Nervenzusammenbruch - Stillen klappt nicht :(

Hallo,

das muss jetzt auch gerade raus :(

Meine Maus ist morgen 3 Wochen alt. Sie kam drei Wochen zu früh mit einem Gewicht unter 2,5 kg :(

Von Anfang an stille ich sie und füttere zu, da sie aufgrund der Gelbsucht geschwächt war und sehr viel am Gewicht wieder verloren hatte. Mit dem vorher stillen und danach zufüttern nahm sie wieder gut zu und heute wog sie bereits 2,7 kg :)

Mein Problem ist nun, dass ich sehr viel weine. U.a., weil sich der Alltag noch garnicht eingespielt hat. Mir graut es jeden Tag vor der Nacht, da die Kleine nachtaktiv ist. Zum anderen, weil es mit dem Stillen so langsam nicht mehr klappen will. Jeder Tipp meiner Hebamme, der zuerst klappte, scheiterte nach einer Zeit. Seit Silvester ist sie sehr zappelig an meiner Brust, egal ob mit oder ohne Stillhütchen, sie stöhnt, grunzt, weint und nimmt die Brust nicht. Pucken nützt auch nichts. Die Flasche nimmt sie ohne Probleme. Vorhin bin ich echt zusammen gebrochen und hab geweint wie ein Schlosshund.

Ich wollte sie ein halbes Jahr voll stillen. Nun sieht es so aus, als würde ich das wohl nur noch einen Monat schaffen. Ich will doch nur das Beste für sie, aber ich bin so verzweifelt, dass das wohl nicht klappt mit dem Stillen. Gerade, weil sie früher und leichter zur Welt kam.

Einige setzen mich zusätzlich unter Druck indem sie sagen " still weiter, versuch es weiter, gerade weil sie so leicht ist". Als würde ich mich nicht schon bemühen. Ich solle mir eine Stillberaterin holen. Ehrlich gesagt möchte ich dafür aber nicht ein Haufen Geld ausgeben, da auch die Gefahr bestehen könnte, dass es dennoch nicht klappt ;( Einige sagen, dann ist es halt so, dass du sie nur 4 Wochen gestillt hast, einige stillen garnicht ;(

Ich habe eigentlich gehofft, je älter und kräftiger sie wird, desto besser wird es. Aber irgendwie ist das Gegenteil gerade der Fall.

Ich beneide Frauen, bei denen es so toll klappt mit dem Stillen :(

Wer hatte auch solche Erfahrungen machen müssen? Bin nur am Weinen gerade.

LG

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Huhu, wenn mich net alles täuscht, habe ich vorhin schon bei einem Thread von dir geantwortet, falls nicht, sorry, dass ich dich verwechsel :-)

Also ich wollte nie stillen, habe mich aber von der Hebamme und den Schwestern im Krankenhaus komplett bequatschen lassen, als ich so oder so schon komplett mit den Nerven am Ende war und dachte wenn ich es nicht tue, bin ich eine ganz, ganz furchtbare Mama. Geklappt hats in dem Sinne schon, außer, dass es sack-weh getan hat - aber ich hatte große Probleme mit Brustentzündungen durch den ganzen Gefühlschaos und nach 4 Wochen bin ich mit einem Abszess im Krankenhaus gelandet. Das Stillen hat noch zu den BabyBlues mein Stress auf einem kaum ertragbaren Level gebracht, so dass ich nach 5 Wochen im Krankenhaus nach eine Packung Abstilltabletten VERLANGT habe.

Und ab diesem Moment ist mir so viel Druck von den Schultern gefallen und plötzlich wurde alles besser. Ich war eine bessere Mama wie voher, weil ich mich nimmer so unter Druck gesetzt habe. Trotz Flasche #herzlich

Bei meiner Freundin hats anfangs auch net geklappt aber sie hat sich durch gebissen und letztendlich 6 Monate vollgestillt. Aber sie hatte keine Baby Blues und ich bin der festen Überzeugung, dass es viel damit zusammen hängt.

Du darfst das nicht so sehen, als ob du versagt hast, nur weil das Stillen nicht klappt. Das ist nämlich schwachsinn! Und lass dir nur kein schlechtes Gewissen von Leuten einreden, die nicht in deine Hautstecken und nicht wissen können wie du dich gerade fühlst.

Rede mit deinem Frauenarzt, denn die Abstilltabletten können sehr auf die Stimmung schlagen, die bei dir ohne hin am Tiefpunkt ist zur Zeit - aber das habe ich in Kauf genommen und mir gings nicht schlechter sondern besser danach.

Liebe Grüße und alles Gute!

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Huhu.
Also mein Sohn war auch so ein zappelzwerg.
Ich musste an einemruhigen Ort ohne jeglich Störung stillen. Vllt klappt es mit einem Kuscheltiere auf der Schulter. Das dein Zwerg nicht in der Weltgeschichte rumschlugt.

Ansonsten könnte ich meinen Sohn auch nicht so lange vollstillen.
Insgesamt habe ich 2jahre gestillt ( eher als nuckelersatz,da er den partout nicht nehmen wollte.
Ich musste auch sehr zeitig zufügten. Kann mir vorstellen das du traurig bist, aber gib deinem Zwerg ruhig die Flasche. Bevor du dich nochmehr unter Druck setzt. Natürlich würde ich trotzdem immer nebenbei mit stillen.

Nicht entweder oder, es geht beides #herzlich#liebdrueck

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Ich meinte ich musste auch sehr früh zufüttern

Und würde die2 Jahre nicht als stillen bezeichnen. War dann mehr nur noch einschlafhilfe

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Meine kleine kam zwei Tage nach et, und hatte auch Gelbsucht. Dadurch war sie auch sehr schlapp und trinkfaul. Eigentlich wollte ich auch voll stillen, aber durch die Gelbsucht und das wenige trinken kam die Milch nicht richtig in Gang. Als die motte fitter wurde und der Hunger kam, kam ich nicht hinterher mit Milch produziert. Ich habe drei Wochen lang abgelegt, und angelegt und angelegt. Wir hatten nur Stress und Geschrei und ich war nervlich völlig fertig mit dem dauerstillen. Nach der dritten Woche haben wir zusammen mit der Hebamme beschlossen, dass es so wenig Sinn macht. Der Stress fördert die Milchbildung und den milchspendereflex nicht gerade. nach der dritten Woche habe ich gestillt und Flasche dazu gegeben. Seit der 8. Woche gibt es nur noch Flasche.
Für uns war es die beste Lösung, eine Weile beides zu geben und nach ein paar Wochen auf Flasche umzustellen. Wobei man das mit Brust und Flasche natürlich auch länger machen kann.
Ich war total fertig, wollte unbedingt stillen und dann ging es nicht. hat ne Weile gebraucht das zu akzeptieren. Dafür geht es uns jetzt richtig gut.
Wenn du eine Lösung findest um weiter zu stillen, ist das natürlich super. Und wenn nicht, wird dein Schatz auch mit Brust / Flasche bzw nur Flasche groß werden. Lass dich ja nicht unter Druck setzen von anderen. Tu was für dein Baby und DICH am besten ist.

Meine Motte ist jetzt in der 17. Woche und hat schon lange an Gewicht aufgeholt, was am Anfang zu wenig war.

Liebe Grüße und alles gute für euch zwei.

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Abstilltabletten habe ich keine gebraucht, habe es über zwei Wochen langsam auslaufen lassen mit dem stillen. Wie gesagt, du kannst das auch ein halbes Jahr durchziehen mit Brust und Flasche und dann lässt du es einfach langsam auslafe mit dem stillen und kommst ohne Medikamente aus.

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Fühl dich erst mal ganz dolle gedrückt! Es tut mir richtig leid das zu lesen. Man merkt, wie verzweifelt du bist!

Deine kleine Maus ist erst 3 Wochen alt! Da ist es völlig normal, dass der Alltag noch Kopf steht, ihr euch noch nicht eingespielt habt, deine Hormone Achterbahn fahren. Glaube mir, wer nach 3 Wochen behauptet bei ihm wäre es anders, der lügt.

Versuch dir selber den Druck zu nehmen, in beiderlei Hinsicht:

1. ist es keine Schande, wenn man doch auf die Flasche zurück greift. Natürlich ist Stillen gesund - alles schön und gut, aber auch die Flaschenmilch ist heutzutage so weit entwickelt, dass diese nah an die Muttermilch ranreicht. Und engen Körperkontakt kann man auch anders herstellen.

2. ist das Stillhormon, welches für die Milchbildung verantwortlich ist, hochgeradig stressanfällig. Solltest du es mit dem Stillen also weiter versuchen wollen, versuche dich zu entspannen und geh es ruhig an.

Ich habe meinen Sohn 8 Monate gestillt und glaube mir, da gab es immer mal wieder Phasen, in denen es überhaupt nicht funktionierte und ich nur geheult habe! Erst nach über 3 Monaten war ich überhaupt mal an dem Punkt, wo ich sagen konnte "Jetzt läufts rund".

Wenn es dir wirklich am Herzen liegt zu Stillen, dann investiere in eine Stillberatung. Das kostet keine Unsummen und oft ist einem mit einem Treffen schon geholfen. Bei mir hats Wunder bewirkt. Sie war eine halbe Stunde hier, hat mir zugesehen, mir ein paar Handgriffe gezeigt und schwupps lief es. Hebammen sind nunmal "nur" Hebammen. Eine Stillberatung bringt ein ganz anderes Know-how mit und ist nur darauf spezialisiert.

Und lieber ein paar € verschleudern, als sich im Nachhinein selber vorzuwerfen, dass man es nicht versucht hab.

Ich drück dir die Daumen, dass du den für euch passenden Weg findest.

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Kann dir nur raten, auch den Tipp mit der Stillberatung nachzuverfolgen. Die Beraterinnen in der la Leche Liga arbeiten ehrenamtlich, das kostet dich kein Geld. Wurde sehr gut beraten. Und wenn man möchte darf man spenden.

Ich weiß, es ist leichter gesagt als umgesetzt, aber versuch dich nicht unter Druck zu setzen. Die innere Unruhe die du hast, überträgst du auf dein Baby. Versuche vielleicht beim Stillen, dir nicht zu viele Gedanken zu machen sondern macht den Kopf frei und atme ruhig ein und aus.

Nach drei Wochen muss ich noch gar nicht eingependelt haben, das ist vollkommen normal.

Hast du einen Partner/Familie, die dich unterstützen können, selbst wenn es nur ein leckeres Mittagessen ist?

Und, so wie andere die auch schon zugesprochen haben, wenn es mit dem stillen halt nicht klappt: Flasche geben ist doch auch kein Problem...

Alles Gute euch! :-)

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Hallo,

du bist keine schlechte Mutter, nur weil das Stillen bei dir nicht klappt.

Ich erzähl mal von uns, denn unsere Startbedingungen waren ähnlich:

Unsere Maus kam an ET-2 mit zarten 2480 g und 44 cm auf die Welt.
Sie hatte arg unter Gelbsucht gelitten und war von Anfang an extrem "Trinkfaul".
Die ersten 4 Tage musste sie per Pipette mit abgepumpter Muttermilch gefüttert werden, da sie gar nicht an die Brust ging. Danach hat sie meine Brust nur angeschrien.
Ich hab von Anfang an abgepumpt, um den Milchfluss in Gang zu bringen, und hätte bereits an Tag 3 das ganze Krankenhaus mit Mumi versorgen können (80 ml und mehr an einer Brust).
Aber meine Tochter konnte und wollte nicht an die Brust (mit oder ohne Stillhütchen war egal).
Sie schlief nach zwei Zügen ein, da sie einfach nicht die Kraft zum Saugen hatte.
Nach 5 Tagen wog sie nur noch 2270 g.
Wie sich später bei heraus stellte, hatte sie massive Blockaden im Halsbereich. Diese wurden mit ca. 8 Wochen beim Osteophaten behandelt. Allerdings hatte sie sich da schon zu sehr an die Flasche gewöhnt, sodass stillen nicht mehr drin war.
ABER: Ich habe mir auch nie Stress gemacht, dass es unbedingt klappen muss.
Ich habe 4 Monate abgepumpt, allerdings nach 2 Wochen auch schon die erste Flasche Pre am Tag eingeführt. Mit 4 Monaten sind wir dann komplett auf Pre und Beikost umgestiegen.
Und soll ich dir was sagen: Meine Tochter ist topfit (inzwischen 4,5 Jahre alt), war im ersten Jahr nie krank, hat keinerlei Allergien oder Unverträglichkeiten, hatte nie mit Bauchweh zu kämpfen, schläft super und war ein rundum zufriedenes Baby.
Sie ist geistig und motorsich nachweislich ein Jahr voraus.
So schlimm kann also die Flasche (egal ob Pre oder Mumi) nicht sein. Unserer Tochter hat es auf jeden Fall nicht geschadet, dass sie die Flasche bekam. Sie hatte dadurch eine total entspannte Mama.

Nimm den Druck raus und gib deinem Kind die Flasche. Auch du wirst dich damit besser fühlen. Die Zeit am Anfang ist viel zu kostbar, um heulend zu Hause zu sitzen, weil das Kind nicht an die Brust will. Hauptsache es nimmt zu und es geht ihm gut.

Ich habe viele Freundinnen, die weit über das erste Jahr hinaus gestillt haben, mit der vollen Überzeugung "Stillen ist das Beste". Die Babys hatten alle unter massiven Koliken gelitten und nicht ein voll gestilltes Kind davon ist heute frei von Allergien, Unverträglichkeiten oder Krankheiten.

Muttermilch ist toll, aber kein Allheilmittel. Und die Brust ist nicht die einzige Möglichkeit, eine Beziehung zum Kind aufzubauen. Da gehört noch wesentlich mehr dazu.
Kuscheln kann man nämlich auch ohne Brust. Und das tollste an der Flasche ist, dass der Papa auch mal füttern kann und dich so entlasten kann.

Keiner wird dir den Kopf abreißen, wenn du nicht stillst. Und in 20 Jahren (oder 3) fragt keiner mehr, wie du dein Kind gefüttert hast.

Alles Gute #winke

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Danke dir ganz doll für deine Antwort. Das baut mich gerade sehr auf :)

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Ich wollte letztes Jahr auch unbefingt stillen. Ist das Beste und jeder kann das.

Ich bekam keinen Milcheinschuß, meine kleine verweigerte die Brust. Ich glaube ich habe alles versucht. Was nicht ist ist nicht.

Im nachhin betrachtet war ich zu verkrampft und zu verbissen. Kann die Milch nicht beizaubern und mein Kind zwingen an die Brust zu gehen. Durch das Verkrampfen gibt es weniger Milch, der Druck überträgt sich auf das Kind und das verweigert. Hilft dir nicht weiter.

Ich weiß wie du dich fühlst. Du musst es akzeptieren wie es kommt. Wenn es dir Hilft eine Stillberateein hinzu zuziehen dann tu das. Es geht nicht nur darum das du genug Milch bekommst, es geht auch um dich. Entspanne die Situation. Du tust dein Möglichstes. Du bist auch als Flaschenmami eine gute Mami. Es gibt auch gesunde Flaschenkinder und es gibt kränkliche Stillkinder mit Allergien.

Gerne würde ich dir das Patentrezept geben. Irgendwie fühlt man sich unverstanden. Es wird besser

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Hey,

Mach dir keine Vorwürfe, stillen mit Stress klappt nicht :) wenn du so gerne stillen möchtest, kann ich dir auch eine Stillberatung wärmstens empfehlen.

Pumpst du ab? Damit kannst du den Milchfluss aufrecht erhalten bzw steigern. Und dann kann es sein dass dein Zwergi lieber an der Flasche trinkt, weil das leichter geht und es ergibt sich eine Saugverwirrung.

Informier dich mal über ein Brusternährungsset, damit kannst du Pre oder abgepumpte Milch ohne künstliche Sauger zufüttern und gleichzeitig die Produktion anregen.

Vielleicht hilft es dir etwas, fühl dich gedrückt :)

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Meine waren 6 Wochen zu früh und leichter. . Ich wollte auch stillen.. Mein Körper wollte Aber keine Milch produzieren.

Zum Thema "Stillen wegen niedrigen Gewicht" ist quatsch. . Erstmal gibt es spezielle Nahrung für leichte Babys und pre Milch Babys nehmen genauso zu.

Eine Mutter die unbedingt stillen will und psychisch deswegen fertig ist (und daß schon nach 3 Wochen ) bringt keinem Baby was.

Ich denke du musst wissen was langfristig für euch klappt. . Ich persönlich würde nicht auf Teufel komm raus stillen und psychisch fertig sein.

LG jule mit Minis