) und Wasser. Der Platz sollte so bemessen sein, dass sie hoppeln können, das hält im Winter warm. Sie sind soziale Tiere, die auch gegenseitig Fellpflege betreiben, aber nicht wirklich Kuschler.

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Wir hatten eine Außenhaltung und ich würde nichts anders wollen für Kaninchen.
Eine kleine Gruppe Kaninchen, besser mal als zwei, da die Tiere doch sehr gesellig sind und sich schwer tun neue Artgenossen zuzulassen, falls eines doch vorzeitig erkrankt und stirbt.

Mit Raubtieren, besonders Mardern, muss man rechnen. Wir hatten einen erhöhten Stall für Nachts. Da sich dort tatsächlich mal ein Tier reinfressen wollte, gab es dann einen doppelten Draht für die Türen.
Davor hatten wir einen überdachten und rundherum in Beton eingefassten Außenbereich (etwa 4mx2m). Damit sich kein Tier rein oder raus graben kann. Diesen konnte man unten aufklappen und es ging in einen einfach eingezäunten Gartenbereich. Der wurde aber nur tagsüber genutzt. Eben wegen Füchsen und Mardern.
Es gab dann noch bei uns die Regel, dass Tiere im Stall und im "Vorgarten" nicht gestört werden. Sind die Kaninchen im Außengelände unterwegs, durften wir Kinder zu ihnen zum Streicheln und Spielen. Es gab also einen ordentlich Rückzugsort.

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Wir haben eine selbst gebaute "Voliere" im Garten. 4x2,50m umzäunt von punktverschweißtem Draht mit Dach. Eine Seite grenzt an eine Hauswand, zwei weitere Seiten sind mit durchsichtigen PVC Platten wetterfest gemacht. tagsüber haben sie zusätzlich dazu noch 20qm "Garten" angrenzend an ihre "Voliere", eingezäunt und Ausbruchsicher. Abends werden sie in die "Voliere" gesperrt wegen der Raubtiere. Das, was es zu kaufen gibt, ist entweder vieeeel zu teuer oder nicht ausreichend oder beides. Selber bauen ist günstiger und man kann es an seine Gegebenheiten anpassen.

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Hallo,

ich persönlich bin absoluter Befürworter von Außenhaltung bei Kaninchen, da man ihnen so am ehesten gerecht werden kann. Alleine Buddelecken einrichten und und und, finde ich persönlich draußen angenehmer.

Außenhaltung kann sicher sein. Es liegt in den Händen des Menschen.

Wichtig ist natürlich wahnsinnig viel Platz. Man hat mal 2m² pro Tier (dauerhaft!) gesagt, in es werden aber eher 3-4 m² empfohlen und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass 8 m² für 2 Tiere nicht viel sind.

Wie du dir aber denken kannst, gibt es keine handelsüblichen Ställe und Gehege mit den Maßen und die Tiere nachts in kleine Häuschen sperren geht nicht, da sie dämmerungsaktiv sind und genau dann, wenn sie weggesperrt werden würden, aktiv werden. Daher bleibt nur Marke Eigenbau, großes Gehege mit Schutzhütte oder aber, wenn es doch gekauft sein soll, ein großes Gartenhaus.

Wichtig: das Gehege muss rundum gesichet werden mit verzinkten punktgeschweißten viereckigen Draht (Maschenweite maximal 1,2 cm). Da die Tiere aber auch buddeln können sollten, heißt es den Boden ein wenig ausheben, darunter Draht verlegen, auch an den Seiten (nahtloser Übergang). An den Seiten kann man zusätzlich noch Betonplatten aufstellen und dann alles dicht machen. Auch an den Seiten (das Gehege sollte auf jeden Fall höher sein, möglichst mehr als 1 Meter) und natürlich auch das Dach!

Wenn die Angst groß ist, kann der Boden auch gepflastert werden und eine Buddelmöglichkeit anders geschaffen werden.

Das Dach auf jeden Fall auch stabil bauen, z.B. ist dieses Wellplastik alleine kein Hindernis für diverse Raubtiere.

Zusätzlich natürlich Stürme berücksichtigen, ein vernünftiges Ringfundament um das Gehege, H-Pfostenträger usw. gehören mit dazu.

Also ich würde ein entsprechendes Gehege bauen, aber das ist auch sehr sehr kostenintensiv (man ist da schnell im vierstelligen Bereich).

Man könnte natürlich auch den Raum zum Kaninchenzimmer umbauen, wenn man will. Für mich wäre das nichts, aber da findet man im Internet auch supertolle Anregungen. Dauerhaft 25 m² sind ja auch super.

Züchter zu finden empfinde ich gerade bei Kaninchen schwierig, weil ich die Haltung auch befürworten möchte. Ich habe eher nach Notstationen oder privaten Abgaben geschaut. Insbesondere wenn es schon eine harmonische Gruppe sein darf und keine Babys sein müssen, findet man da in der Regel ganz gut ein süßes Gespann. Ansonsten gibt es Kaninchenforen, in denen man auch schauen könnte. :-)

LG erdbeerchen

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Hallo,

zum Gehege hast du schon genügend Tipps bekommen.

Bitte erkundige dich auch nach der Ernährung der Kaninchen 🙂

Ansonsten rate ich dazu, keine klein gezüchteten Kaninchen mit Schlappohren und kleinem Kopf zu nehmen. Diese neigen häufig zu Zahnfehlstellungen, weil der kleine Kiefer nicht ausreicht. Auch haben Hasen eigentlich keine Schlappohren.

Also lieber etwas größere Kaninchen, die auch robuster sind.

LG