Beikoststart - Wieviel „darf“ das Baby zu Beginn essen und andere Fragen zum Thema

Hallo Ihr Lieben,

seit fast einer Woche bekommt mein Kleiner, 5 1/2 Monate, nun Kürbisbrei. Angefangen haben wir mit ca. 50 Gramm, die er enthusiastisch weggeputzt hat. Am zweiten Tag habe ich ihm dann schon fast 100 Gramm gegeben, die er auch komplett verdrückt hat. Gestern, an Tag 5 waren es schon 150g, die ich ihm eigentlich nur gegeben habe, um zu schauen, wann genau er satt ist. Aber auch die hat er komplett aufgegessen. Jetzt frage ich mich, ob das noch OK ist, weil man ja überall liest, dass man die Menge behutsam steigern soll und dass die Babys in einer Mahlzeit in den ersten Wochen so um die 100g essen.

Heute hat er leider auch Schwierigkeiten, sein Geschäft zu erledigen. Ich gehe stark davon aus, dass das mit der Riesenmenge Brei, die er gestern verdrückt hat, zusammenhängt und habe ein schlechtes Gewissen, dass ich ihm so viel gegeben habe. In dem Beikostratgeber, den ich mir gekauft habe, steht, dass man bei hartem Stuhl Pastinake in den Brei mischen soll. Geht das auch schon in der zweiten Woche oder sollte ich vom Kürbis- auf Pastinakenbrei umsteigen? „Darf“ man das überhaupt? Denn eigentlich würde ich ja ab morgen eine kleine Kartoffel in den Brei mischen und man soll ja pro Woche nur ein neues Gemüse einführen.

Außerdem möchte er nach der Breimahlzeit keine Milch mehr. In dem Ratgeber steht, dass man den Babys zum Brei auch Wasser anbieten soll. Bisher habe ich ihm nach dem Brei ein paar kleine Schlucke gegeben, mehr aber nicht. Jetzt frage ich mich, ob ihm dann nicht die Flüssigkeit, die er eigentlich durch seine Milchmahlzeit aufnehmen würde, fehlt und ob ich ihm mehr Wasser geben sollte.

Wer hätte gedacht, dass Beikost so kompliziert sein könnte?! 😅 Was sagen denn die Beikosterfahrenen unter euch?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!!

Lealuna

1

Gib ihm so viel er will und biete dazu Wasser an.
Solange er es verträgt und kein Bauchweh bekommt, gibt es kein zu viel an essen.
Wichtig ist halt, die „Satt“-Signale auch zu achten.
In Brei ist ja deutlich mehr Flüssigkeit als zB in einer Scheibe Brot. Soo viel Wasser muss er also nicht dazu trinken. Ganz entspannt.

5

Vielen Dank für deine Antwort. 😊 Das beruhigt mich schon mal

2

Das reicht ihm völlig aus! Ist doch super!
Wenn er so gerne Brei isst, ihm schmeckt, er satt ist, braucht er halt keine Milch danach.
Einfach Wasser anbieten und gut!

Du darfst ausprobieren. Ich würde erst die Pastinake dazumischen, zwecks Verdauung.
Danach die Kartoffel.
Übrigens hat bei uns Zucchini voll durchgehauen💩
Und keine Sorge: Die Verdauung muss sich auch erst gewöhnen und umstellen.

6

Auch dir vielen Dank für die Antwort. Den Tipp mit der Zucchini werde ich im Hinterkopf behalten. Am Ende habe ich jetzt doch erst die Kartoffel ausprobiert und Pastinakenbrei in kleinen Portionen eingefroren. Leider kam die Kartoffelversion gar nicht gut an. 😅 Habe heute deshalb erstmal wieder nur Kürbis gefüttert und versuche es morgen noch mal mit der Kartoffel.

3

Eigentlich braucht dein Baby noch gar kein Wasser. Es reicht völlig aus, wenn man ab der 3. ersetzten Flaschenmahlzeit anfängt, Wasser schlückchenweise anzubieten.

Wenn ihr nicht vorbelastet seid mit Allergien und Unverträglichkeiten, dann sagt man heute eigentlich, dass es ziemlich egal ist, wann du was anbietest.. Man muss da nicht so super vorsichtig sein. Pastinake (zusätzlich?) habe ich bzgl Verdauung jetzt ehrlich gesagt auch noch nirgendwo gehört.. Ist vielleicht weniger stopfend als Karotte. Aber als Kürbis? Weiß nicht.
Eigentlich ist da Obst (zB Birne als Nachtisch oder in den Brei gemischt) und/oder Öl das "go to", wenns vernünftig flutschen soll 🤗 beides soll ja schlussendlich sowieso Bestandteil sein.

Und bezüglich der Essensmenge. Offenbar ist dein Baby ja sehr reif für die Beikost und recht wild darauf. Dass er da immer größere Mengen verputzt, ist dann nicht ungewöhnlich, denn du musst ja auch zusätzlich bedenken, dass da bisher die Sättigungsbeilage fehlt. Gemüse pur ist halt auch nicht sehr befriedigend. Ich würde recht schnell Kartoffel mit hinein geben, anstatt nun erst alle Gemüse einzeln zu testen.

7

Lieben Dank für deine ausführliche Antwort 😊 Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Ich habe mir die Stelle zur Wassergabe im Buch noch einmal genauer angeschaut und auch dort steht, dass man Wasser erst ab der dritten ersetzten Flaschenmahlzeit geben sollte.

Öl gebe ich bereits in den Brei, aber dennoch hapert es bei ihm mit der Verdauung noch. Letztendlich macht er sein Geschäft zwar einmal am Tag, aber das dann unter Anstrengung und einer festeren Konsistenz.

Am Ende habe ich mich tatsächlich dazu entschlossen, ihm die Kartoffel in den Brei zu mischen - leider mit mäßigem Erfolg. Er hat nur sehr wenig gegessen und bei jedem Löffel den Mund verzogen. Danach wollte er dann aber wieder Milch 😅 Heute habe ich ihm erstmal eine Pause von der Kartoffel gönnen wollen und ihm nur den Kürbis gegeben, den er, wie gewohnt, aufgegessen hat. Morgen starte ich einen neuen Versuch. Ich hoffe, es schmeckt ihm dann besser!! 😄

8
Thumbnail Zoom

Achso, hier noch die Stelle im Buch zur Pastinake bei härterem Stuhl durch Kürbis. ☺️

4

Man „darf“ ganz viel. Beikoststart heißt auch Ausprobieren.
Wir haben zum Beispiel erst mal vier bis fünf verschiedene Gemüse eingeführt bevor es Kartoffel dazu gab. Mach das wie es sich für dich richtig anfühlt. Und dann schau wie dein Kind reagiert.
Pastinake wurde hier gern genommen. Ebenso Kürbis, Karotte, Zucchini, Brokkoli und Kohlrabi.
Bei uns hieß es „immer nur eine neue Sache zur Zeit“, aber das muss nicht ne Woche sein, drei Tage reichen auch.
Viel Erfolg!

9

Vielen Dank auch für deine Antwort. 😊 Gerade beim ersten Kind möchte man ja immer alles ganz genau nach Plan machen, um bloß nichts falsch zu machen. Ich muss mich wohl in der Experimentierfreudigkeit noch üben 😅