Abstillen ab heute - bin verzweifelt

    • (1) 08.08.19 - 11:33

      Hallo ihr LIeben,

      ich bin momentan ziemlich fertig, k.o.. traurig, unsicher und weiß nicht ob ich es richtig mache.
      Meine Kleine ist mittlerweile 12 Monate alt und wir hatten bis jetzt eine relativ schöne Stillbeziehung.

      Sie nimmt Nucki, jedoch keine Flasche/Schoppen, akzeptiert nur Wasser und Tee. Essen tut sie tagsüber sehr schlecht und geht seit 3 Wochen 3 Tage die Woche in die Kita.

      Bis zum 4. Monat hat sie nachts durchgeschlafen.

      Seitdem wacht sie allerdings im 1-2 Stunden Takt auf.

      Ich arbeite an den der Tagen voll und man merkt langsam den Schlafmangel extrem. Es ist auch noch ein größerer Bruder da.

      Nun habe ich heute Morgen, nach einer 3. echt harten Nacht beschlossen abzustillen.

      Sie schläft schon immer bei uns im Familienbett, bzw. hat Balkonbett.
      Außerdem ist sie sehr kuschelbedürftig.

      Mein Wunsch wäre natürlich, dass es nach dem Abstillen ein bisschen besser wird mit dem Schlafen. So 4 Stunden am Stück wären schon mal ein Traum. Durchschlafen erwarte ich eh nicht.

      Leider hat sie eine Milcheiweiss Allergie und ich darf keinerlei Milchprodukte anbieten. Ersatz wäre wirklich nur Wasser oder Tee.

      Nun meine frage: ist es zu früh? Sie kam erst vor kurzem in die Kita und mag garnicht getrennt von mir sein. Sie ist extrem auf mich fixiert.

      Das Problem ist ein bisschen, dass ich körperlich echt am Ende bin und deshalb sage, ja ich will abstillen, es muss einfach anders/besser werden. Auf der anderen Seite hängen wir beide schon sehr aneinander und an unserer Stillbeziehung. Ich gehe aber davon aus, dass sie sich nicht selbst abstillen wird (bis 2 Jahre), deshalb muss ich es von mir aus treiben.

      Sorry, aber ich weiß auch nicht, was ich jetzt für Antworten überhaupt bekomme, klar am Ende bin ich diejenige zusammen mit meinem Partner die entscheiden müssen, aber vielleicht hat jemand Tipps und aufmunternde Worte für mich #bitte

      Danke und Grüße an alle

      Manuela

      • (2) 08.08.19 - 15:30

        Hallo manu1001!

        Ich kann dich sehr gut verstehen und fühle mit dir!! Meine Tochter ist auch 12 Monate alt und wir hatten so eine Phase auch schon. Ich habe vor einer Woche abgestill, unsere Nächte waren zwar nicht so schlimm wie eure (so 1-3 x stillen) aber ich hatte einfach keine Lust mehr. Haben ohnehin nur noch abends und nachts gestillt. Außerdem geht sie ab September zur Tagesmutter und ich wieder arbeiten, bis dahin wollte ich eh abgestillt haben.

        Meine Maus bekommt keine Flasche, sie isst tagsüber sehr gut und bekommt wenn überhaupt nachts nur Wasser. Wenn deine Maus allerdings tagsüber schlecht isst, wirst du wohl nicht drum herum kommen, ihr die Flasche zu geben und ob das nachts weniger aufwendig ist, weiß ich nicht...

        Seitdem ich abgestillt habe schläft sie durch. Ich will dir keine falschen Hoffnungen machen, natürlich kann das auch Zufall sein und kann bei euch auch ganz anders sein, aber ich glaube schon, dass es mit dem abstillen zusammen hängt.

        Wir hatten auch immer eine sehr gute stillbeziehung aber ich bereue es nicht, abgestillt zu haben. Auch wenn die erste Nacht sehr hart war aber es wurde schnell besser.


        Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen und wünsche dir alles gute, wie auch immer du dich entscheidest!!

        Liebe Grüße Jacky😊

        (3) 08.08.19 - 15:58

        Hallo,
        könnte es sein, dass sie Ziegenmilch verträgt? Vielleicht damit mal ein Fläschchen versuchen?
        Alles Liebe

        Huhu,

        fühl dich erst mal unbekannterweise gedrückt. Ich weiß, wie du dich fühlst und das wissen wohl die meisten Eltern.

        Leider denke ich, dass der Zeitpunkt fürs Abstillen so kurz nach dem Betreuungsbeginn denkbar schlecht ist. Die Kita ist ein Riesenentwicklungsschritt für die Kleinen und gerade weil jetzt so viel Neues auf sie einprasselt, würde ich ihr diese Sicherheit und Möglichkeit runterzukommen nicht wegnehmen.

        Das Abstillen wird nicht zwangsläufig zu besseren Nächten führen. Bei uns war es danach kurzzeitig besser, mein Sohn schlief sogar mal ein paar Nächte durch, aber jetzt wird er wieder mehrmals nachts wach und ich muss ihn ja jetzt anders beruhigen und zum Weiterschlafen bewegen - nicht unbedingt leichter als mit Brust...

        Stillst du deine Maus noch in den Schlaf? Dann wäre das mein Vorschlag: erst mal nur das Einschlafstillen abgewöhnen! Kann auch schon eine Besserung bringen, wenn sie lernen, ohne Nuckeln/Saugen einzuschlafen. Zumindest steigt dann die Wahrscheinlichkeit, dass sie es auch schafft, alleine wieder einzuschlafen.

        Genau um den ersten Geburtstag rum war ich auch völlig fertig, weil der Schlafmangel so eklatant wurde. Und genau wie du hab ich es auf das Stillen geschoben und wollte Abstillen. Allerdings ging mein Kleiner auch mit 12 Monaten zur Tagesmutter und so habe ich ihm noch eine „Gnadenfrist“ eingeräumt. Und was soll ich sagen? Mit etwa 14 Monaten wurden die Nächte wieder besser, ganz von alleine. Ich habe dann noch weitergestillt, bis er 18 Monate alt war. Und zu dem Zeitpunkt hat das Abstillen auch recht problemlos geklappt. Ich glaube, mit 12 Monaten, wäre das undenkbar gewesen.

        Kopf hoch! Es kommen wieder bessere Zeiten mit mehr Schlaf (wieder gefolgt von miserablen Zeiten usw. ;)). Vielleicht kannst du so lange anderweitig für Entlastung für dich sorgen?

        Ich bin sicher, du wirst die für euch passende und richtige Entscheidung treffen!

        Viele Grüße und alles Gute

      • (5) 08.08.19 - 17:09

        Pre-Milch darf sie auch nicht trinken?

        Also ich finde es schon heftig, in der Eingewöhnung und obwohl sie tags schlecht isst, abzustillen ohne Alternative. Also einfach für ihre körperliche Entwicklung. Hast du mal mit einem Kinderarzt drüber gesprochen?
        Ich denke, du projizierst alles Schlechte auf das Stillen. Sie wird dadurch ja nicht weniger anhänglich oder schläft länger am Stück, das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
        Du bist am Limit, das ist völlig verständlich, also brauchst du Unterstützung. Ich würde mir an deiner Stelle überlegen, welche Freunde oder Verwandte mir hier und da noch etwas abnehmen könnten, wie mein Partner sich anders oder mehr einbringen kann etc. eher, dass du dich tagsüber mehr ausruhen oder auch mal mit Mittagsschlaf machen kannst. Damit du eben nachts genug Kraft hast. Also so würde ich es machen. Denke ein überstürztes Abstillen bringt dir langfristig nur mehr Arbeit.

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