Angst vor dem Stillen đŸ€±

Hallo ihr Lieben,

Ich wollte mir hier einfach mal Tipps holen.
Ich bin in der 37ssw.
Das stillen hatte damals bei meiner Tochter und meinem Sohn nicht so toll geklappt.
Bei meiner Tochter tat mir das stillen so weh das ich nach einem Monat ohne Besserung abgestillt habe.
Bei meinem Sohn hatte ich dann stillhĂŒtchen und es tat nicht mehr so weh. Allerdings hatte ich dann absolut kein Zeitmanagementsystem. Meine Tochter wurde ein paar Tage nach der Geburt von meinem Sohn eingeschult. Ohne Auto hieß es dann immer Kinder packen Berg rauf, Berg runter und zwei Stunden spĂ€ter wieder los. Dazwischen irgendwie stillen. Das hat in mir soviel Stress ausgelöst das es von selbst nach einem Monat vorbei war.
Ich hab mir fest vorgenommen das alle guten Dinge drei sind. Und hoffe das es diesmal klappt. Allerdings hab ich seit ein paar Tagen schmerzhafte Brustwarzen. Keine Ahnung warum aber sie tun verdammt weh. Ich hab auch gelesen das angeblich sehr hellhÀutige Menschen vermehrt schmerzen beim stillen haben.
Was kann ich also tun damit ich nicht wieder
Mit schmerzverzerrtem Gesicht da sitze? Blutige Brustwarzen will ich auch nicht haben. Ich finde den Gedanken eklig das mein Baby nebenbei mein Blut aussaugt😅 habt ihr Tipps? Oder Produkte auf die ihr schwören wĂŒrdet die helfen könnten?
Bin ĂŒber jede Antwort dankbar 😊

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Hallo,

Am Anfang hatte ich auch sehr wunde Brustwarzen (und keine ausreichende Milchmenge, aber das ist ne andere Sache)

Pflege ordentlich von Anfang an mit Lanolinsalbe oder die Eigenmarke von Babylove (ist einfacher zu verstreichen)
Multimumkompressen sind auch sehr gut.

Achte auf einen weit geöffneten Mund und biete die Brust leicht "gequetscht" passend zum Mund an. RegelmĂ€ĂŸig anlegen, alle 2 Stunden, bevor der große Hunger kommt
Wenn der Milvueinschuss kommt und es sehr schmerzt, streiche aus bis der Druck nachlÀsst und lege danach gleich an.

Das intuitive Anlegen in der zurĂŒck gelehnt Position hat bei mir persönlich nicht geklappt.
Ich fand dafĂŒr die Footballhaltung toll.

Du kannst auch schon vorher Brustmassage Ausprobieren. Vielleicht kommt auch schon Kolostrum (muss aber nicht) das könntest du sammeln und einfrieren (in so dĂŒnnen kleinen Spritzen)

StillhĂŒtchen hemmen die Produktion. Also wenn möglich darauf verzichten.

Gibt es bei dir in der NĂ€he ein Stillcafe? Dann geh dort vorbei und knĂŒpfe schon Kontakte.
Such schon mal eine Nummer von einer kompetenten Stillberatung, die dich dann begleiten kann.
Lieber zu frĂŒh Hilfe holen, bevor es dann zu spĂ€t ist und man mehr "wieder gerade biegen muss"

Liebe GrĂŒĂŸe

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Bei meinem Sohn kam der richtige Milcheinschuß erst nach 5 Tagen, es hst auch ganze 10 Wochen gedauert ohne Probleme zu stillen. Es ist einfach praktisch da du ĂŒberall dein Kind fĂŒttern kannst. Um dich in der Öffentlichkeit nicht komplett zu entblĂ¶ĂŸen kannst du ein Spucktuch oder Stilltuch nutzen.
Ich hatte aber bei meinem Sohn wegen zu viel Milch in 10 Monaten auch 10 x einen Milchstau.
Bei meiner Tochter war ich dann vorbereitet und hatte gleich nach der Geburt richtig Milch gehabt nur 3 Tage schmerzen beim Stillen in der linken Brust. Ab dem 4. Monat 2 Tassen Pfefferminztee getrunken und meine Milch hat sich reguliert.
In den 4 Monaten hatte ich auch Milchstau gehabt.

Ich rate dir eine Hebamme zu suchen die dich beim stillen begleitet oder gleich eine Stillberaterin auf zu suchen.

Viel Erfolg und alles Gute.

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Es heißt ja immer, dass richtiges stillen nicht weh tut und das kann ich bestĂ€tigen

Kind 1 = keine Probleme

Kind 2 (3 Monate alt)
Hier hat mit von Anfang an das stillen extrem weh getan (das habe ich im Kh auch gesagt, wurde aber von allen Schwestern und Hebammen abgewimmelt von wegen das ist am Anfang so. Trotz ErklĂ€rungen meinerseits, dass ich genau weiß, dass es eben nicht weh tut, hat mich niemand ernst genommen)
Meine Brustwarzen waren bei Entlassung teils blutig und wurden eitrig (ich habe geheult alleine beim Gedanken, dass ich stillen muss) meine Fußnagel haben sich hochgerollt, es tat so unglaublich weh.

Meine Hebamme kam direkt am Tag der Entlassung und hat gefragt, ob ich Probleme beim Stillen habe, was ich bejahte.

Sie nur, das wĂ€re absolut kein Wunder, da Kind 2 ein extrem kurzes ZungenbĂ€ndchen hat 😳
Wir waren dann 10 Tage spĂ€ter beim Zahnarzt (vorher war leider kein Termin frei), der das quasi tĂ€glich durchfĂŒhrt. Das BĂ€ndchen wurden innerhalb einer Sekunde gekappt, Kind zwei hat 2 Sekunden gequakt nicht mal geweint.

Von da an war das Stillen so wie ich es kannte ohne Schmerzen und konnte es endlich genießen.

Im Kh wurde es weder von Schwestern/Hebammen oder Ärzten erkannt eigentlich traurig, dass sowas nicht mal bei der U1/U2 aufgefallen ist und man mir nicht geglaubt hat (das Ă€rgert mich eigentlich am meisten an der Situation)

Das könnte zb eine Ursache bei deiner Tochter damals gewesen sein, deshalb schreibe ich dir das (das hat ja kaum einer auf dem Schirm)

Ansonsten hilft Lansinoh sehr sehr gut, genauso wie KĂŒhlkompressen

Eine Hebamme die gleichzeitig Stillberaterin ist, ist definitiv Gold werd

Alles Gute

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Hmm also ganz ehrlich, ich habe bisher auch noch keine Freundin gesprochen, bei der es von Anfang an ein romantischer Spaziergang war. Die meisten mĂŒssen da echt am Anfang einige Wochen die ZĂ€hne zusammenbeißen.. Bei mir waren das locker 9-10 Wochen.