Plan Beginn Beikost

Hallo zusammen,

Ich werde bald anfangen, beikost zu füttern. Habt ihr Erfahrungen/Tipps? Sollte ich Gläschen kaufen oder besser selber kochen? Ich habe mir schonmal babykost zubereitet angeguckt, das geht anscheinend ja sehr schnell damit. Wie sind eure Erfahrungen?

Habt ihr vielleicht einen guten Ernährungsplan, was man wann futtern soll? Also in der 1. Woche nur Karotte, dann in der 2. Woche kartoffel dazu.. sowas.

Wäre um Hilfe und Tipps dankbar!

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Hi,

schau dir das mal an. https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-familien/das-1-lebensjahr/reif-fuer-die-beikost/ Die Broschüren unten hatten wir vom Kinderarzt bekommen, die fand ich persönlich sehr gut. Mir war so eine Quelle einfach lieber als die unzähligen widersprüchlichen Internetseiten mit fraglichen Quellen. Aber nicht vergessen, das sind alles nur Richtlinien und man muss das ganze entspannt sehen und schauen, was/wie und ob überhaupt das Kind annimmt.

Wir haben mit den Mini-Gläschen von Hipp gestartet. Einfach weil die sehr mild im Geschmack sind und viel feiner als ich das hingekriegtem hätte. Anfangs ein Gläschen für 3 Tage, dann 2, dann langsam ein ganzes Gläschen. Wenn das Gläschen leer war, haben wir Sorte gewechselt. Wie schnell das geht, hängt sehr vom Kind ab. Unserer hätte es nach 2-3 Tagen vermutlich geschafft, wir wollten aber die Verdauung nicht all zu sehr herausfordern.

Dann kam die Kartoffel und das Öl und ab dem Zeitpunkt habe ich alles selber gekocht und portionsweise eingefroren (Gemüse mit Kartoffel zusammen, Fleisch allein in Eiswürfel). Gläschen gehen natürlich auch, mir was das selbstgekocht aber einfach lieber. Ich habe alles immer gedünstet und mit dem Pürierstab püriert, ging tatsächlich sehr schnell.

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SCHÖNER link! dankeschön!!!!

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ich hatte sonen zettel von bebivita oder hipp...
der plan war nicht schlecht als richtwert. die haben natürlich ihre gläschen da eingereiht, aber man kann es ja auch selber kochen, wenn man will. es geht ja nur darum die zutaten nacheinandereinzuführen, um gleich zu merken was nicht passt.

bei uns war das:
1.wo gemüse, möhrchen oder kürbis, kürbis kriegste a nicht immmer... möhren gibts TK oder als fertiges gläschen immer... bei selbstgekocht bissel öl dazu für die fettlöslichen vitamine
2.wo kartoffel dazu, oder ersatzweise, wenn das gemüse gar nicht toleriert wird. kartoffel ist ja geschmacksneutraler und kann ggf mit der bekannten milch durchmanschen, bei beikost-nicht-liebenden kindern....
3.wo ein zweites gemüse dazu oder statt des ersten.
4.wo fleisch dazu... bei uns rind.

dann gucken wie der knirps isst. wer die mahlzeit gut mampft kann eine zweite bekommen, wer die schon nicht macht, den lass ich erst in ruhe, da komm ich dann nicht ein zweites mal am tag mit dem löffel, sondern tausche im mittagsmenü die zutaten durch, damit wir ein bischen auswahl bekommen.

dann hab ich mittagsmahlzeit meist eh schon am vormittag als zweite mahlzeit gegeben, mittags gestillt, und nachmittags den nächsten brei angefangen, damit die pause für meine brust nicht so lange war - ich wollte schon gerne zwischendurch die milch loswerden...

nachmittags haben wir in
5.wo dann mit obst angefangen. bevor der knirps sich allzusehr an das süße gewöhnt
6.wo VK flocken dazu. und das öl.

nachmittags das selbe wie mittags: zutaten ausprobieren, damit man auswahl bekommt. und wo zwergi negativ drauf reagiert, weglassen, und später nochmal versuchen, falls die scheißerei doch zufall war ;-)

so haben wir uns dann durchprobiert... wenn das mit der löffeleri gut klappt gabs morgens
mumi,
vormittags obst
mittags Gemüse-kartoffel-fleisch
nachmittags Vollkorn-Obst
abends milch.

damit sind wir dann durch die breichenzeit gekommen, und danach hat zwergi alles vom tisch mitgegessen, nah und nach. bis dahin wussten wir was geht und was nicht. (außer milch ging eigentlich alles)

als nächstes hab ich morgens brot gegeben, abends VK mit wenig obst. ggf mit milch, aber wie gesagt, die hab ICH immer weggelassen, weil sie die nicht vertragen haben. da ich aber lange gestillt habe, habe ich mir da auch keine gedanken um ersatz machen müssen...

also so der plan, der je nach kind geändert wurde/wird...

das eine mochte keine möhren, das andere keinen brei... da kann man eh nichts erzwingen.

und ob du nun gläschen kaufst oder selber kochst ist auch an sich egal. wenn du selber kochst koch es nicht tot, achte auf hygiene und würze das babyessen nicht nach
wenn du gläschen kaufst achte auf die inhaltsstoffe. es gibt immernoch welche mit zucker oder viel zu vielen zutaten die nicht groß angepriesen werden. halt mal auf die rückseite gucken.

die mengen muss man auch nicht milligramm genau einhalten ;-) das sind nur richtwerte!

und letztlich: am gedeckten tisch verhungert keiner! die kleinen holen sich letztlich was sie brauchen, solange d ihren geschmack nicht mit süßen "kinderjoghurts" und so zeug verdirbst.