Absolut frustriert bei Suche nach Stillberaterin

Hallo zusammen

Mir geht's genau wie susa

(Hab teilweise deinen Text geklaut, du hast alles so treffend beschrieben, hoffe, das ist ok?)

Meine Tochter ist jetzt fast 7 Wochen alt und leider gab es von Anfang an Probleme mit der meiner Milch, im Krankenhaus hatte ich leider keine Unterstützung was das anging und auch meiner Hebamme war es relativ egal.

Sie war 5 Wochen zu früh, und sehr leicht (2.380 gr), mit angeblicher trinkschwäche. (Fehldiagnose, denke ich. Sie war nur etwas stressanfällig, und hat viel Ruhe beim füttern in der ersten Woche gebraucht. Aber Zeit im KH ist ja Mangelware.)
Daher wurde sie direkt in die Kinderklinik gebracht und sofort zugefüttert.
Allerdings hatte ich klar kommuniziert, dass ich lieber voll stillen möchte. Tja, Patienten sind denen in der Klinik lästig, also wurde ich einfach ignoriert.

Jetzt zuhause habe ich den Salat.
Mit Geduld und Durchhaltevermögen geht die kleine jetzt (manchmal) an die Brust, und saugt auch sehr kräftig - wenn sie denn mal saugt.
Allerdings meistens will sie nicht mal versuchen, anzudocken.

Außerdem habe ich wohl recht wenig Milch. Angeblich soll es durch häufiges Anlegen besser werden, weil sich dadurch die Menge nach Bedarf wohl einpendelt. Aber egal wie oft und wie lange ich sie anlege, sie braucht danach immer noch eine Flasche pre.

Ich hab alles versucht... stundenlanges anlegen und abpumpen um die Milchmenge zu steigern, Stilltee, malzbier usw usw volles Programm.
Nun ist es so das ich am gesamten Tag vielleicht 100ml abgepumpt bekomme und meine Kleine eigentlich nur von Pre (sie ist ne kleine fressmaschine und trinkt 150 ml pro Mahlzeit) ernährt wird und die Brust max ein bis zwei Züge lang angenommen wird.
Zwischendrin bekommt sie nach dem anlegen dann immer wieder die abgepumpte Muttermilch. PLUS Flasche danach.

Ich bin so traurig dass ich nicht voll stillen kann.

Meine hebi kommt nur einmal pro Woche, weil sonst ja alles rund läuft. Sie ist also bei den still-Sessions nie dabei.
Mir hat noch niemand geholfen und gezeigt, wie man anlegt, von richtig anlegen mal ganz zu schweigen. Ich probiere halt rum. Aber habe die Befürchtung dass ich es nur verschlimmbessere.

Also hab ich mich auf die Suche nach einer Stillberaterin gemacht, die mich begleitet.
Und kaum zu glauben - es gibt keine. KEINE!!!!!
Und das in der Nähe von Heidelberg, wo es nur so wimmelt vor Krankenhäusern und Geburten.
Alle ausgebucht. Die stillcafes haben Sommerpause und irgendwie finde ich auch sonst keine Hilfe.

Bin echt frustriert und fühl mich allein gelassen ....

Weiß echt keinen Rat und bin kurz vorm aufgeben.

Danke dass ihr das gelesen habt!
Alles liebe,
cathaine

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Ich würde mich mal an www.stillen-und-tragen.de wenden. Dort sind Stillberaterinnen. Ist zwar online, aber sie betreuen in meinen Augen kompetent und auch bei langwierigeren Dingen.

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Danke schön.
Das werde ich mal probieren.

LG

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Ich hoffe, du findest Hilfe.

Ich kann natürlich nicht einschätzen, wie viel du wirklich zufüttern musst.

Ich kann jedoch sagen, wenn du 100 ml abpumpen kannst, ist das gut.
Pumpen sagt nichts über die Menge beim stillen aus.

Ich bin natürlich keine Stillberaterin, ich habe nur meine persönliche Erfahrung beim Stillen (inzwischen mehr als 3 Jahre).
Was das anlegen betrifft, kann ich dir sagen, dass ich finde, es wird einfacher, wenn die Babys selbst mehr Kontrolle über den Kopf bekommen.
Was ich dir so sagen kann, das Kind muss den Mund weit aufmachen. Dazu kannst du am Mundwinkel drüber streicheln. Den kopf des Kindes in die Hand nehmen und wenn der Mund weit auf ist, gegen die Brust drücken. Das Kind sollte nicht nur die Brustwarze im Mund haben, sondern möglichst viel vom Hof. Die Lippen sollten sich dann etwas nach außen stülpen. Es kann dann etwas dauern, bis der Milchspendereflex einsetzt. Wenn das Kind dann aber bei ungefähr jedem dritten saugen schluckt, ist das gut.
Anfangs war es für mich am Einfachsten, wenn ich mich bequem aufs Sofa gesetzt habe. Das stillkissen über mich, dann hätte mein Sohn schon die richtige Höhe und ich konnte den Kopf besser halten. Mit der Zeit konnte ich dann mehr Positionen.
Auch die Footballerposition fand ich relativ einfach.
Den milchspendereflex kannst du anregen, indem du vor dem Stillen heiße Wickel machst. Einfach Mullwindeln mit so heißem Wasser, wie du gut aushältst, nass machen und um die Brust legen (Brustwarze auslassen). Das jede Seite drei mal für ein paar Minuten.

Wenn du Wunde Brustwarzen hast, lass Luft dran. Lass auch etwas Muttermilch daran trocknen. Heimwolle oder lansinoh helfen auch.

Kuschel viel mit deinem Kind, am besten mit direktem Hautkontakt. Achte darauf, dass du gut und ausgewogen isst und genügend trinkst. Auch Ruhe ist wichtig. Leg dich mit deinem Baby hin und genieße die Nähe.

Wichtig ist: KEIN Stress! Du gibst dein Bestes. Du machst dir Gedanken und das macht eine gute Mutter aus. Du liebst dein Kind. Für fehlende Beratung kannst du nichts!

Ich weiß zwar nicht, wo du wohnst, aber das habe ich noch gefunden:
http://www.afs-stillen.de/afs-vor-ort/stillberatung.html (da gibt es eine in Heidelberg)
http://www.stillen.de/laktationsberatung_plz_6/ (Auch da hat es eine)
http://www.heidelberghebamme.de/praxisspektrum.html

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Frag da nochmal nach www.lalecheliga.de/

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Hab ich gemacht.
Es gibt eine im weiteren Umkreis, die macht aber keine Hausbesuche.
Nur telefonische Beratung.

Leider bringt mir die nicht so viel, weil man durchs Telefon weder eine Haltung zeigen noch irgendwas falsches sehen oder korrigieren kann.
LG

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Hallo,

hatte letzte Woche auch den Rat einer Stillberaterin benötigt und kann dir diese hier empfehlen:
http://www.wellness-snoezelen.de

Ich nehme mal an du hast in der Frauenklinik Heidelberg entbunden, oder?

Bei mir lief das alles ganz ähnlich wie bei dir mit schnellem dem zufüttern.

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Ja, Uniklinik.
Hatte bei 35+0 keine andere Option.
Sonst wär ich da nie hingegangen.

Betreuung = null.
Kind in der Kinderklinik, und da hat auch keiner Zeit, die haben dringenderes zu tun als beim stillen helfen. Das versteh ich, aber trotzdem. Sehr sehr schade.

Danke für den Hinweis, Glücks mir gleich mal an.
LG

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Ich habe meine Zwillinge bei 36+2 in der Frauenklinik bekommen. Hatte mich nicht getraut in einem anderen Krankenhaus zu entbinden und wollte bezüglich der Kinderversorgung auf Nummer sicher gehen. Zum Glück haben meine Mädels keine weitere Unterstützung gebraucht.

Ansonsten waren wir auch sehr unzufrieden. Die Schwester im Frühdienst hat einem was anderes gezeigt wie die Schwester im Spätdienst für richtig hielt. Ich wusste als gar nicht mehr was ich machen sollte und selbst für richtig halte.

Leider hats bei mir nicht geklappt mit dem stillen, auch jetzt zuhause nicht. Drücke die Daumen, dass es bei dir klappt und hoffe das mit der Stillberatung auch möglich ist.

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Wahnsinn, dass es solche Krankenhäuser noch gibt. .

Bei mir lief das ganz anders, ich glaube mir haben insgesamt 5 Schwestern/Hebammen in der Klinik das richtige Anlegen gezeigt und auch alle möglichen anderen Tricks.

Hast Du es mal mit Stillhütchen probiert? Auf jeden Fall recht grosse nehmen, ich hatte Grösse L von Madela obwohl ich recht kleine Brustwarzen habe. Vielleicht kommt Ihr damit besser klar, bei mir war es die Rettung, als meine Kleine zu Anfangs nicht richtig angedockt hat. Mittlerweile geht es aber auch ohne Probleme ohne Hütchen.

viel viel Glück! Es lohnt sich wirklich dran zu bleiben.