Brei anfangen, mir fehlt einiges Wissen

    • (1) 11.03.19 - 20:12

      Hallo ihr Lieben, meine Tochter ist aktuell 21 Wochen alt und ich möchte in Kürze anfangen mit Brei.

      Also meines Wissens nach fange ich mit Pastinake, Kürbis oder Karotte an eine Woche unter Beobachtung. Dann kommt Kartoffel und Öl dazu, eine weitere Woche später dann das Fleisch. Und wenn sie es schafft 100gramm zu essen, erst dann lasse ich die stillmahlzeit aus danach und biete wasser an. Nachdem dies einige Wochen gut ging, fange ich dann an mit dem Brei am Morgen? Wie oft und wieviel Fleisch muss in den brei am Mittag?

      Was gebe ich denn morgens? Und was gebe ich abends? Ich finde die Vorstellung abends süßen brei zu geben nicht so gut, würde eigentlich ebenfalls Gemüse geben wollen, geht das?

      Würde mich über Antworten freuen. Lg 🌸

      Huhu,


      sieh es locker :-)

      In Deutschland macht man echt ein riesen Drama um Beikost. Als würde man sein Kind bei weniger als 99,99% Perfektion ermorden.
      Kein Kind braucht zwingend Brei. Und historisch gesehen sind Kartoffeln und co sowieso erst seit einem halben Jahrhundert hier.

      In anderen Ländern gibt es ganz andere Wege, die genau so gut funktionieren.

      Wenn Du den Süßkram weglässt, um so besser.
      Du kannst sogar den ganzen Brei weglassen und z. B. Vom Tisch mitessen lassen (natürlich mund- und fingergerecht zerkleinert). Auch diese strengen Zeitachsen sind völlig aus der Luft gegriffen, sie schaden nun nicht, aber es passiert auch nichts, wenn Du sie schlicht ignorierst.

      Lass das Kind essen, was es lecker findet :)

      • Hey, das ist gut zu wissen.. Ich finde es schon ziemlich stressig immer nach datum etc gehen zu müssen.. Bloß nicht dem baby zu lange nur Gemüse geben, Fleisch muss unbedingt 3-4 tage? Gegeben werden.. Naja mal sehen ob meine Maus überhaupt brei essen mag 😁

        • ... oder Fleisch. Ich kann mich der Vorschreiberin nur anschließen. Wir haben auch (nur) BLW gemacht. Unter anderem weil ich das mit dem Brei etwas sehr anstrengend und unnatürlich gekünstelt ( x Tage morgens genau 76,5 Gramm diesen Brei, mittags 92,5 Gramm Brei aus x und y,...).
          Fleisch haben meine jüngsten schon von Anfang an so gut wie immer liegen gelassen. Mittelwelle sind wir daheim ohnehin Vegetarier.

    Das macht jede anders, ich kann dir gern schreiben wie ich es bei meinem Sohn gemacht habe und wie es aktuell bei der kleinen ist 😅

    Ich hab mittags mit Karotte angefangen, 3 Tage Karotte pur (mit ein bisschen Öl), dann kamen Kartoffeln dazu und weitere 3 oder 4 Tage später Fleisch. Ab da habe ich auch Obst zum Nachtisch gegeben, wegen dem Eisen. Nach etwa 2 Wochen hatten wir die erste Mahlzeit dann ersetzt. Wasser habe ich von Anfang an mit angeboten.

    Etwa 4 Wochen später, also 6 Wochen nach beikost Start, habe ich nachmittags mit Getreide Obst angefangen, auch hier haben wir etwa 2 Wochen gebraucht.

    Wieder 4 Wochen später habe ich mit dem Abendbrei begonnen. Da ich diese süßen Breie auch nicht optimal finde, bekommt sie diese nur 1 mal die Woche. Den Rest der Woche gibt es Karotte-Apfel-Haferflocken oder Avocado-Birne-Hirse (absoluter Favorit hier). Der Brei am Abend ist noch nicht ersetzt, sie kriegt 1 bis 2 Stunden später noch eine Flasche mit 200 ml pre.

    Da sie schon recht viel Brei hat (6 Monate alt) wird morgens erstmal alles wie bisher bleiben. Sie trinkt also eine Flasche mit 200 ml pre zum Frühstück.

    Aber wie gesagt, so mache ich das, heißt nicht, dass das jetzt das wahre für alle ist 😉

    • Hey, hört sich schon sehr gut an. Ich würde eventuell nur die Tage verlängern in denen ich nur Gemüse, nur Gemüse kartoffel geben wollen würde.. Aber auch gerne erstmal nur den mittagsbrei ersetzen und erst nach einem Monat den morgenbrei.. Ich liebe das stillen und würde es ungern aufgeben tagsüber, also je länger desto besser vor allem weil meine kleine erst 21 Wochen alt ist, aber Anzeichen macht sie schon, also versuchen wir es gerne mit dem Mittagsbrei.

      Lg und vielen Dank für die hilfreiche Antwort 🌸

      • Mach es so wie es für euch am besten passt. Wir haben auch schon viel früher als mit 21 Wochen angefangen 😅 aber morgens trinkt sie ihre Milch noch und zeigt kein Interesse am essen, das war bei den anderen Mahlzeiten anders 😉 mein Sohn fing mit etwa 10 Monaten an auch morgens die Flasche nicht mehr zu wollen 😊 mal sehen wann die kleine nicht mehr mag 😁

Ich kann das Buch "Kochen für Babys leicht gemacht empfehlen".
Die Rezepte sind super easy und gehen bis ins Kleinkindalter. Dort ist alles rund um die Beikost beschrieben und erklärt :)

Ich würde das Ganze auch entspannt angehen. Das einzige, worauf ich achten würde, ist dass du immer erst mal bei einem Gemüse bleibst, damit sich die Verdauung darauf einstellen kann. Also nicht heute Kartoffel, morgen Rübe, übermorgen Kürbis und dann wieder Kartoffel.

Aber das klingt ja auch irgendwie logisch und ich finde, man sollte da auch mit gesundem Menschenverstand herangehen 😊

Ich habe meinem nach dem Brei immer Muttermilch angeboten. Er hat die von selber reduziert, anfangs wars jeden Tag anders...einen Tag mehr Brei und viel MM. Den anderen Tag fast keinen Brei oder MM. Wasser haben wir erst zur 3. Breimahlzeit eingeführt

Er war total frustriert, dass der Löffel ging, obwohl er noch nicht satt war. Da hatte er echt mit sich zu kämpfen und hat Rabatz gemacht.
Möhre fand er ganz ganz furchtbar...

Wir haben/füttern den Getreide-Obst-Brei vormittags. 3 Brei nachmittags fand ich zeitmässig stressig und auch doll für den kleinen Magen.

  • Wir haben auch der Getreide Obst Brei vormittags gehabt und eher nachmittags Mittagessen, da es so besser in unseren Tagesplan passte und ihren Schlafenszeiten. Diesmal wird es aber wohl ganz anders, anderes Kind, anderer Tagesablauf xD

Hallo du.

Beim ersten Kind habe ich mir anfangs auch so einen Stress gemacht mit dem beikost schmarrn.

Funktioniert hat das nicht. Ich habe es dann locker angehen lassen und die selbst entscheiden lassen, was und wie viel sie essen möchte und nach den Mahlzeiten immer noch Milch angeboten.

Mittagsbrei war je nach Zutaten ok, Getreide Obst brei ging gut und der süße abendbrei ging nie.

Deshalb gab's abends dann halt mundgerechte klein geschnittenes Brot mit frischkäse, streichwurst, Gemüseaufstrich, was halt so da war und dazu rohes oder gedünstestes Gemüse als fingerfood. Das ging, das erste leberwurstbrot hat sie regelrecht inhaliert... 😂

Unsere kleine Tochter hat brei dann völlig verweigert und ab ca. 6 Monaten bei uns mitgegessen und bis zum erreichen sättigender Portionen zusätzlich zu jeder Mahlzeit Milch (pre Nahrung) bekommen. Die milchmenge hat sie automatisch reduziert, je mehr sie gegessen hat.

Bei ihr gab's auch einfach zu jeder Mahlzeit eine trinkflasche mit Tee oder Wasser hingestellt, mal hat sie ein paar schlucke getrunken, mal nicht, das hat sich mit der Zeit auch von alleine reguliert.

Also mach dich nicht so verrückt, dein Kind wird ganz von selbst lernen zu essen, wenn du es lässt.

Lg waldfee

Hallo, das ist die Zusammenfassung von meiner Hebamme von 2016. Karotte und Banane stopfen, nehme lieber anderes. Und immer nur wenige Löffel steigern, sonst gibt es Verstopfung und harten Stuhl... Am besten mit Pastinake beginnen. Lg

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