Abstillen oder eigenes Zimmer?

Guten Abend meine Lieben, ich brauche dringend eure Hilfe. Ich habe ein 16 Monate altes Baby, ich stille noch voll. wir waren fast über eineinhalb Monate im Ausland da hat er leider immer mit mir geschlafen und hat sich daran gewöhnt an der Brust einzuschlafen, seitdem wir wieder in Österreich sind möchte er nicht mehr in seinem eigenen Bett schlafen, sobald er eingeschlafen ist und ich ihn in sein Bett lege beginnt er zu schreien ,für mich ist es schon sehr sehr anstrengend, er ist jede halbe Stunde wach und möchte an die Brust, eigentlich wollte ich ihn noch nicht ganz abstillen aber ich weiß nicht mehr weiter, sein Bett steht neben unser Bett im Zimmer, soll ich lieber sein Zimmer trennen oder abstillen? Ach ja am Tag ist es auch nicht anders er kommt so oft zieht mein T-Shirt hoch und möchte immer wieder an die Brust, bitte gibt mir Ratschläge ich weiß nicht mehr weiter , die Nächte sind schon ziemlich qualvoll ich kann gar nicht mehr schlafen, Mit 3-6 Monaten hatte er schon 6-7 Stunden durchgeschlafen, und jetzt auf einmal wo er älter ist beginnt das ganze wieder von vorne:(

1

Den ultimativen Tipp hab ich leider auch nicht. Wir haben hier gerade mit fast einem Jahr ein ähnliches Problem. Nur das keine Tochter zumindest für je Stunde in ihrem Bett neben unserem Schläft und es wahrscheinlich nur ne Phase ist.
Grundsätzlich sollte man solche Veränderungen in welcher Art auch immer tagsüber einführen. Das heißt bevor du überhaupt daran denken kannst die nächtliche Situation zu bessern, musst du an der Tagessituation arbeiten.
Mit 16 Monaten sollte ja Tagsüber schon eine nennenswerte Menge Fester Nahrung gegessen werden. Das heißt eigentlich muss er tagsüber auch nicht viel tribken. Ich würde zusehen, dass tagsüber bis auf vielleicht 1/2 festgelegte Zeitpunkte nicht gestillt wird. Dann kann sich nämlich auch deine Milchproduktion darauf einstellen. Wenn dann Mal einen Tag doch mehr getrunken wird ist ja kein Drama, aber wenn es jetzt so problematisch wird, wird es Zeit das die Brust nicht mehr jederzeit zur Verfügung steht. Da sind wir gerade auch dran. Versuche immer erst Wasser anzubieten wenn sie an die Brust will, wenn ich sicher weiß, sie will nur Nähe-Nuckeln, Versuche ich sie erstmal rumzutragen und abzulenken.
(Sie würde sonst wirklich jede halbe Stunde nuckeln wollen).
Zum Einschlafen den Papa einbinden. Er kann mit rumtragen, singen, Melodie vorspielen etc erstmal versuchen. Wenn das nicht klappt kannst du mit stillen wieder ran. In der nächsten Nacht wieder so versuchen. So machen wir es auch gerade. Am besten damit startet man auch tagsüber. Das klappt bei uns schon gut. Generell viel den Papa einbinden. Der riecht nämlich nicht nach Milch und Brust.
Beim eigenen Zimmer kenne ich mich nicht so aus. Unsere schläft ja bei uns.

2

Aktuell ist auch noch mal ein Entwicklungsschub. Meist klappt es nach dem 18. Monat besser mit dem abstillen.

Zudem wart ihr ja einige Monate im Ausland, nun seid ihr zurück - das ist eine Menge zu verarbeiten für dein Kind!!

Ich würde eventuell versuchen, sanft abzustillen, insofern du die Kraft für möglichen Protest aufbringen kannst. Ich hab ganz sanft nach Gordon abgestillt und es hat richtig gut geklappt.

Ich hab das abstillen angekündigt, nachts für einen bestimmten Zeitraum nicht gestillt (z.B. 4 Stunden nicht) und diesen ausgedehnt, sobald der angestrebte Zeitraum ohne Protest klappte (ging hier sehr schnell, ich hab meist so nach 3-4 Nächten verlängert).

Ich denke, dein Kind ist grade einfach unsicher bezüglich des Wohnortwechsels und der (für ihn) neuen Umgebung und Alltagsstruktur und braucht daher grade sehr viel Nähe und Sicherheit. Das musst du im Hinterkopf behalten ;)

3

Du schreibst, ihr stillt noch voll mit 16 Monaten? Isst er bereits ein kleines bisschen wenigstens?
Muttermilch ist sehr bekömmlich und leicht zu verdauen... Das führt bei älteren Kindern oft dazu dass sie nicht lange satt sind davon. Versuch abends noch etwas sättigendes beizufüttern und ich denke das Problem nachts mit dem häufigen Stillen sollte sich damit bald bessern.
Wenn du dann besser schlafen kannst nachts, macht dir vielleicht das Einschlafstillen nicht mehr so viel aus und du überlegst es dir nochmal mit dem Abstillen. Ich fand es sehr bequem mein Kind immer unter Garantie zum Einschlafen zu bewegen mit dem Stillen... Heute ist der Große 4 und es ist an manchen Tagen relativ schwer. Da vermisse ich manchmal das Einschlafstillen.

Wenn sein Bett in eurem Zimmer neben dem Bett steht, ist dann da ein Gitter dazwischen? Gibt es eine Möglichkeit ein Beistellbett, also mit einer offenen Seite und einer Matratzenebene zu machen? Damit wäre er in seinem Bett aber dennoch bei Mama.