Wie wieder an die Brust gewöhnen? Oder muss ich die Flasche geben?? Saugverwirrung

Huhu vor einigen Tagen hab ich bereits einen Beitrag geschrieben dass mein Sohn so schlecht an der Brust trinkt. Mittlerweile ist die Milchproduktion wieder besser glaube ich. Wenn ich die Brustwarzen zusammen drücke, kommt schon Milch und sie füllen sich auch relativ gut wieder ... nun trinkt er aber immer noch nicht viel besser. Gestern konnt ich fast nur im laufen stillen, heute geht das nicht mehr...mein Sohn ist nur am quengeln und schreien, brüllt mir in die Brust. Habe gelesen dass man konsequent dran bleiben muss und die Flasche weg lassen muss, ist das so? Er tut mir leid weil ich den Eindruck habe er hat einfach Ultra Hunger ... ich will ja nicht dass er hungert. Manchmal klappt das trinken an der Brust aber überwiegend schreit er. Würde er sich mit der Brust abfinden wenn man die Flasche weglässt oder muss ich dann doch zur Flasche greifen ??

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Das Trinken an der Brust verlangt von ihm mehr Unterkieferarbeit und daher verlangt er von Dir die Flasche mit Brûllen, da er ja beides haben darf ;-)

Insofern ja, Du musst mit der Flasche konsequent sufhören, wenn er zurück an die Brust soll.

Der Vorteil des Brusttrinkens ist auch, dass durch die Mehranstrengung entwickelt sich der Kiefer besser.

Also: Flasche weg und in 3-5 Tagen wird er zufrieden und ausreichend aus der Brust trinken. Da musst Du einfach durch. Lass Dich nicht verunsichern, wenn er fordert. Er darf ja die Brust haben - auch wenn er lieber was anderes hätte ;-)

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Ich stimme da auch größtenteils zu, wobei ich nicht glaube, dass das Baby absichtlich die Brust verweigert um die Flasche zu bekommen.
Je hungriger das Baby, desto eher wird es bei einer Saugverwirrung mit der Brust überfordert sein.
Oft hilft es auch das Baby anzulegen, wenn es noch im Halbschlaf ist bzw. Nachts! Da stillt das Baby dann eher intuitiv!
Wenn dir das Stillen wichtig ist, würde ich, wenn er arg Hunger hat und die Brust konsequent verweigert stillfreundlich zufüttern mit Löffel, Becher etc. (hier gibt es auch den Vorteil, dass dein Baby sein Saugbedürfnis nicht an der Flasche befriedigen kann, sondern dann eher die Brust nimmt).

Bitte lass dein Baby nicht hungern...
Immer wieder probieren, wenn es nicht klappt, Löffel / Becher!

Wenn du dich für die Flasche entscheidest bist du eine genauso tolle Mama für dein Baby!
Ob stillen oder Flasche ändert nichts daran!! ❤️
Im Endeffekt ist es auch wichtig, dass du dich dabei gut fühlst, dann seid ihr beide glücklicher und entspannter 😊 die Babyzeit geht viel zu schnell vorbei als auf Teufel komm raus etwas erzwingen zu wollen, was beide nur stresst!

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Erstmal fühl dich gedrückt. Ich weiß wie stressig das ist. Habe es fast genauso hinter mir..aber darum geht es nicht. Ich habe es nicht ausgehalten das meine Tochter meine Brust nur angeschrien hat..der Preis war mir zu hoch auf Teufel komm raus zu stillen. Für mich ist das fast mit Ferbern gleichzusetzen..so nach dem Motto „warte nur 3-5 Tage und dein Kind schläft endlich ein weil es ja keine andere Wahl hat. Und ganz ehrlich du musst andere Mütter nicht wegen des Stillens beneiden (habe auch deinen vorigen Post gelesen) eher werden diese in einem halben Jahr dich beneiden weil sie Schwierigkeiten haben abzustillen weil das Kind nur die Brust akzeptiert..nicht bei allen Babys so aber bei vielen. Wenn du es durchziehen möchtest dann tu es und ich wünsche dir das der kleine weniger als 3 Tage braucht.. ABER auch mit der Flasche hast du schöne innige Momente und gibst deinem Kind Nähe und Geborgenheit und alle wichtigen Nährstoffe...meine kleine ist so ein glückliches Flaschenbaby 🥰, schläft nachts durch und ist wirklich fit und immer gut gelaunt 🤡 überleg es dir in Ruhe und es muss auch jeder selbst entscheiden aber ich hatte seitdem Motte nur noch die Flasche bekam eine viel intensivere und schönere Beziehung zu ihr..alles Gute 🤗

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Danke für deine lieben Worte! Das hat mich jetzt echt runtergebracht. Ich versuche es einige tage, aber kann den kleinen auch nicht ewig weinen lassen, da blutet mein Herz ... Mal sehen was daraus wird ... danke dir

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Ich kann dir evtl. Etwas mut machen.
Ich musste schon im KH wegen Gelbsucht und zu wenig Milch zufüttern. Meine Tochter verlangt aber auch große Portionen.
Von da an war es unmöglich sie an die Brust zu bekommen. Sie hat geschrien und um sich geschlagen. Das auch über Stunden...

Ich hab ihr immer ohne Druck die Brust angeboten. Ehrlich? Ich halte es nicht aus, wenn meine Tochter die Brust anschreit und sich mit Händen und Füßen wehrt. Ich finde es auch wirklich schlimm, sie zu zwingen, wenn sie es ganz offensichtlich nicht möchte bzw. Kann. Das kann für unsere Beziehung nicht gut sein... dafür mehrere Tage dauergeschrei, obwohl die Lösung in der Küche steht? Nein danke...
Sie müsste so lange hungern, bis sie aus Verzweiflung an die Brust geht... (das finde ich sehr hart)

Ich habe immer regelmäßig abgepumpt und bin damit auch an meine Grenzen gekommen (Flaschen machen / füttern, pumpen, alles sauber machen, sterilisieren, das ganze mit Baby auf dem arm, weil sie sonst schreit)
Meine Hebamme und mein Kinderarzt haben mir beide nahegelegt, das pumpem zu lassen, wenn es Stress macht, da es wichtiger wäre, dass wir beide entspannt sind. (Was auch meine Meinung ist)
Da mein Mann wieder Urlaub hat, wollte ich es noch weiter versuchen, solange er zuhause ist.
Noch am selben Tag, nach der U3 und dem Gespräch mit dem Kinderarzt, hat meine Tochter regelrecht mach der Brust verlangt. Nach 5 (!) Wochen hat sie die Brust wieder angenommen und übt jetzt fleißig das Brusttrinken und langsam kommen wir in einen Flow. Ich hab aber immernoch zu wenig Milch und muss zu füttern. Ob das noch was wird, weiß ich nicht. Aber es ist ok so. An der Brust trinkt sie ewig und braucht immer noch ein Fläschchen hinterher. (Sonst wird gequengelt, bis sie was bekommt) dafür schläft sie sehr gut und bekommt nur ein Fläschchen nachts.

Jetzt ist der Text etwas länger geworden, als beabsichtigt. Mir hat einfach mein Instinkt, dass ich sie nicht zwingen möchte. Jetzt quengelt sie auch mal, wenn ich sie stillen möchte, aber sie geht trotzdem freiwillig (!) An die Brust. Und ja sie hat bestimmt schon gelernt, dass es ein Fläschchen gibt, dennoch nimmt sie auch die Brust.

Du hast sicher ein Gefühl dafür, was bei DEINEM Kind richtig und falsch ist. Mach wa so wie es sich für dich richtig anfühlt und womit DU am besten leben kannst.

Alles Gute

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Hi, also krampfhaft erzwingen würde ich das wirklich auch nicht ... meine kleine ist jetzt 4 Wochen alt & gestern war meine Hebamme noch da , bei mir ist es tatsächlich so das meine Brust zu wenig oder zu langsam nachproduziert - da meine kleine anscheinend einen Schub hat und sehr oft trinken möchte . Meine Hebamme sagte sofort das ich zufüttern soll . Und natürlich trotzdem anlegen so oft wie möglich damit auch trotzdem weiter produziert wird. Ich habe gestern zb mal abgepumpt um zu gucken wie viel überhaupt da raus kommt . Und siehe da - es war viel zu wenig & kein Wunder das die kleine ständig nach dem stillen noch so schreit .

Vllt bekommt dein kleiner ja auch viel zu wenig.. ich würde auf keinen Fall ihn die Brust anschreien lassen bis er keine Wahl mehr hat ... wenn du abpumpen kannst dann würde ich das vllt auch mal versuchen um zu sehen wieviel bekommt mein Baby überhaupt .. ich denke sowas wie er macht das weil er die Flasche möchte ist totaler Schwachsinn . Der kleine hat einfach Hunger und wenn aus der Brust nicht genug kommt - natürlich ist er dann ruhig wenn er eine Flasche bekommt .

Alles gute für dich und ich hoffe du findest eine Lösung 🍀

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Wieviel du abpumpst sagt nichts darüber aus wieviel dein Baby wirklich zu trinken bekommt! Ein gut saugendes Baby kann die Brust 10x besser entleeren als die beste Pumpe!!
Ob dein Baby wirklich zu wenig kriegt, sieht man an der Gewichtsentwicklung oder daran dass es weniger als 5-6 nasse Windeln am Tag hat.
Manche stillende Frauen bekommen höchstens 20ml raus und die Babys gedeihen trotzdem prächtig!

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Ja das mag sein , aber wenn das Baby nach dem es an jeder Brust war trotzdem noch schreit ohne Ende wird es ja nicht genug bekommen haben .. ich musste aufjedenfall noch eine Flasche machen damit sie satt ist . Und da hat sie trotzdem noch gute 80 ml von getrunken .

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Hast du schonmal Stillhütchen versucht? Die können natürlich ihre eigenen Probleme mit sich bringen, aber vielleicht machen sie den Übergang von der Flasche zur Brust einfacher. Würde die dann aber nur so kurz wie möglich verwenden falls du dich dafür entscheiden solltest.

Oder erstmal ein bisschen mit Becher/Löffel füttern und dann an die Brust wenn er vielleicht etwas ruhiger ist?
Oder eben tatsächlich ein Brusternährungsset.

Schreien lassen/zwingen würde ich ihn auch nicht. Meiner mag manchmal nicht an die rechte Brust und schreit dann auch richtig rum. Manchmal hilft es wenn mein Freund ihm die Füße massiert und ich ihn dabei dann nochmal versuche an die Brust zu kriegen. Habt ihr sowas in der Art schonmal getestet, einfach um dein Baby zu beruhigen?

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Huhu
Also Hütchen klappt nicht so gut, hab ich schon getestet. Mit Löffel/Becher hab ich auch versucht, dabei kreischt er auch nur rum und schlägt alles weg.
So ne Art Massage oder so haben wir noch nicht probiert, könnte man noch machen. Ich hatte auch an so ein set gedacht, meine Hebamme meinte das ist eher für Frauen die wenig Milch haben und deshalb würde sie mir abraten. Das hat mich etwas verunsichert weil ich das schon öfter gelesen habe.

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Ich setze hier noch mal eine Gegenstimme. Denn es ist keineswegs furchtbar, wenn die Kinder die Brust etwas anschreien. 😅

Motte hatte eine ausgeprägte Brustschreiphase (Google das Mal), sie kannte gar keine Flasche. Trotzdem bekam ich sie nur mit Bewegung (du läufst, ich war auf dem Pezziball) an die Brust. Ich war auch versucht, ihr ne Flasche zu geben, weil es echt Kraft gekostet hat, aber dann dachte ich mir, das kann ja nicht sein, sie KENNT die Flasche ja nicht und stillen hat vorher auch geklappt, Milch ist genug da usw, da müssen wir durch.

Und genauso war es. Nachts im Schlaf hat’s übrigens immer einwandfrei geklappt.

Also, falls es bei euch auch so ist, dass es im Schlaf gut klappt, bist du definitiv kein Monster, wenn du tagsüber die Flasche „verweigerst“ und ihn an die Brust „zwingst“. Er kennt die Flasche, daher ist der Protest vllt größer (wobei meine Motte wie gesagt auch Dramen abgehalten hat, das ging sicher 3 Wochen jeden Mittag-Abend so).

Wenn das Stillen aber NIE funktioniert, es dir zu stressig ist und du nicht mehr kannst, ist die Flasche keine Schande!

Eventuell hat eine Stillberaterin noch Tipps für dich(falls du nicht schon längst eine kontaktiert hast).

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Ich kenne das von unseren anfängen. Unser sohn musste im KH mit der Flasche gefüttert werden weil ich wegen corona nicht in das Krankenhaus durfte (nachts) in das er verlegt wurde. Daheim habe ich ihm die Flasche dann mühsam abgewöhnt. Stillhütchen haben uns da sehr geholfen, dsdurvh war das saugen für ihn leichter, auch wenn es eine ziemliche Sauerei ist. Ich hab dann immer zuerst den ersten Hunger mit stillhütchen beseitigt und dann immer noch normal am busen nachtrinken lassen.

Alles Liebe ❤️ zwerg ist 4 Monate

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wenn du erst anlegst, wenn er schon im stressmodus vor hunger ist, wird das nichts, am besten so früh wie möglich.
wir hatten auch nen doofen start und haben dann mit stillhütchen mit sonde drin, abgepumpte milch zugeführt, anstatt flasche 1,5 tage im kh)
meine hebamme meinte, dass is die einzige chance, sie wieder an die brust zu bekommen.
nach 8 tagen kampf wollte ich aufgeben, hab einfach noch einmal angelegt, und es ging.
seit dem klappts, trotz flachwarzen.
hast du vll flachwarzen, dass er nicht gut greifen kann?
fingerfeeding oder mit dem brusternährungsset sind gute möglichkeiten...