Fühl mich komisch :( Probleme mit dem Stillen.. Hilfe

Hallo Ihr Lieben,

Bin ganz neu im Forum und hätte mal ein paar Fragen an Euch..

Ich habe am 27.7 meinen kleinen Engel zur Welt gebracht, ich lebe in Süditalien und schon so ein bisschen am Popo der Welt (klingt vielleicht übertrieben, ist aber so)

Ich erzähl mal von Anfang an wie die Geburt war und wo das Problem mit dem Stillen liegt...

Meine Fruchtblase ist am Nachmittag geplatzt und ich bin um 18:00 ins Krankenhaus, im Krankenhaus hatte ich grad mal 3cm und es hieß das dauert noch die ganze Nacht.. gegen 2 waren die Wehen immer stärker und kamen in kürzeren Abständen, ich hab die Ärzte drauf angesprochen, die saßen grad vor dem Fernsehen (kein Scherz), es hieß es kommt gleich jemand, bis 4 kam Keiner und ich hatte schon Presswehen ohne es zu merken und war immer noch am tief ein und aus-atmen. Meine Mutter hat in der Zwischenzeit das ganze KH durchgeschrien und dann kam endlich mal Wer, in der Zwischenzeit saß ich hingekniet auf dem Bett weil ich nicht mehr konnte und die Ärztin hat mich endlich mal kontrolliert um dann laut rumzuschreien ich sei ja schon so weit und wir müssen ganz schnell in den Kreissaal ob ich es schaffe zu laufen. Das war um 4 Uhr, dann ging alles ganz schnell und ich musste pressen und der Kopf guckte schon zwei mal raus aber die Nabelschnur zog ihn immer wieder zurück, am Ende haben Sie mir mit der Saugglocke geholfen und Ihn schön am Kopf verletzt und davon hat er erstmal ne Gelbsucht bekommen. Dann hatte er am dritten Tag hohe Billiwerte (16.5) und desshalb wurden wir nicht entlassen, ich war schon am Stillen und genau an dem Morgen ist mir die Milch eingeschossen, als ich Ihn zur morgentlicher Kontrolle gebracht hab haben Sie Ihn einfach unter die Blaulicht Lampe gesteckt und mich weggeschickt und gemeint er bleibt da jetzt erstmal 24 Stunden. Und natürlich haben Sie Ihm einfach Flaschenmilch gegeben und ich musste erstmal abpumpen und die Milch wegschmeißen. Dann hieß es ich soll stillen, dann wieder unters Blaulicht und Muttermilch unterbrechen um zu gucken obs daran liegt dass die Billiwerte wieder gestiegen waren und am Ende wurden wir am 9. Lebenstag mit 14.4 entlassen und dann sanken die Werte auch von Tag zu Tag. Dann sollte ich noch zweimal ins KH um die Werte und das Gewicht zu kontrollieren. Dann hieß es 10gr die er zugenommen hatte nach einem Tag sind zu wenig und ich soll nach dem Stillen Pulvermilch zufüttern. Am 26. Lebenstag haben wir dann nochmal kontrolliert und die Billiwerte waren bei 9.8. Und mittlerweile ist von der Gelbsucht nichts mehr zu sehen, auch nicht in den Augen aber ich hatte so ne Panik dass er sich nicht ordendlich ernährt, wegen der Gelbsucht.

Soooo.. war jetzt echt viel was ich da erzählt habe aber wie Ihr sieht hatte ich nen nicht so guten Start, mir gings im Krankenhaus so schlecht, vorallem wenn Sie Ihn dann weggenommen haben und ich Ihn nicht halten konnte. Auf jeden Fall macht mich dieses Hin und Her mit Brust und Flasche echt fertig. Ich stille zwar gerne weil ich den Moment genieße aber ich habe nie das Gefühl er wird ordendlich satt und gebe desshalb ab und zu wieder Pulvermilch. Jetzt merke ich auf einmal dass ich richtige Angstzustände bekomme, auch wenn er weint, ich schaffe es Ihn immer zu beruhigen aber tzdm wird so ne Panik bei mir ausgelöst. Ich bin total hin und her gerissen ob ich weiter stillen soll oder nicht, die Milch wird auch langsam weniger, er zieht ja auch nicht immer richtig und manchmal pennt er mir auch weg. Hier gibt es keine Stillberaterinnen oder Hebammen, meine Kinderärztin ist total unsicher und gibt einem immer nur so larifari Antworten..ich weiß nicht mit Wem ich drüber reden soll. Meine Eltern pochen aufs Stillen und ich will ja auch aber was bringt Das wenn er nicht richtig satt wird und ich mich so komisch fühle.. Was kann ich machen?

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Entscheide dich, ob Stillen oder Flasche und dann machst du das, egal, was andere sagen.

Wenn du stillen möchtest, dann nur das, ohne Flasche. Es kann sein, dass du zu Beginn dauerstillst, das ist normal, die Milch muss sich ja dem Bedarf einstellen. Wenn er dabei einschläft, lass ihn und wenn er aufwacht, leg ihn wieder an, sofern er das möchte. Stillen ist für das Baby anstrengend und einschläfernd zugleich.
Leg dich ins Bett, still ihn im liegen und wenn er einschläft, mach auch ein bisschen die Augen zu. Kuschel viel, ich glaube, euch fehlt dieses erste Kennenlernen und das damit verbundene Vertrauen. Nimm dir jetzt die Zeit dafür, alles andere ist erstmal hinfällig.

Wenn du lieber doch ganz auf Flasche umsteigen willst, dann mach das. Deine Eltern geht das nichts an, du bist jetzt die Mutter. Den Part mit mit ausgiebigen Kennenlernen bleibt trotzdem ;-)

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Huhu,

Ihr hattet ja wirklich einen schweren Start. Ich finde es wichtig das du mal in dich gehst und überlegst was du willst. Entscheide dich unabhängig davon ob deine Eltern aufs stillen pochen ob du das willst oder nicht. Ganz ehrlich es geht sie nämlich überhaupt nichts an.

Wenn du dich für die Flasche oder Teilstillen entscheidest dann mach es nach Bauchgefühl. Ich habe 3 Monate zB teilgestillt und dann ganz aufgehört, ich habe mich mit dem stillen einfach nicht Wohlgefühlt. Erst mit Flasche würde ich eine glückliche Mama und mein Kind und ich haben eine tolle Bindung!

Wenn du dich zum vollstillen entscheidest lass schnellstmöglich die Flasche weg und stille nur noch. Dauerstillen kann da ganz normal sein.

http://www.lalecheliga.de

Hier gibt es auch eine mailberatung wenn es wirklich nichts bei dir in der Gegend gibt.

Egal wie du dich entscheidest, deinm Baby wird es gut gehen und aufwachsen egal mit welcher Nahrung :-) lass dich bloß nicht zum oder gegen das stillen drängen sondern mach genau das was für dich am besten ist,

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Danke Dir, du hast da vollkommen recht ???? und bin froh zu wissen dass ich nicht die einzige bin ????

Ich überlege mir jetzt in Ruhe was ich machen will und beim nächsten Termin beim Kinderarzt bespreche ich Das dann auch mit der Ärztin.

Danke für die liebe Antwort ????

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Hallo,
Ich möchte dir das Forum Stillen-und-tragen empfehlen. Dort beraten und begleiten dich Stillexperten.

Wenn du stillen möchtest, dann leg die Flasche weg und stille bei jedem Pieps von deinem kleinen.

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Danke für den tollen Tipp :-)

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ich habe 5 wochen voll gestillt und danach bis heute teilgestilt, da gewoehnt man sich dran. ich muss zufuettern weil ich nicht genug milch hab (alles schon probiert). das ist voellig okay. Er bekommt meine milch fuer vitamine und abwehrstoffe und die aptamil zum satt werden

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Also meinst Du ich soll einfach so weiter machen?

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wenn du das gefuehl hast dass das fuer dein baby passt wuerde ich das so machen. Ich hab nach 4 wochen echt gestrauchelt mit dem stillen, ich wollte unbedingt vollstillen aber das war stress pur fuer baby und mich. so geht es wunderbar. er bekommt das beste von beiden.

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Wäre abpumpen eine Option? Ich hatte auch einen schweren Start, aus anderen Gründen. Jedenfalls litt die Stillbeziehung zu meinem Sohn. Ich habe beschlossen, dass direktes stillen nicht funktioniert und die abgepumpte Milch über Flasche gegeben. Zu dem Zeitpunkt war mein Sohn 1 Woche alt. Diese Entscheidung war Gold wert, denn ich konnte endlich glücklich sein und mein Kind genießen. Leider dürfte ich irgendwas falsch gemacht haben. Die Milch wurde immer weniger und weniger. Und als mein Sohn 3 Wochen alt war musste ich komplett auf Flaschenmilch umstellen. Und ab da hatte ich das Gefühl eine große Last verloren zu haben.

Du musst tief in dich gehen und entscheiden was du möchtest, was dir wichtig ist. Niemanden geht es etwas an wie du dein Baby ernährst, auch nicht die Eltern. Ich für meinen Teil habe erkannt, dass eine glückliche Mutter wertvoller als Stillen ist. Natürlich, Muttermilch ist die beste Nahrung! Aber es gibt wichtigere Dinge die für die Gesundheit eines Menschen sorgen. Mein Sohn ist 4,5 Jahre alt, gesund normal entwickelt, Normalgewicht und frei von Allergien und chronischen Krankheiten.

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Danke für deine liebe Antwort,

Abpumpen ist so ne Sache..mach ich auch oft aber ich muss am Ende sagen dass wenn ich an der Brust stille ist es auch schön aber es ist zugleich auch unbefriedigend wenn ich sehe dass er nicht satt wird.. ich würde am liebsten so lange wie Möglich so weiter machen, mit Stillen und Flasche, in der Hoffnung dass sein Bäuchlein damit keine Probleme bekommt .. :-)