Stillen und Schlafstörung

Hallo zusammen, ich habe eine Frage an die Mamas, die ebenfalls an Schlafstörungen leiden (so richtig, nicht ein "jetzt musste ich heute Nacht zweimal aufs Klo, ich bin so fertig" -überspitzt formuliert😅). Wie habt ihr es gemacht? Wie sind eure Erfahrungen?
Ich möchte nun keine Grundsatzdiskussion über die Vorteile des Stillens, diese sind mir alle bewusst.
Ich erwarte mein zweites Kind. Und ich stelle mir die Frage ob ich stillen will/werde oder nicht.

Ich leide schon seit x Jahren an Schlafstörungen. Vor meinem ersten Kind konnte ich den Schlafmangel nachts immer etwas kompensieren, indem ich mich nach der Arbeit hingelegt habe, z.B. Ich lag nämlich manchmal komplette Nächte wach. Wenn es gut lief, dann mal nur 2 bis 3 Stunden.
Dann haben wir ein Kind bekommen. Mit dem Stillen klappte es einfach nicht und wir entschlossen uns nach 2 Monaten dazu die Flasche zu geben. Meine Schlafstörungen hingen nun aber über mir. Selbst als mein Sohn nur noch ein oder zweimal die Nacht wach wurde, war für mich an Schlaf kaum zu denken. Ich brauchte ewig bis ich einschlief (hundemüde um 21 Uhr ins Bett, wach gelegen bis 24 Uhr), dann wachte mein Sohn um 1 Uhr auf und für mich war die Nacht damit vorbei. Ich konnte nicht mehr einschlafen bis um 6 Uhr morgens. Da wollte mein Junior aber dann aufstehen. Ich war also zwischen 20 und 24 h wach am Tag.

Es pendelte sich nun soweit ein, dass ich inzwischen "nur" noch 2 bis 5 h nachts wach liege. Damit komme ich nun meist klar. Nun frage ich mich natürlich, wie das mit dem Stillen funktionieren soll. Meine große Angst ist, dass ich einfach nicht mehr schlafen werde, denn das Baby wird wieder trinken wollen, bevor ich auh nur eine Minute Schlaf hatte. Und ich bin halt auch immer sofort hellwach. Also nichts mit irgendwas im Halbschlaf machen. Das gibt es bei mir leider nicht.

Bei meinem Sohn war es so, dass der Papa dann Nächte übernommen hat und ich in einem anderen Zimmer geschlafen habe, damit ich nicht wegen jedem Geräusch wach werde und so wenigstens die Chance auf ein bisschen Schlaf hatte.

Nun verunsichern mich die Leute (inklusive meinem Mann). Denn es wäre doch viel einfacher mit Stillen. Aber alle diese Leute wissen auch nicht was es heißt richtig an Schlafstörungen zu leiden. Auch mein Mann nicht. Der bekommt zwar mit, dass ich müde bin und fertig, aber so richtig in mich reinversetzen kann er sich nicht.
Ich war eigentlich schon soweit zu sagen, dass ich nicht stillen werde. Aber eine kleine Stimme in mir flüstert mir doch irgendwo Zweifel ein.

Beim Arzt war ich. Leider bislang ohne Erfolg. Ich bin leider noch auf der Suche nach einem, der mich wirklich ernst nimmt und nicht nur sagt "Ja als Mama schläft man halt weniger". Mir wurden bislang nur Medikamente verschrieben mit dem Hinweis, dass der Papa dann halt die Nacht machen muss, weil ich durch die Medikamente nicht wach werden würde. Dies ist für mich aber keine Lösung.

Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungen mitteilen? Wie habt ihr euch entschieden? Was hat euch geholfen?

LG Cheeselove

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Hallo,

wäre es nicht eine Option dass du abpumpst und dein Mann mal eine Nacht mit Flasche füttert.
Ich selber hab ein Flaschenbaby und ich glaub wenn du 2-4 in der Nacht aufstehen musst um eine Flasche zu richten wirst du mehr aus de Schlaf gerissen als wenn du den Zwerg an die Brust ziehst. 🤔🤷🏻‍♀️

Lg Annette

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außerdem kannst du Deine Meinung gegen das stillen ja immer noch ändern. Ist ja nix in Stein gemeißelt. 😅👍

Lg

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Hey, wenn das Baby das mitmacht, ja😅 Weiß man ja vorher nie. Groß mit Abpumperei wollte ich eben auch nicht anfangen. Habe das bei Großen die 8 Wochen gemacht und ich fand es total schlimm.
Aber mir ging es ging mir auch grundsätzlich um die dauerhafte Erfahrung wie es denn so läuft oder lief😊

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Ich weiß nicht mehr, wo ich es gelesen habe, aber es deckt sich auch mit meiner Erfahrung, dass das Stillen nicht nur dem Kind, sondern auch der Mutter mittels entsprechender Hormonausschüttungen beim einschlafen hilft. Vielleicht kannst du mit stillen also auch besser einschlafen? Ich würde es zumindest versuchen.
Bist du wegen der Schlafstörungen in Behandlungen? Wenn nicht würde ich das zusätzlich empfehlen.

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Hey, danke, das habe ich noch nicht gelesen. Werde mich aber mal einlesen.

Nein, wie gesagt nimmt mich bislang kein Arzt so wirklich ernst ("Als Mama schläft man halt schlechter", auf den Einwand, dass es grundsätzlich so ist und nicht erst seit ich Mama bin wird nicht eingegangen). War auch schon beim Psychiater, aber auch da nur Medikamente.

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Ich finde das was du beschreibst ist eine tatsächliche Schlafstörung und kein normaler Mama Alltag!
Ich würde dir als Anlaufstelle eine Psychotherapeutische Sprechstunde empfehlen. Die bekommen gesetzlich versicherte Patienten innerhalb von 14 Tagen über die Terminservicestelle (116117) vermittelt. Überweisung ist nicht nötig. Das ist ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten. Normalerweise sind das Psychologen und keine Ärzte (es werden also meist keine Medikamente verschrieben), das Erstgespräch dauert in der Regel 50min und dann bekommt man normalerweise eine Empfehlung für eine Therapie oder Beratungsstelle oder auch einfach nur ein paar Tipps, falls eine Kurzzeittherapie nicht nötig scheint.

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Ich leide auch seit ich 13 bin an Schlafstörungen, erst kann ich ewig nicht einschlafen, liege wach bis um 2 oder 3 egal wie anstrengend der Tag war, dann habe ich sehr lebhafte Albträume und wache mit schlafparalyse 5 bis 6 mal auf. In guten Nächten nur 3-4 mal. Es ist auch egal, ob ich mittags versuche mich hinzulegen, einschlafen kann ich sowieso nicht, und wenn doch wache ich nach 1 Stunde spätestens schweißgebadet auf wegen der Albträume.

Lustigerweise konnte ich in der Zeit in der ich gestillt habe super schlafen/einschlafen und hatte kaum Albträume. Ich glaube das liegt an den Hormonen die man während des Stillens ausschüttet.

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Echt? Das wäre ja super! Ich hab einfach echt so so angst davor, dass ich dann gar nicht mehr schlafen werde, dass ich es eigentlich nicht mal versuchen wollte. Ich werde nämlich einige Nächte alleine mit beiden Kindern sein, da mein Mann Schicht arbeitet. Und davor graut es mir so abartig🙈

Bist du in Behandlung wegen deinen Schlafstörungen?

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Ich war lange in Behandlung, auch mehrmals klinisch, da bei mir zu der Schlafstörung noch diverse andere psychische Probleme dazukamen. Die Tabletten und alles was ich bekommen habe haben nicht angeschlagen, oder ich habe dadurch noch mehr Probleme mit den anderen Problemen bekommen. Z.B. habe ich 2 oder 3 mal Pillen bekommen, von denen ich mega zugenommen habe, was für meine Anorexie und falsches Selbstbild (habe mich auf 38 Kilo runtergehungert bei 1,75m und fand mich fett) eher Ungeil war.
Mit 20 habe ich alle Pillen abgesetzt und seitdem geht es mir viel besser, außer der Schlaf eben.

Seitdem lass ich es einfach über mich ergehen, komme mittlerweile auch gut mit so wenig Schlaf klar, aber ich will auch keine Schlaftabletten mehr, aus Angst, dass ich dan die Kinder nicht höre und sie morgens oder nachts lange weinen ohne das ich zu denen komme.

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Niemand kann dir wirklich sagen, wie es sein wird. Mein Baby wachte so oft auf, dass ich kurzzeitig davon schlafgestört wurde. Es war wirklich schlimm, aber es hätte auch mit Flasche passieren können und da aufzustehen, ne ne. Dein Mann kann trotzdem mal nachts die Flasche geben und Du stillst am Tag, oder halb halb. Klar, es bestehen einige Gefahren, aber das Kind würde schon profitieren, wenn es wenigstens ein paar Wochen/Monate Muttermilch bekommt. Wenn es nicht mehr geht, dann halt Flasche. Es gibt auch Stilkinder, die super schlafen.

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Hallo.

Ich leide auch seit Jahren an Schlafstörungen.
Zu Beginn hat mein Mann ab und zu die Nacht übernommen und unserer Kleinen die Flasche mit Pulvermilch gegeben. Oder mein Mann hat bis 24 Uhr übernommen und ich den rest der Nacht. Das war für uns am besten, da ich abends schnell einschlafe, aber dann nach kurzer Zeit ( 1 bis 3 Stunden) wieder aufwache und dann nicht mehr einschlafen kann.

Inzwischen geht das leider nicht mehr, da unsere Kleine keine Flasche mehr akzeptiert.

Liebe Grüße und alles gute

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Hast du denn nebenher gestillt? Bei meinem Sohn konnte mein Mann durch das Flasche geben eben auch mal ne Nacht übernehmen. Das mit dem Stillen hatte nicht geklappt. Deshalb meine Überlegung nun, ob ich es überhaupt versuche oder ob ich es gleich bleiben lasse...

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Ja ich habe dann tagsüber gestillt und Nachts musste ich dann aber abpumpen, weil mir sonst die Brust weh tat. Die Milchpumpe hatte ich gleich auf meinem Nachtisch stellen. Manchmal habe ich auch meinem Mann gebeten mir die Kleine zum Stillen ins Schlafzimmer zu bringen. Dann habe ich die Kleine gestillt und mein Mann hat sie dann wieder in ihr Bett gebracht.

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