Öl von Anfang an???

Hallo

Habe schon in Suche geguckt aber nix gefunden.

Ich möchte nächsten Monat mit der Beikost beginnen und hole mir reichlich Infos ein (man will ja nix falsch machen ;-) )

Muss ich beim ersten Brei den sie gekommt öl mit untermischen? oder kommt das erst später dazu?

Danke an alle!

lg
lizza

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Hi Lizza,

ich hab mal geschaut und folgendes gefunden:



Die erste Beikost
Was genau ist Beikost??
Wann braucht mein Baby seine erste Beikost??
Wie füttere ich zu??
Wann füttere ich am besten zu??
Und was soll ich zufüttern??
Braucht mein Baby Fette/Öle? Welches Öl verwende ich??
Und wie geht es weiter??
Welches Nahrungsmittel kann ich ab wann anbieten??
Was soll mein Baby nicht essen??
Mein Baby hat ein erhöhtes Allergierisiko, was sollte ich beachten??
Was sind Kreuzallergene??
Braucht mein Baby Milchbrei??
Was ist mit Fleisch??
Was muss ich bei vegetarischer Ernährung beachten??
Und Milch??
Was ist Zöliakie und was ist Gluten??
Selber kochen oder Gläschen füttern??
Wie viel sollte mein Baby essen??
Mein Baby ist ein "schlechter Esser" - was kann ich tun??
Was und wie viel sollte mein Baby trinken??
Was ist mit Nahrungsergänzungsmitteln??

Was genau ist Beikost??

Mit Beikost oder fester Nahrung ist jedes Lebensmittel - Nahrungsmittel wie Getränk - gemeint, welches das Baby im ersten Jahr neben der Muttermilch oder der künstlichen Säuglingsmilchnahrung bekommt. Beikost kann flüssig, fein püriert, gekocht oder roh sein.

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Wann braucht mein Baby seine erste Beikost??

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist ein Anbieten fester Nahrung erst ab dem 6. - 8. Lebensmonat sinnvoll. Folgende Anzeichen zeigen, ob das Baby schon bereit für erste Beikost ist:

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es kann aufrecht sitzen - denn erst dann entwickelt es die Fertigkeit, feste Nahrung sicher zu schlucken
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der Zungenstreckreflex, der festere Nahrung sofort wieder aus dem Mund schiebt, ist weitestgehend verlernt worden
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die Bereitschaft zum Kauen ist vorhanden
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das Baby ist in der Lage selbstständig Nahrung aufzunehmen und steckt sie in den Mund
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das Baby zeigt ein anhaltend gesteigertes Stillbedürfnis, was sich nicht durch einen Wachstumsschub, äußere Einflüsse, Zahnen oder eine Krankheit erklären lässt

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Wie füttere ich zu??

Die Beikost sollte spielerisch, ohne Zwang und zunächst immer nach dem Stillen angeboten werden. Bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres sollte Muttermilch die Hauptnahrungsquelle des Kindes bleiben und darüber hinaus weiterhin nach Bedarf angeboten werden. Das Baby sollte selbst entscheiden, ob und in welchen Mengen es die angebotene Nahrung es zu sich nehmen möchte.

Idealerweise werden Muttermilchmahlzeiten nicht ersetzt, sondern ergänzt, bis das Kind von sich aus auf die Muttermilch verzichten kann. Muttermilch optimiert mit ihren Bestandteilen die Aufnahme wichtiger Vitamine und Nährstoffe der Beikost und erleichtert zudem die Verdauung.

Für Kinder, die mit künstlicher Säuglingsmilchnahrung ernährt werden, gilt hier eine Ausnahme: Da das Calcium in der Säuglingsmilchnahrung wie in Kuhmilch die Eisenaufnahme hemmt, sollten in diesem Falle die milchfreien Mahlzeiten innerhalb eines absehbaren Zeitraums vollständig ersetzt werden, d.h. es sollte keine künstliche Milchnahrung als "Nachschlag" gegeben werden. Auch sollten "Flaschenkinder" in der Regel nicht zu lange ausschließlich mit künstlicher Milchnahrung ernährt werden. Dadurch kann es leicht zu einem Eisenmangel kommen. Doch auch für nicht gestillte Kinder gilt die Empfehlung, Beikost erst nach 6 Monaten einzuführen.

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Wann füttere ich am besten zu??

Die Tageszeit spielt keine Rolle. Es sollte eine Zeit gewählt werden, in der das Baby gut gelaunt und ausgeschlafen und die Mutter frei von jedem Zeitdruck ist. Eher ungeeignet sind die Abendstunden, denn mögliche Unverträglichkeiten fallen so in die Nacht, stören den Schlaf unnötig oder werden gar übersehen.

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Und was soll ich zufüttern??

Hier gibt es kein Patentrezept. In einigen Kulturen beginnt man mit Obst, in anderen mit Getreide, wieder andere halten Gemüse für wichtiger. In Deutschland und Umgebung beginnen die meisten Eltern mit Gemüse. Geeignete Gemüse sind: Kartoffeln, Pastinaken, Zucchini, Brokkoliröschen, Blumenkohlröschen, Kürbis. Die "gute alte" Karotte kommt mehr und mehr in Verruf: Sie ist auch gekocht ein relativ schwer verdauliches Gemüse und alles andere als allergenarm. Dafür billig und einfach anzubauen, weshalb die Babynahrungshersteller sie gerne anbieten.

Andere Eltern bieten lieber zunächst Obst an: Geriebener Apfel oder Birne sollte vor dem Anbieten stehen gelassen werden. Erst wenn das Obst etwas braun ist, ist es leichter zu verdauen. Man kann Obst auch kurz dünsten, dann wird es bekömmlicher. Banane aus kontrolliert-biologischem Anbau eignet sich ebenfalls.

Eine geeignete Getreidesorte für den Anfang ist z.B. Reis, glutenfrei, allergenarm und mild im Geschmack. Auch Hirse, sehr eisenreich, glutenfrei, dafür etwas bitterer ist beliebt. Getreide sollten im ersten Jahr nur in Form von Getreideflocken gegeben werden. Im Handel sind sowohl Flocken erhältlich, die man aufkochen muss, als auch solche, die man einfach in trinkwarme Flüssigkeit oder Obstmus einrühren kann. Letztere eignen sich besser, denn Muttermilch und künstliche Säuglingsmilchnahrung darf nicht gekocht werden.

Generell gilt: Immer nur ein neues Nahrungsmittel pro Woche einführen, um bei Unverträglichkeiten den "Übeltäter" direkt zu erkennen, und natürlich um dem kleinen Organismus die Möglichkeit zur schonenden Umstellung zu geben.

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Braucht mein Baby Fette/Öle? Welches Öl verwende ich??

Fett ist in der Gemüsemahlzeit besonders wichtig, wenn das Baby zu dieser Mahlzeit nicht (mehr) gestillt wird. Ohne zusätzliche Ölzugabe können die wichtigen fettlöslichen Vitamine aus dem Gemüse nicht aufgenommen werden, die Mahlzeit enthält zu wenige Kalorien und es drohen Verstopfungen.

Es empfiehlt sich, ca. eine Woche nach der ersten Beikost Öl einzuführen. Auf 100 g selbstgekochter Nahrung nach dem Aufwärmen einen Teelöffel Öl geben. Das Gleiche gilt für Gläschennahrung, der kein Öl zugesetzt ist. Ist dem Gläschen schon Öl zugesetzt, so ist das lt. Ökotest meist nicht ausreichend. Hier sollte auf 100 g Nahrung ein halber Teelöffel Öl beigegeben werden. Es können Raps-, Sonnenblumen- oder Maiskeimöle verwendet werden. Diese enthalten einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Auf kaltgepresste Öle sollte zunächst verzichtet werden, weil die darin enthaltenen Peroxyde die kindliche Leber belasten.

Eine Alternative zum Öl ab dem 8. - 10. Monat ist Butter. Da sich in Fetten und Ölen besonders gut Schadstoffe ablagern, sollten diese in jedem Falle aus kontrolliert-biologischem Anbau kommen. Bei der Butterqualität gibt es nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest vom April 2002 hinsichtlich der Schadstoffbelastung keinen Unterschied zwischen Butter aus herkömmlicher Produktion und „Bio“-Butter. Hier wurde eher das Problem der Verkeimung durch unzureichende Hygiene bei den Molkereien genannt, was auch Butter aus kontrolliert-biologischen Anbau betraf.


Liebe Grüße
Nicole