1-jähriger isst schlecht "mit"!

Hallo zusammen,
bin neu hier und entschuldige mich direkt falls es das Thema schon 100mal gab.😊🙏

Mein Kleiner wird nun bald ein Jahr. Leider mag er meinen selbstgemachten Brei nicht und bekommt mittags fast nur Gläschen.
Morgens und Abends bekommt er abwechselnd Getreide-Milch-Brei oder Brot mit Frischkäse o.ä. und natürlich Obst und Rohkost.
Ich versuche ihn nun Stück für Stück an unser Essen heranzuführen und es scheint ihm auch zu schmecken allerdings isst er mir davon zu wenig, es dauert ewig und 3/4 seines Tellers landet eigentlich auf dem Boden. Irgendwann verliert er dann das Interesse und gefühlt isst er viel weniger als hätte ich ihm nun sein Gläschen gegeben.

Nachts ist er momentan sehr oft wach und pumpt auch mal 3 volle Flaschen ab. Ich vermute, dass er einfach Hunger hat.
Ich habe etwas Bedenken, das er einfach nicht genug isst über Tag.
Hat jemand ähnliches erlebt und einen Vorschlag was ich machen könnte!?

Dankeschön und einen schönen abend!

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Hallo :)
Das war bei uns in dem Alter genauso und ist völlig normal :)
Unsere Tochter durfte immer bei uns mit essen, bekam aber trotzdem noch ihren Brei. Also wenn es um 12 Uhr Mittagessen gab, bekam sie anschließend oder 1 Stunde später, je nachdem, den Brei. Zusätzlich hatte sie tagsüber auch noch Milchflaschen, so dass sie nachts wirklich gut geschlafen hat und nach keiner Flasche verlangt hätte.

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Hallo,

mein Sohn ist gerade 1 geworden und hier is(s)t es genau das Selbe. Er hat eine ganze Weile super gegessen. Mit ca 10 Monaten wurde es kontinuierlich schlechter. Er mag anscheinend keinen Milch- und Getreidebrei mehr. Nach etlichen Versuchen habe ich es aufgegeben. Genauso landet fast alles andere auf dem Boden. Die Babys trainieren damit ja angeblich ihr Vorstellungsvermögen für Entfernungen. (Der Gedanke hilft auch beim anschließendem putzen 😂) Ich probiere es ähnlich wie Du. Brot, Obst, Gemüse usw biete ich ihm täglich mehrmals an. Davon landet wie gesagt fast alles auf dem Boden. Mittags isst er jetzt Gott sei Dank wieder ganz gut und isst ein Gläschen auf. Der Rest ist mal mehr, mal weniger eine Katastrophe. Nach dem Essen geb ich ihm dann ein Fläschchen. Irgendwie muss er ja satt werden. Ich war nun neulich bei der U6 und habe sein zeitweise schlechtes Essverhalten angesprochen. Mir wurde gesagt, dass ist alles normal. Ich soll ihm das anbieten, was er gerne mag. (Dann gibts eben jeden Mittag Nudeln oder Kartoffelsuppe😂) Und soll mir keine Sorgen machen. Sein Gewicht ist super ne er entwickelt sich gut. Das hat mir nochmal total geholfen, weil ich mir davor ständig den Kopf zerbrochen habe. Wir können die Kleinen ja schlecht zum Essen zwingen und vielleicht ist dein Baby auch noch nicht soweit. Dann ist es einfach so. Ich glaube, Gelassenheit ist hier das Stichwort und das ist ja mit Abstand oft das schwierigste. 😅

Lg

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Hast du schon mal versucht ihn selbst mit Gabel essen zu lassen? Meine Maus wollte nicht gefüttert werden mit dem Essen für die "großen" sondern selbst hantieren. Das hat erstaunlicherweise auf Anhieb super geklappt. Ich spieße ihr auf und sie bekommt ihre Gabel in die Hand 🤗

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Ich würde ihm entweder den gewohnten Brei dazu anbieten (also immer mal ein Löffel nebenher mitfüttern) oder das gekochte essen wenn möglich so klein matschen dass es breiig ist.

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Das mach ich auch. Er rührt mit seinem Löffel in einer leeren kleinen Schüssel und ich füttere sozusagen heimlich.

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Völlig normal bei Breikindern.
Beim "mit"essen muss man "arbeiten", hat dafür aber auch mehr Autonomie. Bei Brei müssen die Kinder einfach nur runterschlucken. Er wird angereicht, dass einzige, was das Baby entscheiden kann, ist, ob es den Mund aufmacht oder nicht. Schmecken tut Brei auch eher naja... (wer Brei mit püriertem Fleisch schonmal probiert hat weiß, wovon ich spreche).

So. Jetzt sitzt das Kind am Familientisch und soll mitessen.
Völlig neue Entscheidungsfreiheiten. Neue Geschmäcker. Neue motorische Herausforderungen. Neue Erfahrung.
Erstmal muss das Kind lernen, etwas zu essen in die Hand zu nehmen. Da fühlt sich schon mal alles unterschiedlich an. Dann muss es von der Hand in den Mund kommen. Hier kann das Kind entscheiden: soll das Essen in den Mund oder erkundet es die Schwerkraft und schmeißt es runter?
Wenn es im Mund landet, dann muss das Kind 1. Abbeißen (gab es bei Brei nicht) und 2. kauen (gab es bei Brei auch nicht). Das sind Anforderungen, die gelernt werden müssen.
Was ich damit sagen möchte: Es ist völlig normal. Dein Kind lernt einfach zu essen, er probiert sich aus, hat Spaß. Irgendwann wird er essen wie die großen.

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Vielen Dank für eure tollen Antworten.
Das hilft tatsächlich :)

Ich übe mich in Geduld und Junior in Essen.;-)
Er bekommt jetzt einfach öfter am Tag etwas von mir angeboten und davon landet dann halt 3/4 leider im Müll...was für ne Verschwendung. Tut echt weh. Aber hauptsache das Kind ist glücklich 🤣