Woran merke ich, dass die Milch nicht mehr reicht?

Hallo,

Die Frage steht ja schon oben.

Tim ist jetzt genau 2 Monate alt. Seit ca 1 Woche reicht ihm beim Stillen eine Brust nicht mehr, er trinkt aus beiden, erst dann ist er scheinbar satt.

Prall gefüllte Brüste habe ich vom Gefühl her nur noch morgens, er schläft zur Zeit aber auch 10h durch. Tagsüber sind sie immer weich, aber es kommt Milch.

Wie sind eure Erfahrungen? Nach welchen Kriterien entscheidet man Zuzufüttern?

Danke und liebe Grüße
Verena

1

Das deine Brust sich nicht mehr voll anfühlt ist völlig normal und kein Zeichen von zu wenig Milch. Die meiste Milch bildet sich erst direkt beim stillen. Auf Vorrat wird nach ein paar Wochen kaum noch produziert. Und dass mal Phasen kommen wo öfter gestillt wird, oder plötzlich wieder beide Seiten ist auch ganz normal. Mit etwa 3 Monaten haben die meisten Babys eine Phasen wo sie plötzlich fast ununterbrochen nur an der Brust hängen, aber auch das hat nichts mit zu wenig Milch zu tun.
Ob dein Baby genug bekommt siehst du daran, dass es seinem Alter entsprechend wach, fitt und aktiv ist, zunimmt, regelmäßig nasse Windeln hat und straffe rosige Haut.

2

Die Milch reicht nicht, wenn

- das Kind kaum pullert und kackt
- das Kind in seiner Perzentilkurve abrutscht

Die Brüste stellen sich innerhalb der ersten Monate auf die Bedürfnisse des Babys ein. Die prallen Brüste am Anfang der Stillzeit kommen vor allem von der Lymphe, die vermehrt in den Brüsten ist, nicht von der Milch selbst. Milch wird beim stillen gebildet, es wird vorher kein Vorrat angelegt. Weiche Brüste nach ein paar Wochen sind daher vollkommen normal und kein Grund zur Sorge.

Sobald dein Kind z.B. durch einen Wachstumsschub mehr Milch braucht, wird er ein paar Tage intensiver stillen und quengeln, bis die Brust sich auf die höhere Nachfrage eingestellt hat. Möglicherweise ist das auch gerade der Fall - der erhöhte Bedarf wird durch die zweite Brust gedeckt. Dadurch ist die Nachfrage höher und die produzierst mehr Milch.