Schon nach zwei Wochen Stillen verzweifelt und am Ende wegen starker Schmerzen

Hallo ihr Lieben... vor zwei Wochen habe ich meinen zweiten Sohn auf die Welt gebracht und auch bei ihm wollte ich wieder voll stillen. Trotz ständigem anlegen blieb der große milcheinschuss aus. Meine Hebamme war täglich hier um mich bei dem Thema zu unterstützen. Ich habe mittlerweile solche Schmerzen in den brustwarzen, dass ich nur noch am heulen bin. Ich heule schon, wenn er wach wird weil ich weiß, dass die Schmerzen gleich wieder losgehen, ich heule während des stillens und ich heule danach, weil ich so frustriert und unglücklich bin, dass es nicht klappt.

Ich creme, lege Kompressen auf, bestrahle mit Rotlicht aber die Schmerzen werden eher wieder schlimmer statt besser. Stillhütchen habe ich schon probiert - da nimmt er die Brust nicht mehr. Nachts soll ich die Flasche geben, damit ich überhaupt mal zur ruhe komme und schlaf finde.

Immer öfter am Tag gebe ich die Flasche. Ich kann einfach nicht schon wieder nach einer Stunden stillen. Da lässt gerade erst wieder der Schmerz nach. Ich weiß, dass das kontraproduktiv ist mit dem zufüttern. Ich will so gerne stillen und mir laufen sofort bei dem Gedanken dies nicht zu können die Tränen aber ich halte es einfach nicht durch, so wie es hier geraten wird (so oft anlegen wie die kleinen wollen).

Ein Grund fürs stillen ist natürlich auch, dass ich ihm einfach genügend Abwehrstoffe mitgeben möchte. Es heißt ja, dass das Immunsystem von stillkindern einfach besser ist. Ob es dann in der Realität wirklich so ist - keine Ahnung...

Habt ihr vielleicht noch irgendeinen Tipp für mich? Irgendwas, was ich noch nicht ausprobiert habe?

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Du scheinst in guten Händen. Da heisst es wohl Augen zu und durch.

ABER... Mit solchen Schmerzen wirst du früher abstillen, als wenn du Flasche gibst. Stress ist Gift dafür. 😌☝️

Ich kann dir nur sagen, dass meine Family, incl Cousinen alle nciht gestillt wurden. Wir sind kerngesund und haben auch kein Übergewicht.

Dein Baby braucht eine fitte Mama.

Ist Abpumpen eine Option? Dauerhaft abpumpen.

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Ohje, du Arme! Ich leide mit dir!! Bei einer Freundin hat erst der Arzt bei der U3 rausgefunden, dass das Baby ein verkürztes Zungenband hatte. Die Hebamme und Ärzte im Krankenhaus haben das nicht festgestellt! Schrecklich, finde ich. Man hätte ihr viel Leid ersparen können.
Vom abpumpen und geben würde ich dir auf Dauer abraten. Hab das einen Monat gemacht. Horror. Der Zeitaufwand war enorm, wenn meine Mutter nicht da gewesen wäre hätte ich es nicht geschafft.
Aber vielleicht klappt es bei dir besser und schneller! Und noch mehr hoffe ich, deine schmerzen lösen sich in Luft auf und du kannst wieder gemütlich stillen ❤️

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Vielen lieben Dank euch beiden.

Ich habe jetzt gerade, nachdem ich vor 1 1/2 Stunden zuletzt gestillt habe, mit der medela abgepumpt. Läuft ja auf beiden Seiten ca 15 Minuten im Intervallprogramm aber mehr als insgesamt 30-40 ml bekomme ich nicht raus. Manchmal denke ich, dass ich doch vielleicht einfach nicht genug Milch produziere...

Ach man, ich weiß gerade einfach nicht weiter 😞

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Hey,

mach dich mit den Mengen nicht verrückt! Was meinst du, dass die Kleinen trinken? Kleine Mengen. Und ein Baby ist viel viel effektiver als eine Pumpe.

Stillen kann anfangs schmerzvoll sein, aber das bringt nichts, wenn es zu einer derartigen Qual ausartet. Und alleine dieser Stress, der bei dir dadurch verursacht wird, hilf auch nicht bei der Situation.

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Lass dich von der Milchmenge nicht verunsichern! Die Pumpe ist sehr, sehr viel weniger effektiv als das Kind. Wenn du dennoch das Gefühl hast zu wenig Milch zu haben kann ich dir noch 3 Tipps geben:
- Stress reduzieren (klingt so einfach, aber wenn man das Gefühl hat, das Kind verhungert und die Brust Schmerz, ist es wirklich schwierig. Versuch es irgendwie!)
- Powerpumpen (am besten einmal morgens und abends, jeweils zu "Scheiß-Zeiten", am besten 5 Uhr und 21 Uhr. Dort ist der prolaktinwert am höchsten. Powerpumpen bedeutet, 10 Minuten pumpen, 10 Minuten Pause, 10 Minuten pumpen, 10 Minuten Pause, 10 Minuten pumpen). Mit Powerpumpen konnte ich meine Milchmenge innerhalb einer Woche von nur 30 ml am Tag auf 700 ml am Tag steigern.
- Wärme die Brust vor dem pumpen und währendessen. Brustmassage nicht vergessen.

Ich drück dir die Daumen.

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Das das Immunsystem von Stillkindern besser ist, kann ich aus meiner Erfahrung nicht sagen. Aber ich kann keine Studien dazu machen, dafür kenne ich zu wenig Kinder einfach.

Wieso ist Zwiemilch keine Option? Dann hättest du mehrere Stunden Pause und kannst dich von dem Stress lòsen. Bei uns lief es darauf hinaus und nachts gab es Brust tagsüber oft Flasche.
Dein Kind scheint ja keine Saugverwirrung zu haben, wenn er jetzt schon mit beidem zurecht kommt.

Ich kenne den Fall einer Mutter, die beim vierten Kind Probleme hatte. Die hat Kind 2 und 3 sogar tandem gestillt aber Nummer vier klappte partout nicht. Der wurde ein Flaschenkind. Es ist also alles muglich.


vlg

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Woran liegt es dass du Schmerzen hast? Liegt es daran dass deine Brustwarzen wund sind? dann kann es sein, dass dein Kind nicht genug Brust im Mund (die Mamille darf nach dem stillen nicht verformt sein) hat oder wie oben schon beschrieben, das Zungenband zu kurz ist. Wenn du eher so einziehen in der Brust hast dann kann es ein Vasospasmus sein, da hilft hochdosiert Magnesium und Calcium. Auf YouTube sind die Videos von Global health Media zu empfehlen, da sieht man wie man richtig anlegt.
Alles gute dir

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Kontaktiere eine Stillberaterin. Hebammen sind meist beim Thema stillen nicht ausgebildet.

Es ist keine (!) Schande, Pre zu geben. Wir Mütter neigen zur absoluten Selbstaufgabe, was ja irgendwie in der Natur der Dinge liegt. Aber wenn du solche Schmerzen hast, würde ich mir das wirklich nochmal überlegen. Dein Baby braucht viel eher eine ausgeglichene, glückliche Mutter als eine gestresste, schmerzverzehrte Mama!

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Vielen lieben Dank euch allen für die vielen Tipps und Ratschläge. Vor allem das mit dem powerpumpen werde ich mal ausprobieren.

Der Wille und vor allem der Wunsch zu stillen ist einfach noch zu groß. Der Schmerz zwar auch aber aber da ich an der Pumpe bei weitem nicht solche Schmerzen habe werde ich mir die jetzt öfter "anlegen".

In dem KH in dem ich entbunden habe gab es stillberaterinnin. Laut ihr hat er die Brust immer schön in den Mund genommen. Er macht den Mund auch richtig schön weit auf beim andocken. Meine Hebamme hatte mir vor der Geburt empfohlen öfter ohne BH rumzulaufen. Das wäre auch gut für die Brustwarzen als Vorbereitung (war ja eh nur zuhause 😀 ) aber im KH hatte ich dann schon nach ein paar mal anlegen ziemlich Schmerzen.

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Hi. Silberhütchen sollen toll sein, habe nur gutes darüber gehört. Vladimir wäre das ja noch eine Idee. Und sonst ist es wirklich so, halte durch. Zufüttern würde ich nicht. Nimmt dein Baby denn die Brust richtig in den Mund? Also möglichst viel Brust? Also Brautwarze und Vorhof? Leider tut es wirklich die ersten Wochen weh. Aber glaube mir, wenn du durchhälst wird es nach spätestens vier Wochen besser. Du machst das schon. Glaube an dich. Vg

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Vladimir =Vielleicht 🤭

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Wenn ich du wäre, würde ich jedes 2. Mal zufüttern, damit deine Brustwarzen besser heilen können.
Falls es trotzdem nicht klappt... so what?
Dein Kind wird dir deswegen später mal keine Vorwürfe machen und auch nicht gesünder oder weniger gesund sein (und das von einer Zweifachmama, die Beide voll gestillt hat).