Baby vegan ernähren

    • (1) 03.01.19 - 08:11

      Hallo ihr,

      ich hatte gestern eine Diskussion mit einer Freundin. Sie möchte auf vegane Ernährung umstellen, weil sie es "langsam immer widerlicher findet Lebewesen zu essen".
      Soweit so gut. Sie möchte aber auch nun ihr 7 Monate altes Baby komplett vegan ernähren... gerade wo der Kleine jetzt dabei ist alles zu probieren.

      In einem Punkt gebe ich ihr Recht, wir sollten alle bewusster schauen was und wie wir essen.

      Aber ich halte es einfach nicht für gesund ein Baby/Kleinkind vegan zu ernähren.

      Sie sieht das natürlich anders.

      Ich finde das Thema sehr interessant und wollte mal fragen wie ihr das ganze seht. Würdet ihr euer Baby vegan ernähren?
      Vielleicht gibt es hier auch jemand der das macht? Wer hat Erfahrungen mit dem Thema?

      Freue mich auf eure Antworten! :)

      • (2) 03.01.19 - 08:24

        Hallo, ich würde mein Kind nicht begab ernähren, den für eine ausgewogene Mahlzeit müssen auch tierische Fette Eiweiße und Nährstoffe enthalten sein. Viele Veganer müssen ja auch Tabletten nehmen und die fehlende Stoffe künstlich zu sich zu nehmen. Hat mir mal ein ex Veganer gesagt. Er hatte zu viele Mängel gehabt, weswegen er sich zwar bewusst aber wieder normal ernährt.
        Es ist k ok wenn die Mama sich Megabyte ernährt aber warum müssen Veganer Vegetarier ihren Stil anderen aufzwängen. Schrecklich. Jeder so wie er möchte, das Kind von 7 Monaten kann sich dazu nicht äußern was es möchte und was nicht.

        • (3) 04.01.19 - 00:27

          Es ist erschreckend was manche hier so schreiben, die sich ganz klar nicht richtig informiert haben!
          Es gibt viele Studien die nachgewiesen haben, was z.b. tierische Milch (Kuh, Schafsmilch) für einen Schaden beim Menschen anrichten und einer DER Gründe für Krebserkrankungen (Bildung und Wachstum) ist.
          Es gibt ein Buch über die längste Lebensmittel Studie (China Studie), die wurde 27 Jahre lang geführt. Das sollte jeder mal gelesen haben!
          Auch der Irrtum das tierische Proteine “besser“ wären als pflanzliche ist falsch!
          Und sind wir mal ehrlich, würden wir den Kindern zeigen woher die Milch, Fleisch, Eier kommt/ en..würden Sie freiwillig nie wieder was anrühren.
          Die WHO die hier so gerne zitiert wird, sagt auch das Fleisch Verzehr (besonders rotes, verarbeitetes Fleisch, Speck etc.) Höchst ungesund sind und rät vom Verzehr ab.

          • "Und sind wir mal ehrlich, würden wir den Kindern zeigen woher die Milch, Fleisch, Eier kommt/ en..würden Sie freiwillig nie wieder was anrühren."

            Ähm, nein.

            Das mag vielleicht auf stadtkinder zutreffen, die dem Leben völlig entfremdet sind.

            Meine Kinder wissen wo all das herkommt und zwar live und nicht nur aus dem Bilderbuch, haben schon beim schlachten und zerteilen zugesehen und essen trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb?) mit Genuss all diese Sachen.

            Außerdem gibt es auch genügend gegenteilige Studien und neuerdings sogar Studien, die auch endlich mal unterscheiden zwischen tierischen Produkten, die artgerecht erzeugt wurden und Produkten, bei denen das eiinzige produktionsziel schnell, billig, viel war.

            Und die kommen zu einem ganz anderen Ergebnis: nämlich dass die angeblich generell negativen Eigenschaften vkn Fleisch und Milch in erster Linie durch schlechte Fütterung und schlechte Haltung zustande kommen.

            Gerade vor diesem Hintergrund erscheint meiner Meinung auch die von Dir genannte Studie aus China in einem ganz anderen Licht, schließlich ist China nicht unbedingt als Vorreiter bei artgerechter Tierhaltung bekannt.

            Lg waldfee

            • Also du vergleichst hier zwei vollkommen verschiedene Dinge. Erstens hab ich primär über industriell produzierte Erzeugnisse gesprochen und wenn du vielleicht das ein oder andere Video schon mal gesehen hast wie Milchkühe, Schweine, Hühner etc. gehalten werden....also eigentlich fast alles was in jedem Supermarkt verkauft wird (ich rede nicht von Bio Supermärkten, Demeter etc), dann vergeht dir definitiv der Appetit auf solche Produkte.
              Natürlich gibt es auch artgerechte Haltung und Erzeugnisse und vllt verlinkst du mal die Studie von der du sprichst. Die lese ich mir gerne mal durch.
              Trotzdem weiß ich im Bekanntenkreis, dass die Kinder denen nicht verheimlicht wurde woher die Bärchenwurst etc. kommt, freiwillig darauf verzichtet haben.
              Ich selber esse auch ab und zu Fleisch und Fisch und gebe dafür dann aber auch gutes Geld aus und gucke auf artgerechte Haltung etc. Ich bin jedoch der Meinung, dass der Mensch nucht dafür konzepiert ist Milchprodukte zu verzehren.
              Aber zu denken, dass wenn man seinem Kind Discounter Fleisch, industriell hergestellte Produkte die voller Chemie, Antibiotika und weiß Gott was noch alles drin ist gibt, dass das gesund ist...aber vegane, ausgewogene Ernährung nicht...der lebt meiner Meinung nach in der Twilight zone.
              Wenn du auf dem Dorf, Hof wohnst und deinen Kids das so bei bringst ...ist das doch vollkommen legitim.
              Und trotzdem springen hier viele auf den “das geht ja mal gar nicht Zug“ auf, die von gesunder Ernährung null Schimmer haben.

      In jedem Fall würde ich ihr sehr stark empfehlen, dass mit dem Kinderarzt und oder einer Hebamme zu besprechen. Vegane Ernährung ist NICHT natürlich für einen Menschen und da müssen bestimmte Vitamine und Mineralstoffe regelmässig im Blut überprüft werden. Insbesondere Eisen und Vitamin B12.

      Ich persönlich würde auf keinen Fall ein Kind vegan ernähren. Vielmehr würde ich auf ökologische und nachhaltige Lebensmittel achten (Lokal, Saisonal, Vielfältig). Wenn eine vegane Ernährung sein muss bei einem Baby, dann nur unter REGELMÄSSIGER ärztlicher Kontrolle.

      (8) 03.01.19 - 08:35

      Ich halte gar nichts davon, ein Baby vegan zu ernähren. Der Mensch ist ein allesfresser, unsere Zähne zeigen es ja deutlich.

      Ich bin auch kein Fan von massentierhaltung, esse selber so gut wie kein Fleisch und wenig Fisch. Wir kaufen bewusster und zahlen dafür halt auch mehr. Aber ich würde niemals, auch wenn ich für mich selbst entscheide, vegan zu leben, mein kind auch so zu ernähren. Es befindet sich im absoluten Wachstum und braucht einfach viel, zudem hat mein kind sich nicht selbst dazu entschieden, vegan zu leben - und meiner Meinung nach sollte das jeder für sich selbst entscheiden.

      Ich habe auf Arbeit mal ein Mädchen in der Gruppe gehabt, die vegetarisch ernährt wurde von der Mutter. Das Mädchen war 14 Monate alt. Sie war für ihr Alter und ihre Größe viel zu dick und hat sich alles an essen nur so reingestopft, also wirklich in den mund und direkt hinten in den Rachen gestopft, wie eine Weihnachtsgans! Wir mussten sie immer stoppen beim Essen, sie hätte von alleine nicht aufgehört. Es wirkte so, als wenn ihr etwas fehlt, sie wurde nie satt. Am schlimmsten (und bescheuersten) war die Tatsache, das die Mutter aber keineswegs selbst vegetarisch lebt. Überhaupt keiner aus der Familie. Der Sinn dahinter ist mir bis heute schleierhaft.

      • (9) 03.01.19 - 18:12

        Auch Vegetarier können sich anständig ernähren. Egal ob Fleischesser oder nicht, es gibt immer Menschen die sich falsch ernähren. Wir Menschen entwickeln uns weiter und brauchen nicht mehr jagen oder töten gehen um uns mit Fell zu wärmen und Fleisch zu nähren.

      (11) 03.01.19 - 20:16

      Könnte aber auch gut sein, dass dieses Mädchen das gleiche Essverhalten an den Tag gelegt hätte, wenn sie nicht vegetarisch ernährt worden wäre. Aus einem Einzelfall lassen sich schlecht Rückschlüsse ziehen.

      Ich bin von Geburt an Vegetarierin. Als Baby war ich immer eher zierlich, als Kind schlank bis normal, erst als Jugendliche hab ich irgendwann einfach zu viel und zu ungesund gegessen und wurde etwas dicker. Aber jetzt auch nicht stark übergewichtig. (Inzwischen bin ich dank zweier Kinder wieder ziemlich schlank.)
      Mein Vater ist auch schon von Geburt an Vegetarier. Zu seiner Zeit hieß es immer, Vegetarier seinen klein und mickrig. Er und sein Zwillingsbruder sind normal groß (ca. 1,82 m) und zwar schlank, aber mickrig würde ich jetzt auch nicht sagen 😅

      Meine Kinder bekommen von mir kein Fleisch. Also solange ich für ihr Essen zuständig bin, werden sie vegetarisch ernährt. Sobald sie selbst entscheiden können, dass sie z.B. von Papas Fleisch probieren wollen oder bei den Tagesmüttern, dürfen sie das ruhig, aber ich werde es ihnen nicht zubereiten. Ich ekele mich einfach davor und möchte es nicht anfassen. Das sind für mich einfach Leichenteile 🙈
      Aber vegan ist ja nochmal eine andere Sache.

(12) 03.01.19 - 09:13

Wenn man unter vegan nicht lediglich das Weglassen von tierischen Produkten versteht, sondern vollwertige vegane Ernährung, dann ist es kein Problem sein Baby oder Kleinkind so zu ernähren. Leider können das nicht alle bzw. eher die wenigsten. Dann braucht man auch keine ergänzenden Mittel.

Naja, komplett vegan geht nicht. Wenn sie keine anderen tierischen Produkte bekommen, brauchen sie auf jeden Fall Muttermilch. Die ist ja auch nicht vegan. Aber wenn sie Muttermilch bekommen, brauchen sie keine Kuhmilch.

  • Der Kleine wird nicht mehr gestillt..

    Warum ist Muttermilch nicht vegan?

    • Also Menschen sind Tiere, dementsprechend ist Muttermilch ein tierisches Produkt. Also ist das nach der Definition nicht vegan. Ich hab aber noch nie Veganer getroffen, die Muttermilch verurteilen, im Gegenteil! Vielleicht müsste man vegan definieren als keine Produkte von anderen Tieren.

      • So einen Quatsch habe ich wirklich noch nie gehört. Veganer gehen davon aus dass jede Spezies das richtige für die eigenen Nachkommen macht (weshalb ja zB Kuhmilch für die Kälber ist), und Menschenmilch für Menschenkinder ist ...

        • Wo liegt denn deiner Meinung nach der Quatsch?

          Die gängige Definition von vegan ist nun einmal Verzicht auf tierische Produkte. Es ist Fakt, dass Menschen Tiere sind. Also ist Muttermilch ein Produkt, welches selbst nicht vegan ist, weil es tierischen Ursprungs ist. Diese Argumentation ist insich komplett schlüssig und alle Annahmen sind belegbar. Dementsprechend kann das darauf basierende Urteil nicht falsch sein. Was nicht falsch sein kann, kann auch nur schwerlich Quatsch sein.

          Ich habe selbst geschrieben, dass Veganer nicht gegen Muttermilch sind. Meine Erfahrung ist sogar das genau Gegenteil. Alle Veganerinnen, die ich kenne, befürworten das Stillen, aber das macht Muttermilch nicht zu einem pflanzlichen Produkt. Um diese Problematik zu umschiffen, habe ich vorgeschlagen, dass Veganismus evtl. genauer definiert werden müsste als der Verzicht auf tierische Produkter anderer Arten. Das ist aber weder die gängige noch die in der Ernährungswissenschaft verbreitete Definition von Veganismus. Nach der aktuellen Definition von Veganismus ist Muttermilch nicht vegan. Da kannst du noch soch so viel sagen, dass das Quatsch ist.

(23) 03.01.19 - 09:54

Ein Baby nur schon vegetarisch zu ernähren ist nicht gesund und teilweise auch gefährlich.

  • (24) 03.01.19 - 10:57

    Liebe Wuki
    Ohne dich hier angreifen zu wollen, möchte ich dir doch widersprechen. Es gibt mehrere (Ur)Völker und auch Religionsgemeinschaften, welche sich komplett vegetarisch ernähren. Die machen auch bei ihren Babys keine Ausnahmen..

    (25) 03.01.19 - 18:17

    Anständige Vegetarische Ernährung ist nicht gefährlich oder ungesund. Zu viel Fleisch hingegen schon.

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