Beikost mit 5 Monaten - wie viel ist zu viel? đŸ„•

Hallo,

Da ich ja bekanntlich keine Ahnung von Beikost habe schon wieder eine Frage. 😕
Wir sind jetzt schon etwas 4 Wochen dabei. Zuerst haben wir ihn nur Dinge probieren lassen, seit etwa zwei Wochen bekommt er aber auch richtig Brei zum Essen. Die KinderĂ€rztin und die Hebammen sagten immer wir sollen nicht zu viel erwarten, weil Babies am Anfang vielleicht Mal so eine EiswĂŒrfel große Portion essen. Unser Bub isst und isst und isst und isst. Er hat gestern eine ganze, wenn auch kleine, SĂŒĂŸkartoffel gegessen. Heute hab ich drei Karotten pĂŒriert. Und danach will er immer noch mindestens 120-130 ml Milch. đŸ€·đŸ»â€â™€ïž Ist das normal? Er zeigt halt auch irgendwie nicht an, dass er satt sei. Schiebt nichts mit der Zunge raus oder so. Sobald der Löffel kommt, Mund auf, ggf. noch Hand an den Löffel und selbst zum Mund fĂŒhren. Ich will ihn auch nicht stopfen. Er ist ja keine Hans. Kann man Babies ĂŒberhaupt ĂŒberfĂŒttern wenn diese es so freiwillig vertilgen?

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Wer sich jetzt fragt: "wer ist dieser Hans?" Das war meine Autokorrektur und es sollte "Gans" heißen.

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Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es natĂŒrlich möglich ist ein Baby zu ĂŒberfĂŒttern. Es gibt Kinder, die kein wirkliches SĂ€ttigungsgefĂŒhl haben und einfach immer essen könnten. In meinem Bekanntenkreis gibt es so ein Kind und da musste die Mama schon von Anfang an alles reglementieren, weil es sonst ohne Ende gegessen hĂ€tte.

Ob das auf euch zutrifft kann ich jetzt nicht beurteilen. Auch die Mengenangaben sind ja sehr subjektiv („kleine SĂŒsskartoffel“, 3 Karotten). Wieviel Gramm waren das ungefĂ€hr? Denn es kann durchaus sein, dass ein Baby 200g und mehr Brei mittags isst. 190g gelten ja so als Richtwert. Unsere hat zum Beispiel nur selten mehr als 100g gegessen, meistens weniger. Um auf 190g Durchschnitt zu kommen, muss es also auch Kinder geben, die mehr essen.

Wie beendet ihr die Mahlzeiten denn im Moment? Gibst du ihm irgendwann nichts mehr? LĂ€sst du ihn essen bis nichts mehr da ist? Dann wĂ€re interessant, ob er vielleicht 5 Löffel spĂ€ter von alleine aufhören wĂŒrde. Das solltest du einfach mal probieren. Also zeigt er irgendwann, dass er satt ist? Und kommt dann die HĂ€lfte wieder raus, weil er sich wirklich ĂŒberessen hat oder bleibt alles drinnen?
Ausgehend davon kannst du dann entscheiden, ob er einfach das bisschen mehr bekommt oder du ihm nur eine bestimmt Menge gibst. Wobei ich davon nicht so viel halte, da Kinder im Normalfall schon sehr gut wissen wieviel sie brauchen. Wenn man sie immer kĂŒnstlich kurz hĂ€lt kann das dazu fĂŒhren, dass sie ein gestörtes VerhĂ€ltnis zum Essen bekommen, weil fĂŒr sie ja immer ein Mangel erkennbar war.

Was ĂŒbrigens auch helfen könnte wĂ€re Kartoffel einzufĂŒhren. Die sĂ€ttigt mehr und dadurch könnten die Portionen kleiner werden.

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Ich wiege morgen Mal ab. SchĂ€tze aber so 150g bis 200g dĂŒrften es gewesen sein. Und danach eben noch Milch.

Ich hab bislang einfach immer so eine Portion gemacht von der ich dachte, dass ja eigentlich was ĂŒbrig bleiben mĂŒsste. Aber er ist dann immer den Teller leer und dann ist halt nichts mehr da. Er behĂ€lt auch alles drin.

Das mit dem "sie lernen dann, dass es nie genug gibt" ist ein Denkanstoß. Ich mach morgen Mal mehr und teste das Mal wann doch Mal das sĂ€ttigungsgefĂŒhl kommt. Bei seiner Milch hat er ja auch ein sĂ€ttigungsgefĂŒhl.

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Wenn er bei Milch ein SĂ€ttigungsgefĂŒhl zeigt, dann ist das ja schon mal ein gutes Zeichen.

Man muss sich auch bewusst machen, dass Kinder nach Energie und nicht direkt nach Menge essen. Also wenn sie etwa damit weniger Kalorien essen, dann essen sie eben mehr auf die nötige Energie zu bekommen.
Daher wĂ€re es einen Versuch wert Kartoffeln zu fĂŒttern, um auf mehr Kalorien zu kommen.

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