Brei zu süß? Und andere Fragen

Hallo,
unser Sohn ist nun über 7 Monate alt und bekommt 3 Breimahlzeiten am Tag:

Morgens einen Getreide-Obst-Brei, Mittags den regulären Brei mit Gemüse und Fleisch (2 Tage Fleisch, 1 Tag vegetarisch) sowie abends einen Milch-Getreidebrei mit Obst.

Dazwischen bekommt er morgens seine Milchflasche und am Nachmittag ebenfalls, wobei wir nachmittags manchmal schon noch was anderes dazu geben, zB Banane, Tomate, anderes Obst/Gemüse oder den übrig gebliebenen Frühstücksbrei, wenn er aus so einem Maxiglas kommt. Manchmal bekommt er außerhalb der Mahlzeiten ein kleines Stück Erdbeere, oder anderes Obst/Gemüse je nachdem, was wir gerade essen und was auf dem Balkon fertig gereift ist.

Nun meint mein Mann, er hätte festgestellt, dass unser Sohn den Abendbrei zu süß findet. Er bekommt Milchreis oder Grießbrei pur, gemischt mit Frucht, kein Keksbrei oder was es sonst gibt und keinen zusätzlichen Zucker außer den vom Obst.
Hat damit jemand Erfahrung gemacht? Ich wüsste auch nicht, wie ich improvisieren kann, um herauszufinden ob es stimmt - ich kann zum Milchreis schlecht Brokkoli mischen. Also, ich könnte schon, aber das ist ein bisschen seltsam, oder?

Dazu trinkt er abends recht viel, obwohl er sonst nicht so ein guter Trinker ist. Durchschnittlich werden bei uns am Tag ca. 70ml Wasser getrunken und ich bekomme auch nicht mehr in unser Kind hinein. Ich gehe davon aus, dass er genug trinkt und dass sich die Menge selbstständig erhöht, wenn er älter wird und anderes Essen bekommt. Sonst würde er doch mehr trinken?

Außerdem ist es so, dass er nachmittags nicht so gut trinkt wie morgens und dann kurz vor dem Abendessen nochmal Hunger hat, sich aber auch nicht bis zum Abendbrot beruhigen lässt. Wir versuchen dann möglichst wenig zu geben, damit er dann auch noch Hunger hat, aber das war bisher nie ein Problem. Ich wollte gerne versuchen, die Milchmahlzeit am Nachmittag so zu gestalten, dass er dann erst wieder zum Abendessen Hunger hat, aber ich habe gelesen Babys brauchen mindestens 3 Milchmahlzeiten am Tag und wenn ich ihm jetzt andere Sachen gebe, dann würde die ja wegfallen.

Und zuletzt: Woher weiß ich, ob mein Kind zu viel isst? Wenn ich das so aufliste klingt das schon irre viel und unser Sohn hat definitiv zugenommen (soll er ja auch). Wie merke ich denn, ob es zu viel ist, bevor mir der Kinderarzt eine Standpauke hält? Er macht mir nicht den Eindruck eines Moppelchen und er war auch immer durchschnittlich schwer mit Tendenz zu leicht.

Viele Fragen, ich weiß, aber ich hoffe, ihr habt eine Idee, wie ich meine Problemchen so lösen kann.

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Hi,

Mein kleiner ist auch 7 Monate und hat folgenden Plan:

06:00 200ml Pre
09:00 Obstbrei oder Milchgetreidebrei
12:00 Gemüsebrei mit Fleisch oder einer andern Sättigungsbeilage
15:00 Obstbrei
17:30 Milchbrei oder Vollkorntoast mit ungesalzener Butter
19:00 200ml Pre

Zwischendurch ca 100-150 ml Ungesüssten Tee

In der Nacht trinkt er keine Flasche mehr.

Dass mit der Menge hab ich mich auch schon gefragt aber mein kleiner hatte auch schon zweimal eine Phase in der er kaum was gegessen hat bzw auch keine Flasche wollte. Ich glaub sie holen sich dass was sie brauchen. In Schüben mehr und dann wieder weniger.
Er ist momentan wieder unersättlich. Die Fladche mit Pre war ihm nie genug. Er hatte dauernd Hunger daher hab ich relativ schnell die Flaschen durch Brei ersetzt und endlich hatten wir einen Rythmus und er war zufrieden und nicht mehr dauernd hungrig . 😍

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Hallo,

unser Sohn hat einen ähnlichen Plan:

gegen 6:30 Obst-Getreidebrei
gegen 10:15 Milch 1 nach Bedarf, meist 200ml (selten mehr, eher weniger)
gegen 11:30 Mittagsbrei mit Kompott
gegen 15:00 Milch 1 nach Bedarf, meist 166ml, zZ eher weniger, deshalb auch dann Banane o.ä.
gegen 18:30 Milch 1, meist 100ml
gegen 19:30 Milch-Getreidebrei mit Frucht

Nachts gibts bei uns schon seit dem 4. Monat nichts mehr, das hat er sich relativ schnell abgewöhnt.

Dauernd hungrig war unserer auch, das war so belastend. Man konnte nichts planen, weil ab 1h nach Fütterung konnte jederzeit wieder Hunger kommen. Das hat sich erst mit dem Brei eingependelt und ich bin froh, dass wir jetzt diese halbwegs festen Zeiten haben, weil man so auch mal eine längere Runde rausgehen kann oder in den Wald fahren kann etc.

Dass er mal weniger isst, das kenne ich. Wir zwingen ihn auch nicht zum Essen (soll man ja sowieso nicht machen), dann isst halt der Papa den Brei auf ;-) Ganz schlimm war das beim Wasser, da hat er den einen Tag keine 30ml getrunken. Man macht sich schon Sorgen, aber wenn er nicht will, kann ich ihn nicht zwingen. Am nächsten Tag gings dann wieder.

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Meine mochten das Süße im Milchbrei auch nicht und deshalb gabs den bei uns immer ohne Obst. Habe dafür immer mehr Getreide genommen (bis zu 25g), weil sie oft noch mehr Hunger hatten.
Ich würde meinem Baby immer so viel geben bis es satt ist. Meine waren immer gute Esser und als Baby richtige Wonneproppen. Jetzt mit 4 und 6 sind sie rank und schlank.

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Das mache ich manchmal auch, wenn er einen sehr hungrigen Tag hat oder wenn die 2. Zwischenmahlzeit doch mal ausfällt. Mir wäre das noch nie aufgefallen, dass ihm die Frucht nicht schmeckt... und ich weiß nicht, ob er den Milchbrei pur essen würde.

Unser Sohn bekommt immer so viel, wie er möchte oder nicht möchte, wir begrenzen ihn ausschließlich bei der 2. Zwischenmahlzeit kurz vor dem Abendbrot und auch nur, wenn er halbwegs zufrieden ist. Wenn er noch weint bekommt er selbstverständlich mehr. Wir machen uns nur Gedanken, weil wir beide nicht wirklich gelernt haben, wie gesunde Ernährung funktioniert und unser Kind es mal besser haben soll (1€ ins Phrasenschwein). Ich möchte ihm ungern schaden, deshalb frage ich gerne nach anderen Erfahrungen. Ich denke auch nicht, dass wir ein Problem haben, aber fragen kostet ja nichts ;)

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Das klingt putzig. Zu süß? Meist wollen Babys nur süß, ist evolutionär einfach bedingt. Wie hoch ist denn der Anteil an Obst Abends? Vielleicht kannst du den reduzieren oder gibst das reine Obstpüree zum Nachtisch?

Zum Thema zu viel essen, die Zwerge in dem Alter können nicht zu viel essen, dazu ist da das Sättigungsgefühl zu stark ausgeprägt. Sie essen, bis sie satt sind und hören auf.

Zum Thema Wasser, das steigert sich. Da er noch ein paar Flaschen trinkt braucht er nicht unbedingt zusätzlich super viel Wasser trinken, ist auch gar nicht so toll für die Nieren. Zur Beikost immer anbieten und auch da wird er schon ausreichend trinken.

Zu den Milchmahlzeiten, dazu zählt auch Käse oder Naturjoghurt oder andere Milchprodukte. Und das bekommt man meist gut integriert.

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Bei uns gab es Milchbrei immer nur pur. Ich habe da kein Obst reingerührt. Wenn es mal ein Gläschen sein sollte, gab es nur die Hipp Pur Abendbreie. Da sind keine Aromen mit drin.
Die Abendbreie mit Vanille, Kakao, Keks oder Banane z.B. von Bebivita finde ich ganz schlimm...