Erfahrungen Stillkind vs. Flaschenkind

Hat jemand Erfahrungen sowohl mit einem Stillkind als auch mit einem Flaschenkind gemacht? Passen die gängigen Klischees bei euch, d.h. ist das Flaschenkind häufiger krank, hat das Stillkind eine engere Bindung zur Mama etc.? Bemerkt ihr ganz subjektiv einen Unterschied?
Liebe Grüße 🙂

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Also ich habe zwar nur zwei Flaschenkinder, aber bezüglich krank sein und Bindung kann ich definitiv sagen, diese Klischees sind Quatsch.
Es gehört mehr zu einem guten Immunsystem, zb regelmässig an der frischen Luft sein und mit Sicherheit auch ein Stück Veranlagung.
Und zu einem Kind, dass die Flasche trinkt, kann man die gleiche Bindung aufbauen, man kann genauso kuscheln etc.
Es ist nur die Gesellschaft und hauptsächlich auch hier, wo man immer andere Sachen erzählt bekommt.

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Ich habe ein Halbstill/Halbflaschenkind und ein Stillkind. Vom Immunsystem ist mir bisher noch kein Unterschied aufgefallen. Das reine Stillkind ist aber tatsächlich mehr auf mich fixiert.

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Huhu! 🙋🏻‍♀️
Also, mein „Flaschenkind“ 😉 ist inzwischen 8 Jahre alt und kerngesund. Er war aber auch nie großartig krank oder hat Allergien. Das Klischee passt schon mal nicht.

Mein „Stillkind“ ist noch sehr jung, drum kann ich zu Krankheiten, etc. noch nichts sagen. Allerdings hab ich das Gefühl, dass sie als Stillkind etwas entspannter ist. Sie schläft auch mal wenn sie weggelegt wird. Oder nachts im Beistellbettchen. Mein Sohn damals wollte das alles nicht. Er hing an mir wie eine Klette - nichts ging ohne Mamas Nähe. Vielleicht weil die Stillnähe fehlte. Das weiß ich aber nicht, ist nur so ein Gedanke.

Was ich auf jeden Fall beim Stillen unendlich besser und angenehmer finde....
Ich muss nachts nicht mehr aufstehen um ein Fläschchen zuzubereiten. Wir machen nachts nicht mal das Licht an. Ich bin viel viel erholter als damals bei meinem süßen „Flaschenkind“. Überhaupt nicht übernächtigt. Und ich kann dir sagen - an Schlafmangel gewöhnt man sich leider nicht. 😩
Ich muss auch nicht an 1000 Dinge denken, wenn ich das Haus verlasse. Spucktuch und Windeln - fertig! Milch ist immer passend vorbereitet mit dabei! Schlicht sehr praktisch!
😃👍🏼

Überlegst du, was für euch infrage kommt? 😊

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Danke für deine Erfahrungen.
Ja, ich habe ein paar Überlegungen. Ich stille momentan, habe aber die Möglichkeit Teilzeit wieder in den Beruf einzusteigen, wenn mein Baby ca. 3 Monate alt ist. Ich würde das auch gerne tun, da ich meinen Job liebe 😀. In der Zeit würde mein Mann dann auf das Baby aufpassen, das ließe sich alles regeln.
Ich weiß, dass ich Milch abpumpen könnte. Alle paar Stunden abpumpen wäre mir aber zu stressig ehrlich gesagt.

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Und wenn du auf Vorrat schon mal abpumpst? Hat meine Schwägerin gemacht, die nach 3 Wochen wieder arbeiten musste (selbstständig).

Ich habe Zwillinge, ein Still- und ein Flaschenkind. Das Stillkind ist viiiiel anhänglicher und nähebedürftiger. Ich würde nicht freiwillig das Stillen aufgeben. Aber da gibt es natürlich kein richtig oder falsch.

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Ich selbst bin flaschen Kind, bin nie krank.
Mein Sohn (2 jahre) ist die ersten 9 Monate gestillt worden und hatte bisher nur einmal eine Erkältung.
Das gestillte Kind einer Freundin hat ewig eine fiese rotznase und oft eine Blasenentzündung.

Alles individuell u d nicht wirklich vergleichbar.

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Meine Schwester hat voll gestillt...ihre Kinder waren dauer krank und hatten allergien

Meine Flaschenkinder waren seltener krank und schneller immun gegenüber Krankheiten und haben überhaupt keine allergien...jedenfalls nicht dass es sich bisher gezeigt hat

Meine Kinder hören besser und sind besser erzogen.
Bindung? Also man muss nicht die Brust dem Kind in den Mund stecken damit eine Bindung entsteht. Da reicht vollkommen kuscheln und sich mit dem Kind beschäftigen ^^
Jede Bindung muss gepflegt werden. Da reicht Stillen niemals aus um eine glückliche Mutter Kind Bindung für ein Leben zu schaffen

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Seh ich genauso. Woher kämen denn dann die ganzen Papakinder, die konnten ja nicht stillen.

Bindung ist mehr als stillen.


vlg

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Hallo ich kann dir nur von meinem Flaschen Baby berichten, er war bisher noch nie krank. Er hängt sehr an mir, papa, Oma usw haben kaum Chancen.... kann aber auch daran liegen, dass wir nach der Geburt getrennt wurden und er auf der Intensivstation kaum zu jemand anderem als dem Wärmebett oder mir Körperkontakt hatte. Liebe Grüße

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Unsere Tochter bekam die Flasche. Sie wird nächste Woche 1 Jahr und war noch nicht einen Tag krank. Sie ist etwas mehr auf mich fixiert, dass liegt aber wohl daran, dass sie tagsüber ja mit mir zusammen ist. Sie kann aber genauso gut mit dem Papa alleine was unternehmen. Nachts braucht sie seit dem 5. Monat keine Flasche mehr und seit 2 Monaten schläft sie durch...
Diese Behauptungen übers Stillen und Flasche geben kann ich gar nicht ernst nehmen. Komplette Klischees...

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Ich habe ein Stillkind (15mon lang gestillt) und ein Flaschenkind (konnte es wegen einer Gaumenspalte leider nicht stillen, habe aber etwas abgepumpt und dann Milchpulver gegeben).
Meine Kinder haben viele Unterschiede, ob sie jetzt vom stillen oder genetisch sind?

Stillkind war viel unabhängiger, schlief gern und gut allein im Bett, war seit Krippenbesuch mit 18monaten eigentlich permanent krank bis sie so 3Jahre war. Isst aber recht ausgewogen und auch gerne gesundes. Hat top Zähne trotz viel nächtlichen stillens. War als Baby recht propper, als 6jährige schlank.

Flaschenkind war sehr anhänglich, wollte nur bei uns schlafen, fast immer auf dem Arm sein und war schon als Baby ständig krank weil sie alle Viren der Großen mitbekam. Schlief etwas schlechter als das erste Kind. Hatte gefühlt etwas mehr Bindung zum Papa. Isst leider (mit 4jahren) immer noch bevorzugt nur süße Sachen und lehnt viele Speisen ab. Hat mit 1,5Jahren Karies bekommen, es lag wohl vor allem an einem Zahnschmelzdefekt aber vielleicht auch etwas am nächtlichen Milch trinken:-(. War als Baby eher dünn und ist jetzt ein schlankes Kigakind.

Das stillen fand ich viel besser und weniger aufwendig, außerdem hab ich dadurch gut abgenommen. Ich hätte gern das zweite Kind auch gestillt.
Vorteile der Flasche war: ich konnte abends länger ins Kino ohne dass meine Brüste platzen. Papa konnte das Baby auch füttern, dadurch fehlten mir aber auch die gemütlichen Stillpausen.

Wenn du gerne stillst, könntest du ja auch nur noch nachts weiterstillen und tags gibt es z.B. die Flasche. Da gibt es so viele Möglichkeiten es zu kombinieren. Abpumpen fand ich schrecklich, hat mir viel Stress bereitet und ich habe es nur 4,5Monate durchgehalten.