Stillprobleme und zerstörtes Urvertrauen?

Hallo zusammen!

Ich habe mich hier extra angemeldet weil ich zur Zeit recht verunsichert bin, was das Verhalten von meinem Kleinen (18 Wochen) angeht ( ist mein erstes Kind).

Mein Sohn geht am Tag in die Krippe weil ich meine Ausbildung weiter machen musste. Dementsprechend musste ich ihn über den Tag abstillen. Nachts stille ihn weiter nach Bedarf. Ich habe dadurch eine "Stillpause" von ca 12h.
Nun ist es so, das er abends anfängt an der Brust rumzuzappeln und eifrig saugt, wieder los lässt und dann irgendwann meckert. Biete ihm dann abwechseld beide Brüste an, bis er sie dann komplett verweigert und ich ihm den Schnuller gebe und er dann einschläft. Nun ist meine Befürchtung das ihm die Milch nicht mehr langt weil er halt 12h nicht gestillt wird, sondern Flasche bekommt. Aber Nachst ihm Halbschlaf, da trinkt er meistens ruhig und döst dann wieder weg. Nun still ich aber auch so ungefähr alle 2h nachts was auch ma anders war. Vorallen die erste Hälfte der Nacht. Da hat er schon ma 5h durchgehalten und nu sind 1x 3h und dann halt alle 2h...
Ich habe aber auch gelesen das so ein Verhalten zu jetzigen Zeit für Babys normal sein soll ( beim Stillen zappeln, Nachst öfter wach werden und gestillt werden wollen).
Ist es nun entwicklungsbedingt oder Hunger? #kratz

Würde ungern nachts auch auf Flasche umsteigen weil ich gerne stille und weils natürlich praktischer ist... Hab ihm deswegen auch abends noch keine Flasche zusätzlich angeboten weil meine Milch ja dann vielleicht noch weiter zurück geht, obwohl wenn ich drücke immer was kommt... außerdem würde ich ihn ja so vielleicht unabsichtlich ( wenns wegen wachstum usw ist) weiter abstillen was ich ja nun nicht möchte. :-(

So mein 2tes Problem ist, sein Verhalten wenn ich ihn alleine lasse (also aus dem Zimmer gehe etc.). Hört sich jetzt blöd an aber er schreit nicht. Auch den ganzen Tag nicht. Er fängt höchstens an leicht zu quengeln wenn er müde wird. Das wars. Er meldet sich auch nicht wenn er Hunger hat, also macht keine Anzeichen (was mal anders war) oder wenn er, nachdem ich ihn ins Bett gebracht habe, nach ner Zeit wieder aufwacht, liegt er ruhig im Bett und kaut auf seiner Hand rum. Dann still ich ihn oder geb Ihm den Schnuller, dann schläft er weiter. Ich lieg also immer quasi mit nem halben Ohr am Babyphon und horch ob er zappelt oder sich sonst irgendwie bewegt. Auch morgens wenn ich mich fertig mache, wacht er meistens mit mir auf. Er liegt dann erst so ca. 10min im Dunkeln bis ich wieder komm, Licht anmache und mich anziehe. Dann lass ich ihn weiter liegen. Bestimmt ne halbe h und mach mein restlichen Kram morgens und kein Mucks aus dem Schlafzimmer. Nur immer ein lächeln wenn ich wieder komme.
Das ganze war nämlich ma ganz anders. Die ersten 3 Monate konnte ich ihn nicht ablegen und er hat viel geschrien. Im nachhinein denke ich das waren 3 Monats Koliken. Denn mit 3 Monaten und 1 Woche hat dieses gegrunze und gedrücke ins Leere aufgehört und er wurde insgesamt ruhiger. Dazu kam, das ich ihn ja über den Tag im 3. Monat abstillen musste was ein totaler Akt war weil er die flasche überhaupt nicht wollte (bis dahin wollte er auch keinen Schnuller). Hatte ihn bis dahin nach Bedarf gestillt und nu erklär ma einer einem Baby das es nicht mehr trinken darf wann es will sondern nach Zeiten... natürlich gings irgendwann und jetzt trinkt er sehr gut aus der Flasche.
Ich habe aber nun Angst das ich das Urvertauen zwischen uns zerstört habe und er denkt ich brauch mich nicht bemerkbar machen, wird doch eh ignoriert :-(
Ist sein Verhalten nun normal und ich habe einfach momentan ein liebes Baby oder habe ich was "kaputt" gemacht? Meine Mutter ist nämlich der Ansicht ich sollte ihn einfach ma wach im Bett liegen lassen, vielleicht schläft er wieder von alleine ein aber ich will auch nicht das mein Sohn denkt, da kommt niemand....

Ich weiß das ich als Erstmami bestimmt am Anfang einiges falsch gemacht habe, aber ich hab ihn meistens sofort hochgenommen und reagiert wenn er geschrien hat. Auch war er nie alleine. Er schläft bei mir mit im Bett, trage ihn und versuche halt immer angemessen und sofort zu reagieren.

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Ach süße, mach dich nicht verrückt. Ich kann dir zwar nicht so viel zu seinem Verhalten sagen. Da mein Sohn jünger ist. Aber mit drei Monaten sollen sie ja eh ruhiger werden. Versuch doch die Zeit die du mit ihm hast viel zu kuscheln. Man hört ja ganz klar, dass du dein Sohn liebst und bewahr dir das Stillen. Es ist gut für die Bindung. Schwierige Phasen hat man ja immer, man muss diese nur durch stehen. Meine Mama müsste mich damals auch früh in die Krippe geben, aufgrund vom Studium. Aber sie ist trotzdem die tollste Mama für mich. Alles Gute für dich.

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HI,

ich würde es auch erstmal nicht gleich als schelchtes Anzeichen sehen dass dein Kind nicht gleich weint wenn du mal aus dem Raum gehst.

Du sagst ja dass du dein Kind nie ignorierst oder einfach schreien lässt.
Dass dein KInd so früh in die Krippe musste ist meiner MEinung allerdings nicht so das optimale. Aber so wie es aussieht geht es ja nicht anders.

Falls es dich interessiert:
habe ich spontan gefunden:

http://www.kindergartenpaedagogik.de/1722.html

lg

3

Hallo,

Ich kann mich meiner Vorrednerin anschließen... Man hört, dass du dir so viele Gedanken machst. Du bist soweit du die Möglichkeit voll und ganz für das Baby da, das ist doch super! Du stillst trotz der Ausbildung und beschwerst dich noch nicht einmal, weil es zur zeit anstrengend ist.

Wichtig ist für ein Baby, dass seine Bedürfnisse befriedigt werden und das tust du! Soweit ich lesen konnte, lässt du es nicht schreien und vielleicht weint dein Baby ja nicht, weil es dich deutlich hört und damit weiß, Mama ist da.

Kuschel so viel wie möglich mit deinem Baby, sei weiter für es da, dann passt das doch. Für mich klingt das sehr liebevoll.

Wegen der Milch... Ich würde mich an eine stillberaterin wenden. Unter www.lalecheliga.de, www.afs-Stillen.de oder dem Forum www.stillen-und-tragen.de findest du welche, die auch ehrenamtlich arbeiten. Sie können dir am besten sagen, wie du das stillen aufrecht erhalten kannst.

Bspw. hast du gesetzlichen Anspruch auf stillzeiten oder zeit zum abpumpen während der Arbeitszeit. Diese MUSS dein Arbeitgeber dir gewähren und die Zeit gilt als "Arbeitszeit".

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/BJNR000690952.html unter Paragraph 7. vielleicht kannst du damit ja das Stillen wieder erweitern...

Liebe Grüße
Urzeitkrebs

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hey du!
erst mal: beruhige dich...du hast nichts falsch gemacht!

wegen stillen: ich denke er ist abends einfach noch etwas.aufgedreht vom kita tag. die kleinen verarbeiten abends den ganzen aufregenden tag. von daher wird er einfach zu aufgekratzt sein um jetzt in ruhe zu trinken. dadurch trinkt er sich auch nicht satt und kommt früher wieder zum stillen.

so...und jetzt zum "zerstörten" urvertrauen ;-)
dein kleiner weiß das du immer da bist und kommst wenn er schreit. aber er kann sich auch etwas selbst beschäftigen. er weiß das du um ihn rum bist und deshalb schreit er nicht nach dir. Für mich hört sich das eher an als würd er dir voll vertrauen. Meine kleine ist jetzt 21 wochen alt und da ist es dasselbe. Ich kann sie auch mal ne halbe stunde unterm spieltrapez liegen lassen und putzen und sie spielt allein und schaut rum. Früh das selbe. Ich steh auf wenn sie ein bisschen was erzählt in ihrem bettchen und mach ihre flasche und sobald ich rein komm den rollo öffne und sie mich sieht strahlt sie übers ganze gesicht.

Du hast alles richtig gemacht. Setz dich nicht selber unter druck!

Nur eine frage.hab ich noch. Warum bekommt er sie.flasche nicht auch nach bedarf? Meine kleine musste ich mir 8 wochen leider abstillen, aber sie bekommt ihre fläschchen nach bedarf.

Liebe grüße und mach dich nicht verrückt.
Blubb mit prinzessin

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Mein Zwerg ist 19 Wochen und das was du beim stillen beschreibst macht er seit 4 Wochen. Sonst hat er 10 Std geschlafen aber jetzt alle 2 Stunden. Beim einschlafen mit kopf wegdrehen und Gemecker. Weiter stillen es wird bEsser.

Wie lange ist er denn am Tag in der Krippe? Du schreibst du hast eine stillpause von 12 Std ist er so lange weg?

6

Ich würde aus der Ferne tippen, dass alles ok ist. Wenn er nie allein gelassen wurde und du immer reagiert hast, wenn er schrie, er getragen wird und auch bei dir im Bett schläft, dann bekommt er doch viel Nähe von dir.

Und Hör nicht auf deine Mutter! Nimm dein Baby in den Arm so oft du das Bedürfnis hast oder du denkst, dass er es will. Meine Mutter ist auch noch von der alten Schule und der Meinung man müsste Kinder alleine liegen lassen bzw schreien lassen. Sie versteht nicht wieso man ein Baby tragen sollte.

Unsere Mütter haben bestimmt viele gute Tipps für uns, aber genauso viele Sachen wurden damals auch falsch gemacht (z.b. Schreien lassen, alleine lassen, etc.). Wenn dein Bauchgefühl sagt, dass deine Mutter Unrecht hat, dann wird das wohl so sein.

Ich muss mir von meinem Umfeld ständig was anhören: du trägst dein Kind? Geht ja gar nicht! Den wirst du nie mehr los! Er schläft nur im Tuch? Was für eine Katastrophe! Das musst du ihm schnell angewöhnen! Du verwöhnst ihn! Das wird ein Weichei! Er schläft bei dir im Bett? Das ist ja noch schlimmer! Wie kannst du nur? Das Kind muss alleine schlafen! Das wird ein Muttersöhnchen!

Anfangs hat mich das verunsichert. Dann hat es mich geärgert. Und jetzt denke ich mir nur "redet ihr mal, wir werden sehen wie es in ein paar Jahren wird"

7

Mach Dir keine Gedanken ,Du machst das super !

Das Urvertrauen hast Du mit Sicherheit nicht zerstört ,im Gegenteil Dein Würmchen weiß genau das Du da bist und auch immer kommst wenn was los ist und er fühlt sich sehr sicher in seiner Umgebung !

LG

8

Kann mich den anderen da nur anschließen. Mein kleiner ist jetzt 20 Wochen alt und macht ähnliches (mit dem Armen rudern, nachts öfter kommen, unkonzentriert trinken) und ich stille ihn voll. Denke mal, dass es eher was mit der Entwicklung zu tun hat als mit deiner stillpause.

Und dass er nicht sofort brüllt hat auch was damit zu tun. Ich konnte mein Sohn die ersten Monate gar nicht ablegen und jetzt liegt er auch manchmal auf seiner krabbeldecke und beschäftigt sich einfach mit sich selbst. Füße und Hände sind ja auch so interessant :-)
Ich finde es toll, wie du das alles mit dem stillen und Ausbildung hinbekommst. Da sollten sich wirklich viele mal eine Scheibe von abschneiden.

Und geh ruhig immer zu ihm hin und hör auf sein Herz und nicht auf deine Mutter. Dein kleiner braucht dich ja trotzdem noch ;-)

9

Erstmal vielen vielen Dank für die lieben Worte!

Ist nur halt etwas schwierig zu verstehen, wenn man eig ein "anspruchsvolles" Baby gewohnt ist und dann auf einmal das komplette Gegenteil...

Heute hat er die zweite Brust definitiv nicht ausgetrunken und er hat trotzdem gezappelt und gemeckert. Also wirds doch kein Hunger sein. Ich habe ihm dann einen Schnuller angeboten und daraufhin ist er unruhig weggedöst. Ungefähr nach 10min habe ich ihm dann die Brust nochmal angeboten und dann hat er sie auf einmal seelenruhig im halbschlaf ausgetrunken. Verstehe einer dieses Kind #schein

Am Anfang habe ich meinem Sohn die Flasche auch nach Bedarf gegeben. Also so, wie ich ihn übern den Tag gestillt habe. Das war dann allerdings alle 1.5h bis 2h und dann trank er immer nur so zwischen 40ml und 80ml pro Flasche ( wenn er sie überhaupt nahm...). Umkreis und auch Hebamme meinten der Abstand zwischen den Flaschen muss größer sein und dann trink er auch mehr pro Mahlzeit. Naja... und wie das so ist, wenn man nun nicht weiß was richtig ist und mit den Nerven am Ende, hört man drauf... Also habe ich dann versucht die Stillmahlzeit wo er weniger aus der Flasche trank, wegfallen zulassen und so sind wir jetzt bei ungefähr 3h tagsüber. Variiert immer so +/- ne halbe h.

Oh Gott! Nein! Er ist keine 12h in der Krippe! Omas und Opas oder Papa holen ihn immer so gegen halb 2 ab und passen dann auf ihn auf bis ich wieder komme und das ist dann meisten so gegen halb 5. Morgens wird er auch, von Oma und Opa, so gegen halb 8 in die Krippe gebracht. (ich muss halb 7 los),
Ja ich weiß das er noch sehr klein ist für die Krippe... :-( Im nachhinein würd ich es auch so nicht noch einmal machen. Aber vorher stellt man sich das halt alles so einfach vor. "Dann geht er mit 3 Monaten in die Krippe...", "...bekommt dann die Flasche..." usw. und dann wars auf einmal soweit und am liebsten wär ich mit ihm noch weiter zu Hause geblieben weil er ja doch noch irgendwie urst klein ist ( Muttergefühle und so... kennt man vorher ja nicht #verliebt).

Sie sagen aber, er ist immer voll lieb, lacht und schaut den andern Kinder beim spielen zu. Er hat da auch eine Erzieherin die sich nur um ihn kümmert.

Ja das man nicht auf Mütter hören soll, habe ich eig auch schon oft genug festgestellt (ich sag nur Thema Kind schläft mit im Bett und nicht im eigenen....)
Aber gerade wenn man wieder etwas verunsichert ist, fängt man an drüber nachzudenken ob sie nicht vielleicht doch recht hat. Schließlich hat sie schon Kinder groß gezogen.

Gut also, dass ihr mich nochmal daran erinnert, nicht darauf zu hören #freu sollte mir irgendwo ne Notiz machen wenns das nächste mal wieder soweit ist.

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Du musst ja nicht alle Ratschläge annehmen ,aber sie gänzlich als unnütz zu halten ,halte ich nun aber auch wieder für falsch !

>>>Ja das man nicht auf Mütter hören soll, habe ich eig auch schon oft genug festgestellt (ich sag nur Thema Kind schläft mit im Bett und nicht im eigenen....)<<<

Du bekommst jetzt auch von Müttern Feedback die auch schon Kinder groß gezogen haben !

LG ,von einer Mami mit großen Kindern

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Ok das ist vielleicht etwas falsch rüber gekommen weil so meinte ich das nicht.

Ich weiß das nicht jeder Ratschlag schlecht ist, deswegen höre ich meiner Mutter auch zu wenn sie was vorschlägt und mache mir Gedanken darüber. Nun habe ich aber auch oft genug die ersten 3 Monate schlechte Erfahrungen mit Ihren Ratschlägen gemacht, ( dabei waren auch die Klassiker wie "schreien lassen" und "du verwöhnst dein Kind, wenn du es ständig hochnimmst wenn es schreit" > diese habe ich auf jedenfall nicht befolgt!) was mich natürlich jetzt doppelt darüber nachdenken lässt ob ich diese befolge und ob die für mich persönlich richtig sind. Deswegen habe ich mich ja hier angemeldet, um auch einmal von anderen Müttern Meinungen und Erfahrungen zu meiner jetzigen Situation zu hören.
Nehme ich das Thema Bett: wenn er nicht bei mir schlafen würde (davon ma abgesehen das das alles dann viel anstrengender nachts wäre wegen stillen etc.), wann soll ich dann noch mit ihm kuscheln und ihm von mir Nähe geben wenn er den Tag nicht bei mir ist? So fühlt sich das für mich momentan richtig an. Das versteht sie aber nicht. Sie sieht nur das ein Baby ins eigene Bett gehört.

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