😓Stillen wird immer mehr, statt weniger - 13 Monate

    • (1) 18.02.19 - 05:42

      Hallo, ich bin langsam wirklich krĂ€ftemĂ€ĂŸig am Ende. Mein 13 Monate alter Sohn will einfach nur noch an die Brust. Wann wird das denn mal weniger?? Ich habe ihn jetzt ein Jahr lang so gut wie voll gestillt, da er sĂ€mtliche Nahrung verweigert hat. Seit Anfang diesen Jahres will er nun ein wenig essen und die Portionen werden, wenn auch sehr langsam, ein wenig grĂ¶ĂŸer.
      TagsĂŒber macht mir das Stillen nichts aus, nachts hingegen strengt es mich nur noch an. Er will zT stĂŒndlich bis zweistĂŒndlich trinken, bzw nuckeln. Ich habe mittlerweile wahnsinnige RĂŒckenschmerzen wegen der Stillerei nachts im Liegen. Ich erwarte wirklich nicht, dass er schon durchschlĂ€ft, hat er auch noch nie. Aber so 2-3 mal stillen in der Nacht wĂ€re einfach traumhaft. Ist das zu viel verlangt? Oder lĂ€uft hier irgendwas falsch? Bin echt am Ende langsam. Abends bringt ihn mein Mann ins Bett, das klappt auch super. Aber nach einer Stunde muss ich wieder rein, weil der Kleine dann das erste mal wieder trinken will...
      Geht oder ging es noch jmd so? Hört das von alleine auf, bzw wird weniger?
      LG Jona

      • (2) 18.02.19 - 09:15

        Ich weiss nicht, ob meine Erfahrung dir Hoffnung gibt oder ob es dich noch mehr bedrĂŒckt, aber ich berichte einfach mal.
        Schonmal vorweg, ja es hört von alleine auf, die Frage ist, wann ist deine Belastungsgrenze erreicht. Denn stillen nach Bedarf, heisst auch dass die BedĂŒrfnisse der Mutter auch mit berĂŒcksichtigt werden. Je Ă€lter dein Kind, desto mehr kannst Du ihm zutrauen, aber auch akzeptieren, wenn es bei VerĂ€nderung Protest gibt und diesen begleiten. Es gibt zum Beispiel nachts abstillen nach Gordon, das kann man fĂŒr sich abwandeln. Eine Garentie gibt es aber fĂŒr keine Methode, denn jedes Kind ist anders.
        Aber nun zur unserem Still/Schlafbericht:
        Ich habe in den ersten 1.5 Jahren keine 2 Stunden am StĂŒck geschlafen, das erstemal 3 Stunden gab es glaube ich mit 20 Monaten, aber auch eher eine Ausnahme. Jetzt mit 2,5 schlĂ€ft sie auch schon mal 4 Stunden, ganz selten 5, einmal sogar 6 Stunden am StĂŒck. Gestillt habe ich das erste Jahr auch sehr viel, Brei wurde verweigert, also gab es ab 7 Monate fingerfood in kleinen Mengen. Eine Woche, bevor ich arbeiten musste, wurde wieder ausschließlich gestillt. Dann hat sie beim Papa Minimengen gegessen und auf mich gewartet, dementsprechend waren die NĂ€chte mehr als bescheiden. Mit ca. 18 Monaten wurden die Mengen etwas mehr, trotzdem wurden die NĂ€chte mit 19 Monaten deutlich schlechter, mit stĂŒndlich, manchmal halbstĂŒndig aufwachen und weinen. Das ging 2-3 Wochen. Und als ich dachte, ich kann nicht mehr, wurde es plötzlich besser, da waren wir bei gewohnten 3-4 mal, die auch manchmal im Halbschlaf abfertigte. Jetzt mit 2,5 stillt sie sich scheinbar tagsĂŒber selber ab, die Essensmengen sind meiner Meinung nach noch ĂŒberschauber, aber es wirkt sich nicht negativ auf die NĂ€chte aus, also scheint ihr das zu reichen. Nachts sind wir bei 2 mal Stillen plus Einschlafstillen. Wochende wird ausgiebig zum Aufstehen gestillt.
        Also du siehst es wird von alleine anders, die Frage ob du die Kraft hast, es von deinem Kind steuern zu lassen. Als Tipp kann ich dir sonst nur geben, versuche eine bequeme Position fĂŒrs Stillen im Liegen zu finden, evtl. ein Stillkissen im RĂŒcken zur UnterstĂŒtzung. Und ausreichend LiegeflĂ€che, damit du nachts auch weiter wegrollen kannst, ich gehe davon aus das Baby schlĂ€ft im Familienbett. Wenn ich zur nah neben unsere Tochter schlafe, dann bewege ich mich fast gar nicht im Schlaf und habe am nĂ€chsten Tag RĂŒckenschmerzen.

        Ich wĂŒnsche dir viel Kraft.

        (3) 18.02.19 - 10:59

        Liebe Jona,

        nachts ĂŒber eine so lange Zeit nicht mehr schlafen zu können ist eine echte Herausforderung fĂŒr Körper und Geist.

        Ich selbst habe zwei Kinder 3,5 Jahre und 3 Monate und kenne das nur zu gut, da ich selbst jede Nacht von der Großen 1-3 Mal und vom Baby 3-4 Mal geweckt werde.

        Zu deiner Frage: Ich selbst habe bei meiner Großen mit 9 Monaten angefangen nachts abzustillen. Ich selbst halte von dem Rat, dass der Papa dann das Kind nachts nehmen soll nichts, da Stillen/Abstillen fĂŒr mich nur mich und mein Baby betrifft und wir das gemeinsam klĂ€ren sozusagen.

        Ich habe zunĂ€chst die fĂŒr mich die anstrengendste Stillmahlzeit (eine Stillmahlzeit!) ausgewĂ€hlt, fĂŒr mich das Still-Zeitfenster 2-4 Uhr. Da habe ich mir fest vorgenommen, nicht mehr zu stillen und habe stattdessen getröstet und Wasser gegeben. Klar, am Anfang gab es Protest, aber ich selbst konnte und wollte nicht mehr und nach etwa 5 Tagen war diese Stillmalzeit "erledigt". Es gab dann nur noch Wasser, wenn sie wach wurde.

        Erst als das gut geklappt hat, kam die nÀchste Stillmahlzeit dran, bis ich ein Fenster von 00-05 Uhr hatte, wo ich nicht mehr gestillt habe.

        Der positive Effekt, meine Kleine hat tags dann auch mehr gegessen, da es nachts einfach weniger gab. Aber sie war eine problemlose Esserin, muss ich dazusagen; trotzdem wurden die Mahlzeiten grĂ¶ĂŸer nach dem Abstillen nachts.

        Wie gesagt, einfach ist das nicht. FĂŒr dein Baby Folter fĂ€nde ich, wenn du es dann erst weinen lĂ€sst und dann irgendwann auf- bzw. nachgibst und dann 10min bis 1h Stunde Protest hast, um dann nachzugeben. Lerneffekt fĂŒr dein Baby: Ich muss fĂŒrs Stillen jetzt lange Schreieen, was ja nicht Sinn der Sache ist. Mit 13 Monaten ist es kein SĂ€ugling mehr, vom Alter her reif genug, nachts auch mal 3-5h ohne Nahrung auszukommen, wenn man langsam die Stillmahlzeiten reduziert.

        Wie gesagt, du musst den Willen haben, den Protest auszuhalten, sonst wĂŒrde ich es lassen. Das ist vergeudete Zeit und nur noch zusĂ€tzlicher Stress nachts...

        LG

        Also meine Erfahrung: Durchhalten, es wird besser!
        Das ist natĂŒrlich gerade ein Alter, wo entwicklungstechnisch viel passiert. Vielleicht lernt er gerade laufen? Kommt in die Kita? Lernt sprechen? Je schneller das alles geht und je weiter er sich tagsĂŒber von dir entfernt, desto mehr braucht er die NĂ€he nachts.
        Ich wĂŒrde mal sagen, dass es in 2 Monaten wahrscheinlich schon wieder ganz anders aussieht.
        FĂŒr mich waren dann auch die NĂ€chte, wo der Kleine 1-3 mal aufwachte die "guten" NĂ€chte, da kann man durchaus ein paar jahrelang mit leben, also ich zumindest. Versuche dir tagsĂŒber mehr Entspannungspausen zu gönnen, vielleicht auch mal Mittagsschlaf machen. Nachts ein Stillkissen in RĂŒcken und etwas Decke zwischen die Beine klemmen hat bei mir geholfen.

      • wenn es Dich belastet, dann steige auf Flasche um, und dann kann Papa auch mal ran...

        ich finde, mit 13 Monaten darf es, wenn es zur Belastung wird, auch mal ans Abstillen gehen.. --- muss dein Mann halt ne weile ran, bis das mit dem Ersatz(essen) und Flasche klappt...

        wie du weisst, gibt es Dauer-Still-Verfechter, --- aber wenn du nicht zu diesen gehörst, dann musst du Dich eben durchsetzen (mit Hilfe vom Mann in der Übergangszeit).

        "von alleine" hört das nicht auf, wenn der Nuckel-Ersatz immer gleich springt, ... leider... da gehört, wenn es zur Belastung wird, schon ein wenig mehr dazu ....

        Macht euch doch einen Plan? --- anfangs z.B. jeweils zu einer bestimmten Zeit Entweder ESSEN oder FLASCHE ... kein Stillersatz... -- sonst kommt ihr nie auf sattmachende Mahlzeiten....

        Hallo,

        Meine Zwillinge haben auch wie die Spatzen gegessen, den "Kleinen" hab ich 11 Monate voll gestillt. Der "Große" hat sich mehr oder weniger tagsĂŒber selber abgestillt mit so 91/2-10 Monaten. Zwischen 19 und 7 Uhr haben beide so 5-6 mal gestillt. Vor gut 4 Wochen fing auch der "Kleine" an besser zu essen. Da ich jetzt wieder arbeiten muss und die NĂ€chte fĂŒr mich nicht mehr tragbar waren, habe ich vor 2 wochen beschlossen nachts abzustillen. Und zwar knallhart, ab jetzt gibt's nachts nur noch Wasser... es waren drei schwierige NĂ€chte, seitdem essen beide tagsĂŒber richtig super gut und die NĂ€chte sind wesentlich besser! Ich hab schon das gefĂŒhl, seit sie nachts nicht mehr essen/trinken, holen sie sich tagsĂŒber was sie brauchen.

        Es muss ja kein völliges Abstillen sein, aber wie schon vorgeschlagen, könnte eine Stillpause nach Gordon bei euch helfen.

        Alles Gute!

      • (7) 18.02.19 - 20:16

        Ihr Lieben, vielen Dank fĂŒr all eure Antworten! Es tut gut zu hören, dass auch andere mit diesem Thema konfrontiert sind 😅 Ich denke, ich werde das Thema demnĂ€chst aktiv angehen. Gerne hĂ€tte ich meinem Baby die Chance gegeben, von selbst zu reduzieren aber ich bin echt an einem Punkt angelangt, wo es zur Belastung wird mit dem Stillen. Also insbesondere das nĂ€chtliche Stillen. Ich habe mir das „Abstillen nach Gordon“ schonmal durchgelesen und dabei aber immer den Gedanken gehabt, nee komplett Abstillen will ich ja noch nicht. Aber in abgewandelter Form, quasi als Stillpause fĂŒr nachts werde ich das in Betracht ziehen. Habe auch mit meinem Mann darĂŒber gesprochen, er wird mich nach Möglichkeit unterstĂŒtzen.
        Heute abend hat mein Sohn wirklich zum ersten Mal eine grĂ¶ĂŸere Menge Brei (halbes GlĂ€schen) gegessen. Das stimmt mich schonmal optimistisch. FĂŒr mich war ein Argument gegen das abstillen nachts bisher immer, dass er ja tagsĂŒber auch noch nicht wirklich isst und er sich ja irgendwo seine Nahrung holen muss. Bin gespannt wie es sich weiter entwickelt. Ich berichte dann mal, wenn es soweit ist. Noch zögere ich ein wenig, denn ich weiß wenn ich es angehe, muss ich absolut dahinter stehen. Ich brauche wohl noch ein paar Tage Vorlauf 🙈
        LG und danke euch

        Bei uns war die gleiche Ausgangsposition! 13 Monate und schreckliche NĂ€chte. Auch teilweise stĂŒndlich wach und am Tag wenig gegessen. War schon lĂ€nger so. Aber jetzt könnte ich nicht mehr. Ich wollte nicht mehr und war fertig . So hab ich vin heute auf morgen von 11 bis 5 Uhr morgens vertröstet. Nach 4 Tagen schlĂ€ft er jetzt schon die 3. Nacht 5 Stunden am StĂŒck đŸ’Ș handhabe es jetzt so. Entweder von 11 bis 5 nichts oder erst nach 5 Stunden. Ich bin viel glĂŒcklicher und er hat endlich begonnen am Tag zu Essen und Wasser zu trinken.
        Wie du schon sagst, man muss an den Punkt kommen, wo es einfach wirklich gar nicht mehr geht!
        Lg

        • Danke, das macht mir auf jeden Fall Mut, es auch zu versuchen. Ich glaube, es wird nicht leicht. Momentan ist er nĂ€mlich auf 180, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Das merke ich tagsĂŒber. Ich hoffe, es wird nicht so ein Kampf nachts... 😐

          • Also die ersten 2 Tage waren Kampf, aber ab da wurde es besser. Jetzt reicht es ihm, wenn er mal fĂŒhlt ob ich da bin und dreht sich um und schlĂ€ft weiter. So ist es fĂŒr mich sehr sehr ertrĂ€glich und kann ruhig noch ein paar Monate so bleiben. Das andere ging fĂŒr mich einfach nicht mehr. Wenn es mal eine Phase ist, ja ok. Aber die Phase war ja schon 13 MonateđŸ€Ł
            Ihr findet auch euren richtigen Weg đŸ€—
            Lg

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