Stillen - ab wann hats geklappt?

Hallo ihr Lieben,

Ich habe am 27.06. meine Tochter spontan entbunden (ET+1) und es verlief extrem gut. Die Kleine hatte top Werte und war super munter. Hebammen und KiA sind begeistert. Doch eine Schwierigkeit haben wir leider. Durch ihr geringes Geburtsgewicht von 2340g (kein Frühchen, sondern reif) und meine eher großen, platten Brustwarzen, konnte sie am Anfang gar nicht gut saugen. Das Kolostrum hat sie zwar bekommen, aber danach kriegte sie nichts mehr aus der Brust raus. Die erste Nacht Zuhause war richtig schlimm, weil sie vor Hunger geschrien hat und nichts aus der Brust rausgekriegt hat... Am nächsten Morgen brachte uns die Hebamme Pre Milch von Milupa und ein Stillhütchen mit. Außerdem habe ich mir eine elektrische Milchpumpe verschreiben lassen und damit fleißig gepumpt. Genug Milch habe ich auch.

Am Anfang nahm die Kleine das Stillhütchen nicht so gerne und schrie dabei ständig. Sie nahm lieber die Flasche. Mittlerweile trinkt sie aus dem Stillhütchen schon besser seit ich herausgefunden habe, dass ich sie vor dem Stillen am besten pucke. Dann ist sie ruhig und spuckt das Hütchen nicht mehr aus und schreit auch nicht mehr oft während des Stillens. Die Flasche muss ich jetzt nicht mehr so oft geben, was mich sehr freut. Das war für mich schon ein totaler Erfolg. Sie kommt jetzt zwar öfter als mit der Flasche, aber es ist trotzdem angenehmer, weil ich jetzt nicht mehr Fläschen vorbereiten, ihr geben, ausspülen und auch nicht mehr dauernd abpumpen muss. Fühlt sich gut an so :-).

Ich merke auch, dass sie an der Flasche zwar schneller trinkt, aber anfangs Probleme (Saugverwirrung?!) hat und den Mund viel größer aufmacht als zu Beginn als sie fast nur die Flasche bekommen hat. Mittlerweile haben wir die 3000g Marke geknackt und ich bin echt überglücklich, dass sie nach nur 3 Wochen schon so viel zugenommen hat. Aber bei meinen weiteren Versuchen, sie ohne Stillhütchen zu stillen, hat es leider nicht geklappt. Auch wenn ich meine Brustwarzen vorher stimuliere und "in Form bringe", durch meine Hände oder mit der Milchpumpe, irgendwie bleiben sie nicht lange genug in Form. Und die Kleine kriegt sie noch immer nicht gut zu fassen :-(. Habe das Anlegen ohne Hütchen noch nicht so oft probiert. Ich will die Kleine nicht frustrieren. Sie soll auch nicht verwirrt werden durch Fläschchen, Hütchen und Brust. Das wären ja wieder drei Saugtechniken. Will versuchen, sie öfter an der Brust anzulegen wenn wir die Flasche bald ganz los sind, damit sie eben nicht drei Techniken parallel anwenden muss.

Daher meine Frage hier an euch: Hatte jemand dasselbe Problem und hat es sich irgendwie nach einer Weile von selbst gelöst? Ich möchte so gerne normal voll stillen bis die Kleine ein halbes Jahr alt ist und dann noch teilstillen. Notfalls würde ich auch weiterhin mit Stillhütchen stillen, aber ich stelle es mir doch praktischer und intimer vor wenn es ohne klappt.

Freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps!
Liebe Grüße,
Yulan

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Hallo.

Ich kann dir sagen, bleib am Ball. Es lohnt sich!!!
Ich musste am Anfang auch mit Hütchen stillen, es war nervig. Entweder hat er sie abgefuchtelt, oder angeschrien. Vor allem machte es das Stillen in der Öffentlichkeit etwas kompliziert... Ich habe nach einer Zeit einfach immer mal wieder während des Stilles abgedockt und ohne Hütchen versucht weiter zu stillen. So war die Brustwarze in Form und der Hunger von meinem Zwerg nicht mehr so Groß, so konnte er sich immer besser darauf einlassen.
Irgendwann nach etwas mehr als einem Monat brauchte ich sie von heute auf morgen einfach nicht mehr.

Übrigens hat es nachts im liegen von Anfang an besser geklappt, da brauchte ich nach ca. 2 Wochen kein Hütchen mehr.

Viel Erfolg

Liebe Grüße

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Hallo monkilein,

Danke für deine Antwort. Das macht doch Mut! Meine Hebi meinte auch, dass man nicht so schnell aufgeben darf. Ich kenne leider viele Mütter, die schnell das Handtuch geworfen haben. Da hoffe ich irgendwie, dass mein wille und der meiner Kleinen stark genug sind, dass wir es auch in ein paar Wochen schaffen :-).

Ganz liebe Grüße

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Hi!
Vielleicht helfen dir die Brustwarzenformer von Medela!?
Ich hatte zwar kein Problem mit den Brustwarzen, aber da die Brust am Anfang immer so prall war, hatte meine Kleine da auch Probleme.
Nach dem Tragen der Teile waren die Brustwarzen schön in Form.
Viel Glück!
LG

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Von denen habe ich bisher noch nicht gehört. Ich werde mich mal darüber informieren und ausprobieren. Kann ja nicht schaden. Vielen Dank für dem Tipp! :-)

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Wir hatten ähnliche Anlaufschwierigkeiten beim Stillen. Ich musste die ersten Wochen zufüttern und es hat nur mit Stillhütchen geklappt. Nach ca. 4 Wochen war ich die Stillhütchen los, nach 6-8 Wochen (ich weiß es gar nicht mehr genau) habe ich nicht mehr zufüttern müssen. Wir haben bis jetzt (Sohnemann ist 2 Jahre alt) eine tolle Stillbeziehung!

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Hattest du eine besondere Methode bzw. einen Plan, mit dem ihr das hingekriegt habt oder ist irgendwann einfach der Knoten geplatzt? War bei dir auch das Problem mit der Brustwarzenform und wie hast du das in den Griff bekommen?

Danke für deine Antwort!

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Ja, die Brustwarzenform war ein großes Problem. Sie waren ganz weich und eher nach innen als nach außen gerichtet. Mein Sohn konnte sie gar nicht fassen. Hinzu kam später Milcheinschuss wegen Kaiserschnitt und zu große Gewichtabnahme meines Sohnes, so dass ich dadurch erst mal in dieser Zufütterspirale war.

Eine besondere Methode hatte ich nicht. Ich habe zwar immer versucht, die Stillhütchen während des Stillens zu entfernen, aber das hatte so gut wie keinen Erfolg. Einmal sind wir lange spazierengegangen und ich hatte die Stillhütchen zu Hause vergessen. Mein Sohn hatte Hunger, und da musste es einfach klappen. Tatsächlich war da dann der Knoten geplatzt.

Das Zufüttern habe ich dann abgeschafft, als sich ansonsten alles total gut eingespielt hatte. Ich habe mir einfach einige Tage Zeit genommen, meinen Sohn wirklich ständig anzulegen. Einige Tage habe ich trotzdem noch vor dem Einschlafen zugefüttert, irgendwann habe ich das dann auch weggelassen.

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Mein Tip:
Dran bleiben! Es lohnt sich auf jeden Fall!
Meine kleine War ein Frühchen. Ich musste anfangs immer abpumpen und zufüttern. Und zudem musste ich ebenfalls auf Grund meiner Brustwarzenform mit Stillhütchen stillen. Sonst ging gar nix anfangs.

Ich habe insgesamt gut 2 Monate gebraucht bis es wirklich rund lief... sie hatte aber eben auch eine Saugschwäche. Jetzt stillen wir ohne Stillhütchen, ich muss nicht mehr abpumpen und es ist einfach nur toll und angenehm. Mich hat das Hütchen auch genervt irgendwann (da War sie aber bestimmt schon knapp 2 Monate alt). Ich habe es dann von heute auf morgen ganz weggelassen. Sonst hätte ich oft nachts noch mit Hütchen gestillt, tagsüber meist ohne.
Meine kleine hatte nie eine Saugverwirrung, obwohl sie Brust (mit und ohne Stillhütchen), schnulli und diverse Flaschen bekam.

Aber jedel Baby ist sicher anders ;)

Wünsche euch alles gute. Halt durch. Du wirst später wirklich froh sein, es gemacht zu haben :)

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Ich würde vielleicht Schritt für Schritt vorgehen. Also erstmal bei den Hütchen bleiben und schauen, dass ihr die zusätzlichen Fläschchen los werdet. Und dann evtl schauen, ob es auch ohne Hütchen klappt.

Bei meinem 1. Sohn konnte ich leider auch nur mit Hütchen stillen. Er konnte die Brustwarze auch nie richtig fassen. Klar, ohne ist es praktischer, aber man gewöhnt sich auch daran. Mir war nur wichtig, dass es mit dem Stillen überhaupt klappt.