Unsicher und weiß nicht was ich will - habt Ihr abgepumpt?

Hallo!

Ich bin so durcheinander.
Unsere Tochter ist nun 15 Wochen alt und ich stille voll und gern. Meine größte Sorge war bisher, dass wir für März (ich weiß sehr wohl dass die Kleine dann schon fast 9 Monate alt ist) Karten für ein Konzert haben. Die Oma wird dann aufpassen und muss die Kleine dann ja auch irgendwie füttern (Milch und/oder Brei, was auch immer dann aktuell ist).
Aber ich stille doch voll und irgendwie wehre ich mich dagegen Milch abzupumpen und die Kleine mit der Flasche zu füttern. Ich hab es bisher immer von mir weg geschoben und gesagt, dass sich dass bis dahin (März) schon irgendwie klären wird.

Nun habe ich gestern von meinen Kollegen eine Einladung zur Weihnachtsfeier Anfang Dezember bekommen. Das Ganze findet nachmittags/abends statt und ist 1,5 Fahrstunden von uns entfernt.
Alle um mich herum liegen mir ständig damit in den Ohren, dass ich doch auch mal abpumpen und dann der Papa auch die Kleine füttern kann, damit ich mal wieder was allein unternehmen kann. Aber irgendwie will ich das gar nicht.

Soll ich das nun einfach versuchen? Wir müssten dann jetzt ja ein wenig üben.... und dann würde es vielleicht im März auch besser klappen???
Aber irgendwie blutet mit mein Mutterherz!!!! Klammer ich zu sehr?

Andererseits merke ich auch wie erschöpft ich jetzt nach 15 Wochen bin und vielleicht ist es auch entspannter, wenn mal einen Mahlzeit vom Papa mit der Flasche gefüttert werden kann.

Es würde mir sehr helfen, wenn Ihr mal schreiben könntet, wie so Eure Stillhistorie gewesen ist.
Ist es überhaupt realistisch zu denken, dass ich die Kleine nebenbei so lange stille, bis wir irgendwann eine nach der anderen Mahlzeit auf feste Nahrung umgestellt haben? In meinem Bekanntenkreis habe alle irgendwann auf Flaschennahrung umgestellt.

Sorry für das ganze durcheinander aber ich kann es auch in meinem Kopf momentan nicht besser sortieren und bin hin und hergerissen.

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Also für das Konzert im März würde ich mir jetzt noch keine Sorgen machen. Bis dahin vergeht noch viel Zeit. Überlegt drei, vier Wochen vorher wie ihr es am besten macht. Das klappt schon.

Ich habe auch vollgestillt, beim Abpumpen kam quasi nichts (was wohl nicht so unüblich ist) und Flaschen hat er verweigert. Egal ob mit der mühsam abgepumpten Milch oder mit Pre. Da mir das Abpumpen genervt hat, hab ich es wieder gelassen. Als er 6 Monate alt war, war ich das erste Mal einen Abend mit Freundinnen weg. Hab gestillt bevor ich los bin und er ist dann ca. 1 Stunden nach dem ich wieder daheim war wieder aufgewacht. Alles total easy für den Papa. Das war auch so ungefähr sein normaler Rythmus zu der Zeit. Von da ab war ich dann immer mal wieder weg, ohne irgendwelche Sicherheit bzgl. Essen. Es war aber alles so im Umkreis von ca. 40km, also ich wäre in einer halben Stunde wieder daheim gewesen. Und es hat immer geklappt.

Als es dann Brei gab, war es für den Papa natürlich einfacher, da hätte er zu Not ja irgendwas gehabt. Aber Flaschennahrung gab es nie, hab noch bis er 15 Monate alt war nachts gestillt. Trotzallem hat er in dieser Zeit hin und wieder bei meinen Eltern geschlafen und es hat dort völlig problemlos ohne Stillen geklappt.

Bevor ich 1,5h entfernt zu einer Party ginge, würde ich auf jeden Fall mal ein Abend ausprobieren, an dem Du innerhalb kurzer Zeit wieder daheim bist. Triff Dich mit einer Freundin oder besser zwei (dann bleibt keine alleine im Restaurant zurück) zum Pizza Essen oder so. Du wirst schon sehen, was bei Euch klappt und womit Du Dich wohl fühlst. Dass Du hin- und hergerissen bist kann ich verstehen, das war ich auch.

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Ich hasse es an der Melkmaschine zu hängen, ich bin ja keine Kuh. Aber, da ich bald mit Rückbildung beginne und wieder Sport machen will, muss i h das ab und an tun. Madame war auch schon zweimal zu müde und sauer zum Trinken und zu huncrig zum Schlafen. Da hat nur ein Fläschchen geholfen. Es ist gut einen kleinen Vorrat zu haben und das Trinken aus der Flasche geübt zu haben, fallr mal ein “Notfall“ eintritt, z.B du wirst krank und brauchst Medikamente.

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Versuch es doch einfach mal so wie beschrieben.

Treff dich mit ner Freundin, nicht so weit weg, und Schau wir Papa so zu recht kommt. Ich habe am Anfang Milch ausgestrichen. Als ich dann abends zum Rückbildungskurs war l, habe ich den kleinen vorher nochmal gestillt. Mein Mann hat es dann mit Mumi in der Flasche versucht. Keine Chance - mein kleiner akzeptiert keine Flasche und trinkt nicht daraus. Ich habe das jetzt so akzeptiert und für mich ist das kein Problem.

Ich kann aber verstehen, dass du es auch nicht möchtest. Wir probieren daher das mit der Flasche gar nicht weiter.

Und bis zum März ist es ja wirklich noch seeeehr lang

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Hallo,

bis März ist es noch sooo lange hin. Ich schließe mich an, dass ihr da mal 2-3 Wochen vor dem Konzert gucken könnt. Eventuell reicht ja das überbrücken mit Beikost.

Wenn Du abpumpst, würde ich dem Stillen zuliebe übrigens die abgepumpte Milch nicht per Flasche geben, sondern eine stillfreundliche Methode wählen.

Und zu Deiner Erschöpfung: statt die Flasche zu geben kann der Papa doch auch einfach mal das Baby nehmen und einen langen Spaziergang machen, während Du was gutes für Dich tust, egal ob das am WE länger schlafen (einfach nach dem Stillen umdrehen und Papa losschicken) oder ne warme Wanne oder oder ist.

Und zu Deiner Frage: klar ist es realistisch, so lange zu stillen, bis das Kind normal mitisst. So hat das vor Erfindung der Flaschennahrung ja auch funktioniert. ;) Man muss dann nur ein dickes Fell haben, da dieses Vorgehen in D eher die Ausnahme ist als die Regel und man sollte auch sonst gut informiert sein - es gibt reichlich stillfreundliche Medikamente, da muss man manchmal seinem Arzt unbequem sein.

Gruß Lucccy

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Probier es aus, ich wünschte meiner würde mal abgepumpte milch aus der Flasche nehmen :-(

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Hallo,

ich persönlich würde das Vorhaben mit dem Abpumpen nicht ganz so gelassen sehen, wie meine Vorschreiberinnen. 2-3 Wochen vorher zu "üben" kann ganz schnell nach hinten losgehen. 1. können viele Frauen gar nicht abpumpen (trotz ausreichend Milch) und 2. kann es sein, dass dein Baby genau dann die Flasche verweigert (egal, was drin ist). Allerdings wäre es für mich auch keine Alternative jetzt schon abzupumpen und Fläschchen zu füttern. Für mich käme aber auch so ein Konzert nicht in Frage, solange mein Kind noch so klein ist. Du musst für dich entscheiden, was du möchtest, was dir wichtig ist. Wenn es im März klappen soll/muss, würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall schon wesentlich eher als nur ein paar Wochen vorher anfangen abzupumpen und deinem Baby die Flasche anzubieten.

Zu deiner zweiten Frage: Ja, es ist absolut realistisch gänzlich ohne Fertigmilch auszukommen. Es ist hier bei uns nur nach wie vor nicht ganz so üblich. Viele stellen auf Fertigmilch um, aber das ist gar nicht nötig. Wie sollten es sonst all die Frauen machen, die gar keinen Zugriff auf Fertigmilch haben? Mein Sohn hat nie Fertigmilch bekommen, insgesamt haben wir 21 Monate gestillt.

LG

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Hallo!

Ich hatte neulich eine lustige Diskussion mit einer Bekannten, die (noch) keine Kinder hat. Wir kamen irgendwie darauf, dass Jakob der absolute Fläschchenverweigerer ist. Da meinte sie, aber irgendwann müsste er doch die Flasche akzeptieren, und war total überrascht, als ich fragte, warum denn. Ja, weil er doch irgendwann Fläschchen trinken muss...
Ich habe ihr dann erzählt, dass Theresa damals (abgesehen von ein paar Teefläschchen in den ersten Monaten) gar keine Flasche getrunken hat. Zum Beikoststart haben wir ihr Wasser aus einem Glas/Becher angeboten. Insgesamt habe ich sie etwa 14 Monate gestillt, solange bis alle Mahlzeiten ersetzt waren (zum Schluss nur noch morgens im Bett). Für den Milchbrei habe ich zwar Milchpulver verwendet, aber sie hat nie Fertigmilch zu trinken bekommen.

Bei Jakob habe ich das genauso vor. Ob's klappt - wir werden sehen...

Die Weihnachtsfeier hätte ich an deiner Stelle wahrscheinlich abgesagt, ich mag/mochte Abpumpen nicht. Aber das Konzert im März... da wird die Tochter wahrscheinlich ja schon Beikost bekommen, sodass im Notfall eine Hungerattacke auch mit Brei "bekämpft" werden könnte.

LG, Ulla

P.S.: Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gerne eine PN schreiben.

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Hallo Ulla,

das ist genau der Grund, warum ich eigentlich gegen das abpumpen bin. Ein Baby braucht keine Flaschennahrung (egal ob nun abgepumpt oder Pulver) - das ist genau meine Meinung. Ich habe das Glück, das das Stillen bei uns gut klappt und bisher sind wir gut ohne Fläschchen ausgekommen. Ich hätte auch einfach Angst, dass sie dann vielleicht die Brust nicht mehr nimmt.
Ich habe mich in der Zwischenzeit tatsächlich dagegen entschieden zur Weihnachtsfeier zu gehen. So viel Kopfzerbrechen und Bauchschmerzen (bei mir) wg einem Abend; das ist es nicht wert!
Und den März schiebe ich gedanklich einfach noch mal weg. Wir haben die Konzertkarten geschenkt bekommen und ich habe zu meinem Freund schon gesagt, dass er im Notfall halt einen Freund mitnehmen soll!

LG, puste-blume81