Abpumpen und stillen gleichzeitig von Anfang an

Wir würden gerne stillen und abpumpen gleichzeitig, sodass sowohl mein Mann als auch ich gleichermaßen fürs füttern verantwortlich sind.
Jetzt heißt es ja, man soll davon absehen in den ersten sechs Wochen aufgrund Saugverwirrung und und und.

Hat es jemand von Anfang an gemacht (oder auch machen müssen) und kann berichten? Hat es funktioniert oder wirklich gar nicht? Könnten Trinkbecher statt Flaschen eine Alternative am Anfang sein?

Und wie habt ihr das mit dem Abpumpen gehandhabt? Gleichzeitig stillen und die zweite Brust abpumpen? Oder beide Brüste zum stillen verwenden und ne Stunde später oder so beide wieder abgepumpt?

Danke für eure Erfahrungen!

1

Huhu,

Ich habe drei Tage nach Geburt bereits mit abpumpen und Flasche begonnen. Hatte extreme Schmerzen, lag an einem zu kurzen Zungenbändchen, wie sich etwas herausgestellt hat. Meine Hebamme hat sogar dazu geraten in dem Fall die Flasche zu geben, um die Brust kurzzeitig mal zu entlasten.

Bei uns hat es super funktioniert, sie hat beides immer gerne genommen. Vielleicht war es Glück, vielleicht aber war es gerade gut so früh zu beginnen. So kennen sie von Anfang an beides. Wenn sie älter sind, konnte ich mir durchaus vorstellen dass es schwieriger wird.

Ich habe immer beide Seiten gegeben. Aber sobald der Milcheinschuss da war hatte ich so viel Milch, da konnte sie gar nicht so viel trinken.🤭 Hab dann den Rest immer abgepumpt und wenn sie nur eine Seite wollte (auch nachts). Manchmal dann auch so eine Stunde vor dem Stillen. Hab aber auch forciert so viel extra einzufrieren wie möglich, weil ich schnell wieder paar Freiheiten haben wollte.🙂

2

PS: Werde es mit Baby Nr.2 im Januar genauso machen und hoffe, dass sie ebenfalls eine so unkomplizierte und gute Essen wird, wie ihre Schwester.😄

5

Ja, irgendwie ist das auch mein Gedanke, dass wenn es von Anfang so gemacht wird, das Baby gleich beides kennt...find ich irgendwie viel logischer 🤔

Also ist abpumpen eine Stunde vor dem stillen kein Problem, als dass dann die Brust zum Stillzeitpunkt noch nicht wieder voll ist? Bzw wird die Milch dann mit dem andocken neu gebildet, oder wie läuft das?

Die abgepumpte Milch soll ja dann der Papa geben. Bist du dazu in einen anderen Raum gegangen? Hat mir die Hebamme geraten...

weiteren Kommentar laden
3

Ein zweiter war ein Frühchen und schaffte die ersten 2 Wochen das Saugen an der Brust nicht, er war zu schwach. Habe dann abgepumpt und mit Fläschchen gefüttert. Danach ging das Stillen problemlos. Dann wurde er schwer krank nach 5 Wochen und konnte wieder nicht trinken, wachte kaum noch auf, Intensivstation etc. Habe abgepumpt, er nahm aber nur noch einen einzigen Sauger, alle anderen verweigerte er. Als er wieder gesund war hab ich wie gewohnt gestillt. Abgepumpt manchmal, wenn mein Mann füttern sollte. Immernoch nur 1 Sauger. Wir hatten nie Probleme mit ner Verwirrung.

4

Ich hatte damals auch ein Frühchen. Sie war etwas schlapp und alle hatten Panik, daß sie zu wenig Futter bekommt, weshalb ich schon im Krankenhaus genötigt wurde, zuzufüttern.

Im Nachhinein habe ich das alles ultra anstrengend in Erinnerung. Jedes Mall erst stillen, dann direkt abpumpen (damit beide Seiten komplett entleert werden und die Milch nicht versiegt), un während des Abpumpens Flasche geben mit angewärmter Muttermilch und/oder Pre, je nach Verfügbarkeit. Beim Abpumpen hat man wohl weniger Milch, als wenn das Kind selbst saugen würde.

Das Ganze lief 4 Monate, dann hat meine Tochter keine Lust mehr auf Stillen gehabt und hat nur noch die Flasche genommen. Ich hatte immer nur den 1-er Sauger.

4 Monate ist im Nachhinein wohl ganz gut, ich kann mich nicht beschweren. Anstrengend war es halt. Man muß ja jedes Mal alles ordentlich putzen, nach dem Abpumpen und nach der Flasche. Dafür hat man aber tatsächlich die Flexibilität und hat keine Probleme mit späterem Abstillen.

6

Meinen ersten musste ich 3 Monate so ernähren da 4 Wochen zu früh. Ich bin ehrlich, ich habe es gehasst. Der Aufwand ist einfach nervig besonders nachts. Überlege dir das gut. Zumal ich auch Probleme mit milchstau hatte, da pumpen ja nun doch sehr anregt. Beim zweiten brauchte ich die Pumpe 4 Tage um die Warzen zu entlasten, da Schmerzen auftraten. Aber sobald es ohne ging, habe ich die Pumpe wieder abgegeben. Glaub mir, der Zeit-nutzen Faktor steht in keinem Verhältnis. Und ich empfinde Schlafmangel echt als Folter.
LG

7

Mein kleiner kam als frühchen und bekam eine nasen sonde.
Nach ein paar Tagen gabs die Flasche und wieder ein paar Tage weiter hab ich ihn anlegen können.
Die ersten 6 Wochen verbrachte er im Krankenhaus. Wenn ich da war gabs die Brust. Wenn die Schwestern gefüttert haben gabs die Flasche.
Als wir zu Hause waren wurde er voll gestillt ohne Probleme.

Ich denke es ist definitiv möglich so wie ihr das handhaben wollt. Aber das mit der saugverwirrung oder dem verweigern der Brust sollte man im Hinterkopf haben und sich nicht den Eventualitäten abfinden können.

9

Juhu

Ja hier ☝🏻
Aber nur weil meine Milch am Anfang nicht ganz gereicht hat.
Habe es irgendwann eingestellt, hatte keine Lust mehr auf das abpumpen, sauber machen, sterilisieren.
Und vor allem ist stillen, wenn es klappt, einfach so bequem☺️🙈😅
Habe meiner kleinen auch einen Tag nach der Geburt einen Schnuller angeboten. Da sie sooo viel genuckelt hat, da zu wenig Milch.

Bei uns hat alles super geklappt.
Sie nimmt den Schnuller mittlerweile nur noch zum schlafen, trinkt ihren Tee/Wasser aus einer Flasche und wird normal gestillt ☺️

Viel Erfolg euch 🥰

10

Wir haben nach zwei Wochen zusätzlich angefangen und ab dann hat mein Mann auch angefangen Flasche zu geben.
Ich hab morgens die starke Brust abgepumpt und mit der andern gestillt, danach mit stillen begonnen und anschließend die Brust abgepumpt - also immer im wechsel.
Hat immer super funktioniert. Ich hab eher im Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass die Babies die Flasche nicht nehmen, wenn sie die sehr spät das erste Mal bekommen.

11

Ja, das ist halt irgendwie auch mein Gedanke - dass die Flasche verweigert wird, weil zu spät gegeben...

Nochmal zu deiner Pumpvorgehensweise 😅 beim ersten stillen am Tag eine Brust geben und gleichzeitig die vollere Brust abpumpen. Beim zweiten stillen am Tag mit beiden Brüsten gestillt und danach nochmal beide Brüste abgepumpt? Und als dritte Mahlzeit dann die abgepumpte Milch mit der Flasche gegeben? Und als vierte Mahlzeit wieder so wie die zweite?

Ich glaub, ich bin zu verkopft 🙈

12

Ich mach’s mal als Schema:
7:00 10 Minuten Abpumpen A, Stillem Rest A und B
10:00 Stillen B, 10 Minuten Abpumpen A, Stillen A
12:00 Falls Hunger Fläschen
14:00 Stillen A, 10 Minuten Abpumpen B, Stilllen B
17:00 Stillen A+B
Falls dazwischen Hunger, Fläschen
22:00 Abpumpen beide Brüste

Klingt jetzt irgendwie sehr theoretisch 🙈
Also immer erst gepumpt und dann gestillt und weiter auf die andere. Und mit der anderen dann wieder begonnen.

weitere Kommentare laden
13

Ich würde mal abwarten.

Ich sollte die ersten 6 Wochen nicht pumpen, da ich viel zu viel Milch hatte (ja, auch sowas gibt es) und auf keinen Fall zusätzlich anregen sollte.

Motte nahm danach 2 mal die Flasche, verweigerte diese aber dann. Bis heute (19 Monate).

17

Jetzt würde ich aber denken, bei zu viel Milch muss man die doch auch irgendwie loswerden? Kriegt man sonst keinen Milchstau? 🤔

19

Ausstreichen ist besser. Oder wirklich nur kurz abpumpen. Aber nicht Zuviel. Sonst „verstehen“ die Brüste nicht, dass es Zuviel ist 😅

Ich hatte auch ne Mastitis 🥴 wirklich unschön.

14

Ich musste abpumpen, da mein Sohn anfangs noch nicht voll stillen konnte.

Erst habe ich gestillt. Währenddessen hat mein Mann die bereits abgepumpte Milch erwärmt. Danach hat mein Mann ihm die MAM Flasche gegeben (die sollen so ähnlich wie bei der Brust funktionieren). Währenddessen habe ich die Milch mit der elektrischen Pumpe abgepumpt (Dauer 15 min). Die Handpumpe hatte ich bei den Großen gelegentlich genutzt und das hat sehr lang gedauert.

Die Pumpgeräte und die Flaschen müssten gewaschen und sterilisiert werden. Die abgepumpte Milch gelagert werden.

Als er komplett gestillt werden könnte, hatte ich insgesamt mehr Freiheiten. Das Stillen ging schnell und es musste nichts gewaschen und sterilisiert und gelagert werden.

Meine Großen habe ich von Anfang an gestillt. Für gelegentliche Abende (u.B. Rückbildung) nach den 8 Wochen habe ich Milch abgepumpt. Bevor ich losging, habe ich gestillt. Als ich weg war, hat mein Mann hat ihnen die Flasche gegeben. Das ging wunderbar.

18

Verstehe. Und wieso habt ihr die Milchvorräte gleichzeitig gegeben, wie du abgepumpt hast? Wenn noch was kam zum pumpen, hättest du dann nicht auch weiter stillen können? Oder funktioniert der Milchfluss über die Pumpe wieder, wenn er beim stillen bereits versiegt ist? 🤔

20

Mein Sohn war ein Frühchen und musste das Stillen lernen. Zuerst Stillversuche, dann ein bisschen stillen bis hin zum kompletten Stillen.

Milchfluss geht immer nur über Angebot und Nachfrage. Hätte ich anfangs nicht abgepumpt, dann hätte ich nicht stillen können, da die Milch bei weniger Nachfrage weniger wird.