Stillzeit beenden

Hallo,

mein Sohn ist 10 Monate und möchte oft tagsüber noch gestillt werden.
Er war von Anfang an kein guter Esser. Die ersten 8 Monate habe ich voll gestillt. Dann langsam hat er seinen Brei akzeptiert.

Ich kenne das von meinem ersten Kind nicht. Mein Großer hat sich mit 9,5 Monaten alleine abgestillt. Aber zu dem Zeitpunkt habe ich schon lange nur noch nachts gestillt.

Mein Kleiner wird dafür nachts nicht mehr gestillt. Die Nächte wurden immer schlimmer und er hat sich zum Dauernuckler entwickelt. Flasche und Schnuller wurden nie akzeptiert.

Ich bin dann vor 3 Wochen aus dem Schlafzimmer ausgezogen. Mein Mann schläft jetzt mit unserem Kleinen im großen Bett. Das ist auch keine Dauerlösung, aber seither schlafen ich und vor allem mein Sohn auch super. Und so lange er mich nicht “riecht“ braucht er nachts auch nichts.

So, jetzt habe ich gedacht, dass das der Anfang vom Abstillen ist. Pustekuchen.
Das komische ist, er isst tagsüber, aber trotzdem will er über den Tag sicher noch 3-4, selten öfter an die Brust.
Satt wird er davon nicht mehr. Es ist oft “nur“ Nähe oder Flüchten zu Mama, wenn es zu viel wird und/oder müde...

So, und wenn er mal bei Oma ist oder der Papa kümmert sich, dann braucht er mich nicht. Er schafft es dann auch mal ohne an die Brust tagsüber...aber nur, wenn ich nicht da bin oder viele Leute um uns und genugSonntag Ablenkung da ist.

Ich möchte nur langsam ganz vom Stillen weg kommen. Bitte keine Gegenkommentare, es ist meine Entscheidung. Ich habe 8 Monate voll gestillt, ich glaube das machen nicht viele. Und ich fühle mich irgendwie nicht mehr wohl...

Es muss nicht gleich morgen sein. Mein “Plan“ ist bis September. Da wird er ein Jahr alt.

Wie habt ihr es geschafft?
Schreien lassen ist keine Option für mich.

Kann man einfach nun Pfefferminz- oder Salbeitee trinken und wenn wenig kommt, will er auch nicht mehr gestillt werden?

Liebe Grüße Feli

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"Kann man einfach nun Pfefferminz- oder Salbeitee trinken und wenn wenig kommt, will er auch nicht mehr gestillt werden?" - denke ich eher nicht, viele Kinder stillen ja auch "trocken" weiter, wenn die Milch zB wegen einer Schwangerschaft zurückgeht. Meinen interessierts auch kaum, ob da nun wirklich Milch kommt oder eher wenig. Das würde ich also nicht zum Plan machen.

"Bitte keine Gegenkommentare, es ist meine Entscheidung." - ist es und ich will dich auch nicht zum weiterstillen überreden, aber möchte dir dringend anraten, deinem Sohn zunächst dazu zu bringen Pre-Milch zu trinken (vielleicht aus nem Becher?), er BRAUCHT Milch zur gesunden Entwicklung und am besten als Hauptnahrungsmittel im erste Lebensjahr, 3-4 mal stillen in 24 Stunden finde ich schon ziemlich wenig in dem Alter.

Beim tagsüber abstillen würde ich dann versuchen, nicht zu "flüchten", sondern ihm deine Nähe anders zu vermitteln und andere Wege mit ihm finden, sein Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit zu erfüllen - wäre ja doof, wenn das am Ende nur andere können, du aber nicht.
Verständnis zeigen, liebevoll durch den Kummer oder die Angst begleiten, denke das ist viel wichtiger als jetzt irgendwelche Tricks oder Manipulation, damit er ja nicht weint.

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Nein, andere trösten ihn nicht. Nicht falsch verstehen. Da ist er ein absolutes Mamakind.
Er ist ein seeehr aktives, neugieriges Kind, geht auf alle zu. Und wenn Feste sind oder ich so bei der Familie bin, braucht er komischerweise nicht gestillt werden. Er ist dann einfach abgelenkt.

Das mit den ersten 12 Monaten....hmmm da gibt es aber im meinem Umfeld seeehr wenige. Die meisten haben sich bis dahin schon lange selbst abgestillt wie mein Großer. Und dann haben wir auch nicht mehr mir Pre angefangen :)

Pre habe ich schon oft versucht, auch aus dem Becher. Trinkt er einfach nicht.

Trotzdem danke für deine Antwort.
Grüße

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Findest du wenig? Mit 10 Monaten?
Ich empfinde das als normal bis viel. Wenn wir mal nach Who-Empfehlung gehen, wird ein Baby 6 Monate lang voll gestillt. Dann wird nach und nach die Beikost eingeführt, deren Sinn es ja ist, die Stillmahlzeiten nach und nach zu ersetzen. Und ja, ich kenne auch die Auseinanderdröselung des Wortes BEIkost, aber ich kenne niemanden, der zusätzlich zu den vollen Breimahlzeiten noch regelmäßig tagsüber gestillt hat. Wir z. B. sind von der langsamen Sorte beim Thema Beikost. 6 Monate voll gestillt und jetzt mit 9,5 Monaten "erst" drei Stillmahlzeit ersetzt: mittags, nachmittags, abends. Bleibt das Frühstück als einige volle Stillmahlzeit, das Einschlafsstillen und das kurze Nuckeln nachts (je nach Tagesform 1-3x). Also kommen wir nur auf drei bis höchstens fünf Mal Stillen.
Wie handhabt ihr das denn?

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