Wie stillt man ab?

Hi,

es tut mir so leid für die blöde Frage, aber ich weiß absolut nicht, wie ich es angehen soll. Leider gibt es in meinem Freundeskreis keine einzige Frau, die gestillt hat und auch Mutter und Schwiegermutter haben das nicht getan.

So, also meine Tochter ist nun 13 Monate alt und isst zu 100 Prozent ihre Nahrung über den Familientisch. Tagsüber stille ich schon sehr lange nicht mehr, da sie es nur noch sehr kurz zum Einschlafen brauchte, dies aber auch vor etwa einem Monat aufhörte. Nun ist es aber so, dass sie es abends noch einfordert und nachts sowieso. Tagsüber wiege ich sie ohne zu stillen 2 Minuten in den Schlaf und lege sie ins Bett, das klappt hervorragend. Abends dauert es alles aber ca 45 Minuten, sie ist furchtbar unruhig an der Brust, will eigentlich nur nuckeln, hört auf, sobald wirklich Milch kommt, nimmt kurz den Schnuller und so geht das Spiel die ganze Zeit. Ich merke eigentlich, dass sie das Stillen nicht mehr richtig braucht/ will, da sie dabei gar nicht zur Ruhe kommt. Aber ohne ist es ein Gebrüll sondergleichen. Das einfache Tragen und in den Schlaf wiegen klappt da nicht so wirklich. Vielleicht bin ich aber noch nicht mit wirklich Biss ran gegangen? Ich weiß es nicht. Wie stillt man denn Kinder ab? Einfach nicht mehr anbieten und in den sauren Apfel beißen? Kurz stillen lassen und nach dem ersten mal abnabeln "hart" bleiben? Letzteres erscheint mir auf jeden Fall für den Übergang gut. Und wie stellt sich das nächtliche genuckel ab? Fragen über Fragen, die mir so sicher keiner wirklich beantworten kann, aber ich bin zur Zeit wieder in der 16 Ssw und irgendwie merke ich, dass die Luft bei uns beiden raus ist....

Liene Grüße

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Abstillen ist wie Du vermutest sehr individuell. Bei Dir klingt es wirklich so, als sei die Luft raus und eigentlich ein guter Zeitpunkt. Trotzdem scheint sie nicht einfach loslassen und auf Schnuller umschalten zu können. Schwierig.

Ich glaube ich würde es so angehen, dass ich ihr gezielt den Schnuller plus Einschlafkuscheln in Deinem Arm anbieten würde. Würde ihr aber versuchen zu vermitteln, dass Dein T-Shirt/Nachthemd zu bleibt. Nimm sie beim Kuscheln hoch ans Gesicht und erlaub ihr Deine Brüste zu streicheln - statt sie zu nuckeln.

Meiner kommt zwar jetzt immer noch Brüste streicheln, ist aber zum Abstillen eine gute Alternative gewesen. Mit Papa als Ersatz hat es bei uns gar nicht geklappt.

Viel Erfolg! :-)

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Hi, danke für die ausführliche Antwort. Den Schnuller nimmt sie prinzipiell, nur abends lieber Busen statt ihn 😄 eben hat es gut geklappt, ich habe sie kurz gestillt und nach dem ersten loslassen ihrerseits nach ca 1 Min, hab ich alles eingepackt, sie auf den Arm genommen und geschuckelt. Sie hat kurz protestiert, ist dann aber nach 5 Min eingeschlafen. Nun gut, vielleicht ein Zufallstreffer, sie war sehr müde. Aber das wäre ein sanfter Weg, glaube ich 😊 mit Papa als Ersatz klappt es auch nur mäßig. Muss aber auch sagen, dass ich sie durchs stillen quasi immer ins bett gebracht habe und plötzlich nicht mehr zu stillen und ich verzichte aufs Zubettbringen, wäre vermutlich auch ein wenig viel. Vielleicht packe ich sie aber auch nur in Watte 😀

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Hallo,

Wir haben auch mit etwa 13 monaten abgestillt. Er wollte auch nur noch abends ran und Nachts wenn er wach wurde zum einschlafen. Das nervte mich am meisten weil ich um 4 zur arbeit aufstehen muss.

Wir haben das so gemacht: er ist von freitag-sonntag zu meinen Eltern und dann habe ich noch gut 2 monate bekleidet geschlafen, und wenns gar nicht ging bin ich auf die couch. Danach war das thema gegessen. Er hat auch nicht wirklich terz gemacht.

Was er allerdings immernoch macht ist die hand im shirt zu versenken zur Entspannung. 🙄🙈

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Witzig, dass hab ich schon häufig gehört, dass die Brust trotzdem noch beruhigend wirkt 😄 ja, da die Luft wirklich raus ist und sie es nur noch aus Gewohnheit macht, denke ich, der Zeitpunkt ist gekommen.

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Hattest du eine Nachsorgehebamme? Ihre Hilfe steht dir die gesamte Stillzeit zu und das betrifft auch das Abstillen. Nimm diese Hilfe ruhig in Anspruch.
Ansonsten müsst ihr probieren und für euch einen weg finden.

Ich habe damals wie selbstverständlich auf das Angebot der Brust nach und nach verzichtet. Stattdessen gab es kuscheln etc.
Versuch es mal als die natürlichste Sache der Welt anzusehen, dass es eben immer weniger und bald gar kein stillen mehr gibt. Das akzeptieren so kleine Kinder meist ganz gut wenn man etwas neues als selbstverständlich einführt.

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Ich habe mit 13,5 Monaten nachts abgestillt, hab aber zu dem Zeitpunkt noch viel mehr gestillt als du.

Motte wurde allerdings schon da lange von meinem Mann ins Bett gebracht. Ich hatte sie gestillt, dann übernahm mein Mann und brachte sie zum einschlafen.

Ich hab Motte gesagt, dass wir ab heute nicht mehr stillen (nachts) und sie hat es von Nacht 1 an einfach akzeptiert (davor klappte das NIE!). Und nach und nach war es dann wie bei euch- immer wenn ich merkte, sie zappelt und schreit nur noch rum an der Brust und ist halbherzig dabei, hab ich das Stillen weg gelassen.

Abends klappte gut, da wir ja eh ein anderes Ritual hatten, daher hab ich da keinen Tipp 😅 aber ich hab mittags zum einschlafen gestillt und das auch als letztes weg gelassen. Ich hab ihr wieder gesagt, wir lassen es nun weg und sie schafft das auch so. Dann hab ich mich mit ihr hingelegt und gestreichelt und „sssssh“ gemacht, bis sie schlief. Anfangs hat das auch so 45 Minuten gedauert, inzwischen brauche ich 5-10 ;)

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Ja, tatsächlich hat es gestern Abend das erste mal ohne rumgenuckel geklappt...sie hat ca 20 Sekunden getrunken, wurde dann unruhig, habe sie im Arm geschuckelt und es hat zwar ein wenig gedauert, aber als ich sie ablegte, hat sie von 20:00 bis 5!!!! Uhr heute morgen in ihrem Bett geschlafen 😂 normalerweise wurde sie nach spätestens 2 std wach und wollte nuckeln. Bin ziemlich auf die heutige Nacht gespannt 😅 aber offenbar ist 13 Monate so rum ein guter Zeitpunkt dafür 😊

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Das Gefühl hatte ich auch 😁 Daumen dind gedrückt 🙌

Man sagt nach 2-3 Nächten ist das Thema dann auch durch und hier war es so ;)