Bitte um Tips von stillenden Mamis

    • (1) 03.02.19 - 19:58

      Hallo, ich bin in der 33ssw und mache mir Gedanken über das Stillen. Ich würde gerne mein drittes Kind stillen, habe nur bei meinen anderen Kindern keine guten Erfahrungen gemacht. Die Tochter (11J) nicht mal 1 Monat vollgestillt, alle 1,5 h 45 Min getrunken, extrem wunde, blutende, eitrige Brustwarzen bis zu 1/4 von der Seite eingerissen, nicht mal Antibiotikasalben haben geholfen, wenig Milch, Brustentzündung, die Tochter weinte vor Hunger und ich vor Schmerzen, danach Milchpulver plus abpumpen bis 2 Mon, danach nur Flasche. Den Sohn (10J) nur die erste Woche gestillt, er nahm nicht zu, war schwach und durch den Flüssigkeitsmangel bekam er dann die Gelbsucht, Folge- Inkubator, danach nur Flasche. Die Brustwarzen waren wieder nach dem ersten Anlegen gerissen.
      Tja so viel zu meinen Erfahrungen...
      Nun vlt kann mir jemand gute Tips geben was ich für bessere Milchbildung tun kann und etwas zur Wundenvorbeugung( mit Stillhüttchen kam ich nicht zurecht)
      Immer wieder anlegen, Anfrage bestimmt das Angebot, keine Flasche wegen Saugverwirrung ( beide Kinder wurden im KH aus der Spritze zugefüttert nach dem sie am Finger saugten) das weiß ich...
      Habe ich eine Chance, dass es jetzt anders wird wenns bis jetzt 2 mal nicht geklappt hat?
      Danke im Voraus

      • Hallo
        Am Besten kontaktierst du eine Stillberaterin.
        So blutige Brustwarzen sollten eigentlich nicht sein - wenn das Baby korrekt angelegt ist und trinkt. Wenn dein KH stillfreundlicj ist, haben sie auch eine Stillberaterin vor Ort, die Dir gleich die richtige Anlegetechnik zeigen kann. Das braucht nämlich etwas Übung.
        Vorausgesetzt, das Baby ist gesund und hat zB kein zu kurzes Zungenbändchen (sehr selten, sollte aber einfach kurz nachgeguckt werden), spricht eigentlich nichts dagegen.
        Eine sehr sehr kleine Anzahl Frauen hat tatsächlich zu wenig Milch- wenn sie zu wenige Milchdrüsen/Milchgänge haben. So etwas könnte deine FÄ noch vorher per Ultraschall abklären. Wie gesagt, das sind extrem wenige Frauen, aber es gibt es doch.
        Dass ein Baby am Anfang rund um die Uhr stillt, ist normal. Bei mir zB die ersten 3 Monate alle 60-90 Min für ca 1 Stunde. Ich war nur am Stillen. Das muss aber nicht so sein, ist aber einfach Typabhängig. Daher viel Ruhe und Geduld, viel Kuscheln, gut essen und trinken. Dann wird das schon. ☺️

      Hey du :)
      Na logo hast du eine Chance, dass es jetzt klappt! Ich finde es wichtig, sich dabei aber nicht unter Druck zu setzen. Ich konnte meinen ersten Sohn auch nicht stillen, den zweiten hab ich zehn Tage gestillt. Auf jedenfall hilfreich ist Lanosil, die Salbe ist wirklich super! Ich habe mehrere Probepackungen im Krankenhaus bekommen, in der Apotheke kostet sie einen guten Preis, aber sie hilft wirklich gut.
      Ich habe bei meinem zweiten Sohn vor und nach jedem Stillen eingecremt, so konnte er besser andocken (die Brustwarze rutschte leichter in seinen Mund) und insgesamt litten die Brustwarzen nicht so sehr, obwohl ich ihn quasi fast den halben Tag an mir hängen hatte.
      Bei mir war nur dann das Problem, das ich viel zu viel Milch hatte, mein Sohn kam nicht hinterher, ich hatte einen heftigen Milchstau und Nervenzusammenbruch. Aber das ist eine andere Geschichte.
      Eine Freundin von mir hatte anfangs auch nicht genug Milch, sie hat Bockshornklee-Kapseln (Apotheke!) genommen und schwamm schnell in Milch! :)

      Ich würde dir ans Herz legen, geh es locker und entspannt an, damit du dir keinen Druck machst, Druck ist immer hinderlich.

      Wünsche dir alles Gute!

      Hallo, habt ihr vielleicht ein Stillcafe in dem KH wo du entbinden wirst? Oder in einer anderen Klinik in der Stadt? Da könntest du nämlich auch einfach schonmal schwanger vorbeispazieren...
      Die ersten Wochen Stillen waren bei beiden Kindern ohne Frage anstrengend... meine Brustwarzen haben geschmerzt und Taten weh, waren aber nie eitrig. Lanolin hat mir da gut geholfen. Dann ist es wichtig die richtigen Stillpositionen zu finden. Vielleicht schaust du dir vorher nochmal das richtige Anlegen an. Andocken sollte nie weh tun, wenn es das tut, abdocken und nochmal von vorne...
      Und vielleicht einfach mit dem Gefühl daran gehen, dass es nicht klappt, du es aber trotzdem probierst... weißt du wie ich das meine? Das nimmt dir vielleicht den Druck.

      Liebe Grüße und alle Gute

    • Hallo,
      lass es Dir unbedingt im Krankenhaus erklären! Mir hat das eine ganz liebe Krankenschwester gefühlt 100 gezeigt, aber ich hatte dadurch auch fast keine Schmerzen. Die ersten paar Tage Lanolin Creme drauf, aber eigentlich fast nicht nötig. Bei mir im Krankenhaus gab es auch einen Stillinfoabend, zu dem man vorab gehen konnte. Das hat mir sehr geholfen.
      Und sonst ganz wichtig: andocken tut nicht weh. Wenn es das tut noch mal weg und von vorne anfangen. Schau, dass die Lippen vom Baby nach außen gestülpt sind und der Großteil der Brustwarze im Mund ist. Auf die richtige Lage vom Baby achten.

      Das klappt diesmal ganz bestimmt :-)

      Ich habe vor 3 Wochen mein erstes Kind geboren und von Beginn an gestillt. Anfänglich dachte ich „läuft doch super“. Paar Tage zu Hause und ich dachte meine linke Brustwarze fällt ab. Sie hat geblutet und geblutet. Ich habe bei jedem stillen geheult und mir hat es vor dem nächsten stillen gegraut. Ich war kurz vorm aufgeben. Meine Nachsorgehebamme meinte immer, die kleine sei richtig angelegt. War sie aber nicht. Ein bisschen Recherche später und ich wusste, hier stimmt was nicht. Dann habe ich eine Stillberaterin kontaktiert und mir viele Videos angeschaut. Nachts hab ich mir die kleine geschnappt und sie so oft an und abgedockt, bis es nicht mehr weh getan hat. Die Warze ist fast verheilt (da hat ein Stück gefehlt 😁) und ich stille gerne. Daraus lernte ich - Stillen tut nicht weh. Klar, anfänglich ist alles gereizt, aber das vergeht. Die Gewohnheit macht’s.
      Ich würde es immer wieder probieren, auch wenn die ersten Tage die Hölle waren.
      Das lag aber nur an fehlerhaftem anlegen und nicht vorhandener Unterstützung. Leider ein häufiger Grund, für vorzeitiges abstillen.

      Du schaffst das!!

      Alles Gute 🍀

      Hallo,
      ich kann dir Silberhütchen wärmstens empfehlen! Ich habe alle Salben durchprobiert, sämtliche Tipps zur Anlegetechnik umgesetzt und und und.. meine Brustwarzen waren nicht wund.. sie waren OFFEN! Sogar auf Antibiotika habe ich mehrmals zurückgegriffen. Auf meinen offenen Wunden half kein cremen (Wundwasser).. aber die Silberhütchen haben innerhalb einer Woche Heilung gebracht. Du kannst sie prophylaktisch ab Geburt verwenden zwischen den Stillmahlzeiten. Das Antibakterielle Milleu hilft dabei es nicht zu einem Supergau kommen zu lassen.
      Außerdem haben Multi-Mam-Kompressen Linderung gebracht. Sehr angenehm für zwischendurch und seinen zugegebenermaßen höheren Preis wert.
      Die fast stündlichen/zweistündlichen Stillintervalle sind normal. Das geht die ersten Wochen so. Irgendwann spielt sich das ein und die Abstände werden größer und das Baby „zufriedener“.
      Ich finde es klasse, dass du dich nicht entmutigen lässt obwohl du schlechte Erfahrungen gemacht hast! Ein echtes Steh-auf-Frauchen :-)
      Ich drücke dir fest die Daumen!

      Stillen ist halt wirklich auch eine Übungssache. Das Baby und die Mama meistens auch :), muss das stillen erstmal lernen.
      Ich würde auch extrem darauf achten das die Brustwarzen erst gar nicht wund, offen, eitrig werden. Weil wenn das erstmal der Fall ist, ist es schwierig sie wieder heilen zu lassen, wenn du gleichzeitig stillst.
      Deswegen lass die Brust so viel wie möglich an der Luft trocknen, creme von Anfang an ein, Muttermilch eintrocknen lassen, schwarzer Teebeutel in die Stilleinlage und versuch das Baby ab zu docken, wenn es eingeschlafen ist.
      Dann wird nicht genuckelt und deine Brustwarzen weniger strapaziert.
      Ich hatte vor dem stillen mehr Angst, als vor der Geburt und hatte viele Bekannte bei denen das stillen sehr schmerzhaft war.
      Aber außer anfänglich etwas beanspruchte Brustwarzen, hatte ich keine Probleme.
      Immer schön ausstreichen und Positionen wechseln, damit du keinen Milchstau kriegst.
      Ich stille nach 11 Monaten azch immernoch unheimlich gerne und bin froh das es geklappt hat. Viel Erfolg und du rockst das schon! LG

      Ich sage auch Stillberaterin. Und zwar eine, die nach Hause kommt! Mein erstes Kind habe ich problemlos 9 Monate voll und dann bis 1,5 teilweise gestillt. Beim zweiten wusste ich noch im Krankenhaus, dass das so nix wird. Eine Stillberaterin hat uns gerettet!! Wir hätten trotz meiner guten Stillerfahrung und viel Milch und keinen wunden Brustwarzen sonst aufgegeben. Er ist jetzt fast 9 Monate und ein guter Esser, aber seit einer Erkältung stillt er gerade wieder voll.

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