Brei: ich verzweifle!!!

Hallo,
Ich habe im November bei 4,5 Monaten wenige Tage Brei gegeben und wieder aufgehört, weil er ihn nicht gegessen hat.
Ich habe im Dezember mit 5,5 Monaten weitergemacht, aber auch da war es nicht wirklich gut.
Ich habe vor 1,5 Wochen wieder angefangen, er ist jetzt 29 Wochen alt.
Ich DACHTE es läuft gut. Kürbisbrei gut gegessen, dann Kürbis-Kartoffel-Brei auch ganz gut und Obstbrei hat er sehr gut gegessen. Naja, gestern mit Fleisch angefangen, also Rind + Kürbis. Er war erst skeptisch aber hat ihn dann doch gerne gegessen. Und heute wieder genau den selbeb Brei. Gleiche Temperatur, alles gleich.
Und er isst ihn nicht. Er hat dann irgendwann sogar beim Essen geweint. Ich hab halt eine ganze Weile trotzdem probiert und trotzdem in den Mund gesteckt, weil er grundsätzlich vor JEDEM Brei das Gesicht verzieht aber nur am Anfang und dann geht's doch. Ja und ganz ehrlich irgendwann hab ich auch geweint. Ich mach das alles warm und so, und es vergeht eine halbe Stunde und es bringt einfach gar nichts. Zwei Latz versaut, aber das Oberteil ist trotzdem auch versaut. Die ganzen Oberteile sind mit Flecken jetzt. Ist das normal? Also es ist mehr Brei außerhalb vom Baby als im Baby.
Ich würde am liebsten kein Brei mehr geben. Ich bin total frustriert und genervt davon. Habe es eigentlich gerne gemacht aber jetzt halt nicht mehr. Was soll ich jetzt machen? Kann man den Mittagsbrei weglassen? Er mag es einfach nicht. Bzw kann ich Fleisch und Kartoffel weglassen? Ich glaub nur Kürbis (alles andere Gemüse mag er nicht) geht irgednwie ... Aber ist ja auch nicht Sinn der Sache? Muss ja danach trotzdem Milch machen. Oder soll ich zum 3. Mal wieder ganz aufhören, auch wenn er Brei essen KANN wenn er will. Ich hab echt keine Ahnung was ich machen soll. Er wird ja bald 7 Monate.

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-Ich hab halt eine ganze Weile trotzdem probiert und trotzdem in den Mund gesteckt-

Bevor das Drama so weitergeht, kann ich dir nur ans Herz legen, auf dein Kind zu hören und noch etwas zu warten. Frier Brei in Eiswürfelportionen ein, wenn du wieder anfängst. So geht nicht viel an Lebensmittel und von deinen Nerven verloren. Vielleicht mag er mal eine gegarte Karotte oh In die Hand nehmen. Nach dem Motto: Essen sehen, fühlen und probieren. Lies dich mal in blw ein.

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Danke für deine Antwort.

Ich komme mir vor wie die komplette Versagerin. Ich lese hier oft was von "Mein Kind ist 6 Monate und isst Mittagsbrei (inkl Nachtisch) und Abendbrei" und sie können diese Mahlzeiten sogar ganz ersetzen und brauchen keine Milch zu geben. Mein Baby ist noch auf seine Milch fixiert irgednwie. Was für mich völlig okay wäre, wenn ich nur wüsste was ich tun soll. Meine Kinderärztin sagte schon ich wäre zu spät dran und soll Mittags- und Abendbrot gleichzeitig einführen. Das sagte sie vor 1 Monat. 😖

Das mit in den Mund stecken, habe ich 2 mal gemacht, weil wenn er auf den Geschmack kommt, dann isst er den Brei meist auch eifrig.

Kann er sich an einer Karotte nicht verschlucken? Kann man Mittagsbrei wirklich weglassen? Ich weiß nicht ob ich das richtige tue wenn ich schon wieder eine Pause einführe 😪

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Mittags- und Abendbrei* sollte es heißen, nicht -brot😅

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Ich habe mich die letzten Tage so intensiv mit diesem Thema beschäftigt.

Dabei bin ich auf folgende Worte gestoßen.

Babys werden beim Start der B(r)eikost in eine passive Rolle gesteckt. Ab in den Stuhl, Latz um, XY Gramm druckbetankt. Manchen Babys gefällt das nicht und dann? Stress für beide Seiten. Man frage mal google. Man bekommt so viel Ratgeber und Anleitungen zur Beikost und alle wollen richtig sein. Dabei sind alle pauschal. Schau nicht auf den Kalender. Schau auf dein Kind.


Mag es nicht. Lass es. Gib ihm, was es mag. Biete ihm mal gedünstetes Gemüse vom Tisch an. Lass es selbst bestimmen.

Wir haben auch nun 4 Tage mal pausiert. Sie hatte irgendwas. Sie wollte ihre nach 4 Tagen 120 bis 150 gr Portion nicht mehr essen. Sie erbrach fürchterlich letztes Wochenende.
Warum soll sie das denn auch essen? Babys tun weder Brei erwarten vor dem 1. Lebensjahr, noch ist es zwingend notwendig.

Heute gab es wieder Pastinake mit Kartoffel und etwas Öl incl Apfelmus. Hat sie gegessen. 100 gr. Gut. Wenn sie es morgen nicht will, dann eben nicht.

Sie ist 23 Wochen alt. Wenn sie 6 Mte ist, also in knapp 3 Wochen, biete ich ihr mal gedünstetes Gemüse an. Sie soll es selbst bestimmt in den Mund stecken.

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Vielen Dank!
Das hat mir sehr geholfen

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😘 Gerne.

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Hallo.
Ich hatte auch kämpfe mit mir mit ihm mit allem. Meiner ist bald 11 monate alt und nun haben wir endlich 3 Mahlzeiten am Tag.
Atme durch. Gib ihm das was er mag. Undzwar so lange bis der Druck raus ist. So hab ich es irgendwann nach vielem geheult ( mehr ich als er). Und ich hab ihm immer mal was in die Hand gegeben. Mal ne Gurke, mal nen Apfel, mal nen hirsestäbchen. Und dann hab ich wochenlang nur Kürbis und Obst mit Getreide gefüttert. Bis wir beide Spaß an brei hatten und seit dem kann er viel mehr sachen essen.
DU BIST KEINE VERSAGERIN. Du bist eine tolle Mama. Mach das was Spaß macht. Wenn er nicht viel Gemüse isst, dann gibs Nachtisch bei mir mit Obst und Hirse.
Nimm erst den Druck raus und dann machst du mal reisbrei und co.

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Danke für deine Antwort.
Er isst gerne Birnenbrei. Aber ich dachte es wäre nicht gesund, ihm statt Gemüse Obst zu geben, weil es ja mehr Zucker enthält 😅
Aber ich kann es gerne mal so probieren, mit Getreide.

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Also ich hab hier so einen kleinen schmalen Typen. Und da hat das zusätzliche Zucker nichts ausgemacht. Ich dachte es geht immer um die Nährstoffe. Deshalb hab ich da Hirse mit angemischt- wegen dem Eisen.

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Was passiert, wenn du ihm von euerm Essen gibst?

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Hallo,
Habe ich noch nicht probiert. Ich weiß nicht, was er essen darf und was er nicht essen darf

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Die Konsistenz sollte so sein, dass du es als Erwachsener zwischen Zunge und Gaumen zerdrücken kannst.
Gedünstete: Karotte sticks. Brokkoli. Kohlrabi. Birne. Apfel.
Alles ganz weich und ohne Salz. Ohne jegliche Gewürze.

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Ich würde ihn einfach mit zu euch an den Tisch setzen wenn ihr Esst, je nachdem was ihr Esst gibst du ihm die Komponenten die weich genug sind, dass er sie ohne Zähne zermalmen kann oder halt im Mund durch den Speichel schnell weich werden.
Also gedünstetes Gemüse, weiche Nudeln etc. Möglichst gar nicht selbst salzen die ersten Monate, die Nahrungsmittel enthalten auch so schon meist Salz.
Ich hab meine Tochter so an den Tisch gesetzt, dass sie gut vom Tisch essen konnte und die ersten Male hat sie das Essen auch auf den Tisch direkt bekommen ohne störenden Teller oder so. (Mit denen wird dann nämlich oft gespielt.) Teller kam hier mit so 10/11 Monaten. Etwa mit einem Jahr bekam sie auch Gabel/Löffel dazugelegt und verbucht damit mit 15 Monaten schon erste Erfolge.

Das Essen durfte sie essen/ mantschen/ runterschmeißen und sich Einsätzen wie sie lustig war. Ich hab mich hauptsächlich auf mein essen konzentriert und zwischendrin Mal mit ihr unterhalten oder ihr was zerkleinert, Essenreste von ihr runtergeholt etc... 😅 Ja das kostet viel Überwindung. Vor allem wenn man danach immer sauber machen muss. Aber lange das gemantsche bei uns nicht gedauert. Viel gegessen hat sie bis 14 Monate nicht. Erst jetzt isst sie so, dass sie noch satt wird. Ansonsten wurde sie halt Nacht Bedarf gestillt. Sie hat keinen Mangel (zumindest keinen der irgendwie auffällt) ist vom Gewicht auf ihrer Kurve geblieben und ist super entwickelt für ihr Alter.
Ich würde also gar nicht Mal pausieren, sondern sie einfach machen lassen. Sie darf fast alles essen was sie auch essen kann.
Wie gesagt, Gemüse etc, wenn du es mit dem Finger zermantschen kannst, kann sie es essen. Brot kann sie lutschen und Knabbern. Nudeln hat meine Tochter schon immer gefeiert.
Wenn sie hustet und prustet, dann ist das ein Selbstschutz, weil etwas zu weit nach hinten gelangt ist. Solange sie sich nicht richtig verschluckt (also plötzlich aufhört zu atmen) ist alles relativ unbedenklich. Meine Tochter hat auch viel wieder rausgehustet. Aber die lernen ganz schnell damit umzugehen.
Falls es doch ernst wird (man sollte schon immer dabei bleiben und schauen) gibt es da so einen Griff, den kann ich schlecht beschreiben... Auf zum Beispiel auf Breifrei Baby (Internet Seite) findet man eine Beschreibung. Ansonsten bietet sich auch ein erste Hilfe Kurs speziell für Eltern an. 😁
Aber bei uns gab es solche Vorfälle nie.

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Du musst nicht aufhören, aber auch nicht den Stress machen, dass er bitte nach der Mahlzeit keine Milch mehr bekommen soll. Er darf durchaus wählerisch sein, wenn das eine Rezept ihm nicht mundet, ok, am nächsten Tag was anderes anbieten und wieder das eine eben später. Babies brauchen teilweise lange, bis sie sich an einem neuen Geschmack gewöhnen und ein neues Lebensmittel annehmen (meiner ist nicht so, aber er isst auch nicht ganz durchschnittlich :)). Und Pre oder Muttermilch dürfen sie noch lange wollen.

Und wenn er keinen Fleisch mag, kein Problem! Dann gibts eben mehr Hirse und Hafer. Statt Kartoffeln mal Nudeln. Fingerfood. Nachmittags Obst mit Getreide. Das wird schon! Nur keinen Stress.

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Bei uns war das mit dem Brei auch ein auf und ab. Habe dann ein paar Mal quasi wieder bei Null angefangen und nur Gemüse gegeben oder eben einfach anderen Brei probiert, z.B. Getreide-Milch-Brei oder eben Obst-Getreide und dann zumindest das gegeben was er gerade gern gegessen hat. Und plötzlich ging dann eine Weile gar nichts mehr. Habe dann irgendwann auch die Lust verloren weil er teilweise sofort geschrien hat.
Ich würde ein paar Alternativen probieren, bisschen was zum selber experimentieren, oder kleine weiche Stückchen von deinem Finger. So habe ich zeitweise besser damit umgehen können. Hast du mal Brei aus dem Gläschen versucht?
Hirsekringel hab ich manchmal auch ein paar gegeben, weil es ihm Spaß gemacht hat (ist natürlich keine wertvolle Mahlzeit). Und sowas dann möglichst wenn ich selber auch am essen war.
Oder andere Konsistenzen? Habe den Eindruck Hirsebrei aus richtigen Hirseflocken besser ankommt als die Instantflocken für Babys. Das habe ich zufällig gemerkt als wir bei meiner Schwester waren und uns das selber zum Frühstück gemacht hatten. Habe ihm etwas abgegeben und er fand das super. Darauf konnte ich dann wieder aufbauen und ich habe das Gefühl so langsam wird es, ist jetzt aber auch 8 Monate.
Also, ich möchte dich ermutigen einfach mal was von eurem Essen zu probieren und wenn es euch hilft, auch einfach eine kurze Pause einzulegen. Versuch Geduld zu haben (ich weiß wie schwierig das ist...habe mich auch verrückt gemacht und bin manchmal immernoch nervös ob er denn nun weiter essen wird oder bald wieder aufhört und ob er dann von irgendwas zu wenig bekommt.)