Mit Beikost beginnen - ja oder nein

Liebe Mamis,
eure Meinung würde mich mal interessieren. Meine Tochter ist 4 Monate alt (wird am 22.8 5 Monate). Sie ist sehr weit für ihr alter dreht sich schon auf bauch und wieder zurück. Nun beobachte ich schon eine Zeit lang dass sie mir beim essen sehr interessiert zusieht, oft kaubewegungen macht und am tisch immer nach dem essen greifen will. Mein kinderarzt meint ich soll mit beikost langsam anfangeb, man sieht dass sie soweit ist. Mekne hebamme ist strikt sagegen, sie meint 5 monate muss man unbedingt warten, das wäre wichtig. Ich bin hin und hergerissen. Meinem Gefühl nach ist sie soweit aber icv geb auch viel auf die meinung meiner hebi. Was ist denn so eure Erfahrung?

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Wir haben auch mit 4 Monaten angefangen Geschmäcker zu testen und jetzt mit 5 Monaten isst er schon Mal ne halbe Banane und ein halbes Gläschen Karotten und hätte gerne mehr. 🤷🏻‍♀️ Probleme mit der Verdauung gab es nur bei Pflaume. Aber vielleicht liegt das auch in der Natur der Pflaume als abführendes Hausmittel.
Haben bei der U4 von der Kinder-Ärztin Grünes Licht und eine Einweisung der Do's and Don'ts bekommen. Waren halt an Anfang auch vorsichtig weil man oft die Meinung liest dass vor dem 6ten Lebensmonat nichts als MuMi ins Kind gehört. Deshalb haben wir auch erst Mal nur irgendwo dran lecken lassen. Aber das hat sich schnell ergeben weil man halt merkt, dass er voll gerne isst.

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Ich würde es einfach probieren. Dann merkst du schnell, ob sie wirklich schon so weit ist oder nicht.
Wir haben auch mit 4 Monaten angefangen und sie hatte von Anfang an Spaß daran. Aber wir haben uns sehr viel Zeit gelassen und alles ohne Druck und Stress gemacht. Mit 6 Monaten hat sie dann auch fingerfood bekommen und mit 9-10 Monaten hat sie schon öfters bei uns mitgegessen.

Bei vielen, die später angefangen haben, setzte irgendwann der Stress ein, weil sie dann plötzlich der Meinung waren, dass sie möglichst schnell alles einführen müssen. Da ging es dann auf einmal doch wieder um Allergieprävention 🙄

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Schwer zu sagen und da kann dir vermutlich keiner helfen.

Ich persönlich sehe den Need nicht. Aber das ist meine Meinung.

Das wäre bei uns unvorstellbar gewesen. Sie konnte zu dem Zeitpunkt nicht richtig auf dem Schoß sitzen, aktiv nach Sachen aus der Ferne greifen und mit der Zunge hat sie eh wieder alles rausgeschoben.

Wenn ich die Entwicklung zwischen 4 und 6 Monaten bei meiner eigenen Tochter anschaue (sie ist motorisch auch sehr weit), dann hätte ich mich vermutlich geärgert so früh damit begonnen zu haben.
Und das wäre ja nochmal einen Monat früher als empfohlen.

Teste es aus oder tu dir den Stress einfach noch nicht an 🤷🏼‍♀️

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Hallo, danke für deine Meinung.
Bei meiner tochter ist es so dass sie wirklich schon auf dem schoss sitzt, aktiv, ohne anlehnen. Liegen findet sie nicht so toll :)
Ausserdem greift sie schon ordentlich zu. Man muss wirklich aufpassen dass sie sich nichts vom Teller greift. Den teller meines mannes hat sie schon mal com tisch gezogen. Echt schwierig. Ich hab halt voll das schlechte gewissen beim essen wenn sie mich so anschaut. Ich dreh mich immer schon weg wenn ich herzhaft ins brot beisse :))

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Wir haben mit 4,5 Monaten begonnen nach Rücksprache mit unserem Kinderarzt und erleben hier keine Probleme. Mir fällt es nur schwer einzuschätzen wann er was mag und wann nicht. Sein Gesicht sieht dabei immer gleich neutral aus. Nur bei Erdbeere nicht. Erdbeere ist der Hit. Da greift er jetzt knapp einen Monat später auch von selbst zu. Muss man ein bisschen aufpassen, dass er nur die vollreifen erwischt, die er mit den Gaumen zerquetschen kann.

Ich glaub ich bin auch ganz froh mich nicht an das "6 Monate Dogma" gehalten zu haben, weil wir das jetzt einfach ganz in Ruhe angehen konnten ohne irgendwelche Allergieprävention-Deadlines im Hinterkopf haben zu müssen.

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Achso unsere Hebamme war auch damit einverstanden, obwohl sie, als er noch frisch war, immer wieder gesagt hat, dass vor dem vollendeten 5ten Lebensmonat kein Beikoststart angegangen werden sollte. Ich glaub bei unserem Sohn hat man einfach gesehen, dass er soweit ist. Er sitzt auch schon ohne Stütze übrigens. Und verfolgt auch mit den Augen jede Erbse die wir uns in den Mund stecken. 😅

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Probiere es einfach aus und wenn es nicht klappt oder für euch doch noch nicht passt, dann kannst du schlicht und einfach wieder aufhören ☺️

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Warum sagt der Kinderarzt, du sollst mit dem Beikost anfangen und warum deine Hebamme strikt dagegen?

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Weiss nicht. Sind halr verschiedener Meinungen. Öaut KiArzt ist meine Tochter soweit und laut hebamme muss man obligatorisch 5 Monate warte

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Das liegt wahrscheinlich daran, dass die WHO den Beikoststart mit 6 Monaten empfiehlt, da der Darm vorher noch nicht ausgereift ist. Vielleicht hat deine Hebamme deshalb einen Mittelweg gewählt :)

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Hey, ich habe erst im 7. Monat angefangen unserem Kleinen etwas zum probieren zu geben, weil er erst die Reifezeichen erfüllen sollte...Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Zungenstoßreflex so gut wie weg ist und das Kind mit leichter Unterstützung sitzen kann...
Ich persönlich habe auch den Fehler gemacht (jetzt im Nachhinein betrachtet), dass unser Kleiner selbst mit Unterstützung eigentlich noch gar nicht gut sitzen konnte und ich hätte noch locker bis zum 8. Monat warten können...höre auf dein Gefühl und schaue dir unbedingt die Reifezeichen für Beikost an...denn meistens ist es auch so, dass mit Erfüllung der Reifezeichen auch der Darm weit genug entwickelt ist :)

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Also den Zungenstreckreflex kann ivh nicht mehr feststellen. Ich hab sie mal von einem hipp Karottengläschen lecken lassen, also vom löffel und sie hat danach geweint als sie nix mehr gekriegt hat. Sie macht halt auch diese typsche kaubewegungen

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Gib ihr doch sonst einfach mal den Löffel in die Hand ohne alles und lass sie mal drauf rum kauen :)
Wenn du generell merkst, dass sie bereit ist für Beikost, dann probiere es einfach 🍀

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Hebamme und Kinderärztin waren sich hier einig: 16. Woche vollendet dann kann es losgehen. Das ist hier auf einem Donnerstag gewesen und wir haben den direkt folgenden Samstag gestartet. Auf Empfehlung nicht mit Karotte weil die zu Verstopfung neigt, sondern mit Kürbis und nach und nach neues eingeführt. In der 2. Woche dann 2 Sorten oder Obstnachtisch und ab der 4. Woche dann Fleisch. Ab Tag 5 wurde hier motzend mehr verlangt und seitdem wird 150g - 250g immer mittags gegessen. Kann so und so laufen.

Verdauung hat tatsächlich nur bei Möhre Probleme gemacht, da wars dann paar Tage fest, aber Verstopfung gabs nie. Mittlerweile gibts in Absprache mit dem Kinderarzt 3 Brei-Mahlzeiten weil er nachmittags einfach mal die Flasche verweigert. Vormittags und nachts Flasche, mittags, nachmittags und abends dann Brei. Zwischendurch wird Wasser und Flasche angeboten.

War für mich jetzt mit 5,5 Monaten auch der perfekte Zeitpunkt zum abstillen, deswegen Flasche, und hat wunderbar geklappt. Das entscheidet aber auch jeder selbst.

LG

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Du kannst es ja testen. Ich würde mich vom interessiert hingucken aber nicht zu sehr beeindrucken lassen. Interessiert gucken tun sie ja bei Vielem.

Ich hab auch mit 4,5 Monaten angeboten und hab es dann wieder abgebrochen. Mit 6 Monaten haben wir wieder gestartet. Sie ist einfach noch nicht der begeisterte Esser.

Ich denke, das ist schon ok, es zu probieren, solange Du auch bereit bist, es wieder sein zu lassen. Manchmal will man ja irgendwie unbedingt Fortschritte sehen, bzw freut sich so darauf, sein Kind dann auch mampfen zu sehen, ohne es irgendwie negativ zu meinen.

Und bei uns gibt es keinen Druck, weil das Kind erst mit 6 Monaten gestartet hat. Sie isst immer noch eher schlecht, aber das ist dann so.