Zu blöd zum stillen?

Hallo zusammen,

Ich habe meinen 2. Sohn vor 3 Tagen per KS entbunden. Geplant war eine natürliche Geburt, aber sollte leider wieder nicht sein :(

Für mich war von Anfang an klar, dass ich stillen will. Nun ist es so, dass ich starke Schmerzen beim stillen hab, teilweise so heftig beim Anlegen, dass ich immer wieder zurück zucke, und vor Schmerzen weinen könnte. Die netten Schwestern versuchen mir immer wieder zu helfen, zeigen mir das Anlegen ect, aber wenn ich es allein mache wird es nix.

Ich muss dazu sagen, dass ich ein sehr hektisches und gieriges kind mit einem äußerst kräftigen zug.

Ich habe die Nacht vor Verzweiflung schon wegen abpumpen gefragt, da wollten sie mir noch die stillberaterin vorbei schicken, da abpumpen auch schmerzhaft wäre. Nun hat die aber Urlaub und ich sitze hier und heule, weil ich nicht weiter weiß.

Ich weiß nicht, ob ich es aushalte, bis die brustwarze sich dran gewöhnt haben, ich abpumpe oder ganz abstille. :'(

Sorry, ist etwas langeworden, danke fürs lesen.

1

#winke

Erstmal herzlichen Glückwunsch zum kleinen Mann. :-)

Suche dir am besten sofort eine ausgebildete Stillberaterin in deiner Nähe über http://www.lalecheliga.de/ Je mehr du selbst rumprobierst, desto schlimmer kann es werden.

2

Das deine Brustwarzen jetzt schon sehr schmerzen, ist natürlich ein Zeichen, dass du falsch anlegst. Damit du mit weniger schmerzen weiter stillen kannst, wäre es das beste, die schmerzen erst mal irgendwie unter Kontrolle zu kriegen. Du kannst von Lansinoh die Brustwarzen Salbe drauf machen oder auch etwas von deiner Milch abtrocknen lassen. Während des Stillens kannst du dir stillhütchen oder stillkappen, keine Ahnung wie die genau heißen, drauf machen. Dann ist dein Kind zum einen gezwungen, die Brust weiter in den Mund zu nehmen und deine Warze geschützt. Bei deinem Kind lass das zungenband prüfen (Kinderarzt) wenn es zu kurz ist, dann kann es sein, dass es die Warze nicht so weit in den Mund kriegt. LG und alles Gute.

4

Es ist nicht "natürlich" ein Zeichen, dass man falsch anlegt, wenn die Brustwarzen wehtun. Ich hab 2 Stillberaterinnen nacheinander auf meine Technik schauen lassen. Beide sagten, es sei in Ordnung. Manchmal passen Kindermund und Brustwarze nunmal nicht zusammen. Oder die Brustwarzen sind empfindlicher als bei anderen. Extreme Schmerzen sind nicht immer ein Zeichen für die falsche Technik.

3

Hallo,
erstmal bist Du NICHT zu blöd zum Stillen, es ist nur leider doch nicht so einfach, wie es manchmal propagiert wird.
Bei meiner ersten Tochter hatte ich auch höllische Schmerzen, trotz Stillberatung. Ich hab in allen Büchern nachgelesen und überall stand, dass ich dann etwas falsch mache, wenn es weh tut. Ich war am Verzweifeln, habe dann aber alle meine Mütter-Freundinnen gefragt und sehr vielen von ihnen hat es weh getan. Das hat mich beruhigt und nach drei Wochen war der Spuk vorbei und es hat Spaß gemacht. Bei meiner zweiten tat es gar nicht weh und jetzt bei den Zwillingen war es zu Beginn wieder die Hölle.
Kinder trinken unterschiedlich, die große war mit Sicherheit wilder, genauso wie die Zwillinge. Mir hat es geholfen, dass ich wusste, dass es ca. zwei bis drei Wochen sind, solange konnte ich die Zähne zusammen beißen. Manchmal helfen auch Stillhütchen ein bisschen über diese Zeit hinweg, aber am besten rechtzeitig wieder weglassen, sonst muss man sie immer dabei haben. Bei den Zwillingen hatte eine der beiden auch einen Mundsoor, das kann auch zu Schmerzen führen.
Lass Dich nicht entmutigen! Hol Dir eine gute Stillberatung und sonst, Zähen zusammen beißen, es lohnt sich!

5

Nein, du bist nicht zu blöd!

Mir taten die Brustwarzen auch ca. 10 Tage lang höllisch weh, obwohl ich laut Hebammen alles relativ richtig machte. Relativ, weil ich ab und zu versäumte die Unterlippe meines Babys "korrigieren".
Ich musste auch in den ersten Tagen die Luft anhalten beim Andocken.
Ich habe sehr großzügig Lanolin aufgetragen nach jedem Stillen.

Das wird besser. Aber eine Stillberaterin wäre für dich jetzt wahrscheilich Gold wert. Ich drücke die Daumen, dass sich eine findet.

6

Du bist nicht zu blöd! Du schaffst das! Nicht aufgeben! Es lohnt sich die Schmerzen anfangs in Kauf zu nehmen. Das wird besser. Und dann wirst du stolz sein das es so gut geht. Eine Stillberaterin wäre gut. Die Brustwarzen müssen sich erst an ihren Job gewöhnen und dein Baby braucht auch etwas Zeit.

7

Du bist nicht zu blöd ;)
Ich hatte das exakt gleiche Problem wie du..ich hätte an die Decke springen können als ich meine Große damals anlegte..trotz ihres eher leichten Geburtsgewicht (2700g) hatte sie aber einen ordentlichen Zug drauf!
Stillfreundliches Kh..die Stillberaterin war sehr einfühlsam..sie sagte das wäre nicht ungewöhnlich..vorallem bei Frauen wie mir : empfindliche helle Haut, Sommersprossen..da wären die Brustwarzen auch oft seeehr schmerzempfindlich.
Habe dann abgepumpt weil ja "eine gute Mutter Muttermilch gibt"..Hat super geklappt..kam richtig was raus..trotzdem musste ich zufüttern..die Kurze hatte richtig Schmacht.
Kurzum : ich hab irgendwann aufgegeben..
Und Stillhütchen ging bei uns nicht, weil die Kleine irgendwann nimmer an der Brust trinken wollte..es hieß sie spüre dass sie mir wehtut..ich habs wirklich kaum ausgehalten diesen Schmerz..ich war immer froh wenn es vorbei war.
Naja sie ist jetzt fast 5 und fit und absolut gesund :).
Versuch was DU versuchen willst (Hütchen, Abpumpen, doch wieder anlegen) aber lass dich von niemandem drängen, überreden oder die "eine gute Mutter stillt"-Tour aufdrängen..du wirst für dich und den Wurm euren richtigen Weg finden.

Alles Liebe
Babyb mit Wurm (5) und Wurmi (12 Wochen)