Stillkind - Milchunveträglichkeit?

Hallo zusammen,

Unser Sohn ist jetzt knapp 8 Wochen alt und hat seit Sobntag Abend (bzw ist es mir da das erste mal aufgefallen) immer Mal wieder kleine Blutfäden im Stuhl (nicht bei jedem Stuhl). Zudem hat es vor etwa zwei Wochen mit grünlich-schleimigem Stuhl angefangen. Nun ist der Stuhl teilweise sehr flüssig und eher schaumig. Meine Hebamme meinte zu dem schaumig grünlichem Stuhl, dass er sehr viel speichelt und das eventuell davon kommen kann. Die Blutfäden seit Sonntag haben mir dann doch Sorgen gemacht, auch wenn diese wirklich sehr minimal sind (meine Mutter hätte das nicht entdeckt, meinte sie). Am Montag nachmittag nachdem ich eine weiter Windel mit Blutfäden entdeckte, bin ich zum Kinderarzt gefahren (Vertretung, unsere Kinderärztin ist im Urlaub). Sie meinte, dass es eine Milchunvertäglichkeit sein kann (ich Stille voll, also aufgenommen über die Muttermilch). Am nächsten Tag sollte ich zur Blutabnahme kommen und mir Gedanken machen, ob ich auch Milch verzichten möchte oder für 2 Wochen eine Spezialnahrung per Flasche geben will. Ich will unbedingt weiter stillen und stelle mir die aprubte Umstellung sehr schwierig vor. Die Ärztin war 100% pro Spezialnahrung, sie fand, dass die Ernährungsumstellung nicht so einfach ist. Das nehme ich gerne in Kauf, icj will unbedingt weiter stillen und verzichten seit Montag abend auf Milch und Milchprodukte. Leider hat sich noch keine große Besserung eingestellt und es ist immer noch ab und an etwas Blut im Stuhl.
Sonst ist er sehr munter, gedeiht gut und macht keinen kränklichen Eindruck.

Hat jemand Erfahrungen mit der Kuhmilch Unverträglichkeit bei Stillkindern? Wurde jemandem geraten direkt den radikalen Schritt zu gehen und Spezial Nahrung zu geben und nicht mehr zu stillen?

Lieben Dank und Grüße

1

Also ich finde heutzutage gibt es so viele gute Alternativen zu Kuhmilch, dass ich auf jeden Fall erstmal verzichten würde. Wenigstens könnt ihr damit rausfinden, ob es überhaupt daran liebt. Ich finde das mit dem Blut trotzdem ungewöhnlich. Falls sich nichts ändert, würde ich sobald wie möglich nochmal zu eurer Ärztin gehen.

2

Danke für deine Antwort.
Das stimmt es gibt einige Alternativen und es fällt mir auch nicht schwer, Hauptsache ich kann ihn weiterspielen. Ich hoffe es bessert sich die nächsten Tage und ich muß nicht doch auf die spezialnahrung umstellen.

Hat jemand noch Erfahrung damit?

3

Hey,

zunächst finde ich, dass deine Hebamme sehr „lapidar“ wirkt. Aber kann vllt. auch nur so wirken.

Wir hatten sehr starke Probleme in den ersten vier Monaten. Sie konnte nicht Pupsen und der Stuhlgang war auch eine Katastrophe.
Auch wir hatten irgendwann Blutfäden im Stuhl (nicht viel) und ich bin direkt zum Arzt - Schmerzen und dann noch Blut? Was soll man auch sonst tun.

Es wurde zunächst der Darm geschallt, ob bei ihm alles okay ist und dann eine Stuhlprobe eingeschickt. Tatsächlich war irgendein Protein erhöht. das auf eine Reizung hindeutete. Aber das kann man nur im Verlauf betrachten. Da es relativ spät ihrer allgemeinen Beschwerden war und sie auch danach kein Blut mehr im Stuhl hatte, haben wir beschlossen die Untersuchungen erst wieder zu Beginnen, wenn es nochmal vorkommen sollte.

Naja, jedenfalls war seine Vermutung auch, dass es eventuell eine Milcheiweißallergie sejn kann. Vorsicht, keine Lactose.
Seither trinke ich im allgemeinen z.B. Hafermilch. Allerdings finde ich den Verzicht auf Milchprodukte auch extrem: kein Käse, Butter, kein Pesto, keine Teigwaren nichts. Das ist schon nicht ohne, da gebe ich Deiner Ärztin recht. Es ist ja nicht so einfach, dass man sich lactosefreie Produkte kauft 🤷🏼‍♀️. Eher die veganen.

Ich weiss nicht genau was sie mit deinem Blut machen will, aber gut.
Wenn es dem Kind sonst wirklich gut geht, denke ich persönlich auch nicht, dass es das ist. Aber ich bin kein Arzt.

Mein Arzt erklärte, dass eine Milcheiweißallergie schwer nachzuweisen ist. Man kann ca. 3 Wochen auf Milchprodukte verzichten und schauen, ob es besser wird.

Alternativ könne der blutige Stuhl aber auch daher kommen, dass der Darm im allgemeinen etwas gereizt war und da kommen ab und an Schleimhäute und Blut mit raus, aber da macht es wahrscheinlich die Menge und die Begleiterscheinungen.

Ich bin wie gesagt kein Arzt und ich würde an deiner Stelle auch bei allen Fragen rund um das Thema immer mit dem Arzt sprechen, aber eine Milcheiweißallergie vermute ich nicht. Ansonsten verzichte 3 Wochen wirklich auf alle Milchprodukte wegen des Eiweißes, nicht wegen der Lactose, und schau, ob es dann besser wird.

4

Danke für deine Antwort und, dass dudeine Erfahrung mit mir teilst.

Bitte entschuldige, ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Nicht von mir, sondern von meinem Sohn wurde Blut angenommen. Die Werte waren unauffällig (Leber, Eisen, Blutgerinnung und auch der besagte Proteinwert (?)).

Es ist mir bewusst, dass das nicht leicht ist und ich nicht einfach auf Lactosefreie Produkte zurück greifen kann. Ich achte auch wirklich penibel darauf, nehme auch keine Produkte zu mir auf denen steht "kann Spuren von Milch enthalten". Es erscheint mir aber immer noch einfacher als ihn von jetzt auf gleich an die Spezialnahrung zu gewöhnen, solange es noch eine Alternative gibt (nur noch 5 Malzeiten, statt alle 2 Stunden Stillen, Einschlafhilfe etc.).

Ich frage mich, ob ich direkt auf sämtliche allergie auslösende Lebensmittel verzichten soll (Eier, Soja etc), bevor sich jetzt keine Besserung ergibt und ich doch auf die spezialnahrung zurück greifen muss? Oder bin ich zu ungeduldig und die Änderung würde sich erst später zeigen?

5

Hey,

das Protein findet man im Stuhl :).

Okay :). Das mit den „Kann Spuren von Milch enthalten“ schreiben viele Hersteller zur Vorsicht drauf. Glaube es reicht da tatsächlich wenn du nur Produkte isst, die Milch nicht als Zutat haben.

Ich würde das dann einfach mal zwei-drei Wochen austesten und es beobachten. Die Darmflora muss ja auch ne Chance haben sich zu regulieren. Dann ist dein Baby auch schon 12 Wochen alt und da stellen sich Stuhlbeschwerden bei manchen Kindern ja eh schon ein.

Gleich auf alles würde ich nicht verzichten (Habe bei den anderen Allergenen aber auch keine Erfahrung), weil du sonst nicht unterscheiden kannst, woran es läge.

Wenn dann immer noch Blut da ist oder es sich gar vermehrt. Dann Arzt und evtl. wirklich die Nahrung austesten.

6

Du fragst nach Erfahrungen: hier unsere;-) meine Tochter hat das, fing genau so an in dem Alter auch, sie hat die Spezialnahrung nicht Mal probieren wollen, tagelang haben wir es versucht, weder würde die Fläsche akzeptiert noch das stinkende Pulverzeug (es stinkt wirklich widerlich!!!) Also habe ich einfach weiter gestillt und verzichte seit fast einem Jahr nun auf Milcheiweiß. Es ist doch verdammt schwer auch wenn es mittlerweile gute Alternativen gibt v a. Durch "verstecke" ingridients wie in Wurst, Milchzucker usw. Und weil die ganze Familie mitmachen muss oder du zwei Sachen kochst:-) Aber es geht. Ich habe zusätzlich Calcium nehmen müssen, aber hab so wild. Keine Blutspuren waren nach ca 1-2 Wochen komplett weg
Jetzt versuchen wir das wieder einführen aber es ist noch nicht soweit und abstillen gestaltet sich dadurch schwieriger als gedacht....aber alles ist zu schaffen!

8

1000 Dank für deinen Erfahrungsbericht!

Ich werde jetzt die nächsten Wochen auf Milch und Milchprodukte verzichten und hoffen, dass es sich bessert. In 2 Wochen ist auch unsere "eigentliche" Ärztin aus dem Urlaub zurück und ich werde es nochmal mit ihr besprechen.

Der Kleine hatte auch eine Neugeboreneninfektion und hat in der ersten Woche sehr viel Antibiotika bekommen. Meine Überlegung war auch schon, ob das den Darm gereizt hat und es eventuell noch davon kommen könnte, darauf ging die Ärztin allerdings nicht wirklich ein.

Warst du denn bei einer Ernährungsberatung?

Meine Hebamme hatte auch vermutet, dass er die Flasche verweigern wird, ich stelle mir das auch sehr, sehr schwer vor.

11

Hat die Ärztin nicht eine Stuhlprobe geschickt? Normalerweise würde man dann sehen ob es vom Antibiotikum kam. Mei der Kuhmilcheiweißunverträglichkeit ist es oft so dass mehr als Blut im Stuhl dazugehörigt. Bei uns war es auch so dass sie kleine sehr viel gegöbelt hat, Risse hinter den Ohren hatte und generell schnell Pickelchen, der Stuhl roch auch nicht schön, also zumindest nicht nach Muttermilchstuhl...
Ah ja und wie viel Blut da war Hong auch davon ab wie viel Milch ich gegessen habe:-(

weiteren Kommentar laden
7

Ah ja und mir wurde sofort geraten abzustillen....und gleich Proben von zwei Spezialnahrung-sorten gegeben...selbst die Hebamme meinte, ich soll mich mit dem Verzicht nur "quälen" bis sie 6 Monate alt ist und dann stattdessen Sesampaste und Haferfring geben 😱👀🤦🤦🤦

9

mich würde auch noch interessieren, ob bei euren Babys, die auch eine Kuhmilch Unverträglichkeit haben, das Blut/die Blutfäden auch so gering waren? Ich muss in der Regel schon ganz genau hinschauen, um zu sehen ob etwas dabei ist oder nicht.

10

Huhu

Wir haben aktuell das gleiche Problem, mittlerweile seit 3 Wochen. Ich hatte erst etwas bekommen gegen Durchfall, weil dee Stuhl auch recht schaumig war. Aber das Blut blieb. Laut Arzt kann das auch vom Magendarm Infekt kommen und dauert etwas. Muss man "aussitzen". Ich verzichte jetzt auch seit knapp 2 Wochen auf jegliche Milchprodukte, da es sein kann, dass meine Tochter(6monate) auf Kuhmilch reagiert. Halte ich zwar für unwahrscheinlich, da sie keinerlei anderer Beschwerden hat, aber ich bin ja kein Arzt.
Am Dienstag war aber so viel Blut im Stuhl, dass ich zum Vertretungssarzt bin, der hat jetzt mal ne Stuhlprobe eingeschickt. Abwarten was raus kommt. Aber der Milchprodukte Verzicht ist schon hart, allerdings hat mir niemand geraten, abzustillen bzw auf Pulver umzusteigen.

Liebe Grüße
Sabi mit Räubertochter an der Hand 🍀

15

Danke, dass du deine Erfahrung teilst.
Das klingt tatsächlich ähnlich, allerdings wüsste ich nichts von einem Magen-Darm-Infekt bei ihm.
Alles Gute für euch!

12

Hallo,

mein Sohn hat auch eine Kuhmilcheiweiß-Allergie - festgestellt im Alter von 6 Wochen, weil er nur noch am Spucken und Erbrechen war. Auf den Stuhl hatte das bei uns keine Auswirkungen. Wir mussten aufgrund der doch etwas dramatischen Symptomatik für 1 Woche ins Krankenhaus, wo die Ärzte eine Weile rätselten, was ihm fehlt. Mit dem Erbrechen waren wir wohl ein eher untypischen Fall.
Uns wurde erklärt, dass der Allergietest/Bluttest bei Babys noch nicht zuverlässig funktioniert.
Ich habe angefangen konsequent auf Milchprodukte zu verzichten, was bei uns schon innerhalb von 72 h eine sichtbare Verbesserung erzielt hat. Im Laufe der nächsten Wochen wurde das Spucken immer weniger.
Die Spezialnahrung hat mein Sohn übergangsweise im Krankenhaus für 2-3 Tage bekommen. Ich fand die schrecklich! Sie riecht sehr seltsam/künstlich und auch das Fläschchen geben konnte ich mir auf Dauer nicht vorstellen.
Inzwischen ist mein Sohn 8 Mon. alt und ein Ende des Stillens ist nicht in Sicht. Ich finde es total okay, auf Milchprodukte zu verzichten. Es gibt so viele gute vegane Alternativen zu Käse und Co. Klar fehlt es mir manchmal, irgendwas mit echtem Käse zu überbacken oder im Restaurant"einfach" irgendwas aussuchen zu können. Aber für den Knirbs mache ich es gern. Ich werde auch von vielen bemitleidet, aber für mich ist's kein großes Problem.

Alles Gute und viele Grüße

16

Oh jeee, das klingt auch nach eine nervenaufreibenden Zeit. Hatte dein Sohn die Spezialnahrung denn im Krankenhaus auch angenommen? Ich stelle mir das so schwer vor.
Wie schön, dass du weiter stillen konntest!

18

Ja, zum Glück hat er das Fläschchen im Krankenhaus einfach so genommen. Die Stillpause war ja zum Glück recht kurz. An einem Abend hat er das Stillen richtig vermisst. Er hat gesucht und gesucht, war aber nicht hungrig. Das war schwer, auszuhalten.
Inzwischen nimmt er übrigens keine Flasche mehr einfach so, auch nicht mit Muttermilch. Das haben wir neulich festgestellt, als ich einen Arzttermin hatte. Das müsste man jetzt wahrscheinlich regelmäßig "trainieren", damit es klappt.

14

Wurde dein Baby kürzlich gegen Rotaviren geimpft?
Blut im Stuhl des Säuglings kann auch davon kommen.

17

Nein er wurde noch nicht geimpft, weil unsere Ärztin gerade im Urlaub ist.