Totales durcheinander - HILFE!

Hey
Ich habe am Sonntag mein Baby bekommen und hatte enorme Probleme im Krankenhaus die kleine anzulegen. Sofort hatte ich Wunde brustwarzen, die stillhütchen die ich bekommen habe waren entweder zu klein oder viel zu groß und unsere kleine war so unruhig und nur am schreien, das wir angefangen haben sie mit pre zu zu füttern.
Leider konnte ich durch abpumpen keinen einzigen Tropfen erzeugen und wir mussten weiter Pre füttern, weil das Anlegen aufgrund der völlig ledierten brustwarzen unmöglich war.
Mittlerweile Pumpe ich 20 ml pro Sitzung (15 min. pro Seite Intervallpumpen) ab und kann ihr das zufüttern. Und auch das anlegen klappt mit neuen, passenden Stillhütchen. Anlegen ohne Stillhütchen würde auch gehen, allerdings ist die Gefahr zu groß, das der Teufelskreis von vorne beginnt.

Das Problem nun:
Sie braucht, egal ob ich anlege und vorher abgepumpte milch gebe, immer eine Flasche pre, weil sie sonst sehr unglücklich ist und nur schreit.
Mein inneres wehrt sich dagegen ihr diese Flasche zu geben, weil ich so so gerne mein Baby mit meiner muttermilch ernähren möchte, auch wenn das bedeutet, dass sie alle halbe Stunde an die brust will.
Ich habe aber einfach nicht genug Milch. :(
Ich versuche so oft es geht abzupumpen, trinke Stilltee, mache Massagen und lege sie trotzdem immer noch zusätzlich beidseitig vor jeder Flasche an.

Wie schaffe ich den Weg zurück von Pre zu Muttermilch? Zumindest das sie meine Milch in einer Flasche bekommt vom abpumpen?
Aktuell trinkt sie durchschnittlich 40-50ml pre pro Mahlzeit. Abpumpen kann ich aktuell nur 20ml :(

Ich brauche wirklich Hilfe und hoffe, ihr könnt mir Ratschläge geben.

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Erstmal Herzlichen Glückwunsch.
Den einzigen Tip den ich dir raten kann ,Baby Anlegen Anlegen anlegen.
So weiß deine Brust das sie produzieren MUSS. Lass die Flasche komplett weg !!! Dein Baby hat ja grad am Anfang noch einen soooooo kleinen Magen , der braucht noch nicht so viel.
Für die Brustwarzen , ich hatte immer die Pads von MAM zum reinlegen. Die habe ich manchmal auch ohne das ich Schmerzen hatte rein gelegt als quasi Vorbeugung. Ich hatte das ne Zeitlang so schlimm das sie bluteten und total vereitert waren. Wenn der dicke ran wollte hab ich schon geheult. Aber es wurde umso öfter ich ihn ablegte besser.
Lass deine Brüste,frei hängen ( hört sich vll doof an ) aber die frische Luft tut auch gut.
Dein Baby saugt an der Brust ja auch ganz anders als wie du mit der Pumpe. Probier es aus. Aber als erstes solltest du die Flasche weg lassen.
Lg

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Ich kann dir nur raten dir eine wirklich gute Stillberaterin zu suchen und das Ganze mit ihr gemeinsam anzugehen.
Meine Hebamme hat mir jemanden empfohlen, weil sie selbst mir nicht richtig helfen konnte (ging um etwas anderes als bei dir), und ich bin wirklich beeindruckt, wie viele Ideen sie noch hat und was sie alles berücksichtigt. Das bekommst du nicht in einem Forum, und auch nicht durch eigene Recherche. Beim Stillen spielt so vieles mit rein.

Wenn du so extrem wunde Brustwarzen hast, stimmt vielleicht die Anlegetechnik nicht so ganz. Oder es ist ein anatomisches Problem.
Stillhütchen können helfen, sollten aber keine Dauerlösung sein und sind mit der Zeit auch echt nervig (ich habe selbst beim 1. Kind relativ lange mit Stillhütchen gestillt, weil unsere Tochter sich ohne nicht mehr anlegen ließ... irgendwann klappte es auch wieder ohne).
Ob es ratsam ist, die Pre jetzt einfach wegzulassen und häufiger anzulegen, weiß ich nicht. Mit Zufüttern kenne ich mich nicht aus. Ich weiß aber, dass Babys aus der Brust mehr herausbekommen als Milchpumpen. Es sind bestimmt mehr als 20ml da. :-) Weint sie dann direkt nach dem Stillen, wenn du keine Pre zufütterst?

Herzlichen Glückwunsch noch zur Geburt und alles Gute!

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Hey,

Glückwunsch zu deiner Kleinen! Lass dich durchs Abpumpen nicht verunsichern, da kommt selten so viel raus, wie das Baby rauskriegen würde. Babys sind einfach effektiver ;)

Das beste was zu machen kannst, ist so viel wie möglich anzulegen. Leg dich mit deiner Maus auf die Couch und lass sie nuckeln so lang sie will. Ich würde es mal auch ohne Stillhütchen probieren, wenns geht.

Stilltee lohnt sich laut meiner Hebamme nur der von Weleda, weil er Bockshornklee enthällt. Dazu noch Bockshornkleekapseln von der Apotheke. Abpumpen nachdem die Kleine getrunken hat, damit die Brust richtig entleert wird und Power Pumpen (Gute Anleitung: https://medela-family.de/muttermilch-abpumpen/abpumptipps/power-pumping/) noch dazu.Hast du eine leistungsstarke elektrische Pumpe? Wenn nicht, dann kannst du dir eine aus der Apotheke ausleihen. Du benötigst dazu ein Rezept, das bekommst du entweder vom Frauenarzt oder vom Kinderarzt.

Sonst würde ich dir auf jedem Fall raten, dich dringend an einer Stillberaterin zu wenden. Je früher, desto besser. Hebammen sind da leider oft nur mäßig gut beim Thema..Bei La Leche Liga, bekommst du sogar telefonische Beratung und das ehrenamtlich https://www.lalecheliga.de/ So als erste Anlaufstelle.

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Ich nehme zusätzlich auch noch Bockshornkleekapseln (More Milk) und trinke Malzbier.
Hat bei mir geholfen.

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Hallo und herzlichen Glückwunsch. Ich finde die Ratschläge meiner Vorrednerinnen schon sehr gut. Die helfen mit Sicherheit.
Jedoch möchte ich dir als Erfahrung auch mit auf den Weg geben: mach dich nicht verrückt. Wenn das stillen nicht klappt, dann wird dein Kind trotzdem gesund groß !!!! Dieser Stilldruck, man macht ihn sich wirklich selber, oft über das Ziel hinaus. Natürlich möchte man nur das Beste für sein Kind. Aber nicht zu jedem Preis. Ich habe mich in der Anfangszeit die ersten 3-4 Monate so schlimm gequält, um meine Tochter zu stillen. Ich habe völlig erschöpft nachdem sie im Bett war ewig lange abgepumpt, anstatt mich auszuruhen habe ich alles dafür getan, das ich Milch produzieren kann. Täglich hatte ich schmerzende Milchstaus. Ich habe geweint und noch mehr Energie reingesteckt. Was auf der Strecke geblieben ist ? Idyllische und entspannte Zeit mit meinem Kind. Das Thema Essen war von Anfang an ein Kampf und ein Krampf. Im Nachhinein hätte ich vieles anders und entspannter gemacht. Was ich damit sagen will ist, ja, Muttermilch ist das beste, was du deinem Kind geben kannst. Aber es wird nicht weniger gesund oder hat dich mehr lieb, wenn du zufütterst oder ganz pre gibst !!!! Konzentriert dich auf dein Baby und geniesse die Zeit mit ihr.

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Super geschrieben und sehr, sehr wichtig! Du hast damit so recht!

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Such mal bei Facebook nach "die Stillecke 2.0" da kannst du viele Tipps bekommen. Da sind auch gute Stillberaterinnen drin.

LG

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Also bei direkten Anlegeproblemen empfehle ich immer das Zungenbändchen kontrollieren zu lassen. Das war bei uns am Anfang das Problem und hat mir unfassbare Schmerzen bereitet. Das kann auch dazu führen, dass dein Baby nicht effizient genug trinken kann. Also definitiv Mal schauen falls es noch nicht gemacht wurde. Bei mir im Krankenhaus hat da nämlich niemand geschaut und so zog sich das ganze 6 Wochen.

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Ich dachte auch, dass ich zu den wenigen unglücklichen gehöre, die nicht viel Milch haben.

Doch meine Hebamme hat mich motiviert und sieht da: durch das ganze anlegen - ob da nun wenig raus kommt oder nicht - habe ich nun genug Milch.

Nur abends ist es etwas weniger. Das liegt wohl an den Hormonen. Doch die kleine wird satt. Glaub mir, das wird! Das abpumpen sagt nix darüber aus! Ich hatte mich auch total verrückt gemacht. Hatte auch zugefüttert, doch ich habe dennoch nicht aufgegeben. Selbst einfach so nuckeln ließ ich sie. Das regt die Produktion auch an.

Gib nicht auf. Meine Brustwarze blutete auch und es tat tagelang weh. Das wird auch wieder.

Du bist nicht alleine mit dem Problem. Und glaub mir, in paar Wochen wirst du dich ärgern, wieso du dich so fertig gemacht hast deswegen.

Alles liebe euch 💖

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Bevor du da rumdoktorst und dir mehr versaust, als das es hilft: such dir eine Stillberaterin!

Welche Flasche nimmst du? Wie lange und oft legst du an (du kannst pro Sitzung auch öfter die Seiten wechseln).

Das Grundproblem ist, dass sich das stillen erst einpendeln muss. Die Flasche suggeriert der Brust, dass die Milch reicht und kein Mehrbedarf besteht. Das richtig zu signalisieren, ohne dass das Kind hungern muss, wird nun die Kunst sein.

Da gibt es aber Möglichkeiten (Brusternährungsset usw).