Schmerzen beim Kaiserschnitt und neidisch auf Mütter die stillen können..

Da ich nun zum 3 mal anfange zu schreiben einmal die Kurzfassung.

Unsere kleine ist jetzt 5 Monate und wurde per geplanten Kaiserschnitt geholt, da sie in Beckenendlage lag.
Beim Kaiserschnitt selber war mein Mann mit dabei. Die PDA wurde von einem Assistenzarzt gelegt und das nicht richtig. Der Kaiserschnitt wurde durchgeführt, ich hatte Schmerzen, mir wurde nur Beruhigungsmittel gegeben und mir wurde nicht geglaubt. Nach dem Kaiserschnitt merkte ich ganzes rechtes Bein und ich konnte es vollständig bewegen. Mein Mann musste nach 4 Stunden gehen und durfte uns erst am Tag der Entlassung Wiedersehen.
Ich durfte unser kleine 8 Stunden nach der Gehurt erst das erste mal anlegen. Die kleine nahm immer mehr ab und mir wurde gesagt, wenn sie jetzt nicht bald zunimmt kann ich zwar nachhause, aber sie muss bleiben. Also musste ich sie vor und nach dem stillen wiegen und da sich nie etwas getan hatte wurde direkt mit der Flasche zugefüttert . Mir war das dann alles zu viel, ich war allein, ich hab bei der Geburt versagt, ich habe beim stillen versagt, fühlte mich unendlich traurig und einsam und wollte nur noch nachhause. Ich hab Tag und Nacht nur geweint, abgepumpt was das Zeug hält und jedesmal 10 Milliliter rausbekommen. Als wir dann nachhause durften und mein Mann uns nach 6 Tagen das erste mal wiedersah mussten wir uns eine Milchpumpe besorgen, weil alle noch hofften das ich meinem Milcheinschuss bekomme und wir erst noch mit unserer Hebamme besprechen wollten wie es weitergeht. Unsere Hebamme kam am nächsten Morgen und meinte ich kann es ruhig 3 Tage versuchen mit dem stillen und das dieses richtig hart werden, sie aber denkt das ich stillen werden kann. Ich wollte es...so unbedingt..
Dann versuchte ich es und am Abend war ich körperlich und seelisch so kaputt das ich sie unter Tränen angerufen und sagte das ich es nicht kann.

Das Ende vom Lied ist jetzt, ich habe Angst vor einer erneuten Schwangerschaft und der damit verbunden Geburt, wünsche mir nichts sehnlicher als meine kleine stillen zu können und bin auf jede Mama unendlich neidisch, wenn ich sehe oder erfahre das diese stillen kann.

Ich liebe unsere kleine, sie ist das beste was uns passieren konnte und ich kann mir nix anderes mehr vorstellen, aber jedesmal, wenn ich an die Geburt und an die Zeit im Krankenhaus zurück denke muss ich weinen. Aber nicht vor Glück und weil es so schön war, sondern weil ich dann unendlich traurig werde, mich im Stich gelassen fühle, mich selbst schlecht finde und mir denke, ich hab es einfach nicht auf die Reihe bekommen und versagt.

Und wir wollen auch ein zweites Kind, aber ich habe so große Angst das es sich wiederholt und ich erneut versage...

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Hi!
Unser Sohn musste aufgrund gesundheitlicher Probleme meinerseits bei 35+3 geholt werden. So kam ich zu einem KS, den ich nie wollte, aber es ging nun mal nicht anders.

Vor dem KS wurde ich mit unzähligen Medikamenten vollgestopft um mich zu stabilisieren. Aufgrund dessen hatte mein Sohn den ersten Wochen Probleme und war auf der Intensiv. Ich hätte auch gerne gestillt, aber aufgrund der Medis habe ich mich dagegen entschieden. Mir war das Risiko zu groß.

Also habe ich genau das, was ich nicht wollte: ein Flaschenkind, das per KS geholt wurde. Hab auch lange daran geknabbert. Mittlerweile ist es für mich ok eine Flaschenmami zu sein. Unser Sohn entwickelt sich prächtig trotz Frühgeburt, Flasche und KS.

Glaubst du, du bist eine bessere Mutter nur weil du stillst? Ich verstehe ja die Stilllobby, aber man darf sich davon nicht fertig machen lassen. Stillen soll doch nicht zur psychischen und physischen Extrembelastung (für beide) werden.

Es wird dir niemand vorher sagen können wiederbekommen erneute Schwangerschaft und Geburt verlaufen wird, aber du kannst an deiner Einstellung arbeiten. Im Leben lässt sich nichts erzwingen - auch das Stillen nicht. Und auch als Flaschenmama kann man eine gute Mama sein.

LG

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Ich denke mal, das es auch eine diese Wunschvorstellung ist, die es so schwer macht. Ich hab mir ehrlicherweise nicht so viele Gedanken drum gemacht, was wäre wenn es nicht klappt. Klar hatten wir zur Not Pre-Nahrung hier, aber ich war der Meinung ich kann stillen und wollte es unbedingt und dann hat es mich noch härter getroffen. Dazu noch die räumliche Trennung zu meinem Mann und ich war fertig.

Aber, die kleine wird such so groß, anscheind dauert es eben nur bisschen länger das alles so zu verarbeiten.

Aber vielen Dank für deine lieben Worte.!

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❤️

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Du hast norgends versagt, sondern im Gegenteil das beste für den Kind entschieden, gegeben und alles in die Wege geleitet, um ihm einen guten Start ins Leben zu bieten. Irgendwann, wenn dein Kind freudestrahlend mit dem ersten selbst gepflückten Blumenstrauß vor dir steht, wird es völlig irrelevant sein, ob du stillen konntest, oder nicht. Es wird die Blumen für dich gepflückt haben, weil es dich liebt, weil du seine Mama bist und ihm alle liebe der Welt schenkst. Dass die Geburt nicht schön war, wird verblassen, dein Kind hat entschieden, dass es so passieren soll, wer weiß warum?! Wer weiß, hätte eine natürliche Geburt zu Komplikationen geführt?! Ich denke, alles im Leben passiert aus einem gewissen Grund. Du machst einen großartigen Job!! Fühl dich umarmt und bleib mit deinen Gefühlen nicht alleine, reden ist das a und o 💕

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Vielen lieben Dank für die Worte.!

Es ist sich nicht jeder Tag, wo ich so denke. Das ist phasenweise und die guten Tage überwiegen. Und das ist ja mit die Hauptsache.

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Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu eurem kleinen Schatz...
Mein kleiner wird am 15. auch 5 Monate und mir erging es ähnlich. Durch Corona durfte mein Mann nicht mal bei dem Kaiserschnitt dabei sein. Dafür meine Mama weil sie eh Personal ist in dem KH. Allein das mein Mann nicht da war, war schrecklich für mich. Nach dem KS kam ich in den Kreißsaal zur Überwachung. Nach 4 Stunden durfte ich den kleinen das erste mal anlegen aber er hat es nicht geschafft anzudocken. Dies Problem blieb alle Tage und ich musste pumpen. Hatte mit 6x pumpen 5ml zusammen von beiden Seiten. Mein kind schrie vor Hunger und am 2. Tag bekam er die Flasche. Zuhause endlich bei meinem Mann ( habe mich nach 3 Tagen selbst entlassen nach der u2 und dem kleinen ging es prima ) haben wir auch eine Pumpe geholt und ich habe 8 Wochen gepumpt und nie mehr als 30ml am Tag zusammen gehabt. Hab es dann aufgegeben und akzeptiert das er die flasche bekommt. Ihm geht es super, er wächst, nimmt prima zu und auch ansonsten sehr sehr fröhlich und in der Entwicklung weit.
Im KH habe ich auch nur geweint und denke nicht gern an die Geburt zurück. Auch bei meinem KS lief nicht alles glatt.
Ich beneide die Frauen die stillen können auch sehr aber mittlerweile zählt nur noch das er alles hat was er braucht und es ihm gut geht.
Du hast nicht versagt sondern das größte Wunder der Welt geboren. Egal wie.
Fühle dich lieb gedrückt und nimm alles so wie es ist und sei glücklich mit deinem Baby.
Und beim nächsten mal wird sicher alles anders werden. Das sage ich mir auch...alles alles liebe für eure kleine Familie.
LG

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Wie sagen mittlerweile auch, beim nächsten Kind, da sind die Umstände anders und da läuft es bestimmt besser.

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Du hast NICHT versagt!!! weder bei der Geburt, noch beim stillen! Du hast ein wunderbares Kind ausgetragen, monatelang genährt und behütet❤

Hab bitte keine Angst vor einer neuen Schwangerschaft. Jede Schwangerschaft, jede Geburt ist anders.
Ich hatte eine erste Traumschwangerschaft mit einer schlimmen und schweren Geburt.
Gefolgt von einer schweren Schwangerschaft mit einer schnellen und "schönen" Geburt, die mich von dem Trauma der ersten Geburt geheilt hat.
Und dass du das erste mal nicht stillen konntest, heißt nicht, dass es beim nächsten mal nicht klappen wird.
Das Stillen bei meinem ersten Kind war eine Qual, ich hatte sehr lange wenig bis keine Milch, und musste wochenlang kämpfen.
Bei meinem zweiten Kind läuft alles super, ohne Probleme!

Ich wünsche dir alles gute, und dass du die Geburt und die Zeit danach verarbeiten kannst!

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Danke für die Aufmunterung.!💕

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Hallo du :)

Erstmal tut es mir leid, dass du keine schöne Geburt hattest aber du hast definitiv nicht versagt! Mein Sohn wurde auch aufgrund einer BEL per Kaiserschnitt geboren. Unsere Stillbeziehung war auch sehr schwierig zu Beginn und ich habe 3 Monate dafür gekämpft, war ein nervliches Wrack und kurz vorm Abstillen. Wir mussten viel zu füttern und ich hatte höllische Schmerzen. Meine letzte Rettung war eine Stillberatung, die ein zu kurzes Zungenband vermutet hat.
Ich kann also total verstehen wie du dich mit dem Stillen fühlst. Ich habe mich so darauf fixiert, es gab kein anderes Thema mehr für mich. Im Nachhinein sehr schade, da ich die ersten 3 Monate nicht ganz so genießen konnte wie ich es gern gemacht hätte...

Konzentriere dich auf das wichtige: du hast eine wunderbares kleines Wesen geboren, auch wenn es ein Kaiserschnitt war, und genieße die Zeit mit deinem Wurm. Beim 2. Kind kann ja auch alles ganz anders laufen und das Stillen sofort klappen.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und hoffe, dass du irgendwann mit deinem schlechten Erlebnis abschließen kannst.

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Oh Mann du Arme! Lass dich mal virtuell drücken! #liebdrueck

Du hast doch wirklich alles versucht. Dein Kind kann stolz auf dich sein und du darfst das auch sein. Es bringt nichts, zu überlegen, wie es hätte sein sollen. Du hast alles gegeben und tust es immer noch. Dafür, dass im KH einiges schief lief, kannst du nichts.

Ich hatte zwar eine natürliche Geburt, aber meine PDA hat auch nur auf einer Seite gewirkt. Und Abpumpen ist auch bei mir eine Katastrophe. Es dauert eeeeewig und dann hab ich 20ml. Na prima.
Dein Kind wird mit Flasche genauso groß. Sie ist gesund, du hast die Geburt trotz dieser Umstände überstanden.
Wie es bei einer zweiten Schwangerschaft und Geburt laufen wird, kann dir niemand sagen. Aber du weißt jetzt ganz genau, was du willst und was nicht. Du kannst viel besser für dich einstehen, weil du schon eine Geburt hinter dir hast.

Ich hoffe, du kannst irgendwann mit den schlechten Erfahrungen abschließen, das Positive sehen und optimistisch in die Zukunft schauen!
Alles Gute!

Orchifee mit kleinem Bub

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Guten Abend,

ich fühle mit dir. Wirklich. Ich hatte auch ein Kaiserschnitt, der jedoch überhaupt nicht geplant war. Es war kein Notkaiserschnitt aber bei ET + 6 bei einer Untersuchung im Krankenhaus wurde gesagt, mein Baby muss heute noch geholt werden. Ich war gar nicht drauf vorbereitet und wollte eigentlich so gerne ganz normal entbinden 🙁
Die OP verlief zwar gut und ich konnte mein Baby im Kreißsaal schnell anlegen. Aber ich bin traurig dass sie ihn gleich aus dem OP mitgenommen haben und ich ihn nicht auf mir hatte ..
Das Stillen klappte überhaupt nicht. So, dass er auf die Intensiv musste 😥
Ich dachte ich stille nie wieder .. ich pumpte also ab und es klappte ganz gut. Ich war aber so überfordert mit allem. Die OP, die Schmerzen, mein Baby... Ich war am Ende. Ich hab fast nur geheult. Das war so schlimm. Ich konnte einfach nicht glücklich sein. Das alles im Krankenhaus war für mich wirklich wie ein Trauma.
Ich hätte auch gerne stillen können und es hätte sicher geklappt eigentlich wenn man mir geholfen hätte...
Ich liebe mein Baby über alles (er wurde gestern 10 Wochen)! Ich mache mir viele Vorwürfe. Aber nichtsdestotrotz will ich sicher ein zweites. Ich möchte es beim Nächsten einfach besser machen 😌

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Ich wünsche dir erstmal herzlichen Glückwunsch zu eurer kleinen :)
Ich kann dich wahnsinnig gut verstehen.. Da kommt natürlich nen Haufen zusammen
Ich kann dir nur sagen du bist damit ganz sicher nicht alleine es geht ganz vielen so
Jeder hat ja seine Vorstellung zb stillen man bereitet sich die ganze Schwangerschaft drauf vor und will und möchte und dann geht's nich natürlich is die Enttäuschung groß man fragt sich was man falsch macht Andere können doch auch etc
Aber es gibt ganz ganz viele die Eben nciht können und das liegt nich am scheitern manchmal kommt einfach vieles zusammen
Ich denke egal ob du stillst oder nicht du bist für dein Kind die beste Mama und das wird auch immer so sein :)

Mir ging es sehr ähnlich
Meine kam 4 Wochen zu früh
KS wegen beckenendlage
2 wochen intensiv ich konnte sie erst am 4ten tag nach der Geburt überhaupt mal aufn Arm nehmen
Da war von Anlegen noch garkeine rede
Hab lediglich gepumpt was das Zeug hielt die ersten Tage kamen super 60 bis 80 ml pro pumpen tjoa.. Nach der ersten Woche intensiv durfte ich sie bis zur Entlassung 3 mal anlegen.. Sie hatte aber auch echt zu tun die kleine.
Trinkschwäche, Gelbsucht, Sauerstoff Probleme, herztöne, infekt, zu klein, zu leicht
Joa nach 2 wochen intensiv kam aus der Pumpe auch nurnoch max 10ml aus beiden seiten zusammen und meine hebamme wusste auch keinen Rat mehr die kleine hatte auch wenig interesse beim anlegen bzw hatte auch noch garkeine Kraft länger zu saugen und ich sollte weiterhin pumpen pumpen pumpen bis so eine Woche später echt garnix mehr kam vielleicht 2 Tropfen
Unsere kleine bekam daher schon seit der Geburt ja immer pre Nahrung zugefüttert
Und ich denk auch oft drüber nach..
Vorallem macht mir die Geburt an sich auch teilweise immernoch zu schaffen
Da ich sie halt auch erst 24 Stunden nach der Geburt das erste Mal gesehen habe.. Während der papa die Schwestern alle mir erzählt haben wie meine Tochter aussieht und das war so schlimm für mich..
Das ich sie auch nicht halten konnte etc

Aber ich denke das braucht Zeit
Man funktioniert nach so einer Geburt ja auch nurnoch irgendwie
Plötzlich hat man ein Baby will alles richtig machen is Tag und Nacht am tun und machen und irgendwie hat man garkeine Zeit darüber nachzudenken oder emotional zu sein was die Geburt etc angeht
Das muss man nach und nach aufarbeiten
Das braucht Zeit
Aber es wird besser :)
Ich hab auch manchmal Sorge wegen dem Thema beim nächsten Baby weil das mit der intensiv war für mich der pure horror..
Aber wie es immer so is es kann alles anders sein wie bei jeder Schwangerschaft alles anders sein kann
Ich würde versuchen das Thema Geburt aufzuarbeiten
Und hab keine Angst was beim nächsten passiert das kann man nicht vorhersehen oder irgendwie groß beeinflussen grad das Thema stillen
Wenn man alles getan hat was man tun kann na dann is es einfach so und man muss das beste draus machen
Kopf hoch ich denke das dauert einfach noch seine zeit :)
Du bist für deine kleine wie gesagt die beste mama und das is doch das was wirklich zählt das eigene Kind zusehen und zu wissen das es unendliche liebe is :)


LG kekscore mit Melina 11 monate

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Voll "schön", authentisch und verständnisvoll geschrieben!
Ps: bei mir kam nach 9 Wochen also bis vor Kurzem auch (fast) keine Milch mehr beim Pumpen 😔

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Hol dir professionele Hilfe, dein Kind ist 5 Monate und denkst nur an so Sachen, Neid auf die die stillen?! Es ist nur Nahrung kein Mittel das sie vor all Krankheiten schützt, keine angst.