Das Langzeitstillen. Meinungen

Ich habe ein wenig recherchiert und war etwas bewundert, was man alles über das lange Stillen gedacht und gemeint wird. Ich wäre nie im Leben darauf gekommen, daß man sein Kind nicht loslassen kann, wenn man lange stillt (über 1 Jahr). Ich dachte ehe, daß man dem Kind nicht das Stillen wegen nehmen möchte, weil es einfach gerne trinkt. Auch über die Bequemlichkeit der Mutter hätte ich eher gedacht, das Kind nicht abstillen zu müsüßen, weil es so besser einschläft, aber doch niiie im Leben, daß die Mutter egoistisch ist und nicht loslassen kann, deshalb stillt sie ihr Kind so lange...

Ich habe viel über das Langzeitstillen gelesen und finde es gar nicht schlimm, wenn eine Mutter ihr Kind noch ein-zwei mal am Tag bzw. nachts stillt. Auch wenn es schon 2 Jahre alt ist. ICH bin der Meinung, das hat nichts mit Egoismus und Nicht-loslassen-können zu tuen. Die Muttermilch ist doch der natürlichste Weg sein Kind gesund zu halten.

Auch vom Pervers und Abartig habe ich gelesen. Findet ihr es auch ekelhaft, wenn jemand sein Kleinkind stillt?

Möchte gerne eure Meinungen höre und auch Erfahrungen.

Meine Tochter ist 1,5 Jahre. Ich stille sie noch zum Einschlafen und nachts 2 mal. Warum? Weil ich da keinen Nachteil sehe und auf mein Gefühl höre (das mich noch nie getäuscht hat). Ekelig und pervers? Oder doch natürlich und normal, jedem das seine?
Ich muss noch dazu schreiben, daß ich die Mütter, die nicht stillen wollten, nicht verurteile und finde es völlig in Ordnung, wenn sie nicht stillen möchten, wollen usw.

LG

ich kann nur beurteilen, was ich sehe und das ist ein extrem seltsames Gesamtverhalten von Mutter (meine Schwägerin) + Kind (1J10M).

SIe stillt nachts ein paar mal / zum Einschlafen immer noch. -- und versucht sich gerade durchzusetzen, dass Tagsüber nicht gestillt wird. Ein Kampf - aber Mama hat jetzt entschieden, dass es gut sein muss .... -- aber die Kleine macht da grad gar nicht mit ....

Generell war dieses 2-er-Gespann (Alleinerziehen) schon immer irgendwie auffällig: Mutter Klammert, - hat über ein Jahr ihr kind keine 10 Minuten jemandem übergeben (z.B. Arzttermin musste der Babysitter mit und sie hat es nie geschafft, mal abzugeben an Oma, besuchender Papa usw... - die mussten für Termine immer mit, anstatt sie es geschafft hat, auch mal loszulassen -- dieses Kind war bis heute 22 Monate keine paar Minunten von der Mama getrennt )
Das Kind hat beim Besuch von papa sogar geschrien, nur wenn sie mal aufs Klo ist ... und sie hat diese paar Minütchen als Mama nicht aushalten können, sondern nachgegeben und fortan geht die kleine also mit aufs klo ..... seit 22 Monaten ..... sie haben es nicht geschafft, hier ein Verhältnis aufzubauen und bis heute kann Papa mit ihr nicht alleine im Raum bleiben bzw. erst seit einigen Wochen klappt es mal nebenan im Wohnzimmer und Mama kann einen Tee in der Küche machen ... aber das geht keine 5 minuten "gut" .... dann schaut sie und kuckt, wo Mama ist oder weint ...

sie waren jetzt eine Woche zu Besuch bei uns: - extrem, was sie der kleinen alles abnimmt, -- ungefragt Wörter übersetzt, eingreift, abnimmt, sie übermässig behütet und schützt usw.....
Dieses Geschrei, wenn sie tagsüber nicht mehr an Die Brust darf oder andere Dinge durchsetzt (ja, sie schafft es) .... dieses dauernde "mama-mit" obwohl es nur ans Ende vom Raum zum Spielzeug gehen soll ... --- nicht alleine am Tisch auf dem Stuhl nebenan sitzen können, - nur auf dem Schoß usw --uswf.....

für mich einfach eine ganz extrem auffällige Gesamtsituation von "nicht loslassen können" und zwar von beiden Seiten ...... --- deswegen kann ich dem Fall nur sagen, dass das schon ein Bindungsding ist ... und zwar in meinen Augen nicht wirklich gesund .... von der Mama aufs Kind wird bestimmt einges an Unsicherheit und Emotion übertragen .... ... und sie spiegelt das jetzt total ....

ich kenne eben nur solch einen Fall und kann deshalb nicht nachvollziehen, warum man sein Kind so lange stillt und vielleicht wirklich auf diese Weise "an sich bindet" und so viel Selbständigkeit nimmt....

Deshalb in ich wohl jemand, der absolut nicht nachvollziehen kann, warum man sein kind länger stillt ab dem Zeitpunkt, wo die Nahrungsaufnahme Vollwertig und sattmachend gewährleistet ist ... -- wir kuscheln bis heute viel --- der Große kommt heute noch wenn er fertig mit Essen ist oder es Wartezeiten am Tisch gibt und rutscht mit dem Stuhl zum Kuscheln näher am Tisch oder sonst wo, wo leerzeit entsteht ..... .... wir reden abends lange im Bett, lesen immer noch lange zu viert im Ehebett kuschlend vor, obwohl die Kids inzwischen 9+11 sind .... also Nähe können Kinder auch so kriegen, ohne dass das mit Nahrungsaufnahme gekoppelt ist ...

Das was du da beschreibst ist natürlich ein echter "extremfall" ob das allein wegen dem stillen ist wage ich zu bezweifeln..
Nur weil sie noch stillt oder gestillt hat, ist die Bindung doch nicht so extrem das deine Schwägerin nicht mal 5m entfernt nen Tee machen kann..

Mein Kind ist knapp 14monate alt und wir stillen nachts noch recht häufig. Ich kann sie trotzdem ohne Probleme für stunden an Oma und opa geben, auch freu ich mich wenn der Papa mit ihr alleine einkaufen fährt,.. mein Kind brüllt nicht und lässt mich ohne Probleme gehen.. deine "Theorie" haut also irgendwie nicht ganz hin 🤪

Ich glaube, da hast du schon in deinem ersten Satz den Nagel auf den Kopf getropfen: Das ist ein “extrem seltsames Gesamtverhalten“.

Das Kind so überhaupt nicht selbstständig agieren zu lassen, es gar nicht abgeben zu können usw. hat in meinen Augen nichts mit dem Stillen zu tun. Bzw. in dem Fall ist das Stillen vermutlich eine Ausdrucksform des Nicht-Loslassen-Könnens. Aber verallgemeinern würde ich das auf Grund eines extremen Falles nicht.

Ich hab das schon weiter oben geschrieben, aber meine Tochter hat z.B. auch während der Stillzeit ohne Probleme und sehr gerne (!) bei der Oma übernachtet. Auch zwei Nächte hintereinander (von meiner Tochter selbst so gefordert/gewünscht). Dass ich, bzw. wir unsere Tochter vermissen, wenn sie freitags nach der Kita zur Oma geht und dann erst Sonntag Nachmittag nach Hause kommt, halte ich für normal. Das würde uns allerdings nie davon abhalten, Tochter und Oma die Zeit miteinander nicht zu gönnen und uns darüber zu freuen, dass unsere Tochter so eine tolle Oma hat!

Und das Vermissen und trotzdem gönnen können hat sich auch nach dem Abstillen (Anfang März) nicht verändert.

Ich bin mir übrigens auch nicht sicher, ob meine Schwiegermutter weiß, dass ich nicht mehr stille. Vielleicht hat unsere Tochter es ihr erzählt, vielleicht auch nicht. Aber von einer Veränderung (was z.B. das Schlafverhalten oder die Bindung angeht) hat meine Schwiegermutter nichts berichtet.

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Bitte die Frage nicht zu verschieben.
Danke

Wirst du denn in deinem Umfeld darauf angesprochen? Ich bin der Meinung leben und leben lassen. Kann mir nicht vorstellen, dass langes stillen oder eben nicht lang zu stillen, das Kind beeinträchtigen. Es muss für die Beteiligten passen, für niemanden sonst.

Na direkt angesprochen nicht, ich stille nicht in der Öffentlichkeit. Doch ich weiß, dass einige in der angeheirateten Familie das unpassend für das Kind finden und viele "fehlerhafte" Handlungen des Kindes auf das Stillen schieben (ißt schlecht, fremdelt).

Versuch, da drüber zu stehen.

Ich kenne deine angeheiratete Familie nicht, kann also gut sein, dass es hier nicht zutrifft. Aber meiner Erfahrung nach finden Menschen, die Verhalten bewerten (wie hier: “fehlerhaft“ - was ja schonmal echt ne Frechheit ist!) immer was zum Bewerten und Kritisieren. Und dann auch oft einen “Schuldigen“. Wenn es also nicht das Stillen wäre, wäre es vielleicht was anderes...

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Ach, naja, meiner Meinung nach wird da viel Wind um nichts gemacht.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt ausschließliches Stillen für 6 Monate und danach bis mindestens (!) zum 2. Geburtstag neben der (festen) Nahrung weiter zu stillen. Darüber hinaus so lange, wie es Mutter und Kind gut tut.

Mit diesen Empfehlungen kann nun jeder tun, was er für richtig hält.

Meiner Meinung nach ist eine Stillbeziehung immer eine private Angelegenheit. Selbst wenn sie (teilweise) in der Öffentlichkeit stattfindet.
Ich persönlich fänd das Bild eines 5jährigen, der gestillt wird “komisch“ - schlicht deshalb, weil ich es nicht gewohnt bin, das zu sehen. Ich würde mir aber nicht erdreisten, darüber hinaus ein Urteil zu fällen, ob das jetzt positiv oder negativ zu bewerten ist. Das geht mich ganz einfach nichts an.

Und was das Egoistische oder nicht loslassen können angeht, dass offenbar den länger stillenden Müttern vorgeworfen wird: Ich persönlich glaube nicht, dass man das (alleine) am Stillen festmachen kann. Es gibt mit Sicherheit Mütter (und Väter), die das Loslassen nicht hinbekommen, aber da wird es mehr Punkte geben, als nur das Stillen.

Falls du einen Rat möchtest: Google nicht so viel und vertrau auf dein Gefühl!

Ich selbst habe meine Tochter 2 Jahre und 8 Monate gestillt. Die längste Zeit davon nur zum Einschlafen und nachts. Und das auch nur, wenn ich da war. In der Kita beim Mittagsschlaf, wenn sie bei der Oma übernachtet hat oder der Papa sie ins Bett gebracht hat (weil ich noch auf der Arbeit war), natürlich nicht. Da gab es dann auch nichts anderes, keine Flasche, keinen Schnuller oder sonst was. Das war nie ein Problem. “Mamamilch“ (ihre Wortwahl) gab es halt nur bei der Mama :)

Ich hab mich da allerdings nie mit gestresst, wie andere (außer meinem Mann) das sehen könnten. Geht doch außer uns als Familie niemanden was an.

Mindestens bis zum 2. Geburtstag stimmt meines Wissens nicht: bis zum 2. Geburtstag oder darüber hinaus.

https://mobil.bfr.bund.de/de/empfehlungen_zur_stilldauer___einfuehrung_von_beikost-54044.html

Aber natürlich spricht nichts dagegen länger zu stillen.

Neulich war ich aber doch kurz irritiert (klingt jetzt härter als es gemeint ist). Wir hatten kürzlich Besuch, wo die 4jährige nachmittags zu Mama "Busen" sagte und daraufhin gestillt wurde (ißt sonst normal). Für die beiden passt es so, aber ich muss gestehen, dass es für mich nichts wäre. Ich hab einmal nach gut 6 Monaten (Baby wollte essen, hat mich gebissen) und nach 10 Monaten abgestillt. Irgendwo um den ersten Geburtstag herum liegt der Zeitpunkt, der für mich passt. Ab Vorschulalter fände ich es aber doch eher befremdlich. Vermutlich hat mich deshalb das Erlebnis etwas irritiert. Die Kleine ist sehr fit und geht klar Richtung Vorschulkind.

Aber hey, leben und leben lassen. Ich mag sie deshalb nicht weniger und käme nie auf die Idee, da reinzureden. Das ist alleine ihre Entscheidung.

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Ich finde langes stillen super, habe aber auch schon viel negatives gehört.
Unter dem was du schon aufgezählt hast auch
"Man hat kein eigenes Leben mehr"
"Nach dem ersten lebensjahr braucht ein Kind keine Milch mehr"
"Der Papa muss das Kind auch mal ins Bett bringen können, damit du raus gehen kannst"

Meine kleine ist 7 Monate alt, bekommt brei und isst ihn gerne. Sie liebt aber auch ihre Milch und die soll sie auch bekommen. Leider werde ich sie tagsüber abstillen müssen, da ich an ihrem 1 Geburtstag wieder arbeiten muss aber abends und nachts werde ich weiter stillen, solange sie das möchte.
Tagsüber kann ich ja dann immer mal was für mich machen. 🤷‍♀️

Ich finde es toll, das du deiner Tochter die Zeit gibst, die sie braucht!
Wenn ich das richtig im Kopf habe ist das natürliche Abstillalter 3 Jahre.
Natürlich kann man abstillen, wenn man das möchte. Auch ich verurteile niemanden, meine Schwester hat ihre Tochter mit 8 Monaten abgestillt, weil sie einfach nicht mehr wollte.
Vollkommen okay aber dieses "Du musst mal langsam abstillen, damit du abends mal Party machen kannst" oder "Bah voll pervers" oder "Du kannst bloß dein Kind nicht loslassen" ist vollkommener Quatsch.

Ich denke, mein Kind und ich dürfen das selber entscheiden. Genauso wie alle anderen Eltern und Kinder auch

"Wenn ich das richtig im Kopf habe ist das natürliche Abstillalter 3 Jahre."
Und wenn sich Kinder, wie meine, von selbst mit 13 bzw. 15 Monaten abstillen, dann ist das "unnatürlich"?

Das, was sie als natürliches Abstillalter bezeichnet, ist der Durchschnittswert. Durchschnittlich stillen sich Kinder, die sich selbst abstillen, mit drei Jahren ab. (Hab die Zahl Hüft überprüft.)

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Ich habe ein Jahr lang gestillt, davon etwas über 6 Monate voll und in den letzten Monaten nur noch abends und bei Bedarf nachts. Ich kann nur von mir persönlich sprechen, das möchte ich betonen, um niemandem auf den Schlips zu treten. Aber ich finde und fand es sehr befremdlich, wenn Kinder verbal nach der Brust fragen. Würde die Mama dafür nicht verurteilen, aber könnte mir das für mich selbst nicht wirklich vorstellen. Ich kann auch aus meiner Erfahrung das mit dem Nicht-Loslassen-Können bis zu nem gewissen Grad bestätigen: als ich abgestillt habe, habe ich schon aus lauter Wehmut ein paar Tränchen vergossen, mein Sohn hat das Ganze irgendwie viel besser verknusen können 😅. Also ging es bei mir schon um meine Gefühle, während mein Sohn sich die Kuscheleinheiten jetzt anders holt und trotzdem zufrieden und ausgeglichen ist. Sogar Jesper Juul, der ja durchaus ein gewichtiger Name im Bereich der Bedürfnisorientierung ist, sagt, dass es irgendwann für ein Kind nur noch eine lieb gewonnene Gewohnheit und keine Notwendigkeit ist. Letztlich ist entscheidend, ob sich alle Parteien mit der Stillbeziehung wohlfühlen (auch der Vater des Kindes und seine Beziehung zum Kind ist da zu bedenken, finde ich).

Also pervers finde ich nur wenn das Kind mit 4 immernoch gestillt wird...das ist für mich einfach nicht normal...gibt genug Frauen, die immernoch stillen bis das Kind 6 ist.
Aber sonst ist doch alles gut und würde auch auf andere Meinung nichts geben.

Hui, dann bin ich ja in deinen Augen offiziell pervers.

Ich muss betonen, dass ich nicht vor habe, mein Kind bis zum 4 LJ zu stillen.
Danke für die Antwort

Hi in die Runde, meine persönliche Meinung ist dahingehend negativ geprägt dass ich es für absolut unnötig halte. Stillen an sich ist eine gute Sache - für Babies. Ein Kleinkind braucht keine Muttermilch mehr. Es soll ausgewogen essen. Die Nacht ist zum schlafen da, Kleinkinder haben nachts keinen Hunger wenn sie sich vernünftig ernähren und Milch jeglicher Form ist ein Lebensmittel. Trotzdem soll jeder tun wie er/sie meint.

Also meiner Erfahrung nach, ist dieses Geschiss ums Langzeitstillen Pro & Contra ein Erste-Welt-Problem 🤷
Ich wohne in Südeuropa und hier wird munter viel und lange gestillt und kein Drama draus gemacht, um übrigen auch (diskret) in der Öffentlichkeit, das ist ganz natürlich.

Ich stille meine Tochter noch immer (13 Monate). Sie isst alles und so viel sie mag und wenn sie dann noch Brust will - bitteschön. Wenn nicht, zwinge ich sie natürlich nicht.
Sie ist sehr aktiv, hat viele Bezugspersonen, fremdelt nicht und bleibt wunderbar mit Papa, Bruder, Oma, Opa etc wenn ich nicht da bin.
Abstillen möchte ich so mit spätestens 2-2,5 Jahren, WENN sie überhaupt noch so lange möchte.

Hallo, da mir bei meinem Sohn dann auch merkwürdige Blicke und Kommentare begegnet sind, habe ich mich auf die Suche nach Studien betreffend natürliches Abstillalter weltweit und bei Menschenaffen gemacht. Einfach aus Interesse. Ich gebe gerne zu, dass ich davon ausgegangen bin, der Kleine würde sich so wie die Große zwischen 1,5 und max.2 Jahren selbst abstillen. Das war für mich eigentlich auch die "Stillgrenze", tjaaa, Rechnung ohne den Wirt gemacht. Mein Sohn war 3 Jahre und 3 Monate am Muttermilch trinken. Er nahm weder Schnuller noch Fläschchen und ich wollte einfach nur möglichst problemlos schlafen. Dann hat er problemlos abgestillt. Was war also die Quintessenz aus den Studien: es gab da irgendeinen gewissen Wert in Zusammenhang von Geburtsgewicht und Abstillgewicht(genau erinnere ich mich nicht mehr) Und bei beiden Kindern hat das auf ein halbes Kilo genau gestimmt (die Große war ein sehr großes und schweres Kind und hat diese Gewichtsvervielfachung mit 18Mon erreicht, der kleinen Bruder erst mit ca 3 Jahren.

Selbständig sind sie beide, sehr mamabezogen auch, aber das liegt mehr daran, dass der Papa so gut wie nie da ist.
Bei den Großeltern und guten Freunden bleiben sie auch.

Lg und einfach manchmal auf Durchzug schalten...

Hallo,

ich habe meinen Sohn 3 Jahre zum Einschlafen und teils Nachts noch gestillt....

Jetzt ist er 14 Jahre und sehr selbständig, selbstbewusst, hat ein gesundes,sehr vertrautes Verhältnis zu uns und pubertiert wie alle (allerdings bis jetzt im angenehmen Rahmen).
Allerdings Allergiker (da hat das Stillen nichts gebracht;-))

Sehr interessant.
Vielen Dank für die Antwort

Das muss einfach jeder für sich selbst entscheiden und schauen, was für Mutter und Kind am besten ist. Ob es was mit nicht loslassen können zu tun hat oder nicht, ist wahrscheinlich auch sehr individuell.
Ich war froh, dass meine Tochter sich mit 12 Monaten selbst abgestillt hat, aber ich hätte sie auch noch länger gestillt, wenn sie gewollt hätte.
Meine Mutter hat eine Bekannte, die ihr Kind 6 Jahre lang gestillt hat. Ich bräuchte das nicht und hätte wohl schon viel eher abgestillt, wenn es sein muss gegen den Willen des Kindes. Aber wenn es für die beiden so in Ordnung war, warum nicht?

Ich hab nur die ersten Zeilen gelesen, aber egal, was die heutige Gesellschaft sagt: Bis 5 JAHRE ist voll okay!

Natürlich dann längst nicht mehr voll. Ab dem 5. Monat sollte man (je nach Interesse des Kindes auch etwas später) mit der Beikost beginnen. :-)

Ich habe meine Tochter 2 Jahre gestillt - und das hatte zumindest zum Schluss tatsächlich sehr viel mehr mit Geborgenheit vermitteln als mit Nahrungsaufnahme zu tun. Ich bin direkt nach dem Mutterschutz arbeiten gegangen, während mein Mann unsere Tochter betreut hat. Tagsüber gab es dann die ersten Monate abgepumpte Muttermilch aus der Flasche, sofort nach Feierabend die Brust. Ich habe diese Nähe und Intimität so geliebt - dieses kleine Wesen, das mein Körper geboren hat und ernähren kann. So nah bei mir, ihre kleinen Händchen an der Brust, ihre Augen, die Wärme. Ob sie das gebraucht hat, weiß ich nicht. Ich weiß, dass ich das gebraucht habe!

Süß.
Bei meiner sehe ich, daß sie die Brust als Sicherheit braucht. Sie ist sehr sensibel und fühlt sich sehr wohl, wenn sie trinkt. Ich kann das sehr gut beobachten, wie sie alles vom ganzen Tag verarbeitet, solange sie trinkt und dann schläft sie ein. Ja, als Nahrung nimmt sie die auch nicht mehr wahr, aber als TrOst, Geborgenheit, Sicherheit. Sie ist sehr fanatisch, trotz, daß sie wenig (für sie) gestillt wird.

Mein Kleiner ist gut 13 Monate alt und wird noch voll gestillt. Er will einfach nicht wirklich Essen. Wir bieten ihm täglich mehrmals etwas an, haben schon alles mögliche probiert. Er mag einfach nicht. Also bekommt er seine Milch. Dafür ernte ich auch immer tolle Tipps. Einstimmig wird ständig vorgeschlagen, ihm tagsüber einfach nicht mehr die Brust zu geben. Wenn er Hunger hat, würde er schon den Brei essen. Selbst unser Kinderarzt hat mich bei der U6 rund gemacht, das sei soooo schädlich und ich soll ihm bloß keine Milch mehr geben. Ich find's einfach dämlich mein Kind zum Essen zu zwingen und glaube nicht, dass das der richtige Weg ist.
Er wiegt fast 12 Kilo und ich bin sicher, dass er alles hat was er braucht und dass er schon essen wird wenn ihm die Milch nicht mehr reicht.

Btw ich hätte vorher niemals gedacht, dass ich so lange stillen würde.

Wow!!! So ein Mopelchen!!
Höre auf dein Muttergefühl, du wirst das schon richtig machen (für euch).

Das mache ich, danke.
Ich finde es halt nur total ätzend, dass selbst der Kinderarzt so dagegen ist und einen auch versucht richtig einzuschüchtern.

Meine Meinung zum LZS (wenn ich die als 4-fache Flaschenmama überhaupt hier äußern darf 😜): Leben und leben lassen 👍. Was Andere machen ist mir total egal, das geht mich nichts an (außer Gewalt/Kindesmisshandlung/Verwahrlosung/Missbrauch - das geht uns alle was an!)

Schönes, sonniges WE ☀️

Ich finde es völlig OK, wenn man 2 Jahre oder so stillt. Aber ich war mal in einer Krabbelgruppe, da lief das 3jährige Kind zu seiner Mutter und sagte, dass es trinken möchte. Die Mutter hob ihr Oberteil und das Kind stand da und trank aus der Brust. Ich gebe zu, dass ich das Bild schräg fand #hicks
Aber ich denke nicht, dass sie ihrem Kind geschadet hat ;-)

Wie heißt es so schön: lass se reden!!!!
Als Mama kann man es nur verkehrt machen.
Wenn ich zu irgendwas keine Meinung will, erzähl ich's nicht. Und wenn das Thema doch aufkommt und irgendwelche Kommentare kommen, dann sag ich: na ich möchte das mindestens so lange machen bis sie 18 ist.

Meine Tochter ist jetzt 16 Monate und ich stille auch noch und zwar sehr gern. Nur nachts habe ich abgestillt, damit ich und mein Mann uns die Nächte 50% aufteilen können. Ich arbeite wieder relativ viel und brauche nachts zumindest jede zweite Nacht meinen schlaf. Mein Tochter akzeptiert das richtig gut. Ich stille nachmittags nach der arbeit und vorm schlafengehen. Ich genieße die Zeit sehr und habe das Gefühl, es tut uns beiden richtig gut. Ich denke ich möchte bis zum 2 Geburtstag stillen. Mal sehen was ich dann sage. In der Öffentlichkeit stille ich auch nicht mehr. Ich kann dir gar nicht sagen warumtl. Vielleicht weil ich über all die negativen Aussagen weiß, wobei ich ehrlich gesagt zugeben muss, dass ich noch nie komisch angeguckt wurde, wenn ich doch mal in der Öffentlichkeit Stille. Aber man sieht tatsächlich eigentlich so gut wie nie ältere Kinder die gestillt werden. Eigentlich ja sehr schade. Glg

Hi,

ich selbst war beim Großen ganz froh, als er nachts nicht mehr gestillt werden wollte und das Thema erledigt war mit 10 Monaten.

Wollte es bei der Kleinen jetzt gerne genauso machen, aber sie ist da anderer Meinung 😂 Sie ist 17 Monate und ich stille immer noch nachts.

Es ist die schnellste und einfachste Methode. Wenn alles gut ist, muss ich nur 1-2 Mal raus. Aktuell mit ihrer Erkältung gefühlt 100 Mal, sie hat so bösen Husten, das sie nicht schlafen kann, nach 10 Minuten ist sie wieder wach. Da nuckelt sie auch mal 30 Minuten und schläft so halb dabei.

Ich kann auf jeden Fall loslassen und mache 3 Kreuze, wenn es endlich vorbei ist.😁 Aber ich mache mir auch nicht unnötig arbeit. Da die Kleine keinen Schnuller oder Flasche nimmt, muss ich dann rumlaufen bis sie aus ihren Halbschlaf wach wurd und ich sie wieder hinlegen kann. Dauert 15-20 Minuten, stillen dauert 10 Minuten 😉

Das ist sicher individuell.
Meine persönliche Grenze wäre 2 Jahre.
Die Große habe ich mit 14 Monaten abgestillt, die Kleine mit 17 Monaten.
Es war (für mich) einfach Zeit.

Ein 3 jähriges zu stillen wäre für mich wahnsinnig merkwürdig. Da sind es ja schon richtige Kindergarten Kinder.

Genau wie hier schon mal jemand schrieb, halte ich diese Debatte auch für ein erste Welt "Problem". In vielen Teilen der Erde ist es ganz normal sein Kind lange zu stillen und wird nicht als befremdlich gesehen.
Die Empfehlungen der WHO sind ja auch eindeutig und diese gelten ja auch für jedes Kind und nicht nur für Dritte Welt Länder.
Ich finde das muss einfach jeder für sich selbst entscheiden und dann solange stillen wie es Mütter und Kind wollen. Eine Mutter sollte nicht mehr nur ihrem Kind zuliebe stillen wenn sie sich selbst unwohl dabei fühlt und ein Kind das kein Interesse mehr zeigt sollte dann auch gelassen werden.

Ich habe meinen Sohn 2 Jahre und 8 Monate gestillt und das war ok für uns. Das erste Jahr voll, da er nicht genug essen wollte obwohl er es angeboten bekommen hat.
Es ist Schritt für Schritt weniger geworden und war dann ganz ohne Tränen und Wut vorbei.

Ich denke ein ähnlich diskutiertes Thema ist das schlafen. Ab wann sollen/müssen Kinder in ihrem Zimmer schlafen, wann durchschlafen etc. Auch da denk ich das es eher ein Luxusproblem ist. In vielen Ländern besteht überhaupt nicht der Platz dass so kleine Kinder in eigenen Räumen schlafen. Aber auch da denk ich, jeder wie er mag. Für uns hat das Familienbett 3,5 Jahre super funktioniert und wir haben alle gut geschlafen. Dann wollte der große in seinem Zimmer schlafen, aber er möchte dass ich dabei bin, also schlafen wir zusammen in seinem Zimmer. Er wacht ab und an auf und auch das find ich nicht komisch. Er kuschelt halt auch gern beim schlafen. Irgendwann wird er nicht mehr wollen dass einer von uns bei ihm schläft, genauso wie kein Kind von sich aus mit 18 noch an der Brust hängt.

Beim zweiten werden wir es genauso handhaben und einfach auf uns zukommen lassen. Bin jetzt in der 22ssw.

Und als PS. Auch Kleinkinder können nachts hungrig sein wenn sie über den Tag genug gegessen haben. Ich kenne mehrere Kinder abgesehen von meinem Sohn die zwischendurch wenn sie zb einen wachstumsschub haben ein paar Nächte lang hungrig aufwachen.

Na ja, die Empfehlungen der WHO resultieren bezüglich der Länge natürlich sehr wohl daraus, dass Entwicklungsländer mit einbezogen werden!

Und was die Stillbeziehung betrifft, vermisse ich in deiner Aufzählung den Vater des Kindes. Ich finde schon, dass dieser bei dem Thema auch was zu sagen hat.

Ich finde nicht, dass der Vater des Kindes dazu etwas gross zu sagen hat... Er kann weder aktiv Milch produzieren, noch kann er die hormonellen Vorgänge und das Gefühl der Nähe/Geborgenheit richtig nachvollziehen (konnte ich vor meiner ersten Stillerfahrung auch nicht). Es gibt Männer, die die Brust der Frau nur als stimulierendes Sexobjekt sehen und nicht wahrhaben wollen, dass durch diese schöne Brust ein Kind ernährt werden kann. Was machst du, wenn der Mann partout nicht will, dass du stillst? Würdest du wirklich die Flasche geben, obwohl du selbst eigentlich stillen willst?
Stillen ist für mich eine Sache, die nur Mutter und Kind betrifft, denn nur diese beide braucht es für eine Stillbeziehung. Mir würde auch nie in den Sinn kommen, für meinen Mann frühzeitig abzustillen oder noch länger zu stillen als mir und Baby lieb ist.
Dies betrifft aber wohlbemerkt die ersten Jahre des Kindes. Anders sehe ich es persönlich auch, wenn das Kind in den Kindergarten geht und noch gestillt wird. Da verstehe ich, dass es dem Vater unangenehm sein kann, wenn er mit dem Kind schon erste Buchstaben lernt und das Kind nebenbei an der Brust der Mutter nuckelt. Aber auch da finde ich, dass es vor allem Kind und Mutter betrifft und sich der Mann damit arrangieren sollte. Denn er ist nicht in diese Stillbeziehung involviert und abgesehen davon tangiert es ihn nicht wirklich... Er muss weder auf schöne Stunden mit Frau verzichten (hoffentlich!!), noch muss er auf Alkohol oder sonstiges verzichten.
Mein Mann ist eher der Typ für Langzeitstillen bis übers 2. Lebensjahr hinaus. Er selbst kennt das nicht anders und er findet es normal und schön. Ich aber nicht und es muss vor allem für mich und die Kinder stimmen. Er darf wohl seine Meinung zum Thema Stillen äussern, aber sie hat keinen richtigen Einfluss auf mein Stillverhalten.

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Lass doch jeden denken, was er mag. Wenn du nicht in der Öffentlichkeit stillst, musst du dich ja auch niemandem erklären.
Ich finde Stillen wunderbar und habe meine 2Kinder 1 Jahr und 20 Monate gestillt.
Die Kleine hätte wahrscheinlich noch länger gestillt, aber es gehören immer 2 dazu. Mir wurde sie langsam zu groß und deshalb hab ich das nächtliche Stillen dann auch sein gelassen. Jetzt freue ich mich tierisch auf unser 3.Wunder im Januar und die innige Beziehung durchs Stillen.

Ich denke dass langes stillen einfach passiert. Man plant es nicht. Zumindest ucg hatte es nie vor. Nummer eins habe ich nur 10 Monate gestillt und als ich Nummer zwei mit 1,5 Jahren abstillen wollte, war es einfach nicht möglich. Der kleine war noch nicht bereit. Als er 2 war unternahm ich einen sehr ernsthaften Versuch den ich ersr nach 10 Tagen aufgab, es war eine katastrophe und er war nicht bereit. Mit 2,4 Jahren klappte es dann plötzlich (fast) ojne Tränen und ich war erleichtert. Ich habe ihn immer gerne gestillt aber ich gebe zu das es seit er 1,5 war niemand mehr wusste, außer meinem Mann und den Kindern, denn in meinem Umfeld gab es kein Verständnis.
Ich bin sehr froh über das lange stillen, und würde es wieder so machen.

So ist es auch bei uns. Ich wollte mit 6 Monaten abstillen und nun? Wie ich schon schrieb, mein Muttergefühl hat mir ganz was anderes vorgegeben, als ich mir gedacht habe. :)

Ich selbst stille nicht gerne, aber habe mein erstes Kind knapp ein Jahr gestillt und mein zweites Kind werde ich, falls möglich, auch 1 Jahr stillen oder länger. Ich mache das definitiv nicht für mich, stillen engt mich sehr ein, ich mag es nicht, das Gefühl an den Brüsten und der Gedanke, dass ich Milch produziere ekelt mich etwas an. Auch stille ich nicht gerne in der Öffentlichkeit (Beispiel: ich sass mit einer Reihe alten Damen zusammen und musste mal stillen. Alle starrten mir auf die Brüste- klar sie sahen das Kind an, aber ich fühlte mich wie die Kuh auf der Wiese... ich sagte das ihnen auch so und schon sahen sie weg :)). Aber meine Kinder mögen es und es ist definitiv praktischer als die Flasche. Sprüche gibt es immer! Egal welches Thema, es gibt immer Menschen, die es besser wissen als du! Als mein 1. Kind 9 Monate alt war, konnten es schon viele nicht glauben, dass ich immer noch stille. Eventuell auch so ein Generationending? Viele ältere Frauen die ich kenne, konnten nicht stillen. Aber damals gab man den Frauen und Babys noch so gut wie keine Zeit zum Üben (ja auch Stillen muss geübt sein...) und man gab den Babys damals viel schneller die Flasche.
Ich wünsche dir dicke Haut! Die suche ich bei mir manchmal immer noch. Solche Sprüche sind für das Gemüt nicht immer einfach!