Stillen: weiter versuchen oder abstillen?

Hallo ihr Lieben,

ich würde mich über zahlreiche Meinungen freuen. Ich bin mir total unsicher, ob ich es in Sachen Stillen weiter versuchen soll oder einfach den Kram hinschmeisse. Ich schildere euch mal die aktuelle Situation:

Meine 1. Tochter habe ich 23 Monate gestillt; sie hat dann nicht mehr gefragt und ich habe nicht mehr angeboten, die Stillbeziehung ging ganz leise und sanft zu Ende. Traurig war ich trotzdem ein bisschen ;-) Ich habe also aus Überzeugung gestillt und das sogar "langzeit" wie man so schön sagt.

Es stand natürlich nie zur Debatte: natürlich würde meine zweite Tochter ebenfalls gestillt werden. Sie ist ein Frühchen, kam 8 Wochen zu früh. Zu Anfang wurde sie sondiert, und ich hab gepumpt wie eine Blöde. Wir mussten von der Magensonde weg, um überhaupt mit Kind nach Hause zu dürfen, also bekam sie Fläschchen. Ich legte sie aber IMMER vorher an, also: wiegen - stillen - wiegen - benötigte Menge nachfüttern - abpumpen. Ein irrer Aufwand.

Leider blieb es bislang dabei: zu Anfang stillte sie 10 bis 20g und 10g wurden nachsondiert, inzwischen stillt sie ähnlich wenig und muss 100g nachgefüttert kriegen. Bislang hat sie zwei vollständige Mahlzeiten gestillt (jeweils 90g), ansonsten bewegen sich die Mengen zwischen 0g (oft) und 40g (selten).

Nun muss man das Positive sehen: sie ist ein Frühchen, aber sie ist zu Hause, sie trinkt ihre Mengen und sie nimmt unglaublich gut zu. Also sollte ich eigentlich zufrieden sein. Aber: beim Pumpen krieg ich die Krise, ich hasse das. Die Wiegerei vom Stillen macht mich irre, und wenn sie mal wieder nur 10g gestillt hat werde ich richtig wütend (weil ich mich dann an an die Pumpe hängen muss um ihr das noch warme Zeug per Flasche einzutrichtern). Ich kann mich nicht aus dem Dunstkreis der Wohnung herausbewegen, weil ich ja super-regelmässig pumpen muss - sonst bricht die Produktion direkt zusammen. Ich bin da immer gerade so am Limit dessen, was benötigt wird, trotz pumpen und Malzbier und Mist. Und ich nehme mein Baby gar nicht so als süsses Knuddel-Baby wahr, das ZUM GLÜCK GESUND IST und überhaupt das niedlichste von allen, sondern sehe nur das "Futter-Problem". Ich heule viel rum deshalb und komme gedanklich keinen Schritt weiter.

Die Stillberaterinnen sind mehr so begeistert, dass ich überaupt bis hier hin durchgehalten hab. Ihre einzige Idee ist das Brusternährungsset, das ist trotz der Kosten tatsächlich auch schon hier liegen, aber noch nicht benutzt habe. Dieser Aufwand! Und ich hab sooo die Nase voll ;-) Das grösste Problem ist derzeit, dass die Kleine zwar mustergültig andockt, aber dann nichts weiter machen. Also andocken - abdocken - andocken usw., und das im Sekundentakt. Das macht mich völlig aggro, so dass ich mein süsses Baby sogar anmeckere! #heul Aber ich komme dann nicht dagegen an.

Aber natürlich kenne ich die Vorteile des Stillens nur zu gut und mache mir die Entscheidung mehr als schwer. Wenn ich jetzt hinschmeise würde ich beim Anblick einer stillenden Mutter sicher die nächsten 10 Jahre heulen. Bescheuert oder? Ich hab auch Angst dass die Kleine dann NAchteile hätte, Bauchweh oder Blähungen oder Verstopfung. Und klar, diese Allergie-und-DIabetes-Kiste.

Hach, ist das schön, sich wenigstens mal ausk***en zu können hier! Es sind doch sicher Leute hier, die mich ein wenig verstehen? Die, die es nicht können: bitte keine Vorwürfe. Ganz ehrlich, mir geht es schon mies genug :-(

Falls jemand Tips hat oder ein anderes Mantra als "ommmm" - gerne her damit!

Viele Grüsse! #winke

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Ich hab das selbe erlebt wie du, mein Sohn ist nur 4 Wochen früher gekommen, war aber auch noch auf Kinderintensiv, Magensonde und der ganze scheiß #schmoll
ich fand das wiegen - anlegen -wiegen - zufüttern - pumpen - wieder von vorne anfangen so furchtbar!!!

bei mir kam dazu auch noch sooooo wenig Milch #schmoll
Meine Hebamme hat dann zu mir gesagt das die Zeit auch dafür da ist sein kleines Wunder zu genießen und nicht immer nur heulend an der Pumpe zu hängen.
Sie hat zu mir gesagt das ich aufhören soll, ich war sooo dankbar! #verliebt

Hätte ja auch ums erbrechen weiter gemacht weil man ja heute oft schon blöd von der Seite angeschaut wird wenn man nicht stillt.

Mein Sohn ist jetzt 6 Monate alt und putzmunter! Er bekommt nur PRE Milch und es war "für mich persönlich" die richtige Endscheidung.

Es werden dir hier sicherlich noch genug Mitglieder sagen das du auf keinen Fall aufhören darfst aber bitte höre auf dein Bauchgefühl.

Du bist keine schlechte Mutter wenn du die Flasche gibst.

Es kann aber auch sein (wenn du noch etwas durchhältst) das dein Baby bald besser an der Brust trinken kann umso fitter sie ist. Und dann klappt es vielleicht prima! #pro

Das würde ich dir wünschen, Liebe Grüße #winke

2

:-) Respekt vor dem was du bisher geleistet hast.
Ich kann nur ein wenig mitreden was die Kinderintensiv und die ganze Wiegerei und Vorgaben angeht, da meine Tochter unterversorgt als sogenannte Mangelgeburt auf die Welt kam. Das alles war schon anstrengend genug und ich war froh, dass ich schon vorher die Entscheidung getroffen hatte nicht zu stillen. Rückblickend betrachtet hätte es auch nicht funktioniert, da ich völlig neben mir stand (HELLP Syndrom bei mir und über 24 Stunden intensiv). Ich musste damit erst mal selber klar kommen.
Ganz ehrlich, wenn du es so hasst mit dem Abpumpen, dann still ab und fang an dein Kind richtig zu genießen ohne den ganzen Stress.

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Hallo,
erstmal Hut ab zu dem Aufwand über diesen Zeitraum!
Ich wollte meine Tochter unbedingt stillen und war sehr traurig, als sie nicht zunahm. Geb. mit 3560g entlassen mit 3190g , nach einer Woche 3210g. Wir mussten dann wiegen vorher/ nachher, abpumpen , nackstillen, aller so viel Stunden anlegen usw...
Ab dem Tag , wo ich einfach nur nach Bedarf gestillt hab, ohne wiegen etc waren wir alle besser drauf und ruhiger, sie trank auch besser. Eine Woche später beim Kia hatte sie 150g zugenommen. Und jetzt läuft alles super, ich bin froh und die Kleine wohl auch...
Vielleicht wäre das auch für Euch ein Weg, sie nimmt ja wohl zu!?
Alles Gute und LG

4

Ich hab ähnliches durch wie du. Deshalb kann ich dich gut verstehen.

Ich hab 4 Monate nur an der Milchpumpe gehangen - und es gehasst. Musste trotzdem zufüttern, weil es einfach nicht gereicht hat. Und mein Baby hat meine Brust nur angeschrien, wenn ich nur versucht hab, sie anzulegen.
Nach den 4 Monaten hab ich es dann gelassen. Und ich muss sagen, ich hab mich sauwohl gefühlt. Endlich konnte ich mein Baby genießen, viel kuscheln. Das ging vorher kaum, weil ich nur mit pumpen beschäftigt war.

Du hast wirklich schon viel für dein Kind getan, mehr als manch andere Mutter.

Also setz dich nicht unter Druck. Nimm die Flasche, fahr das Abpumpen zurück und genieß die Zeit mit deinem Kind - und nicht mit der Pumpe.

Wegen Blähungen, Bauchweh, Verstopfung, Allergie oder Diabetes brauchst du dir keine Gedanken zu machen.
Meine Maus bekam Zwiemilch und hatte nie damit Proleme. Auch Allergien kennen wir nicht. Sie ist nach wie vor mega dünn, obwohl sie gut isst.

Du wirst dich nicht dafür hassen, nur weil du nicht stillst, sondern die Zeit lieben, die du mit Kind verbringen kannst.

GLG

5

hallo, ich wollte mal wie die anderen vorschläge, vorschlagen das abpumpen sein zu lassen und aber! nur noch zu stillen. probieren könnte man das ja.

ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass wenn der stress vom pumpen weg ist und überhaupt, deine milchproduktion doch innerhalb kürzester zeit (mit unterstützung diverser mittelchen?) wieder hochgefahren ist.

dein kind kann ja trinken, so wie du es beschreibst. es ist halt so viel einfacher aus der flasche, aber wenn man hunger hat, dann ist man nicht wählerisch.

so würde ich es probieren: pumpe wegschmeißen, wiege wegschmeißen, eventuell hilfe organisieren für haushalt, essen kochen etc. wahrscheinlich würde ich meinen mann nötigen n paar tage urlaub zu nehmen, mich mit meinem kind ins bett legen, vielleicht noch nackig und den ganzen tag nur noch stillen bis meinetwegen die brustwarzen wund sind. dafür vorher auch mittelchen organisieren. ganz viel trinken damit genug flüssigkeit da ist, vielleicht warme kompressen für besseren fluss, aber alles schön vom mann ans bett getragen bekommen. und mein kind genießen, alles aufholen was vielleicht die letzten wochen zu kurz kam, kuscheln kuscheln kuscheln und ich würde denken das nach ein paar tagen alles gut ist. auch wenn mein kind vielleicht mal kurzzeitig etwas abnimmt oder weniger zunimmt was ich aber nicht messen würde, ich würde es trotzdem probieren. wenn das doch nicht klappen sollte, dann kann man ja immer noch auf flasche umsteigen :)

lg und alles gute egal was du jetzt machst.

6

#winke

Ich habe großen Respekt vor dir...toll wie du es bisher geschafft hat.

ABER: Ich persönlich würde aufhören...weil du 2 Kinder hast...und das Ältere dich auch braucht. Ich denke nicht, dass bei so nem Aufwand (bei meiner Cousine war es ähnlich...auch sie hatte ein Frühchen...aber es war das erste Kind...sie hatte die Zeit) die Große auch zu ihrem Recht kommt.

Du hast dein Bestes getan...mach das womit es euch allen (beiden Kindern, dir und deinem Partner...die gehören auch dazu!) am besten geht.

LG
Eichkatzerl

7

Hut ab!!!!!

Ich habe auch mehrere Monate abgepumpt und kann deinen Frust total verstehen... Ich durfte meine Kleine nicht anlegen und irgendwann war die Milch dann weg....

Meine beste Freundin hat auch ein Frühchen und sie hat es zu Anfang wie Du gemacht und stand kurz vor dem Zusammenbruch - dann hat sie einen letzten Versuch gestartet ohne Waage und Pumpe. Eben hopp oder flopp... und es hat geklappt - sie war superglücklich und ich zugegebenermaßen ein wenig neidisch.

Wenn du eh am Ende angekommen bist, versuch es doch ein paar Tage so und dann kannst du immer noch aufhören.

Aber, wie gesagt, ich kann dich total verstehen - als ich gepumpt habe, konnte ich mit meiner kleinen nicht mal richtig spazierengehen und das ist doch echt besch... Die Zeit kriegt man nicht wieder.

Liebe Grüße - und wie du es machst - du machst nichts verkehrt!

8

respekt für deine bemühungen! ich hätte dass auf keinen fall so lange gemacht denke ich:-p.

wenn du die möglichkeit hast, heisst wenn dein würmchen ansonsten fit und stabil genug ist, würde ich es ein paar tage ohne pumpen und wiegen versuchen. wenn das nicht möglich ist dann füttere doch gleich pre wenn es dich so fertig macht (was ich wie schon gesagt voll verstehen kann!). du hast dein bestes gegeben und alles versucht und kinder werden auch mit pre gross und stark:-). ich kann verstehen das du dem stillen hinterhertrauerst (stille selbst sehr gern), vor allem wenn du es bei deiner ersten tochter so gerne gemacht hast, aber so wie es jetzt läuft macht es euch ja auch nicht glücklich und ewig so weiter machen geht nicht!

lg zumy

9

Hallo du,
Ich hab das auch hinter mir. Ich hab Zwillinge die auch zu früh kamen. Im Krankenhaus wurde auch sondiert. Mich hat das stillen, wiegen, pumpen und flasche auch tital plemplem gemacht und ich habe auchnur geheult. Konnte die erste Zeit gar nicht genießen. Hab viel mit der Hebamme probiert und dann das stillen gelassen. Hab mich dann nur fürs pumpen und flasche füttern entschieden. Also veide bekamen dann volle 3 monate muttermilch über die Flasche. Dann habe ich langsam das pumpen reduziert und langsam immer eine flasche durch pre milch ersetzt. Mit 5 Monaten habe ich dann abgestillt. Für mich wars wichtig das sie muttermilch bekommen und ich konnte so die Zeit endlich genießen. Hab immer direkt nach dem flasche geben 10 Minuten gepumpt ubd die zwei lagen immer brav neben mir. Liebe grüße