Wie lange Stillen?

Hi zusammen,

ich habe letztens mal mit meinen Mami-Freundinnen diskutiert wie lange jede gestillt hat/ stillen möchte. Es war so unglaublich unterschiedlich und auch die Abstillgründe ganz verschieden.

Es interessiert mich wie lange habt ihr gestillt/ stillt ihr und warum habt oder wollt ihr abstillen?

Viele Grüße zum Wochenende

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Hallo,

leider habe ich nicht viel Zeit und antworte nur kurz.

Ich wollte immer stillen, habe auch viel dafür getan. 3 Monate stillfreundlich Zufüttern, pumpen etc.

Ich muss sagen, es lohnt sich und ist genauso toll, wie ich dachte.
Inzwischen Stillen wir 17 Monate und wir genießen es.
Die Still-lust des Kindes ist ungebrochen. Daher kann ich mir nicht vorstellen, wie sich ein noch kleineres Kind sich von selber abstillt. Ungewollt passiert das wohl öfter und es wird dann auf "das Baby wollte nicht mehr" geschoben.

Ich möchte, solange es mir nichts ausmacht, so lange stillen, wie sie es nicht mehr braucht.
Ich denke, es wird vielleicht Zeit und Ortsbegrenzung geben.
Ich bin sehr froh, dass mein Partner hinter uns steht.

Liebe Grüße

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Daher kann ich mir nicht vorstellen, wie sich ein noch kleineres Kind sich von selber abstillt. Ungewollt passiert das wohl öfter und es wird dann auf "das Baby wollte nicht mehr" geschoben.

Also mein Großer hat sich von jetzt auf gleich mit 9 Monaten, bei Beginn meiner 2. Schwangerschaft, selbst abgestillt.

Er hatte furchtbares Bauchweh und seit Stunden geweint. Wir sind ins Krankenhaus gefahren und waren nachts um zwei zurück. Seine normale Zeit für sein Nachtmahl. Ich wollte ihn also zum wieder einschlafen anlegen und er hat sich weg gedreht und ist eingeschlafen. Ich hab es dann noch 2-3 mal versucht aber er hat die Brust nicht mehr genommen. Also doch, so was kommt vor.

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Ich habe 10,5 Monate gestillt und mein Sohn hat von selbst aufgehört.
Es hat von Anfang an zum Glück sehr leicht geklappt, ich hätte definitiv nicht auf Biegen und Brechen alles versucht, sondern hab es nur auf mich zukommen lassen. Habe aber nicht vorher aufgehört, weil es sehr praktisch und gut fürs Baby ist und irgendwann fand ich es auch nicht mehr so blöd wie am Anfang.😅
Zum Ende hab ich nur noch 1x Mal nachts gestillt und die Milch wurde dementsprechend weniger. Irgendwann war es wohl nicht mehr sonderlich befriedigt für meinen Sohn und er wollte lieber Wasser haben😂 fand ich gut so.

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Ich habe 1,5 Jahre lang gestillt. Ich habe aufgehört, weil die Tagesmutter behauptet hat, es würde sonst mit der Eingewöhnung nicht klappen. War wahrscheinlich Unsinn. Und zur Tagesmutter ist unser Kind letztendlich nur wenige Monate gegangen.

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Hallo. Kind nr eins habe ich ca 18 Monate gestillt. Mein Arzt riet mir aufzuhören, weil ich schwanger wurde. (Im Nachhinein bereue ich es auf ihn gehört zu haben)

Kind nr zwei wurde bis zum vierten Lebensjahr gestillt. Ich habe ihm die Entscheidung selbst überlassen.

Kind nr drei war ca 2.5 Jahre. Er biss zu und ich habe recht laut darauf reagiert. Tat wirklich weh 🙈 daraufhin war er sehr schockiert und wollte nicht mehr an die Brust

Kind nr vier ist fünf Monate jung und wird aktuell voll gestillt.

Lg

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Ich wollte vor der Geburt so ungefähr 6-9 Monate Stillen.

Es sind dann doch 14,5 Monate geworden. Es hat einfach funktioniert.🤷‍♀️ Ich hatte keine Lust noch Fläschchen und Pulver-Milch enzuführen. Da war ich einfach zu faul und zu geizig zu. Es hat mich auch einfach nicht gestört noch zu stillen. Es ging ja dann auch auch schnell und unkompliziert. Es war gegen Ende hauptsächlich nachts und morgens.

Ich habe allerdings so ab dem 9. Monat nach dem Prinzip "Nicht anbieten, nicht verwehren" gestillt, dass heißt ich habe ihm die Brust nicht mehr aktiv angeboten, aber er durfte immer trinken, wenn er wollte. Auch nachts habe ich immer erst geguckt, ob ihm kuscheln auch reicht.

Dann wollte er auf einmal gar nicht mehr, als er laufen konnte. Ein richtig aktives Abstillen, gab es also gar nicht.

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Ich hab einen kleinen großen Stilljunkie. Er ist fast 3 und fordert es zum Schlafen und nachts noch sehr ein. Wir sind jetzt aber soweit, dass er nur noch kurz darf und dann ohne Milch einschläft. Bis vor ein paar Wochen haben wir abends, nachts und morgens noch gestillt.
Das war so nicht geplant aber ohne Brust ging gar nichts.

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11 Wochen voll. Baby wurde nicht satt. Stillen incl Abpumpen für 5 Wochen und dann aufgehört ehe ich psychisch nicht mehr auf dem Dämpfer war. 😅😂

Hätte gern länger, letztendlich war es aber genau so richtig.

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Hallo

Das ist sehr individuell und auch fest gefahrene Meinungen die man hat können sich ändern. So schreibe ich mit einigen Frauen, unsere Kinder sind jetzt alle über 2 und fast alle stillen noch wobei sich am Anfang keiner vorstellen konnte so lange zu stillen. Andere in meinem Bekannten Kreis wollten unbedingt lange stillen, dann kamen schlaflose Nächte, Wunde Brustwarzen und wenig Unterstützung und dann wurde leider nichts aus dem langen stillen sondern nach wenigen Wochen war Schluss...

Ich selber bin bei meiner Tochter mit der Einstellung rein,es unbedingt probieren zu wollen und es so lange zu machen wie es uns beiden noch gefällt. Das stillen hat immer unproblematisch geklappt. Mit Beikost hat sie früh gestartet und mit ca. 10 Monaten hat sie tagsüber gar nicht mehr gestillt sondern nur gegessen. Nachts ist sie zu der Zeit 3-4 Mal noch gekommen und einmal zum Mittagsschlaf. Als sie 12 Monate war hab ich mit arbeiten angefangen und musste viele Nachtdienste machen. Zeitgleich wurden meine Eltern krank, eine sehr stressige Phase. Abends gab es eine Flasche pre Milch wenn ich nicht da war, die sie gerne genommen hat, sie hatte mit Flasche nie Probleme, ich aber mit dem abpumpen. Egal welche Methode, ich müsste immer eine ganze Woche dafür arbeiten um 1 Flasche zusammen zu bekommen. Tja also gab es pre. Die Nächte wurden Horror, sie kam halbstündlich und teilweise noch öfter (also konnte ich selbst die Nächte wo ich nicht arbeiten musste gar nicht schlafen) und sie war nur noch unzufrieden weil keine Milch kam, sie aber auch nicht bereit war länger zu nuckeln um die Milchproduktion anzuregen. Dann hat sie sich in einer Nacht eine Flasche gefordert, als sie ganz frustriert an meiner Brust genuckelt hat. Sie bekam die flasche, war zufrieden und ab da wollte sie nie wieder an die Brust. Für mich war das sehr hart, ich wollte nicht abstillen und so schon gar nicht. Aber zu der Zeit damals, ging es wohl nicht anders.

Bei meinem Sohn war mir direkt klar das ich wieder stillen will, weil es einfach praktisch war und bei meiner Tochter ja auch geklappt hat. Es hat außer massiven Milchüberschuss am Anfang wieder unproblematisch geklappt. Mitllerweile bin ich wieder schwanger. Mein Sohn hat nie einen Schnuller genommen, meine Brust ist das einzige was er zum nuckeln nimmt. Das wollte ich ihm nicht nehmen. Anfang des Jahres hat er noch zum einschlafen, 1-2 Mal in der Nacht und am Tag auch 1-2 Mal gestillt. Seit März schläft er durch und stillt auch nur noch zum einschlafen, da war ich 3 Monat. Es gab eine Phase wo es schwierig war, weil durch die SS das stillen weh getan hat, jetzt ist es wieder OK. Meine Hoffnung, das er durch die SS aufhört hat sich noch bestätigt, jetzt ist es für mich aber auch so im. Dann mache ich halt Tandem stillen. Oder aber er wird ganz geschockt sein wenn da wieder Milch kommt, den seitdem ich schwanger bin kommt keine Milch mehr.

Das Baby will ich auch stillen. Wie lange? Wir werden es sehen. Mittlerweile hat sich meine Umgebung ja auch dran gewöhnt das ich wohl ultra Öko bin wenn ich ein 2 Jahre altes Kind noch Stille ;)

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Ich hatte mir davor keine genauen Gedanken gemacht. Mit ca. 8-9 Monaten, wo es alle 3 Breie und Snacks zwischendurch gab, hatte der Kleine nur noch wenig Lust zu stillen. Da haben wir nur zum Frühstück gestillt. Mit 10 Monaten ging es in den Sommerurlaub, da hatte ich gesagt ich stille im Urlaub noch weiter und wenn wir zurück sind, stille ich ab. Die Motivation war bei beiden sehr gering.. Letztendlich haben wir es bis zum 1. Geburtstag durchgezogen, so ging es gleich zur Kuhmilch über. Für uns war es so genau richtig und ich hätte mir nicht vorstellen können länger noch zu stillen