Aggressiv beim Stillen

Hallöchen liebe Eltern,

ich hoffe hier jemanden zu finden, dem es ähnlich wie mir geht. Und zwar habe ich eigentlich eine hohe Toleranzgrenze wenn meine kleine (5Wochen) schreit.
An sich ist sie ein sehr ruhiges Baby, was echt schön ist. Sie schreit eher weniger und lässt sich auch schnell beruhigen, daher hab ich selten das Gefühl überfordert zu sein oder die Kontrolle zu verlieren.
Leider stille ich sie nicht. Das hat leider nie so toll geklappt und mich kotzt es daher richtig an, besonders morgens wenn ich müde bin, eine Flasche zu machen sie zu füttern und abzupumpen. 🙄 Icj wäre gerne morgens produktiver, und fände es so schön einfach sie an die Brust zu legen und zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
Die Kleine lässt sich zwar anlegen, aber meist mit vielen Anläufen. Mittlerweile kann I h sie gut ca. 3 mal am Tag stillen und an die Brust legen.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich ab und zu die Kontrolle verliere, bzw kurz davor bin. Irgendwie bin ich direkt viel aggressiver, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Ich red mir ab und zu ein, dass Stillen das natürlichste der Welt ist und warum will es mein Kind nicht und „tut so als wäre ich sie schlechteste Mutter“. Ich weiß das klingt total bescheuert…
Manchmal werde ich auch etwas gröber und halte ihr meine Brust einfach beim Schreien in den Mund. Ich hab das Gefühl ich bin einfach viel zu schnell gereizt wenn es um das Thema geht. Dabei ist Stillen ja was schönes und soll beruhigend für das Kind sein. Ich Ärger mich halt umso mehr wenn sie sich nicht direkt anlegen lässt.

Hat jemand eventuell selber solche Erfahrungen gemacht?

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Hallo,

das klingt alles ziemlich frustrierend bei euch. Hier ist die Situation rund ums Stillen, Füttern, Abpumpen ähnlich. Darf ich fragen ob du ausschließlich abpumpst, oder auch Pre gibst?

Ich werde zwar nicht aggressiv, wenn das Stillen nicht funktioniert, aber sehr frustriert, wenn die meine Brust nur amweint oder am Stillhütchen (ohne geht's gar nicht) rupft. Gebe dann zu schnell auf und bereite resigniert die Flasche...

Inzwischen stillen wir nur noch on top. Wenn wir beide Bock drauf haben und dir Situation es erlaubt. Früh morgens zb, wenn die Ruhe da ist... Das nimmt viel Druck raus

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Guten Morgen, das ist schön zu wissen, dass es Gleichgesinnte gibt :-) Auch wenn es nicht schön ist, wenn’s mit dem Stillen nicht richtig klappt.
Ich muss leider zufüttern und gebe Hipp Pre.
Ich hatte eigentlich immer sehr sehr viel Milch 60-70Ml pro Seite pro Pumpen, aber dadurch, dass ich manchmal nicht zum
Pumpen komme, habe ich nicht mehr so viel.. :/

Frustriert bin ich auch, manchmal mehr manchmal weniger. Wenn es klappt ist es für mich eins der schönsten Sachen überhaupt sein Kind zu stillen.. es funktioniert leider nicht immer mit der Ruhe. Manchmal hab ich Glück und es funktioniert sogar wenn sie schreit und manchmal ist sie total gechillt ich leg sie an und sie rastet vollkommen aus <.<

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Alles genau wie bei uns! Und es ist doch kein Wunder, dass wir gestresst sind. Ziel ist ja, das Kind satt zu bekommen. Statt eines Schrittes (Kind stillen, Kind satt) besteht das Füttern bei uns aus vier (!) Komponenten. Stillen, Abpumpen, Flasche mit Muttermilch, Flasche mit Pre. Das ist hart!

Bei uns find alles damit ab, dann mir im Krankenhaus nach der Geburt niemand sagte oder zeigte, wie Stillen sein müsste. Und mein Baby hat n bei Hunger nicht geweint. Am Ende hatte ich keinen Tropfen Milch mehr (obwohl ursprünglich Milcheinschiss problemlos) und mein Kind hatte über 10% Gewicht verloren. Um das Ziel 'Vollstillen' dennoch zu erreichen, tte ich alle zwei Stunden abpumpen müssen. War für mich in unserer Situation unmöglich zu managen. Entsprechen hat es sich jetzt, nach genau vier Wochen, so eingependelt, dass ich drei bis viermal am Tag abpumpen (immer zwischen 80 und 100ml), nur noch Anlegw, wenn es sowohl für mich als auch fürs Baby gerade passt und dansonsten Pre füttere. Nicht gerade das, was ich mir gewünscht hätte, aber so funktioniert es zur Zeit bei uns. Von meinem Plan, 100% Muttermilch zu füttern (durch stillen und abpumpen, damit Papa auch zu etwas zu gebrauchen ist) habe ich mich verabschiedet. Und es ist okay.
Füttere übrigens auch Hipp. Bio Pre. Baby verträgt es ausgezeichnet. Und am Ende geht es nur darum, dass mein Baby satt ist und zunimmt (hatten trotz allem Stress nach 13 Tagen das Geburtsgewicht erreicht)

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Guten Morgen :)
Dass Stillen auch anstrengend und nervig sein kann, kennt wohl jede Stillmama. Wie man auf das Anbrüllen der Brust reagiert, ist wohl eine Typsache. Aber ja, entnervtes Reindrücken in den schreienden Schnabel kenne auch ich (und es klappt sogar manchmal). Was ich wichtig fände:
Hast du mal eine Hebamme oder Stilltante zuschauen lassen? Weißt du was genau nicht klappt? Was hast du schon alles versucht und probiert, damit es klappt? Große Probleme hatte ich zwar nicht, aber bis es reibungslos klappte, hat es 2-3 Monate gedauert.
Der schwierige Weg ist es, herauszufinden was das Problem ist und nach einer Lösung zu suchen, hartnäckig bleiben, abwarten...
Der einfache: Umstellung auf 100% Pre.

Viele Grüße

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Hallo Aurelia,

ja ich bin ein Mensch, der relativ schnell gereizt ist, besonders bei Schlafmangel..

Meine Hebamme hat mich con Anfang an super unterstützt und weiß, dass meine Kleine auch an die Brust kann. Nur sie will irgendwie manchmal nicht.
Heute Morgen hab ich es meiner Hebamme gezeigt und sie meinte nur sie könne verstehen warum ich manchmal so geladen bin..
Ein konkretes Problem gibt es eigentlich nicht, eine Saugverwirrung kann auch ausgeschlossen werden.
Morgen Sind wir erneut bei der Osteopathie mal schauen ob es sich danach vielleicht nochmal etwas bessert.

Liebe Grüße und danke für die liebe Antwort.

Solange ich noch die Zeit zum Pumpen finde und Muttermilch habe versuche ich dir ihr zu geben. Und sonst vertraue ich voll und ganz auf die Hipp

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Auch wenn ich jetzt gesteinigt werde - wenn dich das Abpumpen/Füttern/Stillen so sehr stresst, dann still ab und fütter Pre.

Mir ist durchaus bewusst, dass Muttermilch das Beste fürs Baby ist. Aber man wird inzwischen so unter Druck gesetzt, dass man unbedingt stillen MUSS und schon mal eine komplette Rabenmutter ist, wenn das nicht kann bzw. möchte.

Ich habe bei meinem ersten Kind auch ewig lange versucht abzupumpen und dann die abgepumpte Milch zu füttern, weil das Stillen einfach nicht klappen wollte. Ich war dann aber gefühlt mit nichts anderem mehr beschäftigt und war einfach nur mega unglücklich, weil man sich irgendwie wie ein Versager fühlte.

Nach ein paar Wochen habe ich dann aufgegeben und abgestillt und für mich war es definitiv das beste, was ich machen konnte. Mein Baby war satt und zufrieden und ich war nicht mehr gestresst.

Ich kann also nur den Rat geben: Lass dir von niemandem einreden, dass du eine schlechtere Mutter bist, nur weil dein Baby keine Muttermilch bekommt. Mach das, was für dich und dein Kind am besten ist und wobei du dich am wohlsten fühlst.

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Hallo Jule,

vielen Dank für deine Antwort :-)
Da hast du definitiv Recht! Aber die einzige Person, die mir sowas einredet, bin wenn ich selbst 😅

Wenn ich sie nicht ranhalte, habe ich auch kein Gefühl des Versagens, da sie ja die Brust auch nicht verweigern kann :D

Ich freue mich zwar umso mehr wenn es mal klappt, jedoch bin ich umso enttäuschter wenn es nicht klappt.

Ich werd mir deinen Ratschlag zu Herzen nehmen und versuchen eine Lösung zu finden mit der ich und Baby zufrieden sind 🤗

Liebe Grüße

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Hier genau das selbe.

Meinen ersten Sohn konnte ich nicht stillen und bei meinem zweiten klappt es Schlussendlich nach 7 Wochen Zufütterung.

Selbst heute noch gibt es Probleme mit dem stillen, wo ich schnell gereizt bin wenn er immer wieder andockt und dann wieder abdockt..

Ich würde dir jedoch empfehlen die Ursache zu finden warum das Stillen nicht klappt und das am besten mit einer Stillberaterin.
Ansonsten kann ich dir nur ratem abzustillen, wenn du schon inkonsequent mit dem abpumpen bist, wirst du bald garnichts mehr haben.

Lieber ein sattes fröhliches Kind mit einer ausgelassenen Mutter als eine gereizte Mutter.