Lactoseintoleranz oder 3-Monats-Koliken?

Mein Sohn,7 Wochen alt, hat folgende Symptome:
Entweder extrem schaumigen Stuhl, oder es kommt raus geschossen wie eine Rakete,
einen extrem harten Blähbauch,
Sehr viele, laute Fürze und Darmgeräusche den ganzen Tag,
Zieht die Beine immer krampfartig hoch und weint dabei,
Schrilles, Herzzerreißendes Kreischen mehrmals am Tag,
Stillen ist kaum mit Ruhe verbunden, er kreischt meistens nach ein paar Minuten meine Brust an.

Was wir versucht haben:
Fliegergriff, Kümmelzäpfchen, Windi, Beinübungen, Sab, Espumisan, Bigaia, Gymnastikball, Massagen, Wärme. Nichts half.

Ich bin mir unsicher, ob da nicht vielleicht eine Laktoseintoleranz dahinter steckt. Aber ich glaube, Stillkinder haben das so gut wie nie, oder?
Am 7. Dezember wird er geimpft, da würde ich den KiA mal darauf ansprechen, aber ich möchte trotzdem gut vorbereitet ins Gespräch gehen.
Was meint Ihr dazu?

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Bei Laktoseintoleranz kann man der Milch Laktase hinzufügen. Weiß nicht ob man das bei Säuglingen einfach so ausprobieren kann, aber kannst ja dann den Kinderarzt fragen ob es sich lohnen würde das mal zu testen, zumindest Laktoseintoleranz ja oder nein wäre damit schnell geklärt.

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Hallo , also das sind ja ne Menge an Sachen, welche du bei deinem Baby versucht hast . Alles gleichzeitig??? Es könnte zu viel des Guten werden . Die bigaia tropfen brauchen ja auch mindestens 5-10 Tage bis es besser wird.

Also eine Laktoseintoleranz ist sehr sehr sehr selten , dann wäre dein Baby auf deine muttermilch allergisch und das würde sich denke ich mal nicht nur so leicht bemerkbar machen.

Nicht ganz so selten ist eine Milcheiweiss unverteäglichkeit. Das baby reagiert auf kuhmilchproteine. Das kann man bei solch kleinen Babys , welche gestillt werden , durch eine Abschlussdiät der Mutter prüfen .
Allergietests sind nämlich noch nicht aussagekräftig.

Du kannst ja mal gänzlich auf kuhmilchprodukte verzichten. Wirklich komplett , keine milch Käse, joghurt , schockolade , fertig essen . Denn leider ist Milcheiweiss fast überall drin versteckt .

Nach 1-2 Wochen solltest du eine Besserung sehen und falls keine Eintritt, dann kannst du das Thema abhaken und die 3 Monate abwarten :)

Leider müssen da viele Babys durch, ich hoffe auf schnelle Besserung 🙂

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Hallo,

nimmt dein Sohn ausreichend zu?
Dann ist es nahezu ausgeschlossen, dass es sich um eine Laktoseintoleranz handelt. In diesem sehr seltenen Fall würde er zusätzlich zu den Symptomen an einer Gedeihstörung leiden und auffällig schlecht zunehmen.
Weißt du denn wie "stark" dein Milchspendereflex ist? Wenn du sehr viel Milch hast und/oder die Milch bei andocken sehr stark fließt könnte das die Beschwerden/Reaktion erklären. In dem Fall gäbe es einiges, was du tun kannst um es zu verbessern.
Hast du es mit einem Tragetuch/Trage versucht? Durch den engen Kontakt und die Haltung vom Baby kann auch enorm Linderung verschaffen.

Liebe Grüße