Abstillen?

    • (1) 14.03.19 - 13:46

      Hallo zusammen,

      Mein Sohn ist 7 wochen alt. Die ersten 3 wochen habe ich ihn voll gestillt ubd seit 4 wochen lege ich ihn nur noch 2x täglich an und den restlichen tag pumpe ich ab und füttere ihm das mit der flasche. Er wurde von der brust nie richtig satt, da er immer gleich müde wurde und eingeschlafen ist. Teilweise habe ich 1,5 std gestillt und das stündlich.
      Jetzt habe ich den vierten milchstau und nehme sogar antibiotika. Ich kann ihn kaum hochnehmen wegen den schmerzen.

      Ich bin nun am überlegen ob ich abstillen soll, damit ruhe einkehrt und wir das ganze geniessen können, mein sohn und ich.
      Ich denke meine schmerzen und verzweiflung gehen auch auf ihn über.
      Leider überlässt mein mann mir die entscheidung allein, womit ich mich sehr alleine gelassen fühle.
      Ich habe aber das gefühl wenn ich abstille, versagt zu haben.
      Oder gebe ich zu schnell auf?
      Was denkt ihr darüber?
      Danke schon mal für eure meinungen.

      • Hast du eine Hebamme? Bei Milchstau bin ich überfragt, ich hatte noch nie einen, aber meine Freundin auch mehrere. Vielleicht weiß sie Hebamme Rat für Frauen die dafür anfällig sind.
        Stell dir einfach die Frage: kann ich noch einen weiteren Milchstau ertragen? Wenn nicht, dann solltest du abstillen.

        Stillen ist toll und praktisch. Aber wenn das quasi in Terror endet, dann sollte man sagen "okay, bis hier hin habe ich alles gegeben, weiter geht es nicht, sonst bleibt von mir etwas auf der Strecke".

        Natürlich ist stillen das Beste fürs Kind, aber ich bin der Meinung, dass wenn es der Mutter damit nicht gut geht und es sich somit auch wie du sagst irgendwo auf das Kind überträgt , sollte es ihr möglich sein ohne schlechtes Gewissen bewusst die Entscheidung zu treffen abzustillen.
        Ich selbst habe nur zwei Monate voll gestillt und danach nur noch abgepumpt und zugefüttert und meine Tochter nimmt seitdem super zu und entwickelt sich gut.
        Aber du musst selber entscheiden was für dein Kind am Besten ist, wenn du weiter stillen möchtest dann versuch es, vll hat dein Baby ja gerade auch nur so eine Phase wo es einfach deine Nähe braucht oder gerade einen Wachstumsschub hat, das wird vergehen und die Stillzeiten werden irgendwann kürzer.
        Wenn dich das jedoch nur noch stresst, es dir dabei nicht gut geht dann still ab und lass dir kein schlechtes Gewissen einreden (ich weis das ist schwer, das habe ich teilweise heute ab und an noch).
        Alles Gute für euch!

        Hallo,

        mein Sohn ist 8 Wochen alt und ich finde es heftig, dass du in dieser kurzen Zeit schon so oft einen Milchstau hattest!

        Leider kenne ich Milchstaus von meinem Mittleren und das ist alles andere als lustig.

        Ich hoffe, es ist okay, wenn ich ehrlich bin:
        Ich persönlich kann mir kaum vorstellen dass dein Kind an der Brust nicht satt wurde, weiß aber, dass es anfangs oft den Eindruck macht.
        Eventuell hat das Pumpen zu den Milchstaus geführt.
        Ich bin aber keine Stillberaterin und weiß es nicht.
        Persönlich würde ich zunächst versuchen, ihn nur noch an der Brust trinken zu lassen.

        Bei meinen Milchstaus habe ich nie abgepumpt sondern nur ausgestrichen und angelegt wann immer es meine Kinder irgendwie zugelassen haben.

        Wenn du dich entscheidest, die Flasche zu geben, ist das vollkommen okay.
        Gerade die ersten Monate sind so stressig UND wertvoll, da muss man sich diese Schmerzen nicht ständig antun.

        Um Himmels Willen, warum solltest du dann versagt haben?
        Dein Kind wird im Großen und Ganzen die nächsten Jahre eine liebevolle Erziehung genießen (manchmal verliert man natürlich auch etwas die Nerven, das gehört dazu), glaubst du, er wird dir später Vorwürfe machen, warum du nicht länger gestillt hast?
        Um aus einem kleinen Säugling einen glücklichen, selbstständigen Erwachsenen zu machen, braucht es doch so viel mehr als Stillen.
        Bitte rede dir da selbst nichts ein!

        Ich habe das dritte Kind bekommen, dachte, ich habe die Weisheit mit Löffeln gefressen und mein Kleinster hat mir erst mal gezeigt, dass das nicht der Fall ist und ich umdenken muss.
        Versagt hätte ich, wenn ich stur an meinen Prinzipien festgehalten hätte.

        LG und alles Gute

      • Ich hatte 3 Tage nach der Geburt einen so starken Milcheinschuss und auch Milchstau mit entzündeten Brustwarzen u.s.w, dass ich auch abgestillt habe...

        Ich war leider in einem "stillfreundlichen" Krankenhaus, was mich gezwungen hat zu stillen, trotz unerträglicher Schmerzen...

        Als ich Nachhause kam, hatte ich auch das Gefühl ich hätte versagt, wenn ich jetzt abstill...

        Doch mein Mann & seine Familie haben mir klar gemacht, dass es keinen Sinn macht sich zu quälen, ständig Tabletten nehmen und immer wieder Milchstau...

        All der Stress und auch die Medikamente gehen nunmal auch aufs Kind über & wir leben in einer Zeit, wo die Ersatzmilch schon so gut ist, dass dein Kind keinen Mangel leiden wird :)

        Lass dir nichts einreden & egal ob Brust oder Flasche, du bist und bleibst eine tolle Mutter, da ändert die Art wie du dein Kind fütterst nichts dran :)

        Hey, erstmal gute Besserung 🍀

        Ich, im Gegensatz zu den anderen Amtwortgebern bin dafür dass du es nochmal mit dem normalen stillen versuchst.


        Wenn ich einen Milchstau habe bzw bevor sich schon einer ankündigt dann lege ich die kleine an die betroffene brust an und es regelt sich von selbst.

        Klar dass die kleinen am Anfang an der Brust einschlafen und man stundenlang stillen muss.. Aber dein Sohn ist jetzt 7 Wochen alt und kann jetzt bestimmt länger wach bleiben beim trinken und wird garantiert auch satt, wenn er es auch nur mit abgepumpter Muttermilch wird, die Babys bekommen aus der Brust auch viel mehr raus.

        Bei mir war es anfangs auch so, die kleine hat sooo lange getrunken und ist ständig eingeschlafen und nach ein paar wochen hat sich das eingependelt. Jetzt trinkt sie 10 min an einer Brust und ist für 1,5-2,5 Stunden satt.

        Viel Erfolg und liebe Grüße Kaffeeklatsch mit der kleinen Maus (5monate) 🌸

      • Hallo,

        ich habe 6 Wochen nach der Geburt wegen starker Schmerzen abgestillt und bereue es. Wir hatten bereits zugefüttert, der Kleine hatte problemlos Flasche und Schnuller genommen, die Hebamme hat das Abstillen unterstützt und trotzdem habe ich noch tagelang geweint. Ich habe mich auf einmal an die schönen Momente beim Stillen erinnert und jedes Mal, wenn der Kleine geweint hat und ich die Milch in den Brüsten gespürt habe, musste ich die Entscheidung quasi erneut treffen und das hat mich stark mitgenommen.
        Bis zuletzt konnte mir keiner sagen, woher die Schmerzen kamen, die BW Jucken immernoch, (ist jetzt fast 3 Wochen her), Soor, Mastitis, falsches Anlegen durch Hebamme und FA ausgeschlossen.
        Ich sah damals keinen anderen Ausweg, im Nachhinein hätte ich lieber auf 2mal täglich oder ähnliches reduziert. Allerdings habe ich jetzt ja auch nicht mehr die Schmerzen - die vergisst man ja schnell.
        Vielleicht wäre es ja eine Option, das Abpumpen wegzulassen, und nur noch morgens & abends zu stillen?
        Wobei es mir aber auf alle Fälle besser geht: wenn der Kleine Hunger hat, reagiere ich sofort und positiv. Als ich noch gestillt hatte, war das nicht so, da war in meinem Kopf nur die Angst, dass jetzt die Schmerzen wieder losgehen. Diese Gefühle gegenüber meinem Kind wollte ich nicht mehr haben.

        Egal wie deine Entscheidung ist - alles Gute! Und: vielleicht ist die Emotionalität beim Abstillen auch normal und nicht zu umgehen, egal ob nach drei Wochen, drei Monaten oder drei Jahren 🤷‍♀️

        Ich finde es immer schade zu lesen, dass gerade anfangs eine so schlechte Beratung hinsichtlich des Stillens da ist :-(

        Ich würde an deiner Stelle eine Stillberaterin kontaktieren und wenn möglich immer anlegen, immer wieder abwechselnd. Das heißt wahrscheinlich erstmal Dauerstillen, aber das ist völlig normal! Alles Gute!

        • Danke für eure verschiedensten antworten.. ich war noch nie ein absoluter still befürworter oder gegner.. aber jetzt wo es so weit ist, tu ich mir einfach bei der entscheidung so schwer. Eine hebamme habe ich leider nicht da meine krankenkasse das nicht übernimmt (bin privatversichert).

          Jedoch ist war meine tante früher hebamme und hat mir durch die 4x milchstau geholfen.
          Auch sie sagt (absolute stillbefürworterin) ich solle für mich das beste entscheiden, so das ich glücklich bin.

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