Mamis, mal ganz ehrlich ...

Eines vorab: Ich möchte keine Moralpredigen auf meine Frage/ Aussage. Nur ehrliche Ratschläge und tips.

Noch bin ich schwanger, aber eines weiß ich jetzt schon. Ich.möchte.nicht.stillen!
Warum und weshalb? Das ist allein meine Sache.
Aber liebe Mamis da draußen, (vorrangig die die nicht gestillt haben).
Hat es euch, oder eurem Kind geschadet? Bitte berichtet über eure Erfahrungen.
Hand aufs Herz.
Und all die die gestillt haben oder es noch tun, seid ihr glücklich damit? Was überzeugt euch davon?

Und warum ist das heute so ein empfindliches Thema wofür man förmlich zerissen wird von all den anderen Müttern.

Ich wünsche mir für das Thema mehr Toleranz als einfach nur moralpredigen.

Vielen Dank meine lieben.
Habt euch lieb <3

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Also Hut ab wie hier alle sehr offen damit umgehen und die Ansicht der Mütter respektieren die nicht stillen wollen. Finde ich Klasse und so sollte es auch sein!

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Hey du,
ich habe 2 Kinder (12, 9) und keines gestillt und kann nicht sagen, ob es gesundheitlich für die Kids vielleicht besser gewesen wäre zu stillen.

Meine Große hat eine Gesundheit wie ein „Pferd“,
sie bekam bisher selten was ab und wenn immer nur mild.
Mein Kleiner hat Neurodermitis (inzwischen kaum noch Stellen) und Allergien und ist (auch deswegen) schon immer recht anfällig für Erkältungen/Bronchitis...
Aber der frühere Nachbarjunge wurde über 1 Jahr gestillt und hat schlimmer Neurodermitis und Allergien als meiner.
Also macht hier stillen oder Flasche anscheinend keinen Unterschied...

Ich habe die Erfahrung gemacht (Pekip-Kurs), dass die meisten Stillmamas ewig diese kurzen Schlafphasen bei ihren Kindern nachts hatten.
Während ich nach 6 Wochen bei beiden Kids durchschlafen durfte bis zum Vormittag...😃

Und ich konnte das Füttern auch einfach mal meinen Mann oder Oma machen lassen (geht beim Stillen ja nicht, außer man pumpt ab vorher und friert sie ein).

Klar man muss die teure Nahrung kaufen, immer Fläschchen zubereiten und aufwaschen und sterilisieren, unterwegs das ganze Geraffel mitschleppen während die Stillmamas einfach ihre Brust geben können... diese aber selbst nicht alles essen dürfen, sich unterwegs einen geeigneten Platz suchen müssen und sicher noch andere Dinge beachten müssen.
Kenne mich da nicht so aus, habe nur von Brustentzündungen und dass Stillen als unangenehm (Gefühl) empfunden wurde von Freundinnen mitbekommen.
Ich weiß auch nicht wie das z.B. sexuell ist mit der tropfenden/schmerzenden Brust...

Es hat, denke ich, Beides Vor-und Nachteile und jede Frau sollte für sich entscheiden dürfen, welchen Weg sie wählt.
Ich wurde auch des Öfteren angefeindet... aber was soll’s!
Deswegen bin ich keine schlechtere Mutter!!

Ich bereue es jedenfalls nicht diesen Weg
genommen zu haben...

Alles Gute für dich!

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NUR zur allergiefrage:
da spielt ja nicht nur die ernährung mit.

meine kinder sind alle voll gestillt und haben trotz familienanamnese die eine höchstgradige wahrscheinlichkeit auf alle möglichen allergien brint kaum allergien/neurodermitis symptome.

mich hätten sie mit einem jahr fast hops gehen lassen, weil keine sau drauf gekommen ist, dass ich keine kuhmilch vertrage und die (nicht-HA) milchnahrung immer postwendend am einen oder anderen ende wieder ruasflog bis ich stark unterernährt war.

natürlich treten auch allergien in unbelasteten stillfamilien auf, aber eben deutlcih seltener... man kann nur das risiko senken, und wenn du eben das eine prozent bist, bei dem es anders ist, ahst du trotzdem pech ;-) auf was man dann setzt muss eben jeder selber wissen....

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Deine zweite Hand Nachteile sind teilweise richtig, aber auch nicht immer. Schmerzen am Anfang, gebe ich dir recht, dass war bei mir immer so. Nur ich kann ernähren, stimmt auch, abgesehen vom abpumpen. Sich einen Platz suchen, zum stillen? Nein. Die Klamotten sind dafür so clever geworden, dass keiner was sieht/sehen muss. Nach einiger Zeit war ich so Profi, dass ich überall in jeder Position stillen konnte. Sogar im stehen/laufen. Klar es dauert etwas und erfordert Übung, aber dann ist es wirklich bequem. Durchschlafen, kann ich auch nicht bestätigen. Mein Erster schaffte nach 6 Wochen 6 Stunden am Stück. Und selbst wenn nicht, ist im Dunkeln, liegend im Halbschlaf 10 Minuten stillen angenehmer als aufstehen, Flasche machen, füttern und wieder hinlegen. Am Ende ist es wie du sagst, hat alles Vor und Nachteile...

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Ich bin überzeigte Stillmama, freue mich schon auf die nächste Runde.

dennoch würde ich niemals einer frau ein schlechtes gewissen machen, wenn sie es eben nicht will. solange sie nicht vn mir erwartet dass ich den grund gut fiinde. denn es esteht MIR genauso frei, ihre entscheidung falsch zu finden. ich muss sie dafür aber nicht ausmachen.

wenn du nicht stillen willst, suche eine vernünftige säuglingsnahrung aus. es gibt viele kriterien... und bedenke, dass das auch teuer werden kann, wenn dein kind z.B. kuhmilch oder bestimmte andere bestandteile der standardsorten nicht verträgt.

ich habe nur für fremde Kinder Fläschchen gemacht, ist ja kein großes Ding. aber ih bin froh selbst drumrum gekommen zu sein.

Was mich überzeugt?
kein nächtliches flasche rühren...
kein plärrendes kind bis die flasche fertig ist (minuten können sich anfühlen wie stunden...)
und dann war es doch nur ein pups der rausgeschaukelt werden musste - flasche für die katz, arbeit und geld für nix verschwendet....
kein nächtliches aufstehen... man kann wenn es gut läuft oft sgar selber weiterschlafen
man braucht unterwegs fast nichts mithaben, eine windel in die handtasche und auf gehts...
schon cool zum bondolino keine große tasche mit allem kram mitnehmen zu müssen...
weniger abwasch und weniger kram in der Küche- grade bei milch muss es ja sehr hygienisch zugehen und die flaschen haben immer viele ritzen und kanten.. sollen sauber lagern, trocknen schlecht...
ich muss keine teure milchnahrung kaufen (bei uns wäre es mindestens pre-HA gewesen, oder noch schlimmer... (alle allergiker mit problemen auf milch und Soja...

dann diese ganzen halb bewiesenen dinge:
mein eigenes (brust)krebsrisiko sinkt - bei meiner familienanamnese seeehr vorteilhaft
und ich brauche nicht mit jeden diskutieren, warum ich mein kind nicht bei ihm lasse kann ohne ihn irgendwie beschämen zu müssen.
kinder haben gesündere zähne, davon profitieren sie ein leben lang
die mundmuskulatur wird angeblich besser trainiert, die kinder sprechen besser und schneller... meine waren alle schnelle, gute sprecher, 1 von 4 nuschelt bis heute wie doof, woran es wirklich liegt mag der Himmel wissen .

dennoch weiß ich: auch flaschenkinder kommen durch, ohne allergien manchmal ebenso gut, wobei da ja keiner so genau weiss, weil man ja keinen vergleich hat...
milchnahrung ist heute (bis auf ausnahmen) schon sehr hochwertig, da braucht man wenig schlechtes gewissen haben (ich hätte es dennoch)

flaschen machen geht mit dem passenden sysem auch schnell und hygienisch, auch unterwegs, man büßt letztlich nur wenig freiheit ein...
und spätestens wenn frau in den ersten monaten schon viele termine ohne baby wahrnehmen will, ist das ja deutlich einfacher asl dann umstellen zu müssen, oder das kind mit babysitter im nebenraum zu parken oder oder ... da ich nie einen babysitter hatte ergab sich dadurch für mich kein vorteil... meine freundin teilt ab spätestens 6monaten 1:1 mit dem papa weil beide teilzeit in wechselschicht arbeiten, da wäre stillen ja absolut stressig...

und von gestressten eltern hat das kind auch nichts. oder von eine mama die sich zum stillen quält weil "man das so erwartet"

nach vielen jahren Krabbelgruppe und geschwitserkinder von Kindergarten und Schulkindern: ich sehe lieber eine entspannte, glückliche flaschenmama als eine genervte stillmama die sich unwohl fühlt und das mehr oder weniger offensichtlich an ihrem kind auslässt - und glaubt mir: wir können unseren Kindern usere STimmung kaum verbergen, die haben gaaaaanz feine antennen.

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naja mit dem sprechen ist so eine Sache... es ist sehr individuell und ich denk es gibt keine studie die genau beweist, dass das am stillen/nicht stillen liegt. Es gibt Kinder die stillen noch im Kindesalter. Also über 3. Es gibt Kinder die haben bis 5 einen Schnuller. Es gibt Kinder die brauchen vor dem 1. Geburtstag keine Milch mehr weil sie keine mehr trinken wollen. Weder von der brust als auch von der Flasche es gibt Kinder die haben keinen großen saugbedürfnis und welche die ständig was im Mund haben müssen. Da kann ich noch weiter machen.

Dann kommts auch drauf an wie kind sprachlich erzogen wird. Mehrsprachig? Haben die eltern selber Sprachführer? Etc.

Also dass stillen automatisch besser für die sprachentwicklung wäre... da würde mich die Studie sehr interessieren unter welchen Kriterien das herausgefunden hat. Wenn da nicht mindestens 10 Studien mit unterschiedlichen Voraussetzungen und kontrollgruppen etc. Stattgefunden hat, klingt das für mich wie ein Amme Märchen, denn wie gesagt: es gibt zu viele Faktoren, die das beeinflussen können und selbst für mich klingt es utopisch... wenn ei Kind bis zum 4. Lebensjahr gestillt wurde ist die Gefahr auch größer als wie wenn er nur 1-1,5 Jahren gestillt wurde. Genauso ist es aber auch bei Flaschen und schnullis. Dazu muss man bedenken dass stilllkinder oft länger an der brust sind als fladchenkinder schon allein vom Clustern her....

Das mit den anderen gesundheitlichen Vorteilen ist aber schon eine allgemeine wissenschaftliche Meinung und kann auch so weiter gegeben werden.

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sorry wegen den ganzen Fehlern im Text. Meine autokorrektur vom neuen Handy ist echt mies 🙄

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Ich habe mich auch bewusst gegen das Stillen entschieden. Schon bevor ich schwanger war. 😅 Mein Sohn ist jetzt 4 Monate und bisher hat es weder ihm noch mir geschadet. Ich denke, wenn das stillen funktioniert und es die Mutter möchte, dann ist es sicherlich besser als Flaschennahrung. Keine Frage. Aber wenn man sich selbst nicht wohl damit fühlt, bringt es auch nichts. Ich liebe mein Kind abgôttisch und glaube nicht dass uns stillen noch näher zusammen gebracht hätte, weil näher geht es glaub nicht. Ich hatte auch ohne stillen sofort eine super Bindung. Ich hatte null Stimmungsschwankungen im Wochenbett und war einfach nur Happy. Manchmal Frage ich mich auch, ob Stillen immer das wahre ist bei manchen Frauen. Wenn das Kind stündlich nachts kommt noch mit 5 Monate und das über Wochen, dann kann das auch nicht gesund sein auf Dauer dieser Schlafmangel. Für die Mutter und das Kind. Und dann finde ich teilweise schon egoistisch dass das Kind nicht zugefüttert wird, weil Stillen ja das einzig wahre ist. Ist aber nur meine ganz persönliche Meinung dazu. Widersprechen bestimmt viele. Ich stehe ganz offen dazu und werde selten dafür kritisiert, dass ich nicht stille. Im Gegenteil. Viele Frauen sagen dass sie auch nicht mehr stillen würden, hätten sie jetzt nochmal die Wahl. Den einzigen Nachteil, den ich sehe, ist wenn man unterwegs ist. Für den ganzen Tag Flaschennahrung mitzunehmen ist halt nervig. Und Muttermilch kann man nicht vergessen. 😅 Aber: Stillen ist Liebe - Flaschen geben ist Liebe!!!

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Meine nicht-gestillten Zwillinge werden in einer Woche sechs Jahre alt. Sie sind sehr gesund, nicht riesig für ihr Alter aber fit und schlank. Der jüngere hat bisschen Heuschnupfen und hatte als Baby bei zu vielen Äpfeln rote Backen. Der andere ist null allergisch.
Eventuell ist der Darm eine Schwachstelle, könnte natürlich vom fehlenden Stillen sein. Andererseits reden wir von einem Infekt pro Jahr und der fällt nur auf weil sie sonst nie was haben (der Kinderarzt wurde schon skeptisch dass wir nur zu den Us kommen).

Bindung ist schon immer prima.

Mir hat es auch nicht geschadet. Ich bin echt froh dass niemand versucht hat aus meinen Schlupfbrustwarzen zu trinken, Stillhütchen hin oder her. Bei Zwillingen ist die Chance dass beide gleichzeitig ein Fläschchen kriegen auch fast höher als auf Kommando die bevorzugte Brust.
Blöde Kommentare von anderen Müttern habe ich nie bekommen (vielleicht auch ein Zwillingsvorteil).

Meine Schwestern haben auch beide nicht gestillt, sonst im Freundeskreis bis auf eine Ausnahme alle. Mag manchmal praktischer sein, aber mit ganz wenig Übung sind Fläschchen kein Problem. Zumal man die beim Stillen ja auch hat, fast alle haben irgendwie abgepumpt.

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Ich hab gestillt und möchte wieder stillen, aus rein praktischen Gründen. Es ist einfach so praktisch! ;)

Und es unterstützt die Regeneration der Gebärmutter.

Dass es gesünder ist als Pulver, sollte klar sein. Das macht Pulver aber nicht schlecht!!

Unser Kind wollte lange die Flasche nicht nehmen, das hätte ich mir sehr gewünscht, weil man als Stillende doch sehr gebunden ist und das war mir irgendwann zuviel.

Alles Gute!

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Ich habe 13 monate gestillt. Ich mochte es einfach nicht, habe nicht gerne gestillt. Mein plan war es immer anfangs zu stillen und dann zur flasche wechseln. Hat leider nicht geklappt. Mein kleiner hat keine Flasche genommen (habe alle marken versucht) und Babynahrung wollte er auch nicht. Also musste ich stillen. 8 Monate voll, da er vorher nicht bereit für beikost war.
Die ersten 8-9 Monate wurde er kein einziges mal krank. Und danach jeden Monat. Jetzt ist er 2,5 und hat ein sehr schwaches immunsystem. Wenn ich wieder ein kind bekommen sollte, würde ich für die ersten 4 monate stillen & flasche geben.
danach nur noch die flasche.

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ich hab in meinen 64 stillmonaten eine breite paltte erlebt... , ekel, gleichgültigkeit genauso wie bewundderung und neid, selten wirklcih offensiv, aber schon oft spürbar. selten aber wirklcih diskutabel, die meinung vieler hat wenig mit fundirtem denken zu tun. oft ist es einfach nur "so ein gefühl". nur aus "einem gefühl" heraus diffamiere ich aber niemanden. ich sage auch offen und ungeschönt meine meinung, was mir manchmal als taktlos ausgelegt wird, vor allem aber von leuten, die ihr handeln nicht begründen können, weil sie gar nicht drüber nachdenken warum sie etwas tun oder lassen. und von solchen leuten ist es mir doch mmal gleich egal was sie von mir denken.

dieses zerreißen kenne ich nur von foren und relativ anonymen grupen, wo keiner den anderen wirklcih kennt. Sobald sich leute etwas näher kennen, steigt auch das verständnis für das ein oder andere, was ma nselber nie täte, erstaunlich schnell an.

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Huhu, also ich hatte bei meiner Maus beides. Stillen hat erst gar nicht geklappt und ich musste 10 Wochen zufüttern, bis zum Vollstillen! Kam einfach nicht in die Milchbildung, Abpumpen funktioniert nicht, max. 60 ml, also Anlegen, dann noch Fläschchen hinterher...
auch ging es (bis heute) nur mit Stillhütchen, was auch umständlich aber machbar ist...
Es war hart, totaler Kampf, ich wollte schon aufgeben, es hat dann doch noch geklappt.

Ich wollte UNBEDINGT stillen!!! Für mich selbst, für mein Gefühl.

Hätte es nicht geklappt wäre die Welt auch nicht untergegangen, mit Fläschchen werdende auch groß! ☺️ Aber ich bin saufroh, dass wir es doch noch geschafft haben.

Und nun kann ich, wenn mal die Brust verweigert wird, ganz entspannt PRE füttern, sie nimmt beides. Hat auch Vorteile!

Würde nie verurteilen, wenn jemand nicht stillen will. Bei mir war’s (und ist es noch teilweise) echt schwer und täglicher Kampf.

Lg