DDR-Buch "Das Kleinkind"

Thumbnail

Hallo ihr Lieben,

Meiner Schwiegermutter ist heute das Buch "Das Kleinkind" in die Hände gefallen, nach welchem sie zu DDR-Zeiten gestillt und die Kinder erzogen hat. Jetzt weiß ich auch woher sie die ganzen "lustigen" Tipps hat, dir ich immer zu hören bekomme 🙈😆. Ich dachte ich teile mal 1-2 Absätze aus dem Buch mit euch. Besonders interessant fand ich die Stillzeiten und die Gabe von Möhrensaft ab der 8. Woche 🤷🏻‍♀️.

Lg, babyelf mit babygirl (11 Wochen)

1
Thumbnail

Möhrensaft 🥕

2

... und der Stuss mit den (heute noch immer gewünschten!!!!!) 4h Abstand zwischen den Mahlzeiten (siehe alle paar Beiträge auf oder ab mit „von pre nicht mehr satt geworden)

Danke für die Bilder. Unsere Müttergeneration wurde ordentlich gedrillt :-(

5

Unsere Mütter gedrillt und wir mussten es "ausbaden".


lg lene

6

Müssen es bis heute ausbaden, die Kommentare auszuhalten ;-)

weiteren Kommentar laden
3

Herrlich! Ich hab diese angeordneten Stillmahlzeiten als Baby live mitbekommen, leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie ich das so fand. Wäre höchst interessant! ;-) Meine Mutter musste sich in den 10 Tagen im Krankenhaus nach der Entbindung strikt daran halten. Zu Hause hat sie Gott sei dank drauf gesch*****. Aber zum Wiegen musste sie noch jeden Tag bei der Kinderkrankenschwester antanzen! Die Geschichten finde ich auch irre.
Mein Jüngster ist 3 Wochen alt und seit Geburt nicht mehr gewogen worden. Ich stille wenn er Hunger hat und er gedeiht prächtig :-)
Liebe Grüße

4

Heutzutage ist das echt nicht mehr zu glauben, oder? Auch dass man ab dem 12. Monat gesüßte Milch geben soll. Vielleicht haben meine Eltern deswegen so schlechte Zähne 😅

Wir Kinder wurden zum Glück nicht danach erzogen. Meine Mum und meine SchwiMu haben das nach Gefühl gemacht 😊

8

Ich habe beruflich mit Knowhow-Transfer für die Entwicklungszusammenarbeit in einem Land mit kommunistischer Einparteienherrschaft zu tun, in dem interessanterweise heute noch einige, die zu DDR- Zeiten geschickt worden sind, ein gutes Auskommen gefunden haben. Ich habe die DDR nie mit eigenen Augen gesehen, aber denke mir, dass es etwa so gewesen sein muss, was die Omnipräsenz des Staates in jeder Ritze des Lebens betraf. Von dem her wundert es mich nicht, dass sich irgendein Parteifunktionär gleichgeschaltetes Stillen ausgedacht hat.

Ich finde den Aufenthalt dort jedes Mal bedrückend. Wenn ich beispielsweise erfahre, dass Kollegen von dort denunziert worden sind und nun irgendwo einer Arbeit weit unter ihrer Qualifikation nachgehen.

9

Hallo du!

Das war übrigens in der BRD genauso!

Meine Schwiegermutter ist gelernte hauswirtschafterin und mir ist neulich beim aufräumen auf dem Dachboden eins ihrer Lehrbücher in die Hände gefallen aus dem Fach "Familien- und Gesundheitspflege".

Die Empfehlungen fürs Stillen sind fast identisch mit dem von dir geteilten Ausschnitt.

Der ganze Quatsch fußt auf dem erziehungsratgeber der guten Frau Harrer, "die deutsche Mutter und ihr erstes Kind", der um die schlimmsten nazipassagen bereinigt bis Ende der 1980er (!!!) Jahre das Standardwerk zu Babypflege und Erziehung in den ersten lebenjahren war. Es wundert mich echt, dass da anscheinend auch so große anklänge daran in der DDR zu finden waren.

Lg waldfee

10

Ich finde das erschreckend, ja. Aber trotz allem hat mich der Duktus amüsiert.

"14h Futter fassen, 14.20 Uhr ein Bäuerchen von 2 Sekunden, danach gemeinsames Drücken bis die Windel voll ist"
Das klingt einfach bescheuert. Gleichschaltung der Säuglinge #klatsch