Wie am besten abstillen? -Einschlafritual ersetzen ?

Hallo
Ich habe nun 7 Monate gestillt und würde gerne abstillen nun so langsam. Der kleine bekommt nur noch nachts und zum einschlafen die Brust. So langsam möchte ich das aber auch ersetzen durch die Flasche. Unsere Nächte sind nun so dass er 2-3x die Brust nachts braucht. Oft nuckelt er aber einfach nur. Schnuller verweigert er seit einigen Tagen komplett. Habe auch kaum noch Milch da ich eben so wenig stille.
Wie stelle ich das abstillen am besten an? Einfach jetzt ganz weg lassen? Wollte schon letzte Nacht die Flasche eher geben, aber es hat nicht so geklappt. Einschlafen wollte ich heute so ohne Brust versuchen, aber klappt auch nicht. Er hat sich dauernd zur Brust gedreht und den Mund geöffnet, eine ganze Flasche hat er vorher getrunken, ist aber nicht an ihr sozusagen eingeschlafen. Also denke er wollte eher das gewöhnliche Nuckeln statt trinken ... nun trägt ihn mein Mann in den Schlaf aber möchte das ungern als neues einschlafritual einführen, da die Arme uns sonst irgendwann abfallen... wie macht ihr das? Er hat dann so geweint, wollte ihm schon die Brust im Bett geben... hab’s aber dann doch nicht gemacht... beim rumtragen ist er leise und schläft irgendwann ein. Kuscheln allein im Bett reicht wohl nicht....

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Ich bin gerade in fast der gleichen Situation. Mein Sohn ist 7 Monate und ich möchte in ca 2 Monaten abstillen (so der Plan 🤭) er nimmt keinen Schnulli, nur mich oder Daumen. Ich stille nur noch nachts und zum Einschlafen. Leider verweigert er auch jede Flasche, er trinkt aus der Tasse. Das macht es mir noch schwer, das Abstillen jetzt schon durchzuführen, da ich nicht weiß was ich machen soll, wenn er nachts doch mal Hunger hat.

Ich kann dir aber sagen, wie ich den Großen mit damals 9 Monaten abgestillt habe:
Damals war genau die gleiche Situation (nur nachts gestillt, keine Flasche genommen, dafür aber Schnulli). Ich musste aus gesundheitlichen Gründen sofort abstillen. Mein Mann und ich haben die Plätze im Bett getauscht, er hat ihn ins Bett gebracht ohne mich (das war sehr hart für uns) und nachts lag ich nicht neben meinem Sohn, damit er mich weder sehen noch hören konnte. Natürlich hat er viel geweint die ersten 2 Nächte, aber in der 3. Nacht war es schon viel besser. Nach 7 Nächten haben wir dann wieder die Plätze getauscht und er war abgestillt. Nachts hat er weiterhin nie die Flasche wollen, nur ab und an etwas Wasser getrunken.

Wie wir es dieses mal angehen wollen, wissen wir noch nicht. Da ich allerdings als Schnuller herhalten muss, werden wir es wohl ähnlich machen wie damals (dass mein Mann die Nachtschichten übernehmen muss). Geht bei uns allerdings erst, wenn ich mir sicher bin, dass mein Sohn nachts keinen Hunger hat 😊

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Zum Abstillen kann ich nicht viel sagen, da auch das bei uns einfach so ergeben hat mit etwa 9 Monaten. Mein Sohn ist aber von Anfang an ein Zwiemilch-Kind gewesen.
Aber zum Einschlafen kann ich vielleicht ein bisschen helfen:
Ich war im Herbst in einer Beratung wegen ein paar Faktoren in unserem Familienalltag. Dazu gehörte auch das Einschlafen an der Brust. Ich erhielt den Tipp, das vieles von der Einstellung der Eltern abhängig ist. Sprich, wenn ich dem Kind gegenüber souverän und ruhig auftrete, haben die Maßnahmen größere Chance auf Erfolg. Man hat mir geraten abends weiterhin zu stillen, da das bei uns noch eine Mahlzeit war, und dann, wenn ich merke, jetzt schläft er gleich ein und nuckelt nur noch die Brust zu entziehen ihn aber weiter zu kuscheln.
Sie sagte es sei normal, dass sich die ersten Einschlafversuche dann etwas länger gestalten und das Kind vielleicht beim Entziehen etwas meckert oder einfach die Augen wieder öffnet etc. man solle ruhig bleiben, alles andere wie sonst machen und ausstrahlen, bzw auch such selbst sagen “ich weiß, dass du jetzt einschlafen kannst, du schaffst das”. Dazu ruhig und tief in den Bauch atmen, das entspannt die Kids.

Wir haben nun seit November ein Einschlafritual ohne Brust. Also nur Mut!

Achso: Schnuller. Phasenweise war der hier auch nicht angesagt. Inzwischen ist mein Sohn aber ein “Nuckel-Spürhund”. Wenn irgendwo noch einer rumliegt: er findet ihn. Das kommt und geht, denke ich.