Beikoststart?

    • (1) 19.01.19 - 00:41

      Wann habt ihr mit der Beikost begonnen? Mein Mann würde gerne sofort loslegen (Baby ist 4 Monate) und ich würde gerne noch etwas warten. Zum einen weil die Empfehlung doch bei 6 Monaten voll stillen liegt (WHO) und zum anderen fühle ich mich unter Druck gesetzt. Mein Schwiegervater freut sich bereits tierisch darauf, da er das Baby dann betreuen kann, das hat er bereits an Weihnachten erwähnt. Natürlich bin ich dann auch mal froh um eine längere Betreuung, aber irgendwie hat man mit den Breien dann gar keine "Ausrede" mehr und ich fühle mich auch etwas komisch, dass darauf gewartet wird, dass ich abstille, denn dann braucht es mich ja nicht mehr... Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Darum interessiert es mich, wann und warum habt ihr mit Beikost gestartet?

      • Also wir haben mit etwas über 5 Monaten angefangen. Man sagt heute wäre es nicht schlimm ehr zu starten um das Allergierisiko zu vermindern.
        Aber nur weil du mit der Beikost anfängst, fällt ja das Stillen nicht weg. Hauptnahrung is im 1 LJ die Milch, es heisz ha Bei-Kost. Klar könntest du dann auch auf Pre umsteigen, allerdings finde ich das sehr viele neue Eindrücke.
        Und du wirst ja gerade am Anfang noch so oft direkt nach der Beikost stillen da dein Kind zu Anfang noch lange keine 190g schaffen wird höhstens ein paar Löffel.

        Aber wenn du dich unter drück gesetzt fühlst und euer Kind noch garkeine Anzeichen zeigt, wie intresse an essen, nach allem greifen was ihr isst, würde ich auch noch garnicht anfangen und das den Leuten in deinem Umfeld genau so sagen. 😊

          • Wie kommst du darauf, dass was "man macht" auch DU machen musst? Das Tempo bleibt doch jedem selbst überlassen. Mein Sohn bekam mit 4 Monaten Mittagsbrei, mit 7 Monaten GOB, mit 10 Monaten Abendessen und mit 15 Monaten Frühstück. "Erst" mit 18 Monaten gab es keine Milch mehr.

      Hallo,

      ich habe noch nicht mit der Beikost begonnen, aber hatte erst am Freitag die Beikost Stunde bei meiner Hebamme und werde er so machen, wie es mir dort empfohlen wurde:

      Beginn der Beikosteinführung frühestens mit Vollendung des 6. Lebensmonat. Solange wird voll gestillt. Den Kindern schadet frühere Beikost nicht, aber sie profitieren auch nicht davon. Muttermilch ist nahrhafter als eine zerquetschte Möhre.

      Ist denn Euer Kind schon reif für die Beikost? :
      - es kann sich und seinen Kopf stabil aufrecht halten, wenn Du es Dir auf den Schoß setzt
      - es schiebt nicht mehr alles mit der Zunge raus, was du ihm in den Mund gibst
      - es hat Interesse an (Eurem) Essen

      Lass Dich nicht drängen. Wenn Du der Meinung bist ihr seid noch nicht soweit dann stille ruhig weiter.

      Die Breie werden nach und nach eingeführt. Also erst Mittags, dann Nachmittags und Abend. Pro Brei ein Monat etwa. Es dauert also schon seine Zeit, bis Du tagsüber nicht mehr stillen musst.

      LG Nenea

    • Das hatte ich mir auch gedacht, dass Oma dann mal länger auf das Kind aufpassen kann. Ich habe angefangen als sie 6 Monate war, da wollte sie aber scheinbar noch nicht. Dann gab es öfter mal Pausen mit neuen Versuchen. Mit 9 Monaten fing sie langsam an. Mittlerweile ist sie 13 Monate alt, hat mit einem Jahr erst angefangen mal ein kleines Gläschen aufzuessen und wird immer noch viel gestillt. Ich sehe das Stillende noch nicht in Sicht. Jedes Baby ist aber auch anders, manche finden Beikost aufregend und toll und haben selbst irgendwann kein Interesse mehr an stillen. Mach was du für richtig hälst 😉

      Ich habe mit dem 6-Monats-Geburtstag angefangen mit den Beikostversuchen. Meine Tochter zeigte alle Anzeichen: Interesse daran wenn wir essen, kann sich drehen, hält den Kopf sehr schön selbst,... Und findet den Brei als Spielzeug ganz spannend, aber Essen, Schlucken - Fehlanzeige! Bei mir war es eher so, dass ich gehofft hatte nach 6 Monaten voll stillen ginge es jetzt schnell und in ein paar Wochen hab ich meinen Körper wieder für mich - tja, meine Tochter sieht das anders. Jetzt üben wir seit 2 Wochen jeden Tag ein bisschen mit Gemüsebrei, das Interesse wird langsam größer, jeden Tag schluckst sie ein bisschen mehr. Wir arbeiten uns vorwärts, aber in ganz kleinen Schritten.

      Lass dich nicht stressen und stress auch dein Kind nicht. Alles zu seiner Zeit. Auf ein paar Wochen kommt es nicht an und die Männer müssen sich halt etwas gedulden.

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