Fragen an die BLW-Eltern

Hallo,

meine Tochter ist 9 Monate alt und überhaupt keine große Esserin. Sie wird noch sehr viel gestillt (so 5 mal tagsüber und 2-3 mal nachts).
Wir haben mit 5 Monaten mit Brei angefangen, davon isst sie aber nur den Abendbrei wirklich gerne (allerdings auch davon maximal eine halbe Portion), vom Mittagsbrei höchstens ein paar Löffelchen und von diesem Obst-Getreide-Brei (hab ich zum Frühstück angeboten) auch sehr wenig (oft gar nichts, der ging früher mal besser).

Ich habe jetzt die letzten Tage statt Brei Finger Food angeboten und sie fand es wirklich toll. Ich bin zwar nicht sicher, wie viel davon wirklich in ihrem Magen gelandet ist, aber gefühlt war es ein viel entspannteres Essen für uns beide.

Jetzt meine Frage, inwieweit achtet ihr darauf, dass eure Kinder alle „Komponenten“ (Gemüse, Fleisch, Getreide etc.) bekommen oder gebt ihr einfach, was da ist?

Unser Essen heute war wie folgt:

Frühstück: zuckerfreier BLW-Muffins (mit Haferflocken und Aprikosen), ein Stück Banane, ein Stück Wassermelone

Mittags: beim Asiaten, ich hab um gedünstetes Gemüse für sie gebeten und ihr dazu ein bisschen von meinem Reis abgegeben, Linsenkringel

Nachmittag: Mango, ein paar Blaubeeren und noch mal ein bisschen von den Muffins

Abends: Zucchini vom Grill und ein bisschen Brot, Milch-Getreide-Brei (den behalten wir bei, weil sie den gerne mag)

Klingt das Angebot ok? Müsste da nicht mehr eisenhaltiges dabei sein (z.B. Fleisch)? Wenn ja, in welcher Form am besten?

Sorry, dass ich so blöd frage. Ich hab wirklich schon viel zu dem Thema gelesen, aber irgendwie habe ich trotzdem immer Angst, was falsch zu machen.

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Darf ich mal kurz fragen: isst deine Tochter das alles schon? Das fände ich ja echt krass. Ich denke wenn das nur ein Angebot ist und sie davon nicht nennenswerte Mengen isst, dann wird sie ja sowieso noch gestillt und es ist eigentlich egal was du ihr gibst. Die Nährstoffe und Kalorien kommen dann ja übers Stillen rein. BLW funktioniert ja eigentlich auch nur, wenn voll gestillt wird. Ich habe jedenfalls noch kein Baby gesehen, dass mit 9 Monaten Fleisch, Fisch usw. in ausreichender Menge sich nimmt. Bei Brei ist das anders, da die Babys sich daran ja tatsächlich satt essen. Daher muss man bei der Gabe von Brei eher darauf achten, dass die Lebensmittel ausgewogen sind. Du solltest aber natürlich trotzdem alles mögliche anbieten, damit dein Kind jetzt nicht auf ein paar Standard Lebensmittel geprägt wird und ggf. später keine anderen Geschmäcker mehr ausprobieren will.

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Sie lutscht und knabbert (so weit das mit einem Zahn möglich ist) daran herum. Wie oben geschrieben, viel landet wahrscheinlich nicht in ihrem Magen und sie wird noch sehr viel gestillt.
Wirklich gegessen hat sie die Linsenkringel, das Obst am Nachmittag und den Abendbrei.

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Hm, also meine Mädels haben sich mit 9 Monaten zum Mittag gerne ein 100g Stück Lachs geteilt. Dazu gab es Gemüse und Kartoffeln und danach waren sie satt. Mit Fleisch hat das auch funktioniert, da gab es meist Frikadellen aus Rinderhack. Brei wollten meine mit 9 Monaten nicht mehr, satt gegessen haben sie sich trotzdem.

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Guten Abend!

Meines Wissens nach geht es beim BLW genau darum, sich keinen Kopf zu machen, wie viel wovon das Kind nun genau zu sich genommen hat.
Solange es noch ausgiebig gestillt wird - und das wird deine Tochter ja zweifelsohne, so wie du es beschreibst - besteht auch kein Grund zur Sorge, weil sie ja durch die MuMi alles genau so bekommt, wie sie es braucht.

BLW ist zum Essenlernen und Essenkennenlernen, nicht zur Ernährung.
Wenn das Kind so weit ist, wird es mehr und mehr essen und weniger stillen wollen.

Ich habe unseren Sohn bis zum 20. Lebensmonat gestillt. Erst so um dem 1. Geburtstag hat er deutlich weniger tagsüber gestillt und gleichzeitig mehr und besser gegessen. Das ist aber echt auch Übungssache und natürlich von Kind zu Kind absolut unterschiedlich!
Bei einer Freundin hat zb das dritte Kind mit 18 Monaten immernoch nichts essen wollen und nur gestillt. Ihre anderen beiden waren deutlich früher „kulinarisch unabhängig“ und sie hat bei den Kindern alles gleich gemacht.

Von Brei und anderen Kinderfertiggerichten hat unser Sohn übrigens nie besonders gut gegessen. Haben wir nur aus Unerfahrenheit anfangs versucht zu geben. Auch, weil der Kinderarzt behauptet hatte, er würde dann nachts besser und eher durchschlafen, weil er so „richtig satt“ wird. Unnötig zu sagen, dass es nie geklappt hat. Es war für uns alle nervig und ich würd das jetzt beim 2. nicht wieder so machen, wenn das Kind es nicht eindeutig gerne mag.

Liebe Grüße

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Hallo

Dem kann ich mich so auch anschließen.

Meine Erfahrung sagt auch, das sich die Menge steigert. Weichere Dinge (weich gedünstete Obst und Gemüse) geht natürlich besser wie härteres. Wobei es auch vom Kind abhängig ist. Meine Tochter hat mit 9-10 Monaten tagsüber nicht mehr gestillt außer für den Mittagsschlaf und tatsächlich riesige Portionen vom BLW, da wollte sie das meiste an Brei gar nicht mehr haben. Mein Sohn fand von Anfang an Brei nicht toll und hat zwar noch im Alter von 10 Monaten tagsüber gestillt,aber nur zum beruhigen und nicht zur Ernährung.

Was hier immer gut ging "um Fleisch ins Kind rein zu bekommen" war das Hackfleisch als Baby Bolognese gekocht oder aber als Baby Frikadellen. Wobei natürlich, wie schon gesagt, ein voll gestilltes Kind im Normalfall keinen Mangel entwickelt wenn es dazu eine schöne Palette an Lebensmitteln angeboten bekommt. Das schöne am BLW ist ja Grade, das man dem Kind (minus Salz und gewisse Gewürze) das geben kann was man selber kocht und sich nicht die Gedanken machen muss "jetzt muss es aber 140g von dem brei essen und wenn das nicht klappt dann bekommt es sicher einen Mangel".

@TE: wenn du ja selber schon im www nachgelesen hast, dann hast du sicher auch diverse "Rezepte" gefunden. Probiere doch einfach Mal aus, es gibt auch leckere Gerichte die für alle in der Familie geeignet sind oder sich am Ende für die Erwachsenen leicht "aufpimpen" lassen. Mein Sohn hat z.B. immer Gemüsereis oder Nudeln mit Gemüse Soße geliebt (ja eine herrliche Schweinerei), mit Parmesan und scharfen Gewürzen hat uns Eltern das auch gut geschmeckt.
LG Smarties88

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Naja, wenn ein Baby mittags so gar keine Lust auf Brei hat, dann gab es in der Anfangszeit ja auch eine Flasche hinterher. Und die wurde dann ja auch angenommen. Als die Mengen dann aber größer wurden und auch Wasser ins Spiel kam, gab es natürlich keine Flasche mehr hinterher. Also Gedanken muss man sich im 1. Lebensjahr so oder so nicht machen, weil im Zweifelsfall ja Milch angeboten werden kann. ☺️

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Hallo.
Ich hab immer darauf geachtet, viel Gemüse anzubieten, weil ich auch einfach möchte, dass meine Kinder das mögen und lernen, dass Gemüse ein wichtiger Bestandteil der Ernährung ist. Außerdem gibt es bei uns 2x die Woche Fleisch und 1x die Woche Fisch. Ansonsten versuche ich möglichst viele verschiedene Sachen und Geschmäcker anzubieten und hoffe, dass meine beiden dann später auch viele Dinge mögen.
Wenn du sowieso noch viel stillst, musst du dir um die Nährstoffe eigentlich nicht so viele Gedanken machen, dein Baby wird ja dann durch die Milch gut versorgt.
Liebe Grüße

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Biete doch einfach deinem baby Komponenten von dem an was ihr gerade esst. Bei BLW geht es zum Beispiel auch darum dass das Baby am besten am Tisch mitisst und so direkt in das Familienessen integriert wird. So haben wir das damals gemacht. jetzt ist sie 22 Monate und stillt immernoch mehrmals täglich, und nachts. Sie isst normal in der Kita Mittagsessen und Frühstück und auch zu Hause. Lange hat sie sehr wenig gegessen. Das wird langsam mehr. Nun war sie vor kurzem Krank und hat 3 tage nix gegessen und nur gestillt. Weil sie krank einfach nix essen mag (was mir ja auch so geht). Habe mir nie sorgen gemacht deswegen. Sie ist was und wie viel sie will. darum geht es bei BLW.