Euer Zaubermittel für mehr Milch

Hallo ihr Lieben,

habt ihr einen magischen Tipp wie bei euch die Milche mehr wurde? #kratz

Mein Sohn ist knapp 4 Monate alt. Er nimmt nicht so gut zu. Bei der Geburt war er durchschnittlich schwer und nun knappst er am unteren Rand rum. Ich weiß nicht so genau woran es liegt.
Ich lege ihn immer wieder an, aber es ist super anstrengend. Er zerrt und strampelt an der Brust, saugt an und lässt gleich wieder los. Er ist sehr unruhig dabei und sowas wie "Milchkoma" kenne ich gar nicht. Deshalb hab ich den Verdacht, dass er einfach zu wenig Milch bekommt. Der Kinderarzt rät zum Zufüttern, aber bevor ich das mache will ich zumindest nochmal probieren die Milchproduktion anzuregen.

Vielleicht hat jemand von euch nochmal einen super Tipp für mich oder kennt das Problem vom unruhigen Stillen.
Liebe Grüße
Dachskind

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Hey, geb nicht so schnell auf und lass di h nicht verunsichern. Klar wenn es zu Grenzwertig wird, dann musst du leider zufüttern, aber so lange alles im rahmen ist, würde ich auf dein Bauchgefühl vertrauen. Erstens is es ganz wichtig das du dich selber nicht unter druck setzt, sondern denkst „gut dann füttern wir eben zu, ist auch nicht schlimm“ die psyche und Schlafmangel können die Milchproduktion extrem beeinflussen. Stilltee in jeglicher form, anis-kümmel-fenchel hat mir geholfen. Bockshornklee kapseln, malzbier, allgemein alles mit viel Kohlenhydraten, reis, kartoffeln usw & basilikum z.b pesto haben mir auch immer sehr Geholfen 🍀🙌🏻

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Achso, und mit 4 monaten werden sie aufmerksamer, zappeliger und Lassen sich schnell ablenken. Versuch dir ein ruhigen ort in eurer Wohnung zu richten, wo es nicht zu hell ist, keine „Ablenkung“ ich hab auch manchmal dann im sitzen gestillt, also nach hinten gelehnt wie wenn er auf deinem bauch liegen würde

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Mein Zaubermittel sind bockshornkleekapseln.

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Zwischen 17 und 23 uhr ist der prolactinspielgel ( Hormon zur Milchbildung) am höchsten. Zu der zeit entweder das baby oft anlegen oder powerpumpen. Das regt die Milchbildung an.

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Kreuzkümmel und gemahlenen Koriander (nicht das Kraut)

LG

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Mir gings genau wie dir und ich wollte nicht aufgeben.
Meine Tochter ist auch vier Monate, kam auf knapp P 50 zur Welt und krauchte an der 6. umher. Aber meine Ärztin schaut sich das Kind an, nicht nur auf die Zahlen. Sie meint so lang sie weiter zunimmt, wenigstens auf der Perzentile bleibt und weiterhin so gut drauf ist, neugierig, lebhaft, zugewandt, ist alles ok.
Genug Pipiwindeln usw.
Ich war soweit, dass ich zufüttern wollte, weil ich mir so Sorgen gemacht habe, aber meine Tochter will nichts außer die Mumi. Habe 5 Sorten probiert. Normale Pre, HA Pre und auch was auf Soja (davon hat sie sich die Seele aus dem Leib gekotzt)

Hab dann zwei Wochen tagsüber nach dem
Stillen nochmal abgepumpt für 10-15min, so gut ich es geschafft habe (bloß nicht auf Druck) und Abends wenn meine Tochter schlief nochmal 1-1,5h powergepumpt. Immer 10min pumpen, dann 10min Pause usw. Zwischendurch die Brüste massiert und auch warm gemacht mit Lappen oder Kirschkernkissen. Manchmal auch noch ausgestrichen. Damit die Brust möglichst "leer" ist (was ja nie ganz passieren wird, weil immer Milch nachkommt)
Habe hochdosierten Bockshornklee genommen, trinke jeden Tag 1l Tee aus zerstoßenenen Kreuzkümmelsamen und Fenchelsamen, Korianderpulver und Eisenkraut, Anis kann auch rein, Zimt... Da mal schauen was anregt und gut schmeckt.
Alkoholfreies Weizen und auch mal alkoholfreien Sekt (gönne mir Abends beim pumpen ab und zu mal so ne kleine Flasche)
Die abgepumpte Milch hat sie obendrauf bekommen. Mittlerweile friere ich auch wieder ein.

Und dann natürlich, wie immer Anlegen, Anlegen und nochmals anlegen. Wenn er unruhig ist hilft vielleicht auch mal beim Stillen rumlaufen, im Liegen stillen, auf nem Pezziball stillen. Positionswechsel kann da helfen. Wechselstillen und Brustkompression beim Stillen, wenn su liegst/sitzt.

Dein Körper weiß genau was er tun muss. Das Saugen lässt die Mechanorezeptoren der Brust Signale ans Gehirn senden, daraufhin folgt die Oxytozin Freigabe. Andrenalin hemmt das. Deswegen versuchen ruhig zu bleiben. Habe hier mal gelesen, dass Singen helfen kann.

Man muss einfach nen Weg für sich finden, nicht (wie ich) an idealistisch-romantischen Vorstellungen festhalten (ich wollte gaaaaanz lange vollstillen), kreativ und flexibel sein/bleiben.
Die Beikost kommt ja auch, das sind wieder ein paar Kalorien mehr.

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Pupst er dann eigentlich zufällig auch oder strampelt er lediglich?
Meine Tochter war und ist auch immernoch sehr unruhig, weil die Blähungen sie nach wie vor quälen und sie es nicht mag, wenn es blubbern und gluckert im Bäuchlein.

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Hallo,

Milchbildung:
Globuli Phytolaca (Potenz in der Apotheke erfragen)
Bockshorkleesamenkapseln hochdosiert (mehr als angegeben)
Brustkompression und Wechselstillen
Wärme und Massage
Powerpumpen
Alle 2 Stunden Anlegen, 10-x Mal in 24 Stunden
Nachts maximal 1x für 4 Stunden Pause

Anlegen optimieren zur besseren Aufnahme:
Verschiedene Positionen
Asymmetrisch anlegen

Wegen Unruhe:
In dem Alter ganz normal, vielleicht dunkles Zimmer, oder in der Trage

Vielleicht könnte dich eine Stillberaterin engmaschig begleiten, die täglich / wöchentlich auf das Gewicht schaut?
Sobald die Beikostreife erreicht ist, kann man (falls nötig!! ) Auch hochkalorisch Zufüttern. So musst du nicht zur Pre greifen

Wenn Zufütterbedarf besteht, dann füttere stillfreundlich zu.
Bechern oder Brusternährungsset (hat den Vorteil, dass gleichzeitig die Milchproduktion angeregt wird)

Liebe Grüße

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Alles was schon gesagt wurde und vor allem viel trinken. Ich merke sofort dass die Milchproduktion runter geht wenn ich nicht genug trinke.
Ich hoffe das hilft!