Organisation beim abpumpen - Frage zu Liserdol

Hallo zusammen!
Am Montag kam unsere zweite kleine Maus. Ich habe sie 3 Tage gestillt und dann in einem Anflug von babyblues, Milcheinschuss, Übermüdung und heulerei gesagt das ich abstillen will. Zu dem Zeitpunkt war ich mit mir damit im reinen, weil ich weiß dass das vollstillen nicht zu mir passt. Ich habe Tabletten bekommen.
bei der großen habe ich 2 Wochen vollgestillt und musste dann zu füttern und habe wegen u.a. kaputter Brustwarzen, wochenbettdepression, Schmerzen und Angst vorm anlegen ect. 4,5 Monate abgepumpt. Das ist nun 5 Jahre her und ich weiß noch dass das abpumpen damals organisatorisch echt hart war. Ich konnte kaum das Haus verlassen wegen Milch erwärmen- Kind füttern- Kind schlafen legen - abpumpen in der Zeit - alles sauber machen und dann ging es ja quasi wieder von vorne los.

Deswegen hatte ich gesagt das ich es nicht nochmal machen möchte. Nun aber plagt mich ein schlechtes Gewissen der zweiten Maus gegenüber und heule nachmittags rum das sie nun so wenig Muttermilch bekommen hat. Meine Brüste sind weiterhin prall und es läuft Milch.
Laut der Apotheke könnte ich nach 8 Stunden der letzten Tabletten Einnahme wieder Milch abgeben. Ich habe Liserdol bekommen, vllt kennt sich ja jemand damit aus und weiß ob das so stimmt?!
Andere Frage noch: Sind hier auch abpump Mamis die mir sagen können wie sie so den Tag meistern mit abpumpen?
Wenn ich das mit dem abpumpen machen sollte, muss ich dazu sagen das ich es nicht wieder über Monate machen würde aber vielleicht ein paar Wochen. Ist nur die Frage ob es sich dafür lohnt.

Lg Judi mit klein Mina auf der Brust

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Hi, für genaue infos zu medikamenten kontaktiere doch am bestend deinen gyn. Der kann dir qualifiziert auskunft geben.

So nun zu deinem anderen thema. Ich bin zwar keine abpump mama aber auch mittlerweile nicht mehr wirklicj eine stillmama.

Ich stille meinen sohn nur noch nachts, morgens und abends. Wobei er mit seinen 8 monaten auch schon alle mahlzeiten isst.
Abpumpen mache ich immer mal zwischendurch, meist mittags wenn hier alle beim mittagsschlaf sind oder abends, das ist dann seine zwischendurch milch wenn er welche möchte. Und wenn ich nicht zum abpumpen komme dann gibt es eine pre milch. Ich glaube das prinzip nennt sich zwiemilch oder so.

Mach dir keinen stress und druck. Ein bisschen muttermilch ist besser als keine aber auch ohne muttermilch werden kinder groß.

Ich würde immer dann abpumpen wenn es für mich gut passt, ohne druck und den rest mit pre aufstocken. Da findest du deinen rhythmus sicher ganz schnell.

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Mit meiner Gyn kann ich nicht darüber reden, als ich sie angerufen hatte um Sie und ich ihr sagte das ich es bereue die Tablette genommen zu haben und nicht natürlich abstille kam nur „ja das beste ist halt Muttermilch“ und sie meinte zu mir wegen der Halbwertszeit was von 24 Std. Habe keine Lust auf Diskussionen.

Dein Kind ist ja schon größer da hat sich das ja alles eingependelt. Ich weiß nur noch das ich damals alle 3-4 Stunden abpumpen musste damit die Milch weiter floss. Bin extra spät abends ins Bett damit ich nachts nichts raus muss zum pumpen und habe mir morgens meist ein Wecker gestellt damit ich bevor das Kind wach ist fertig gepumpt habe.

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Hallo,

ich habe 5,5 Monate Pumpstillen gemacht. Als die MuMi nicht mehr für den ganzen Tag reichte haben ich aufgehört abzupumpen.

Ich habe die ersten 4 Wochen alle 2 Stunden abgepumpt und dann alle 4 Stunden.

Ich hatte ein Rezept direkt im KH nach der Entbindung bekommen, da unsere Tochter zu schwach war aus der Brust zu trinken und nach 2 Tagen hatte sie über 15% ihres Geburtsgewichtes verloren. Da schlug der KiA Alarm und hat mir eine Milchpumpe verschrieben. Es hat dann nochmals 2 Tage gedauert bis ich genug MuMi hatte um unsere Tochter komplett ohne Pre zu ernähren.

Aber zurück zur Organisation. Wie gesagt ich hatte eine elektrische Doppelpumpe. Ich habe abpumpen und füttern immer gleichzeitig gemacht. Also die Flaschen zum Abpumpen zwischen Stillkissen und mir eingeklempt und Baby auf dem Stillkissen und mit Flasche gefüttert. Ich brauchte den Kontakt zu unserer Tochter, ansonsten klappte es mit den abpumpen nur suboptimal.

Wenn wir mal weg sind habe ich die Milchpumpe mitgenommen und mich zum abpumpen in einen anderen Raum gesetzt. In den ersten 4 Wochen waren wir 3 mal bei meinen Eltern und 2 mal bei meinen Schiegereltern. Und einen Nachmittag zu einer Vereinsfeier, da hatte ich keine Pumpe mit und nach knapp 3 Stunden bin ich ausgelaufen und dann schnell Heim abpumpen und umziehen und dann zurück. War zum Glück alles im Dorf.

Bei 4 Stunden Intervall habe ich die Pumpe nicht mehr mitgenommen. Außer bei Tagesausflügen. Habe sogar mal im Zoo in Sanitätsraum abgepumpt. War kein Problem, die Mitarbeiter haben dort super reagiert. Auch bei Familie und Freunden war es nie ein Problem, da alle wussten das ich abpumpe. Jeder hat mir einen Raum gezeigt wo ich mich hin zurückziehen konnte zum Abpumpen.

Intensiv gereinigt wurde alles einmal am Tag, dann wurden alles Schläuche, Flaschen etc. gespült und in die Steriliator gepackt. Die Dinge zum Abpumpen wurden sonst immer nur gespült. Flaschen und Sauger hatte ich genug, dass es über Tag reichte.

Die Milch habe ich immer im Wasserbad warm gemacht. Dazu hatte ich eine Thermosflasche mit kochendem Wasser mit und die MuMi in einer anderen. Dann MuMi in die Flasche, diese in das Wasserbad und nach 4 bis 5 Minuten konnte ich füttern.

Ich muss aber auch zugeben, dass es mit dem Abpumpen super geklappt hat. Ich konnte unsere Tochter komplett mit MuMi ernähren und noch einfrieren. So bekam unsere Tochter insgesamt 6,5 Monate MuMi. Die Umstellung auf Pre haben schnell gemacht.

Ich würde es wieder so machen. Ich empfand es nicht als Stress oder viel Aufwand. Klar die ersten paar Tage waren etwas anstrengend bis ich eine Routine entwickelt hatte.

LG Morgain

PS: Über Abstillmedis kann ich nichts sagen.