An alle Mamas wo stillen nicht (mehr) klappt

Hallo liebe Mamas,

Ich habe meinen Sohn 9 Monate voll gestillt und meine Tochter drei Monate. Danach kamen wir über den Stillstreik und zu wenig trinken (kurz dargestellt) von der Brust weg, es gab eine starke Abnahme und ich muss zufüttern. Das ist nun 8 Wochen her.
Die Kleine geht gar nicht mehr an die Brust und ich Pumpe ab, was mit zwei kleinen Kids wirklich eine Herausforderung ist- besonders nachts, wenn sie wach werden sollten, wenn ich zum Abpumpen aufstehe.
Im Moment geht es mir gar nicht gut mit der Situation.

Mein Kopf und alle um mich herum sagen, ich soll ganz auf Pre Milch umsteigen und Ruhe einkehren lassen. Mein(Still)Herz lässt mich weiter am Abpumpen festhalten.
Tagsüber mache ich nicht viel außer Haus, damit ich abpumpen kann wenn die Kids schlafen. Ich versorge die Kids natürlich, bin aber deutlich genervter, weil ich immer das Abpumpen müssen im Kopf habe, dafür brauch ich ja auch Zeit. Ausruhen oder nachts schlafen ist kaum möglich, da ich dann immer Abpumpen muss.

Nachts muss ich meiner Tochter wenn sie durch mein Aufstehen wach wird, oft eine Flasche geben, wo ich denke ich erziehe ihr nachts die Flasche an, denn eigentlich würde sie schlafen wenn ich nicht aufstehen würde.

Ich bin aber so traurig, dass das mit dem stillen nicht mehr klappt.

Wie habt ihr es geschafft, los zu lassen und ganz auf Flasche umzusteigen. Also Pre Milch. Oder habt ihr das Abpumpen minimiert (nachts nicht mehr) und irgendwie trotz Abpumpen einen „entspannten“ Alltag hinbekommen?

Im Moment weine ich viel und muss etwas ändern.
Aber was und wie 🙈

Danke und liebe Grüße!

Das Abpumpen hat bei mir auf Dauer leider nicht funktioniert. Es ist und bleibt aufwendig. Man kämpft mit sich und für sein Baby. Ich hab damals die Pumpe überall mit hin geschleppt, mir einen Wecker gestellt, dass ich es nicht vergesse und alle zwei Stunden gepumpt. Ich war absolut am Ende. Nachts habe ich nicht gepumpt, dafür morgens ziemlich lange. Hab nebenbei gefrühstückt etc. Als dann keine Milch mehr kam, hab ich power Pumpen betrieben. Hat nicht geholfen. Ich habe dann auf Pre umgestellt und es hat mir das Herz gebrochen. Ich habe alle Mamas gehasst, die stillen konnten. Im Pekip habe ich regelmäßig geheult, alle Kinder wurden gestillt, nur meine nicht. Ich hab mich gefühlt wie ein totaler versager. Ich habe leider keinen Tipp für dich, wie es besser funktioniert. Ich drücke dir aber die Daumen, dass es besser wird und du einen Rhythmus für euch findest. Hast du eine stillberaterin gefragt, vielleicht bekommst du so den Zwerg wieder an die Brust! Ich wünsche es dir von Herzen.

Fühl dich mal gedrückt von mir 🤗

Lieben dank für deine offenen Worte!
Ja, manchmal habe ich diese Momente genau wie du sie beschreibst.
Man ist einfach völlig traurig.
Ich möchte doch einfach nur wieder stillen. Am Anfang war es ja auch kein Problem und die Milch ist ja da.

Das mit dem Kurs kann ich gut verstehen, bei mir ist es der Rückbildungskurs.
Alle Mamas treffen sich vorher und stillen- und ich sitze mit der Flasche da.

Ja, ich war bei einer Stilkberaterin, Logopädin, Osteopathin und dem Kinderarzt.

Möglicherweise könnte man es mit ganz viel Aufwand (keine Flasche, keinen Schnuller etc.) schaffen.
Aber ich glaube ich habe die Kraft da nicht zu🙁 also vielleicht auch die Zeit. Mein Sohn ist 1.5 Jahre, der braucht auch einfach viel Aufmerksamkeit, neben dem Baby, Haushalt, Hund , Kochen etc.

Ich hoffe dir geht es mittlerweile wieder etwas besser?

Wie alt ist denn deine Tochter?

Wie eine Versagerin fühle ich mich nicht und solltest du dich ganz sicher auch nicht fühlen!
Schau mal, was du alles gemacht und investiert hast.

Wir Abpump Mamas investieren deutlich mehr als Stillmamas an Zeit und Aufwand.du kannst sehr stolz auf dich sein!

Mir fehlt die Nähe zum Baby und ich möchte, dass sie Muttermilch bekommt.

Jetzt bin ich wie gefangen in dem Kreislauf!

Wieseo hat Stillen bei dir nicht geklappt?

Ganz liebe Grüße

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Moin #tasse

Hast du es mal mithilfe einer Stillberaterin probiert?
Ich habe 4 Kinder und jedes Mal Stillprobleme, die ich allein nicht hinbekommen hätte, obwohl ich ja spätestens mit Kind 2 einiges wusste.
Ohne meine Stillberaterin (ist auch meine Hebamme), die immer ein individuelles Konzept erarbeitet hat, wäre ich auch Flaschenmama. Meine 3 Mädchen sind sehr zierlich und daher war/ bin ich ewig am Milchmenge steigern...

Es gibt zwar Schlimmeres als Pre, aber ich würde an deiner Stelle noch einen letzten Versuch wagen und Unterstützung holen.

Und wenn es dann nicht klappt, kannst du dir sagen, keine Mama ist perfekt, bei jeder klappt irgendwas nicht - und bei dir ists halt das Stillen. Ich finde, wenn man es mal insgesamt betrachtet ist Stillen ja nur ein Teil einer guten Kindheit.

LG, Nele
mit Junge (12) und 3 Mädchen (8, 21 Monate und 1 Monat)

Lieben dank für deine Nachricht!

Ich habe bereits eine Stillberaterin (70 KM bin ich dafür gefahren), eine Osteopathin, den Kinderarzt und eine Logipädin drauf schauen lassen.
Muss aber sagen, die Beratung waren immer nur in der Theorie.
Niemand hat die Kleine mit mir wirklich mal angelegt oder so.

Schön, dass es bei dir dann doch immer noch geklappt hat 🍀🍀🍀

Liebe Grüße

Ich fand abpumpen nie toll und war froh als ich plötzlich keine Milch mehr hatte. Du siehst doch selbst dass es dir nicht gut tut. Warum willst du daran festhalten?

Du hast recht- Abpumpen ist grausig 🙈

Ich habe genug sogar zu viel Milch und eine Tochter, die schon wochenlang super an der Brust getrunken hat.
Vermutlich ist es das nicht vorstellen können, dass es einfach nicht mehr klappen soll.

Dazu kommt, dass mir die Nähe fehlt, ich Muttermilch für gesund halte und es auch einfach so sehr praktisch ist.

Aber ja, du hast recht- mir geht es nicht gut!

Liebe Grüße

Welche Nähe? Du kannst doch auch ohne Brust kuscheln. Stillen ist definitiv praktisch, keine Frage. Aber das Pumpen doch nicht. Ich glaube der letzte Weg wäre eine kompetente Stillberatung. Oder du hörst auf. Das ist wirklich kein Weltuntergang.

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Hi,
Ich pumpe mittlerweile schon 19 Wochen ab 🙈... Am Anfang war es 8 mal à 30min, jetzt nur noch 4 mal am Tag, 9-15-21 Uhr und 3 oder 4 Uhr in der Nacht. Meistens schläft meine Maus zu dieser Zeit. Wenn ich zu kaputt bin, lasse ich das Abpumpen in der Nacht weg. Klar reicht die Milch jetzt nicht mehr zu 100% wie am Anfang. Meine Maus trinkt so 30% pre, Rest Muttermilch aber ich fühle mich viel besser. Immerhin kriegt sie noch Muttermilch 🙂

Danke für deine lieben Worte!

19 Wochen ist ja auch eine tolle Leistung!!!

Wie viel ml hast du noch ca über den Tag?

Ich glaube ich reduziere einfach auch erst einmal deutlich und gucke, wie es sich dann einpendelt...

Meine Brüste platzen wenn ich nachts nicht abpumpe - das müsste ich vermutlich langsam runter fahren...

Wie alt ist dein Baby jetzt und aus welchen Gründen gibt es die Flasche wenn ich fragen darf?

Liebe Grüße

Mein Baby ist knapp 20 Wochen alt.
Ich habe noch 600-650ml pro Tag, früher war es 800-900ml. Es wird immer weniger aber mein Ziel war es auch nur bis Ende 6. Monate abzupumpen.
Mein Baby hatte am Anfang Gelbsucht. Da sollte sie viel trinken. Leider hat sie immer nach 3-4 min an meinem Brust geschlafen sodass die Hebamme meinte ich sollte abpumpen und ihr die Flasche geben. Stillen hat nicht mehr 1. Priorität (ich habe echt eine sehr schlechte Hebamme, die hat mir danach mit dem Stillen nicht weitergeholfen obwohl ich es angesprochen hab). Nach 3-4 Wochen war der Gelbsucht erst weg und tada, meine Maus ist schon an der Flasche gewöhnt und trinkt nicht mehr aus der Brust, klar, es ist vieeel anstrengender.
Ich war natürlich traurig aber solange Mausi satt ist, zufrieden ist, gut schläft, dann ist doch ok. Wir kuscheln auch sehr viel am Tag und sie ist echt ein fröhliches Baby.
Also Pre oder Muttermilch, Hauptsache muss du dich gut fühlst, dann fühlt dein baby sich auch wohl 😁

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Liebe Katja,
Lese jeden deiner Beiträge und fühle so sehr mit Dir. Auch bewundere ich Dich. Wie hast Du das bloß so lange durchgehalten bzw hältst es durch?

Mein Kleiner ist 3 Wochen alt und bei uns klappt das Stillen auch nicht. Bin auch sehr traurig deswegen. Habe zwei ältere Kinder 9 und 11,die ich beide gestillt habe. Der Große war 2 Wochen auf der Intensivstation und hat dort nur die Flasche bekommen. Mit viel Abpumpen und Geduld habe ich es trotzdem geschafft, ihn zu stillen. Da war er aber alleine. Beim zweiten hatte ich keine Probleme, es hat von Anfang an super geklappt.

Beim dritten Kind hätte ich mir nie träumen lassen, dass es nicht klappen könnte. Er hat nach der Geburt Durstfieber bekommen und wir haben daher mit der Flasche zugefüttert .außerdem hat mein Milcheinschuss wegen eines Wochenflussstaus auf sich warten lassen. Kurzum, das Kind hat eine Saugverwirrung entwickelt. Er geht zwar an die Brust, aber nur zum Nuckeln . Nachts nuckelt er sich so in den Schlaf. Richtig saugen klappt nur morgens. Habe auch abgepumpt und vieles probiert, aber mittlerweile aufgegeben. Zum einen merke ich auch wie es an meinen Nerven zerrt und zum anderen habe ich das Gefühl, ich werde den anderen beiden nicht mehr gerecht und kann mein süßes Baby nicht richtig genießen. Denn durch das ganze Abpumpen geht kostbare Kuschelzeit drauf. Nichtsdestotrotz nagt es noch sehr an mir. Ich habe beschlossen, nur noch morgens und abends abzupumpen, biete ihm immer wieder die Brust an und gebe danach die Flasche. Für mein Seelenheil musste ich mich damit abfinden, denn wie du schon schreibst abpumpen mit zwei Kindern ist ein Vollzeitjob, rausgehen ist da nicht mehr.

Was Du evtl noch probieren kannst, ist das Brusternährungsset. Kennst du das ? Dabei wird die abgepumpte Milch (oder pre Milch) über einen Schlauch dem Kind gegeben, während es an der Brust saugt. Dadurch kann man die Flasche weglassen und das Kind zurück an die Brust führen.

Meine Maus ist grad aufgewacht ich schreibe später weiter

Hallo Pusteblume,

ich bin noch ganz angetan von deiner Lieben Nachricht. Und es tut gut auf gleich Betroffene zu treffen, denn die können diese Trauer gut nachvollziehen.

Da hast du damals auch einen herausfordernden Start gehabt, ich hoffe dein großer hat sich wieder völlig erholt.

Es ist genau wie du sagst, man wird den größeren Kids nicht gerecht und verpasst so wunderbare Zeit mit dem Baby.

Ich bin da für mich emotional auch noch richtig in einem Dilemma.

Ich weiß es wäre richtig, aufzuhören abzupumpen- aber mein Herz will noch nicht aufgeben.
Mein Mann hat aber langsam auch kein Verständnis mehr- weil es einfach Verzicht für alle bedeutet (Paarzeit = jetzt auch viel Abpumpzeit).
Natürlich bin ich auch oft sehr müde.

Es ist noch ein großer Vorteil , dass dein Baby noch an deiner Brust nuckelt und noch nicht so alt ist.

Hast du denn eine Stillberaterin?
Wenn du noch irgendwelche Kapazitäten hast schau doch mal bei Stillen und Tragen.de.

Da gibt es Stillberaterinnen. Dort habe ich mich jetzt auch angemeldet. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe- aber meine Tochter nuckelt ja nicht mal an der Brust, sondern weint recht schnell los und wendet sich ab.

Das BES sollte ich mir da auch besorgen.
Wobei ich Muttermilch bis zum 6 Monat gerne geben würde. Das sind noch ca 6 Wochen. Mal sehen.

Fühle dich gedrückt! Du machst es richtig und bist mir einiges voraus. Ich müsste mehr an meine Familie denken, anstelle „egoistisch „ meinem Stillherz zu folgen.

Denn alle inkl meiner Tochter haben von Ruhe, Liebe und guter Laune mehr als Muttermilch jemals geben kann.

Und ja, ich strecke das Abpumpen jetzt auch auf 6 Stunden. So habe ich ca 500-600ml. Muttermilch. Der Rest eben Pre.

Alles Liebe!