Abstillen - ein "kleiner" Erfahrungsbericht! :)

Guten Abend ihr Lieben,

da ich mir hier öfter Mut und Rat geholt habe , möchte ich euch nun von unserem Still-Ende berichten.

Mein Knopf ist mittlerweile 18 Monate und war ein echter Stilljunkie. (bis zur letzten Minute)
Seit Oktober ca. wurde sie nurnoch zum Einschlafen und Nachts gestillt.
Das Einschlafstillen haben wir langsam ausgeschlichen, da ich meine Abende auch mal "frei" geniessen wollte.
Es mag egoistisch klingen, aber das Einschlafstillen dauerte teilweise 2 Stunden. #aerger

Ich fühlte mich in meiner Haut langsam nicht mehr wohl und dachte das nächtliche stillen würde nie aufhören. Ich sah mich mit 6 Jahren noch stillend im Bett liegen. ;-)

Bereits im Sommer setzte ich mir im Kopf ein Ziel. "Im Februar ist Ende". Ich wälzte seitenweise Erfahrungen zum Thema abstillen und laß oft: "wegfahren!", "ein paar Nächte Horror", "den Papa machen lassen".

Immer wieder versuchte ich anzusetzen und die Brust nicht mehr anzubieten. Mein Herz unterbrach sämtliche Vorhaben jedoch dauernd. Schon die kleinste Verweigerung führte zu schreien, steif machen, bittere Tränen.
Wenn der Papa mal ins Zimmer ist zum beruhigen wurde es nicht besser - im Gegenteil.

Ich hatte mir im übrigen immer vorgestellt, dass ich mir das "letzte Mal" ganz bewusst behalten werde.

So, ich komme mal langsam zum Punkt ;)

Vor 2 Wochen wurde mein Knopf ziemlich krank und schlief sehr oft kuschelnd auf mir ein. Stillen war nächtlich trotzdem angesagt. Es war wie automatisiert. Kind muckt - umdrehen- andocken- irgendwie weiterschlafen.

Nach 8 Tagen ging es ihr besser. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch wurde sie natürlich auch wach. Ich habe mich ohne nachzudenken hingesetzt - sie auf meinen Schoß genommen..und sie hat weitergeschlafen. Die Nacht war super unruhig. Mehrere Male wurde sie wach, aber ohne den großen Protest, vor dem ich solche Angst hatte bei meinen vorherigen Plänen.

Da war sie also - die erste Nacht ohne Stillen. Ganz unvorbereitet. Ich wusste den Abend vorher nicht, dass dies so kommen würde.
Vor der zweiten Nacht zitterte ich - vielleicht war es eine einmalige Sache? Ich wollte nun nicht mehr zurück. Jetzt soll's also zu Ende sein.

Knopf schlief, wurde einmal kurzzeitig wach..kuschelte und schlief weiter. Wer lag wach? ICH!
Die letzte Nacht wurde sie wieder etwas öfter wach. Sie sucht aber nicht, sondern kuschelt oder möchte einfach nur in die Mitte genommen werden.

Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass es so spontan kommt und bin trotz vieler verzweifelter Suchen nach Abstill-Tipps doch ein bisschen wehmütig. Ich erinnere mich nicht an das letzte Mal stillen. Mein Baby wird groß. (was nicht heißen soll, dass Langzeit gestillte Kinder Babys sind ;) )

Es ist bestimmt nicht bei jedem so "einfach", aber beim nächsten Kind nehme ich mir vor, mir weniger Gedanken darüber zu machen und dem Ganzen von vornherein genug Zeit zu geben.

Sorry für den langen Text.

Liebe Grüße,

Schnuddel, die erstmal alleine schlafen lernen muss ;)

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Vielen Dank für deinen Bericht. Das macht Mut und zeigt, dass das Abstillen nicht immer ein Kampf sein muss wie es so oft erzählt wird.

Ich wünsche euch weiterhin alles Gute - jetzt mit großem Baby :)

Liebe Grüße von Babyzauber007 + kleine Amalia (15 Wochen)

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Glückwunsch zur neuen Freiheit! Dein Bericht konnte ich gut nachvollziehen,wenn ich an unseren Großen denke. Der wollte auch von jetzt auf gleich nicht mehr,musste aber nochmal,weil ich sonst Probleme bekommen hätte.... da war er knapp 8Monate. Das mit dem Durchschlafen lernst Du schon wieder, ging mir im Januar auch so, als der Kleine plötzlich 9Stunden am Stück schlief... wir müssen dran bleiben :D